Ed Tech Buzzwords

August 17, 2012

Joachim Wedekind (@jowede) wies auf die Infografik Edtech Cheat Sheet : Understanding New Trends in Educational Technology, die sich im nett betitelten Blogeintrag Educational Technology Buzzwords befindet.

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Zeitschriften zur Erwachsenenbildung/Weiterbildung/Pädagogik

August 13, 2012

Ein Service des Lehrstuhls Erwachsenen- und Weiterbildung (Andragogik) der Uni Bamberg informiert regelmäßig via eines (nicht annotierten) Zeitschriften-Newsletters über den Inhalt aktueller Ausgaben ausgewählter Fachzeitschriften. Den Newsletter, mithin die Zeitschriftenliste erhält, wer sich in das  (bamberg-)regionale AndraNet einträgt. Wer sich nicht noch einen Newsletter antun mag – hier die Fachzeitschriftenliste mit Verlag bzw. Herausgeber:

Bildungsforschung frei zugängliche Online-Zeitschrift

DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung DIE, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen

Education permanente Schweizerischer Verband für Weiterbildung

EB, Zeitschrift Erwachsenenbildung wbv / KBE, Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung

Forum Erwachsenenbildung DEAE, Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung

HBV, Hessische Blätter für Volksbildung wbv / Hessischer Volkshochschulverband, hvv-Institut

Magazin erwachsenenbildung.at bm:uk / BfE

Pädagogische Rundschau Peter Lang Verl. / Uni Koblenz-Landau

RELA, European Journal for Research on the Education and Learning of Adults Open Access Journal, hosted by Linköping University Electronic Press

REPORT, Zeitschrift für Weiterbildungsforschung  wbv/DIE

Weiterbildung – Zeitschrift für Grundlagen, Praxis und Trends Verl. Wolters Kluwer Deutschland

Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik F. Steiner-Verlag

ZfE, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft  Springer VS / FU Berlin

Zeitschrift für Pädagogik  Beltz Verl.

Fachzeitschriften online vom DIE, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (alphabetisch und nummerisch)


Risiko und Chancen liegen auf dem Tisch

April 20, 2012

Von einem Eintrag in einem Weblog von Andreas Fürlinger über eine Schulfortbildung zu Social Media (nebenbei ist es für Fortgeschrittene immer schwierig, einen Einstiegskurs zu besuchen …), kam ich zu einem Beitrag von Ferdinand Kaineder über einen Vortrag zu Social Media in einer Schule, der schöne Bilder verwendet. Zum Beispiel dieses:

„Heute über Social Media in einer höheren Schule reden, heißt so viel, wie vor 30 Jahren das Autofahren zu erklären: Die meisten sind Autofahrer.“

Schöne Haltung, schöne Vergleiche – dennoch zum Schluss vielleicht zu euphorisch, was die Reichweite anbelangt. Die Welt wird selten auf eine Schule (oder auf eine Bibliothek) schauen, eher sind die sozialen Medien funktional für den Austausch mit dem (potentiellen) Klientel, also für die Binnenkommunikation und kann eventuell auch für die Pädagogik/Didaktik eingesetzt werden.
Aber der Schlusssatz stimmt dann wieder:

„Risiko und Chancen liegen am Tisch. Wir werden sehen.“


Machen Computerspiele intelligent?

November 26, 2011

Intelligenz lässt sich durch geeignete Computerspiele steigern. Das konnten Psychologen der Universität Würzburg jetzt in einer Untersuchung an bayerischen Förderschulen nachweisen. Der Effekt fiel überraschend hoch aus. [via idw-online]

Das gilt natürlich jetzt nicht pauschal für jede Art von Computerspiele. Doch schlussfolgernde Denktrainings wie zum Beispiel das Vergleichen zwischen Objekten im Bezug auf Beziehungen und Merkmalen steigert nachweislich die Intelligenz und führen zu Leistungssteigerung. Mit eine Rolle jedoch spielen die Motivation (z. B. das Finden eines Schatzes) und die Ermutigungen während des Spiels durch Rückmeldung über den aktuellen Leistungsstand.

Ob das bei Erwachsenen genau so ist? Falls ja, sollte ich die Zugfahrten künftig nicht mit Lesen oder Aufarbeiten nutzen, sondern schlicht ein wenig daddeln und ebenfalls den „blauen Diamant der Weisheit“ suchen (so der Name des Spiels).


Bewegt sich die Weiterbildung?

Juli 6, 2011

Und wenn ja – wohin? Fragen wir den Autor Josef Schrader, seines Zeichens Prof. Dr. phil. habil., Dipl. Pädagoge an der Universität Tübingen und dort seit 2003 für die Abteilung Erwachsenenbildung / Weiterbildung des Instituts für Erziehungswissenschaften im Einsatz.

Haben die Bildungsreform und die Modernisierungsstrategien ihre Ziele erreicht? Oder stoßen sie an Grenzen?“ Ist „das System“ denn überhaupt steuerbar? Und eine Frage finde ich ganz besonders spannend: haben die Qualitätssicherungsmaßnahmen, die einen wesentlichen Bestandteil der Reform ausmachen, tatsächlich zu einer besseren Kundenorientierung der Weiterbildungsdienstleistungen geführt?

Josef Schrader untersuchte in drei Jahrzehnten empirirscher Forschung „Struktur und Wandel der Weiterbildung“. Ein Panel von Weiterbildungseinrichtungen wurde dabei erfasst und ausgewertet. An einem kleinen Ausschnitt daraus, nämlich am Beispiel eines regionalen Weiterbildungsmarktes, erhalten wir einige Antworten.

Josef Schrader. „Struktur und Wandel der Weiterbildung“. Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung. W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld 2011, aus der Reihe „Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung“ des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE).

[via idw-online]


Mal ganz persönlich: Lernen

Juli 2, 2011

Ob Häppchenweise mit Salamitaktik, ob eher rational oder emotional, ob traditionell oder spielerisch … beim Lernen geht es ziemlich individuell zu. Je nach Kommunikations- oder Mediennutzungsgewohnheit nämlich. Denn Gewohnheiten beeinflussen den Lerncharakter eines Menschen besonders stark. Und Gewohnheiten wiederum haben mit den Lebensaltern zu tun.

Ein Beispiel. Mein Vater …

… wird diese Tage 70 Jahre alt (by the way: meine Fb-Freunde wissen auch, dass das gar nicht so selbstverständlich war!). Mit Busuu, Babbel, Apps oder gar Fa-ze-bock kann er überhaupt nichts anfangen, schon die Aussprache zeigt die Ferne zu diesen Begriffen. Lernen oder „sich-etwas-Merken“ ist bei ihm eng verbunden mit einem leuchtend gelben Marker, vorzugsweise einer Firma, zu der er beruflich eine starke Affinität hatte. Schwant Ihnen was? Genau. Alles Wichtige wird von meinem Vater sorgfältig markiert, sprich: visualisiert, und prägt sich so als Bild oder Muster für ihn besser ein.

Seine Tochter hingegen, also ich, hat sich diese Leuchtmarker von je her verkniffen (vermutlich aus jugendicher Opposition), wahrscheinlicher jedoch deshalb, da sie einen starken Hang zum Kleingedruckten an den Tag legt. Es könnte ihr ja etwas Interessantes entgehen und ALLES kann man ja schließlich nicht einfärben. So ist angeborene Neugierde (die mit den Lebensjahren normalerweise, nicht jedoch zwingend!, eher abnimmt) eine Antriebsfeder, sich mit Fußnoten auseinanderzusetzen und von einem Querverweis zum andern zu gelangen. Mithin ein spannendes, vernetztes Lernen zu betreiben, indem durch hergestellte Bezüge Lerninhalte breitflächig verankert werden.

Gibt es noch eine Schwester. 11 Monate älter, somit gleiche Generation. Ich überlege gerade, wie diese lernt. Und da fällt mir doch schnell ein: Kommunikativ. Meine Schwester setzt eine uralte Tradition fort, mittels Geschichten die Welt durch Stimme, Gestik, Mimik erfahr- und erlebbar zu machen. Heute sagt man wohl: Face-to-Face-Lernen. Wobei ich kürzlich gelernt habe (ja, ich besuche zähnezusammenbeißend einen Volkshochschulkurs, um mein über 30jähriges Schulenglisch zu reaktiveren), dass es lediglich in Deutschland diesen Begriff gäbe, ähnlich der Erfindung des Wortes „Handy“. „One-by-one“ müsse es heißen. Kennt bloß keiner bei uns.

Da ich es meinem Lehrer (ein Native Speaker aus London) nicht glauben wollte, dass es Face-to-Face als Begriff nicht gäbe – ja, auch Zweifel ist eine Antriebsfeder zum Lernen! –, schlug ich bei Leo nach. Und schon habe ich damit ein gelungenes Beispiel, wie meine eigenen Mediengewohnheiten funktionieren. „Schlage ich nach“ beweist, dass ich die erste Hälfte meines Lern-Lebens Bücher mit papierenen Seiten nutzte. Geschlagen habe ich tatsächlich, jedoch eher die Tastatur, um mir virtuell Auskunft geben zu lassen. Das handliche Englisch-Wörterbuch besitze ich noch, nehme es auch zum wöchentlichen VHS-Kurs mit. Samt Lesebrille, was total lästig ist, und das Blättern raubt auch ziemlich Zeit, derweil die nächsten Sätze bereits untergehen. Warum nur lässt unser Lehrer uns nicht einfach ein Notebook, Netbook, Tablet, IPad, Handy, … benutzen? Aaah, alte Schule! Lehrer sagt was, Schüler hören zu, Schüler antworten auf Fragen, und gut ist. Nicht für alle.

Der Spaß kommt mir – und damit komme ich zum beispielhaft letzten Faktor – dabei zu kurz. Sich entwickelnde Dialoge unter den (jungen und alten) Lernenden werden rasch unterbrochen, um mit dem Stoff nach Willen des Lehrers durchzukommen. Innerer Widerstand gegen die Vermittlungmethode des Führens, Gängelns, Forderns, Einengens, … zeichnet sich ab. So werde ich zwar brav das Semester zu Ende bringen, mich jedoch dann einer virtuellen Lernumgebung zuwenden. Ohnehin sind mir eineinhalb Stunden zu viel, da schwer ins bewegte Berufs- und Privatleben (siehe Vater) zu integrieren. Die Salamitaktik, also hin und wieder ein Viertelstündchen, sind mir lieber. Geübt bzw. gesprochen wird am Frühstückstisch mit dem Partner, der den Englisch-Kurs (quasi im Wechsel mit mir) besucht. (Danke übrigens für die letzten Hausaufgaben, Sportsfreund!)

Wie komme ich auf den Artikel? Darauf gebracht hat mich Vicente Arioli, ein App-Entwickler, der meinte*: „Die Lerneinheiten müssen in kleinen Häppchen eingeteilt werden, damit man zwischendurch lernen kann, etwa in der U-Bahn.“ Nun, trotz fehlender Bamberger U-Bahn (lachen Sie jetzt nicht, immerhin hat es sogar mal kurzzeitig eine Straßenbahn gegeben!) kann ich ihm nur beipflichten. Langweilige ICE-Tunnel-Fahrten verkürze ich mir gerne mit Lesen und Lernen – ob mit echtem Buch oder mit Laptop-Nutzung.

Tja, die Baby-Boomer nutzen und beherrschen eben viele Lernwege. Um uns muss man sich intellektuell gesehen nicht wirklich Sorgen machen 😉

* gelesen in der Printausgabe des Fränkischen Tags, 30.6.2011: „Sprachen lernen via Web und App“ von Peter Zschunke, DPA.

P.S.: Mein Bruder? Wie der lernt? Durch Fehler, glaube ich. Nesthäkchen, noch dazu Söhne, durften sich diese eher erlauben. Keine Bange! Da er trotz jüngeren Alters eher traditionelle Medien nutzt, laufe ich kaum in Gefahr, dass er das hier liest und mir nachfolgend den Kopf abreißen wird 😉


Erweitertes Angebot des Fachportals Pädagogik

Juni 14, 2011

Das Fachportal Pädagogik hat fünf Datenbanken neu in seine Metasuche integriert und damit ein Vielfaches an Volltexten hinzugewonnen. Das Fachportal ist zentraler Einstiegspunkt zu erziehungswissenschaftlicher Fachinformation und wird am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) koordiniert und erstellt.

Die Neuen:

  1. ERIC ist die weltweit umfangreichste bildungs- und erziehungswissenschaftliche Literaturdatenbank mit überwiegend englischsprachiger Literatur zu allen Bereichen der Pädagogik.
  2. BASE ist eine der weltweit größten Suchmaschinen speziell für frei im Sinne des Open Access zugängliche wissenschaftliche Volltexte im Internet, die von BASE indexiert und nachgewiesen werden.
  3. SOLIS informiert unter anderem mittels instruktiven Inhaltsangaben über mehr als 360.000 sozialwissenschaftliche Veröffentlichungen.
  4. DaQS – die Datenbank zur Qualität von Schule. Auf Basis von Fragebogen und Skalenhandbüchern einschlägiger Studien werden die verwendeten Instrumente zur Erfassung von Schul- und Unterrichtsqualität dokumentiert und zur Nachnutzung aufbereitet.
  5. DEPOT stellt Informationen über die Verlagskonzepte und die jeweilige Reputation von fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Zeitschriften bzw. zirka 270 überwiegend deutschsprachige Periodika, zusammen.

Neben der Metasuche umfasst das Angebot des Fachportals weitere fachliche Module. Im Zentrum steht die „FIS Bildung Literaturdatenbank“ mit derzeit rund 750.000 Nachweisen bildungsrelevanter Literatur. Ebenfalls im Fachportal angesiedelt ist „peDOCS“, der Open-Access-Dokumentenserver des DIPF. Komplettiert wird das Angebot durch den gemeinsam mit dem Deutschen Bildungsserver betreuten Themenkatalog, der für die Erziehungswissenschaft relevante kostenfreie Online-Ressourcen zugänglich macht.

Alle Angebote des Fachportals stehen kostenfrei zur Verfügung.

[Eine Pressemitteilung der DIPF via inetbib]