Motivation des Lernens

August 28, 2012

Eine starke Motivation hilft, Lerninhalte länger zu behalten. Wer selbst bestimmen kann, was er lernen möchte und dies in einem passenden Lernumfeld, dem dürfte Lernen am besten gelingen. Weitere Ergebnisse erfährt man in Kürze auf der Internationalen Konferenz zur Motivationsforschung vom 28.-30.08.2012 in Frankfurt am Main.

[via idw-online]


Zur Motivation Lernender und Lehrender

März 16, 2012

Interessante und wenig erforschte Frage: was motiviert Lehrende? Die österreichische Alpen-Adria-Universität ist ihr nachgegangen. Zwar nicht der Motivation von Erwachsenenbildner/innen, sondern von Lehrerinnen und Lehrer, doch meine ich, das lässt sich durchaus übertragen. Der Studie zufolge spielen organisatorische, bildungspolitische und curriculare Einschränkungen keine Rolle für die Motivation zu unterrichten. Sondern vielmehr, mit wie viel Eifer Schüler/innen lernen. Also doch die Ursprungsfrage: wie wird intrinsisch motiviertes Lernen erreicht? Worin liegen die Anreize zum Lernen?

Das Erfüllen basaler psychologischer Bedürfnisse, die so gennannten „basic needs“, sorgt dafür, dass Lerninhalte tiefer verarbeitet werden. In Kürze: es geht um psychisches Wachstum, Wohlbefinden und Integrität von Menschen. Es geht um Autonomie, Kompetenz und soziale Einbindung. Als konkrete Umsetzungsbeispiele sind „Freiräume bei der Unterrichtsgestaltung“, „Unterstützung durch Kolleg(inn)en“ sowie ein gutes „Arbeitsklima“ angeführt.

Passt doch gut zur gestrigen Meldung. Und ehrlich gesagt – alles nicht wirklich überraschend, oder?!

[via idw-online]


Machen Computerspiele intelligent?

November 26, 2011

Intelligenz lässt sich durch geeignete Computerspiele steigern. Das konnten Psychologen der Universität Würzburg jetzt in einer Untersuchung an bayerischen Förderschulen nachweisen. Der Effekt fiel überraschend hoch aus. [via idw-online]

Das gilt natürlich jetzt nicht pauschal für jede Art von Computerspiele. Doch schlussfolgernde Denktrainings wie zum Beispiel das Vergleichen zwischen Objekten im Bezug auf Beziehungen und Merkmalen steigert nachweislich die Intelligenz und führen zu Leistungssteigerung. Mit eine Rolle jedoch spielen die Motivation (z. B. das Finden eines Schatzes) und die Ermutigungen während des Spiels durch Rückmeldung über den aktuellen Leistungsstand.

Ob das bei Erwachsenen genau so ist? Falls ja, sollte ich die Zugfahrten künftig nicht mit Lesen oder Aufarbeiten nutzen, sondern schlicht ein wenig daddeln und ebenfalls den „blauen Diamant der Weisheit“ suchen (so der Name des Spiels).


Bereit für neue Inhalte?

September 21, 2011

Die ständige Bereitschaft, sich in der Arbeitswelt mit neuen Inhalten zu beschäftigen, scheint mit dem Alter abzunehmen. Warum ist das so? Belohnung und Motivation sind zwei wesentlichen Punkte, um sich auf Neues einzulassen und Leistungsfähigkeit zu sein. Ein bestimmter Schaltkreis im Gehirn ist daran beteiligt, und dieses „Netzwerk“ ist im Alter verändert. Hinzu kommt die subjektive Selbsteinschätzung von Selbständigkeit und Gesundheit. Schätzen wir uns darin eher negativ ein, dann setzt dies unsere Lern- und Leistungsfähigkeit ab. Das war die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht: die Produktion der Nervenzellen in der Lernregion des Gehirns, also dem Hippokampus, kann durch körperliche Aktivität angeregt werden. Sandra Düzel, die den Förderpreis „Altern und Arbeit“ erhalten hat, möchte mit Hilfe des Preisgeldes die neuronalen Grundlagen der Fähigkeiten, sich auf neue Inhalte einzustellen, untersuchen und überprüfen, welchen Einfluss Sport auf diese Funktion hat. Nun, die Fördersumme von 10.000 Euro könnten durchaus motivierend wirken, auch, wenn das die Nachwuchswissenschaftlerin rein altersmäßig gesehen wohl NOCH nicht nötig haben dürfte.

[via idw-online]


Warum evaluieren?

März 25, 2011

Besonders fortbildungsfleißige Teilnehmer/inne seufzen auf, wenn Sie ein ums andere Mal um ein Feedback gebeten werden. Ihnen sei daher folgende Rückmeldung einer Referentin des 13. BIB-Sommerkurses (siehe gestrigen Beitrag) mitgegeben, der den Sinn von Evaluationen spürbar macht:

Vielen Dank für die Aufbereitung und Mitteilung der Umfrageergebnisse. Es hat mich sehr gefreut, dass unsere Vorträge und Unterlagen eine solche positive Resonanz und praktischen Nutzen gehabt haben. Das motiviert einen
doch sich weiter zu dem Thema zu engagieren. […] Ich erinnere mich gerne an die Zeit in Meißen zurück auch wenn es vorher stressig und insgesamt sehr aufregend war.


Selbstlernkurs „Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für Hochschulen“

Oktober 12, 2010

Anderthalb Jahre Arbeit: Ein Selbstlernkurs, der in Kooperation der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit dem Institut für Politikwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Gesellschaft Agora entstanden ist.
Erreichbar ist der Kurs unter

http://www.recherchieren-im-internet.eu/

Nicht nur sind die Inhalte frei, sondern es werden neben den lokalen Winterthurer und Tübinger Suchinstrumenten vor allem die frei zugänglichen Suchinstrumente behandelt. Dies vor allem aus der Erwägung heraus, dass die Verbleibdauer von Studierenden immer mehr abnimmt und insbesondere später im Beruf auch frei zugängliche Quellen bekannt sein müssen, um qualifiziert die
jeweilige Arbeit leisten zu können, auch wenn man nicht mehr an ein Hochschulnetz angeschlossen ist.

Selbstlernkurse bieten die Chance, dass Benutzer den Kurs dann machen können, wann und in dem Umfang machen können, in welchem sie ihn absolvieren wollen. Der Nachteil ist, dass er/sie ihn allein machen muss und wenig Motivation durch andere oder Rückmeldung durch eine/n Dozenten/Dozentin bekommt. Gleichwohl: Es ist ein Versuch, Inhalte anzubieten, die losgelöst von zeitlichem und räumlichem Rahmen nach persönlichen Möglichkeiten und Interessen zur Kenntnis genommen werden können.


Werkstatt Weiterbildung (13): Blog Informelles Lernen

September 30, 2009

Ein Nachtrag zur eigentlich bereits abgeschlossenen Rezensionsreihe „Werkstatt Weiterbildung“ … der Beitrag schlummerte im Entwurfsmodus und möchte jetzt doch bitte ausgegraben werden.

Informelles Lernen wird innerhalb der bildungspolitischen Diskussion zumeist im selben Atemzug genannt mit Lebenslangem Lernen. Nun ist Informelles Lernen an sich nichts Neues. So lernt die Jungbäuerin (freiwillig) durch Zuhören, wann die beste Setzzeit für Kartoffeln ist: bei abnehmendem Mond, jedoch nicht zu nahe am Neumond, sondern besser kurz nach Vollmond. Über ergoogelte Informationen der Stiftung Agrikos erfährt sie mehr zum Stufenplan Bodenbearbeitungszeiten Kartoffeln (PDF, 1,3 MB) als Vorbeugung der Phytophtora und sonstigen Krankheitsproblemen.

Für diese und andere Kenntnisse kann sie sich jedoch noch keine Kartoffeln holen bzw. sich mit dem Titel „Agrartechnikerin“ schmücken. Es sei denn, sie kann nachweisen, was sie wo und wie gut gelernt hat. Und es sei denn, es gibt eine Institution, die das Informelle Lernen mittels eines Portfolios überprüft, akkreditiert und zertifiziert. Informelles Lernen also zum Gegenstand innerhalb eines Anerkennungsverfahrens mit möglicherweise nachfolgenden (geldwerten) Vorteilen. Informelles Lernen also kein neuer Trend, sondern eher „natürliches“ Lernen?

Dem Informellen Lernen wissenschaftlich (!) genähert hat sich das Team des Weblogs informelles-lernen.de, Matthias Rohs und Prof. Dr. Bernd Overwien. Sie haben jeweils meine vereinfachte „Kartoffel-Analogie“ zum Gegenstand ihrer Dissertation gemacht – und eben auch zum Themenbereichs ihres Blogs. Vor allem Letztgenannten nimmt man die innere Anteilnahme am Thema voll und ganz ab. Vom Elektriker zum Professor, das erscheint mir nur möglich mit einem gehörigen Anteil von Motivation durch selbstbestimmtes Lernen unter Sprengung aller althergebrachten Lernerfahrungsgrenzen – eben auch durch Informelles Lernen.

>> Eine Offerte aus der Feedliste des Weblogs Werkstatt Weiterbildung <<