Es geht weiter …

Januar 14, 2013

… zwar nicht hier, jedoch dort: das neue Weblog bibfobi – Fortbildung in Bibliotheken knüpft an das bisherige FobiKom-Weblog an. Das Motto von bibfobi lautet: „Up to date Bleiben in Skills und Inhalten“ und wir sammeln und reflektieren über Lernen, Selbstlernen, eLearning, Fortbildung, Weiterbildung … in Bibliotheken und darüber hinaus.

Dennoch wünschen wir uns, Jürgen Plieninger und Ilona Munique, dass sich jemand vom BIB finden wird, der den „alten“ FobiKom-Weblog als ein verbandliches Organ weiterführen wird. Denn nach wie vor hat es zahlreiche Fans, die das Tagebuch aufgrund seines über vierjährigen, umfangreichen und gehaltvollen Archivs aufsuchen.

Wir freuen uns jedoch erst einmal auf eure Besuche in unserer neuen virtuellen Weblog-Heimat!


Der FobiKom-Weblog wird eingestellt

August 31, 2012

Liebe treue und neue Lesende dieses Weblogs – wir treffen uns am Montag, 3.9.12 zum letzten Male hier. Die Weblog-Initiatorin und Autorin, Ilona Munique, leitet nach über fünf Jahren Verbandstätigkeit als Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung ihren Rückzug ein, der mit der Mitgliederversammlung in Leipzig 2013 vollendet sein wird.

Schritte und Schnitte

Eine der Schritte und Schnitte, die dabei getan werden müssen, ist die Aufgabe dieses Weblogs, das eng mit dem Amt verknüpft ist. Möglicherweise wird das Weblog ja auch wieder reaktiviert, falls sich jemand aus den Reihen der BIB-Aktiven mit Erfahrung in Fort- und Weiterbildung und genügend Lust am (fast) täglichen Schreiben (trotz Berufstätigkeit) findet. Derzeit ist dies leider nicht so.

Auch für meinen Kollegen, Dr. Jürgen Plieninger von der OPL-Kommission, heißt es deshalb, vorerst Abschied vom FobiKom-Weblog nehmen. Wir waren ein super eingespieltes Team, lieber Jürgen, und an dieser Stelle tausendfachen Dank fürs Mitschreiben, für Hunderte von interessanten Beiträgen, fürs Rückenfreihalten bei Terminengpässen, für die Zuverlässigkeit und die Ausdauer, für Rat und Tat, egal, zu welcher Uhrzeit!

Blickwinkel Bibliothek und Erwachsenenbildung

Und da wir so gut eingespielt sind, überlegen wir auch schon, ob und wie wir etwas ähnliches wie hier (interimsweise?) weiterführen könnten, allerdings dann ohne Verbandsnachrichten und -interna, wie z. B. das „FobiKom-Spezial“ oder Berichte aus den Sitzungen und Vereinsausschüssen, von Bibliothekartagen und Sommerkursen etc. Denn das wollte das Tagebuch hier sein. Neben allgemeinen und interessanten Beiträgen zur Erwachsenenbildung mit Schwerpunkt Bibliothek für die Zielgruppen Organisator(inn)en (vor allem die BIB-Landesgruppen), Referent(inn)en und Fortbildungsteilnehmenden war es ein Sprachrohr des BIB, Berufsverband Information Bibliothek mit Schwerpunktnachrichten aus der BIB-Kommission für Fortbildung.

Ein ähnlicher Blog? Ja, denn aus dem Blickwinkel „Bibliothek und Erwachsenenbildung“ ist  – unseres Wissens nach – noch kein eigener Blog in diesem Umfange und dieser Kontinuität zu finden. Oder doch?! (Na, das Kommentarfeld wäre dann der richtige Ort, es richtig zu stellen.)

Da unsere Überlegungen zu Konzept und Zeitfragen jedoch noch etwas andauern, wir unsere Lesenden zwischenzeitlich aber nicht verlieren wollen, bleibt mir gerade nichts anderes übrig, als zum ersten und letzten Male „Schleichwerbung“ zu betreiben und auf die Seiten meines „Broterwerbsblog“ zu verweisen. Schauen Sie die nächsten Wochen hin und wieder hier nach, ob und wie es blogmäßig mit diesem speziellen Thema weitergeht. Oder legen Sie sich einen RSS-Feed an.

Warum es endet – und wie es begann

Um etwaigen Spekulationen vorzubeugen: die Gründe meines Abschied als BIB-Aktive sind familiärer, arbeitstechnischer und – wenn wundert’s – weiterbildungsbegründeter Natur. Letzterer Grund ist thematisch in diesem Blog naturgemäß der interessantere. Daher – und weil es ja eh bald hier nichts mehr zu Lesen gibt – ein paar Worte mehr dazu.

Begonnen hatte ich dieses Weblog als Umsetzungsübung nach einem Web 2.0-Seminar von (ja, genau!) Jürgen Plieninger. Und dies mit einem Beitrag, der eine Rezension zum Thema subjektorientierter Erwachsenenbildung beinhaltete. Zu der Zeit nämlich, im April 2008, befand ich mich in einer Weiterbildung zur zertifizierten Erwachsenenbildnerin (wba, bifeb), und da mussten wir so etwas abliefern. Was natürlich besonders mir als freudige Schreiberin großen Spaß machte und zugegeben meine „leichteste“ Übung war.

Der Zertifizierung folgte die Diplomierung mit Schwerpunkt „Bildungsmanagement“ (2010) und nun, aufgrund einer Curriculumänderung etwas eher als geplant – soll der Schwerpunkt „Beratung“ folgen. Es war zwar nicht der ausschlaggebende Grund für meinen Rückzug, da ich schließlich die anderen Weiterbildungen ebenfalls „nebenher“ absolvierte, jedoch muss man sich das ja nicht unbedingt angewöhnen.

Weiterbildung ist und bleibt mein großes Thema. Neben Bibliothek. Diese beide hier vereint zu haben hat viel Spaß gemacht.

Danksagungen

Ich danke meinem Verband, dem BIB, das er mich textlich an der langen Leine ließ. Na ja, anders hätte es ja auch nicht geklappt. Wer mit Engagement und Liebe schreibt, der kann nicht ständig jeden einzelnen Satz überprüfen, ob sich jemand anderer daran reiben könnte oder nicht. Das würde so sehr hemmen, dass garantiert die Lust verloren geht. Transparenz und Offenheit, gepaart mit Loyalität zum Verband und zu mir selbst waren der Mindestanspruch für jeden einzelnen Beitrag.

Und nun hoffe ich, dass Sie morgen noch einmal mit Lust das letzte „SamsTagging“ der Kollegin Petra Häuslbauer lesen! Sie hat ja leider das Missvergnügen, dass sie nur ein Vierteljahr dabei sein konnte. Trotz der kurzen Zeit danke ich Petra Häuslbauer sehr herzlich für ihr Mittun! Sie würde das Blog schon auch noch weiterführen, doch hindern sie berufliche Anforderungen derzeit daran, mehr als einen Beitrag pro Woche zu schreiben. Nun, der Neubau und Umzug einer so großen Stadtbibliothek wie Nürnberg sind fürwahr kein Pappenstiel, da heißt es, Prioritäten zu setzen.

Unseren Lesenden danken Jürgen und ich fürs Lesen an sich sowie für alle Feedbacks, die kund taten, dass ihnen unser Weblog eine sehr geschätzte Informationsquelle war (und noch sein wird, denn als Archiv kann man es ja noch eine Weile nutzen). Persönlich gefreut hat mich, wenn es hieß: „Endlich erfährt man, was in einem so großen Verband wie dem BIB so hinter den Kulissen abläuft, wie Verbandsarbeit funktioniert (oder manchmal auch nicht), und dass da ganz normale Kolleginnen und Kollegen den ganz  normalen täglichen Wahnsinn leben, wie es Teamarbeit und Sacharbeit nun einmal mit sich bringen“. (Und dieser „Wahnsinn“ bringt wahnsinnig viel Früchte!) Aber auch nicht-bibliothekarische Feedbacks erhielten wir so einige, beispielsweise zu den praktischen Anleitungen im Bereich der Lernmöglichkeiten und Tipps zu Organisationsverbesserungen.

So, die letzten Abschiedsworte gibt’s  am Montag … und, ja, es wird mir schwer fallen!


#bibtag Nachlese (3) | BIB-Jahresthema „Demografischer Wandel und Bibliotheken“

Juni 6, 2012

Podium BIB-Jahresthema DemografieAuf dem Bibliothekartag in Berlin wurde das BIB-Jahresthema 2012/2013 beschlossen: „Demografischer Wandel und Bibliotheken“. Jahresthemen gibt es schon länger im BIB. Neu ist, dass erstmals eine zentrale Auftaktveranstaltung dazu installiert wurde. Ein hochkarätig besetzter Themenblock skizzierte eine begriffserklärende und perspektivische Bestandsaufnahme:

  • Petra Klug: Projektmanagerin in der Bertelsmann Stiftung in verschiedenen Bildungsprojekten; ihr aktueller Arbeitsschwerpunkt umfasst Themen im Kontext des demografischen Wandels wie Bevölkerungsentwicklung, kommunale Bildungs- und Familienpolitik
  • Ilona Munique: diplomierte Erwachsenenbildnerin, freiberufliche Trainerin, 1. Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung, der FobiKom. Die FobiKom ist Veranstalterin der BIB-Sommerkurse. In diesem Jahr wäre er unter dem BIB-Jahresthema „Demografischer Wandel und Bibliotheken“ gestartet – mangels Teilnehmender mittlerweile leider abgesagt.
  • Petra Meier-Ehlers: Leiterin der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg. Zuvor verantwortete sie bei den Bücherhallen Hamburg als Abteilungsleiterin die Bereiche „Interkulturelle Dienste, Sprachen und Pädagogik“ und arbeitete in der dbv-Kommission „Interkulturelle Bibliotheksarbeit“.
  • Daniela Meidlinger: Diplom-Bibliothekarin in der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Sie befasste sich bereits in ihrer Diplomarbeit mit dem Personalmanagement in Zeiten demografischen Wandels und tritt beim diesjährigen BIB-Sommerkurs als Referentin in Erscheinung (“Das Bibliothekspersonal im Schwabenalter”).

Petra KlugPetra Klug referierte zunächst über die Auswirkungen des Demografischen Wandels und wie Bibliotheken mit den Stellschrauben, die sich daraus ergeben, arbeiten können (der Vortrag “Wer? Wo? Wie viele? Auswirkungen des Demographischen Wandels” ist über den OPUS-Publikationsserver des BIB abrufbar).

Moderatoren Becker / HäuslbauerDanach baten die Moderatoren – Tom Becker und Petra Häuslbauer – die Experten in eine Sitzrunde, um gemeinsam mit dem Publikum in einen Dialog bzw. einen Diskurs zu gehen. Dabei wurden sowohl die Perspektive nach innen – Personalmanagement und Fortbildung – als auch die Perspektive nach außen – Bibliothek im kommunalen Netzwerk und zielgruppenorientiertes Arbeiten mit und im demografischen Wandel – beleuchtet. Und das durchaus kritisch, diskursiv, dialogisch, debattierend – mit den Expertinnen und dem Publikum.

Als Fazit lässt sich vielleicht festhalten, dass sich Bibliotheken

  • auf kommunaler Ebene noch stärker als Kooperations- und Bildungspartner profilieren sollten, um den demografischen Wandel als Querschnittaufgabe gemeinsam wahrzunehmen und die Auswirkungen des demografischen Wandels frühzeitig auch als Trendindikatoren wahrzunehmen
  • in Sachen Personalmanagement und Personalentwicklung auf Methoden und Instrumente einlassen bzw. Offenheit dafür zeigen sollten, um Auswirkungen des demografischen Wandels – soweit fass- und begreifbar – frühzeitig proaktiv im Kontext von Personalmanagement mitgestalten zu können.
  • nicht nur über Demografie zu sprechen, sondern sich via Fortbildungsmöglichkeiten (hier wäre der BIB-Sommerkurs 2012 geeignet gewesen) fundiert zu informieren, um im Anschluss tatkräftig kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen der Neuausrichtung zu ergreifen.

Literatur:

  • Demografischer Wandel und Bibliothek. Das BIB-Jahresthema 2012/2013. In: BuB 2012, H. 5, S. 372-373
  • Klug, P. Bibliotheken müssen sich sofort auf den Wandel einstellen“. In: BuB 2012, H. 5, S. 368-371

[Fotoergänzung: Ilona Munique]

<< #bibtag12 Nachlese”, unsere Abgesangreihe rund um den 101. Deutschen Bibliothekartag in Hamburg 2012 >>


Abstract BIB-Sommerkurs 2012: Ilona Munique

Mai 28, 2012

Wie bringen wir ein Projekt, das erst in der Zukunft greift, heute schon optimal voran? Schafft die Bibliothek das reibungslose Aufgleisen in sich wandelnde Zeiten problemlos? Werden die Veränderungen, die mit neuen Projekten einhergehen, denn auch von allen Mitarbeiter(inne)n akzeptiert? Diesen Fragen stellt sich Ilona Munique, Dipl.-Erwachsenenbildnerin (wba), im 15. BIB-Sommerkurs in Bamberg  [Anmeldung nur noch bis 01.06.12]

Wir schreiben den Tag 5 des Sommerkurses, also den 03.08.2012. In den vier vorangegangenen Tagen wurden zukunftweisende, demografieorientierte Projekte beispielhaft entwickelt und von den Teilnehmenden nun im Plenum vorgestellt.

Zugegeben: die Einzelmaßnahmen ersetzen noch kein umfassendes, vorausschauendes Bibliothekskonzept. Dennoch sind sie als „kleinster gemeinsamer Fortbildungsnenner“ geeignet, um zu vermitteln, wie sich Bibliotheken den nicht ausbleibenden Veränderungen, die die demografische Entwicklung mit sich bringt, ganz praktisch stellen können. Dabei hilft das Modul 7:

Ilona Munique„Innovationsmanagement needs Change Management“

Sicher werden die Teilnehmenden des Sommerkurses jede Menge Ideen nach Hause mitnehmen. Doch – viele innovative Projektideen zu besitzen macht die Umsetzung in die Realität nicht unbedingt einfacher. Daher braucht es geeignete Entscheidungstechniken, um die „richtigen“ Projekte für die Bibliothek herauszufischen. Eine Technik wollen wir miteinander üben.

Und auch dann, wenn alle mit der Wahl des Projekts übereinstimmen, so sollten etwaige Widerstände einkalkuliert werden. Welche könnten dies sein? Und wie begegnet man ihnen? Wir lernen die häufigsten Widerstände und die Antwort darauf kennen. Mit dem Einsatz von Change Management-Elementen lässt ich der Innovationsprozess geschmeidig voran bringen.

Ilona Munique, ihres Zeichens die Blogredakteurin hier, außerdem Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung und (neben Karin L. Kuhn) die BIB-Sommerkursleiterin, wird die knappe Stunde des Moduls gerne bestreiten. Denn sie ist in ihrem nicht-ehrenamtlichen Leben Personaltrainerin und Begleiterin für Organisationslernen, ihr anhaftend der  „Stallgeruch“ Bibliothek, und von daher bestens präpariert.

So ist es eine Ehre und Verpflichtung für mich (ich wechsle mal eben in den persönlichen Modus), einen weiteren Beitrag zum Gelingen des (von langer Hand und mit viel Herzblut geplanten!) BIB-Sommerkurses zu leisten.

Innovation und Wechsel – ein Themenpaar, welches mich persönlich ein Berufsleben lang begleitet. Mich immer wieder auf etwas Neues einzustellen war in meinen Bibliotheksleiterjahren (1985-1994, man denke z. B. an die IT-Revolution!) wie auch als selbständige Dienstleisterin in der Fort- und Weiterbildung (1996-heute) mit immer wieder neuen Themen stets notwendig und auch gerne geleistet. Viele interessante und spannende Themengebiete und drei wunderbare Berufe hat meine positive Einstellung zu Veränderungen mit sich gebracht. Klar, ein Spaziergang war’s und ist’s nicht immer, aber doch ein kurzweiliger und erfüllender Weg. Bringen Sie deshalb zum BIB-Sommerkurs das selbe mit wie ich – Neugierde und viele Fragen, dann passen wir gut zusammen. Ich freue mich sehr auf die Zeit mit Ihnen! Den Rest des Beitrags lesen »


Wieder da! Gutes Neues Jahr!

Januar 3, 2011

Liebe Leserinnen und Leser unseres FobiKom-Weblogs!

Wir wünschen Ihnen ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Neues Jahr und freuen uns, dass Sie wieder einige Stunden mit uns bzw. dem Lesen unserer Artikel verbringen werden. Es ist schade, dass wir Sie alle nicht persönlich kennen lernen werden, doch wenigstens sollen SIE wissen, wer die beiden Autoren sind, die Ihnen einen kaleidoskopartigen Ausschnitt aus der Welt der Erwachsenenbildung, Fortbildung, Weiterbildung mit einem Schwerpunkt auf bibliothekarische und berufsverbandliche Belange bieten wollen.

Blogbegründerin ist Ilona Munique, Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung (FobiKom). Den Floh ins Ohr gesetzt, einen Blog zu beginnen, hat mir Dr. Jürgen Plieninger, Mitglied der BIB-Kommission One Person Librarian (OPL). Dies geschah während seines Seminars zu Web 2.0 anno 2008. Eine Weile beobachtete der Kollege wohl, ob es die Kollegin da tatsächlich ernst mit dem Blog meinte. Dann entschloss er sich dankenswerterweise, sich als Autor zur Verfügung zu stellen. Aus verschiedenen Blickwinkeln heraus beleuchten wir nun abwechselnd die „Fortbildungsszene“, jeder auf seine bzw. ihre Weise. Mal politisch betrachtet, mal auf der technischen Ebene, mal für die bzw. aus der Verbandsebene, mal heiter oder nachdenklich, mal fragend oder antwortend. Mehr zu uns erfahren Sie auf der Seite „…?!“

So funktioniert’s

Einmal täglich außer Sonn- und Feiertagen, meist gegen 8-9 Uhr, finden Sie ganz kurze bis richtig ausführliche Beiträge, die wir ehrenamtlich schreiben, ernsthaft recherchieren sowie immer versuchen, die journalistischen Grundsätze zu befolgen und es uns insgesamt nicht einfach machen. Sollten Sie dennoch einmal einen Beitrag finden, in dem Sie einen groben Fehler entdecken oder über den Sie sich ärgern, gar eine Streichung für notwendig erachten, dann nutzen Sie bitte die üblichen Kommunikationsschienen und kontakten Sie uns am Besten sofort.

Sollten Sie jedoch einfach nur eine Meinung kundtun oder sich unserer Meinung anschließen wollen, gar ein eigenes Lese-Fundstück parat oder eine Frage haben … das Kommentarfeld ist ein guter Platz dafür.

Außerdem freuen wir uns über weitere Autorinnen und Autoren. Melden Sie sich einfach bei Jürgen oder mir.

Nun, ab morgen geht es wieder fachlich und mit Kollege Plieninger los. Er hat, wie ich in der „Entwurfsschublade“ sehen kann, bereits eine Menge Beiträge vorbereitet, so dass ich diese Woche glatt noch ein wenig Urlaub machen kann. Danke Dir, Jürgen – und: „A g’sunds Neues und viele gute Einfälle und Entdeckungen für unseren FobiKom-Blog! Reit‘ ma wieder los!“


Spazieren gehen und an den Kopf greifen

Juli 22, 2010

Eigentlich hatte ich nicht vor, meinen eigenen Artikel aus dem Schwerpunktheft Fortbildung hier aufzugreifen. Doch nun erreichen mich diese Tage gleich zwei Meldungen, die den BuB-Beitrag von H. 7-8/2010 (S. 528-532) „Das Fachwissen in Form halten“ – The next generation: Präsenzveranstaltung versus virtuelles Lernen“ goutieren.

Die eine Meldung kommt vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) / Leibznitz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. und kündigt das 13. DIE-Forum Weiterbildung mit dem Titel Lernen in Bewegung an. Sie wird vom 29. bis 30.11.2010 in Bonn „Vom Einfluss des bewegten Körpers auf individuelles und soziales Lernen“ künden. [via idw]

Das Gehirn liebt Bewegung

„Einer Studie zufolge ist die Gedächtnisleistung höher, wenn neben dem reinen Betrachten und sich Merken von (eindimensionalen) Formen außerdem auch noch eine Aktion, etwa eine Handbewegung („an den Kopf greifen“) erfolgt. Der Forschungsbereich „Bewegungs-Neurowissenschaft“ untersucht den Zusammenhang von körperlichen Aktivitäten und kognitiven Funktionen und als einen der Forschungsschwerpunkte die exekutive Funktion“, so lauteten meine Zeilen. Was das genau ist, lesen Sie bitte im BuB selbst nach, bevor ich hier noch den ganzen Artikel wiedergebe.

Quintessenz ist, dass Bewegung dem Gehirn beim Verankern von Inhalten und bei der Steuerung von Aufmerksamkeitsmechanismen und dem Organisieren von Lernprozessen hilft.

Daraus ist abzuleiten, dass das Lernen in „bewegten“ Gruppen eindeutig Vorteile  gegenüber dem Selbstlernen hat. Das heißt jedoch nun nicht, dass selbstorganisiertes Lernen gering geschätzt werden muss. Denn wenn ich mir gezielt nur diejenigen Inhalte zu Gemüte führe, die ich konkret brauche und nicht die, die die Gruppe bevorzugt, dann spart das durchaus Zeit und Nerven. Vielleicht jedoch sollte ich daran denken, während meines eremitischen Lernens öfters einmal aufzustehen und ein paar Schritte in Richtung Teekanne zu spazieren, mir ab und zu an den Kopf zu greifen und die Schultern kreisen zu lassen.

Die Gruppe liebt Gesten

Apropos „an den Kopf greifen“. Kommen wir hiermit zur anderen Meldung. Sie betrifft die Internationale Konferenz zur Gestenforschung, die an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) vom 25. bis 30. Juli 2010 stattfindet.

Gestenforschung – was es nicht alles gibt. Von etwa 300 Fachwissenschaftler/inne/n und Studierenden werden Gesten aus linguistischer, neurologischer und evolutionärer Sicht in Augenschein genommen. Derzeit findet außerdem eine Sommerschule „Handling Gesture“ statt.

Und nun zu meinem Artikel, denn er spricht ebenfalls die Wichtigkeit von Gesten bzw. Körpersprache an. In Face-to-Face-Seminaren, also Präsenzveranstaltungen, findet ein beständiges Auseinandersetzen mit dem Gegenüber statt, die die Körpersprache, Gestik, Mimik, Melodie der Sprache, Tonfall, etc. mit berücksichtigt, mithin ein feinge“tunter“ Abtausch möglich wird.

Inhaltliche Schwerpunkte, die Thementiefe und -entwicklung lassen sich im Gegensatz zum virtuellen Lernen in Präsenzveranstaltungen ebenfalls unmittelbarer steuern. Ein beredtes oder gar betretenens Schweigen, wenn zum Beispiel ein Vorschlag zur Programmänderung gemacht wird – wie sähe dies eigentlich in einem Chat aus?

Was meinen Sie, welche Lern-/Lehrmethode ich als Trainerin, E-Learning-Autorin, Fortbildungsveranstalterin sowie Fortbildungsteilnehmerin bevorzuge? Die Antwort finden Sie möglicherweise in meinem Beitrag.


Jubiläum Interne Fortbildung „IntFort“

Juli 5, 2010

Vergangene Woche am 29.06.10 feiert IntFort, die Interne Fortbildung der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main ihr zehnjähriges Jubiläum. Das IntFort-Team – Lindsay Fairhurst mit Thekla Heßler und Heike Schniedermeyer – sorgt für die Organisation und Durchführung der 40 bis 80 jährlich stattfindenden arbeitsplatzbezogenen Fortbildungen innerhalb der Universitätsbibliothek und lud zu diesem Fest ein.

Berndt Dugall, der Leiter des HeBIS-Verbundes (Hessisches Bibliotheks- und Informations-System) und Direktor der Universitätsbibliothek Frankfurt, begrüßte die zahlreich erschienenen, geladenen Gäste, die sich mit dem engagierten Team über das Jubiläum freuten. Einige der Gäste kamen für dieses Ereignis sogar eher aus ihrem Urlaub zurück.

Gisela Broeckerhoff, Gründungsmitglied von IntFort, ermöglichte uns einen Einblick in die Geschichte von IntFort. Obwohl sie bereits seit drei Jahren in Ruhestand ist, schilderte sie die Retrospektive sehr engagiert und lebendig, angefangen von den ersten Planungen in den 90er Jahren, von der Einführung der Kostenpflicht bei der Nutzung städtischer Fortbildungsangebote (Anmerkung: die Universitätsbibliothek war bis 2005 Stadt- und Universitätsbibliothek) und damit der Notwendigkeit, eigene Veranstaltungen anzubieten, dem Wegfall der Bibliotheksschule 2003 und endlich der Erhalt des eigenen Schulungsraumes nach Schließung der ehemaligen Buchbinderei.

Als Vorsitzende der Kommission für Fortbildung war es mir natürlich eine Ehre, zu dieser Feier über Sinn und Zweck von (Fort-)Bildung eine dreiviertel Stunde referieren zu dürfen. Dabei stellte ich persönliche Erkenntnisse neben prominente und wissenschaftliche Erkenntnisse und beschränkte mich dabei nicht auf die Fortbildung im engen Sinne. Vielmehr schlug ich einen Bogen zur „allgemeinen Menschen“-Bildung, die mehr ist als Anpassung und Qualifikation, mehr ist als „Bildung zur Brauchbarkeit“.

Bedauerlicherweise wird diesem zeitgemäßen Bildungsgedanken, den bereits Wilhelm von Humboldt ins Bewusstsein brachte, aufgrund mangelnder Finanzierung zu wenig Raum gegeben. Das waren denn auch meine Wünsche für die kommenden Jahre von „InfFort“ – (noch) mehr Spielraum für (noch) „mehr Bildung“ zu erhalten, die über allzu eng gefasste Fortbildungsthemen in Sinne der Arbeitsplatzausrichtung hinaus gehen könnte, so zum Beispiel mit Schulungen zu Schlüsselqualifikationen wie Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz.

Am Nachmittag folgte eine Fortbildung zum Thema Innovationsmanagement für Abteilungsleiter(inn)en. Wie entstehen Ideen, wie werden sie bewertet und selektiert, wie umgesetzt? Die Ideen wären schon da, so bekundeten es einige der Teilnehmenden. Was fehlt, sind die passenden Rahmenbedingungen. Besonders interessiert zeigten sie sich an der Möglichkeit, mittels gewichteter Kriterien und Merkmale umsetzbare, akzeptable Ideen dingfest zu machen.

Parallel dazu fand ein Lunchtalk statt – wie auch die „Tischzeiten“ ein besonderes Angebot von IntFort in Form kurzer und kurzweiliger Fortbildungen, an denen sich die Kolleginnen und Kollegen mit ihren jeweiligen Themenstärken zwanglos kennenlernen und voneinander zu profitieren können.

Ein rundum gelungener, hervorragend organisierter Jubiläumstag, der mit selbst gebackenen englischen Kuchenstückchen (von wem wohl?!), einem Gewinnspiel und viel Sonnenschein bereichert wurde.

Weitere Informationen zu IntFort: Lindsay Fairhurst: „Wer rastet, der rostet“ – zehn Jahre interne Fortbildung an der Universitätsbibliothek. In: UniBibliothek 2010, Jg. 43, H. 3, S. 35 (PDF)