#bibtag12 Nachlese (7) | Jahr eins nach der Wahl

Zum Abschluss der Nachlese-Reihe ein Gastbeitrag unseres BIB-Bundesvorstandsmitglieds Tom Becker:

Sag mir morgen ...„Sag(t) mir morgen früh nochmal, dass wir glücklich sind …“

Jahr Eins nach der Wahl in den BIB Bundesvorstand. Nun ja – schweren Herzens hab’ ich das Schreiben einer Glosse für die Kongress-News abgelehnt. Ich „muss“ ja seit neuestem „(Re)präsentieren“…. Lästern somit verboten!

Gut – zur Zeit fühle ich mich ohnehin in der ein oder anderen Situation latent überfordert – so konkurrieren Termine, Events, Projekte und Projektideen, Freundschaftspflege und Spontanaktionen, die meine Funktion als BB-Mann, FH-Köln-Prof, ÖB-Pragmatiker und ICH definiert wollen wissen, in einer ungeahnten Intensität miteinander: Flipcharts umwerfend blute ich auf der BIB-Blauen-Stunde vor den Augen der Partnerverbände, der Vorstands- und BIB-Mitglieder sowie meiner Studierendengruppe verursacht durch selbstverschuldeten (manche mögen meinen: unnötigem) Aktionismus und werde parallel dazu (Aua!) über meine vornächtliche Informationsinkompetenz informiert – wer postet schon auch in Facebook über den spontan in HH auftauchenden (verpartnerten, aber das ist eine andere Geschichte, die Nicht-KölnerInnen ohne Anleitung ohnehin nicht verstehen) Karnevalzprinzen im Kontext von „ramba zamba im HCC …“ und setzt Haken zur Publikation des Kommentares an der falschen Stelle.

Da wird meinem Einem das „Gefällt mir“ irgendwie verleidet – selber schuld!

Aber weiter im Text: Unterwegs mit meiner Peergroup, die sich Mittwoch abend anstrebte, neben der Bier- auch eine an den Landungsstegen endende Pier-Group zu werden, endeten wir irgendwie weit von allen Wassern entfernt in einer coolen Kneipe im St.-Pauli-Viertel. Nichts ahnend (und nur latent promilligt gedoped) stolperte ich – ganz ohne Karnevalsprinz – über den quasi in Schiefertafel gemeißelt Aufruf zum Glücklichsein.

Das hat mich nun doch noch zum Schreiben motiviert, und nun – in Dublin in der Sonne sitzend – blicke ich gerne zurück auf die letzten Tage in Hamburg, aber auch auf die 365 Tage in ‚Amt und Würden’ im Berufsverband Bibliothek Information.

Am meisten beeindruckt hat mich das Statement einer Kollegin, die mehrere Jahre nicht mehr am Kongress partizipiert hat, und die uns allen ein moderne(re)s, coole(re)s und selbstbewusste(re)s Auftreten als InformationsspezialistInnen attestiert hat. Zurecht, mag ich meinen. Und wenn wir nun noch die Verbandsheterogenität reduzieren und ein überzeugendes, einheitliches Wording für unsere jährliche Fachtagung finden, sind wir wieder einen großen Schritt weiter.

Das ist ein ‚to do’, welches ich mitnehme in die Nachbereitung. Das andere ist, weiterhin innovative Formate im Rahmen der Konferenz zu fördern – sei es die Zukunftswerkstatt, seien es die AutorInnenlesungen, sei es das Barcamp. Je multiperspektivischer die Formate, die Inhalte und die Ausführenden sind (und im letzten Punkt müssen wir m.E. verstärkt über den bibliothekarisch-informationswissenschaftlichen Rahmen hinausschauen und uns Impulse aus anderen Bereichen holen!), desto erfolgreicher wird der Kongress.

Kontinuität im Wandel, Veränderung als Motivation – aber wir, die VeranstalterInnen, sind nur so gut, wie Sie als Akteure – und dass heisst: nicht nur Zuhören, mitmachen und mitwirken ist die Devise. Aber das klappt ja schon ganz gut, oder?

„Sag(t) mir morgen früh nochmal, dass wir glücklich sind…“

Denn Spruch nehm ich mit, über die Konferenz hinaus. Und ich bin es, zwischen Planten und Blomen, zwischen Wasser, Wein und Guinness, zwischen FaMI und BibliotheksdirektorIn, inmitten von Euch.

(Autor: Tom Becker, BIB-Bundesvorstand)

<< #bibtag12 Nachlese”, unsere Abgesangreihe rund um den 101. Deutschen Bibliothekartag in Hamburg 2012 >>

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2 Responses to #bibtag12 Nachlese (7) | Jahr eins nach der Wahl

  1. sally86 sagt:

    Man kann meines Erachtens auch ohne übermäßige Anglizismen modern sein…Gibts denn kein geeignetes deutsches Wort für den Begriff „wording“? Natürlich ist Englisch aus der Informationsbranche nicht wegzudenken, aber manchmal ist es doch selbst mir ein Tick zuviel. Danke für die schönen Schlussworte und den Rückblick auf Hamburg. Ich freue mich schon auf die vielen Fotos und denke gerne an Hamburg zurück.

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