Abstract BIB-Sommerkurs 2012: Ilona Munique

Wie bringen wir ein Projekt, das erst in der Zukunft greift, heute schon optimal voran? Schafft die Bibliothek das reibungslose Aufgleisen in sich wandelnde Zeiten problemlos? Werden die Veränderungen, die mit neuen Projekten einhergehen, denn auch von allen Mitarbeiter(inne)n akzeptiert? Diesen Fragen stellt sich Ilona Munique, Dipl.-Erwachsenenbildnerin (wba), im 15. BIB-Sommerkurs in Bamberg  [Anmeldung nur noch bis 01.06.12]

Wir schreiben den Tag 5 des Sommerkurses, also den 03.08.2012. In den vier vorangegangenen Tagen wurden zukunftweisende, demografieorientierte Projekte beispielhaft entwickelt und von den Teilnehmenden nun im Plenum vorgestellt.

Zugegeben: die Einzelmaßnahmen ersetzen noch kein umfassendes, vorausschauendes Bibliothekskonzept. Dennoch sind sie als „kleinster gemeinsamer Fortbildungsnenner“ geeignet, um zu vermitteln, wie sich Bibliotheken den nicht ausbleibenden Veränderungen, die die demografische Entwicklung mit sich bringt, ganz praktisch stellen können. Dabei hilft das Modul 7:

Ilona Munique„Innovationsmanagement needs Change Management“

Sicher werden die Teilnehmenden des Sommerkurses jede Menge Ideen nach Hause mitnehmen. Doch – viele innovative Projektideen zu besitzen macht die Umsetzung in die Realität nicht unbedingt einfacher. Daher braucht es geeignete Entscheidungstechniken, um die „richtigen“ Projekte für die Bibliothek herauszufischen. Eine Technik wollen wir miteinander üben.

Und auch dann, wenn alle mit der Wahl des Projekts übereinstimmen, so sollten etwaige Widerstände einkalkuliert werden. Welche könnten dies sein? Und wie begegnet man ihnen? Wir lernen die häufigsten Widerstände und die Antwort darauf kennen. Mit dem Einsatz von Change Management-Elementen lässt ich der Innovationsprozess geschmeidig voran bringen.

Ilona Munique, ihres Zeichens die Blogredakteurin hier, außerdem Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung und (neben Karin L. Kuhn) die BIB-Sommerkursleiterin, wird die knappe Stunde des Moduls gerne bestreiten. Denn sie ist in ihrem nicht-ehrenamtlichen Leben Personaltrainerin und Begleiterin für Organisationslernen, ihr anhaftend der  „Stallgeruch“ Bibliothek, und von daher bestens präpariert.

So ist es eine Ehre und Verpflichtung für mich (ich wechsle mal eben in den persönlichen Modus), einen weiteren Beitrag zum Gelingen des (von langer Hand und mit viel Herzblut geplanten!) BIB-Sommerkurses zu leisten.

Innovation und Wechsel – ein Themenpaar, welches mich persönlich ein Berufsleben lang begleitet. Mich immer wieder auf etwas Neues einzustellen war in meinen Bibliotheksleiterjahren (1985-1994, man denke z. B. an die IT-Revolution!) wie auch als selbständige Dienstleisterin in der Fort- und Weiterbildung (1996-heute) mit immer wieder neuen Themen stets notwendig und auch gerne geleistet. Viele interessante und spannende Themengebiete und drei wunderbare Berufe hat meine positive Einstellung zu Veränderungen mit sich gebracht. Klar, ein Spaziergang war’s und ist’s nicht immer, aber doch ein kurzweiliger und erfüllender Weg. Bringen Sie deshalb zum BIB-Sommerkurs das selbe mit wie ich – Neugierde und viele Fragen, dann passen wir gut zusammen. Ich freue mich sehr auf die Zeit mit Ihnen!

Extrazeilen … 

(Liest eh keiner, wetten!?)

Mein derzeit „vierter Beruf“, der einer Imkerin, bringt mir das Thema „Innovation und Wandel“ noch einmal aus einer völlig neuen Perspektive nahe.

Mir begegnen …

  • … kurzlebige und ausschließlich eierlegende, vom Volk ernährte, gepflegte und ob ihrer Einzigartigkeit (pro Volk i. d. R. eine Durchlaucht) wie einen Augapfel gehütete Königinnen (gewisse Rahmenbedingungen sind schwierig, jedoch nicht zu ändern, stattdessen wertschätzend zu (be-)achten),
  • … scheinbar unnütze, faul dahin lebende Drohnen (männliche Bienen), die sich selbst nicht erhalten können und von allen Seiten bedient werden müssen, um jedoch in der Stunde des Hochzeitsfluges im höchsten Himmelsblau mannigfaltiges Leben zu spenden (der Wandel des Einzelnen, damit das gesamte Volk überleben kann),
  • … von fleißigen Flugbienen reichlich gefüllte Honigwaben, für die Überwinterung des Volkes angelegt, die wir Menschen ihnen rauben und mit (für uns) ungesundem Zuckerwasser austauschen, welches sich wundersamerweise durch den Bienenmagen in etwas Wertvolles zu verwandeln vermag (der Wandel der Essenzen, das Vertrauen in die Wirkstoffe naturgegebener Möglichkeiten),
  • … einem unerwarteten Schwarmverhalten, trotz bester Vorausschau und Kontrolle, und doch bieten die Folgen daraus neue Möglichkeiten für Volk und Mensch (das Akzeptieren des Drangs nach Erneuerung  und Wandel, und darum ein Anpassen ursprünglicher Pläne an neue, an veränderte Gegebenheiten)
  • … und last but not least die schwindelerregende Geschwindigkeit, in der ein kurzes Bienenjahr vorüber zieht. So eben war es noch Frühjahr, und die vor Kälte starren Bienenkörper gerade erst „aufgetaut“, und doch ist im August die Zeit des Einwinterns bereits wieder angebrochen (der Wandel der Natur geschieht immer schneller, als es der Mensch erwartet, Um-/Vor- und Übersicht ist geboten).

ObstbaumblüteIch könnte noch etliche Analogien aufführen, … so ein Weblog ist ja nicht nur Last, sondern hin und wieder eine prima Möglichkeit zum Innehalten, Nachdenken, Reflektieren … Hiermit geschehen, und SIE da draußen ein Stück weit mitgenommen, vielleicht. Falls Sie sich jetzt für die Imkerei interessieren – unsere Bienen sind seit ein paar Jahren in großer Not. Und somit nicht nur der Honig, nein, vielmehr die blühende Natur, unsere pflanzliche Nahrung, mein geliebtes Obst (schon bemerkt? Ich wohne sogar am Obstmarkt!) durch die ausfallende Bestäubung …  letztendlich gerät auch der Mensch in Not.

Wäre die Imkerei nicht ein tolles Ehrenamt für Sie? Ich meine, zusätzlich zum BIB … 😉

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Zu den Abstracts von Thomas MertinYilmaz Holtz-ErsahinDaniela Meidlinger | Frauke Schade

2 Antworten zu Abstract BIB-Sommerkurs 2012: Ilona Munique

  1. bhoch3 sagt:

    Das sind ja schwindelerregende Kopfgeburten, die Du da mit Deinen Bienen unternimmst … das steckt richtig an😉 Da kann ich nur noch folgendes zitieren:

    „… In einem unbekannten Land
    Vor gar nicht allzu langer Zeit
    War eine Biene sehr bekannt
    Von der sprach alles weit und breit…
    … Wenn ich an einem schönen Tag
    Durch eine Blumenwiese geh‘
    Und kleine Bienen fliegen seh‘
    Denk‘ ich an eine die ich mag…“

  2. Ups, Wette verloren – aber gerne an Dich, Petra! Du hast so eben ein Glas selbstgeimkerten Honigs der neuen Ernte (ab ca. Mitte Juli) gewonnen! Herzlichen Glückwunsch von Biene Maja!

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