Abstract BIB-Sommerkurs 2012: Yilmaz Holtz-Ersahin

Durch den demographischen Wandel wird die Zahl der Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte zunehmen. Dadurch wird unsere Gesellschaft bunter und internationaler. Aufgrund dieser Realität brauchen die Kultur- und Bildungsintitutionen einen gedanklich-konzeptionellen Perspektivenwechsel und das damit verbundene Handeln.

Interkulturelle Kompetenzen und der konstruktive Umgang mit kultureller Differenz sind wichtigste Schlüsselfaktoren für die öffentlichen Bibliotheken des 21. Jahrhunderts.

Im 15. BIB-Sommerkurs in Bamberg [Anmeldung bis 10.05.12 Neu: 01.06.12] lernen wir durch den Leiter der Türkischen Bibliothek der Stadtbibliothek Duisburg, Yilmaz Holtz-Ersahin, eine Good Practice-Bibliothek kennen, die die Zeichen der Zeit bereits vor 40 Jahren erkannt und danach gehandelt hat: die Stadtbibliothek Duisburg.

Duisburg ist eine der bedeutendsten Einwanderungsstädte Europas, und dies seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, Schlagwort: Bergbau. Der Anteil der Migranten an der Gesamtbevölkerung in Duisburg beträgt heute 33 Prozent, in der Mehrzahl türkischer Abstammung.

Das UNESCO Public Library Manifest von 1994 fordert, dass Dienstleistungen der Allgemeinen Öffentlichen Bibliotheken auf der Gleichheit des Zugangs für alle basieren, unabhängig von Alter, Rasse, Geschlecht, Religion, Nationalität, Sprache oder sozialem Status. Weltweit versuchen Öffentliche Bibliotheken diese Vorgaben umzusetzen. Auch die IFLA, International Federation of Library Association and Institutions hat 1998 Richtlinien für Bibliotheksdienstleistungen in multikulturellen Kommunen herausgegeben.

„40 Jahre Türkische Bibliothek in der Stadtbibliothek Duisburg“ machen es uns vor.

Nachfolgend die Vita des Kollegen Yilmaz Holtz-Ersahin, die bewusst umfassender dargestellt wird, da stellvertretend für manch andere Migrationsrealitäten.

o Lektor für fremdsprachige Literatur und Türkische Bibliothek bei der Stadtbibliothek Duisburg.

o Geboren am 01.01.1972 in Hinis bei Erzurum (Türkei).

o 1990 Studium der Geschichte und Literaturwissenschaften in Erzurum.

o 1991 Übersiedlung nach Deutschland und Studium der Geschichte und Kommunikations-und Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit dem Abschluss Magister Artium.

o Seit WS 2004 / 2005 Lehrbeauftragter im Bachelor-Integrationsstudiengang Medien- und Kulturwissenschaft.

o Aktuelle Lehraufträge am Institut Kultur- und Medienwissenschaften sowie Universitätssprachenzentrum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

o Seit April 2007 Mitglied im Mentee-Programm „U 40 – Kulturelle Vielfalt 2030“ Nachwuchsförderung im Rahmen „UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“.

o Assoziiertes Mitglied in Forschungsprojekten „Mündliche Überlieferungen“ , „Fra diaspora e emigrazione“, „Musica Occidentale Orientale“ bei Università degli Studi di Napoli l’Orientale und Universität Salerno, Italien.

o Doktorand am Institut für Journalistik an der TU Dortmund mit dem Forschungsschwerpunkt: „Medien und Integration in Deutschland“

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Zu den Abstracts von Thomas MertinDaniela Meidlinger | Frauke Schade

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