SamsTagging – C

C wie Crowd funding

Auch: „Schwarmfinanzierung“ genannt.

Eine alternative Form der Mittelbeschaffung und Instrument für projektorientierte Publicity nach dem „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Projekte werden durch viele einzelne Personen oder Firmen „beobachtet“ und durch sie finanziert („Crowdfunder“).
Der „Starter“ beschreibt sein Projekt, warum man es unterstützen sollte und was man als Gegenwert für seine (gestaffelte) Spende erhält. Start des Projektes ist, wenn das Finanzierungsziel innerhalb einer festgelegten Zeit erreicht wird. (Ilona Munique, Vortrag Mainz 2011)

Drei Beispiele:

1. Ein dadurch finanziertes Bildungsprojekt ist  eduNET – the education-network via der Crowd funding-Plattform Startnext. Schüler/innen wollen ein Forum bzw. Portal ins Leben rufen, das Schülern aller Altersstufen eine wertvolle (Nach-)hilfe in Form von ausgewählten Lernvideos bietet. Die angepeilte Summe von € 250,- wurde sogar übererzielt.

2. Ein monetär mit angepeilten 2.480,- Euro schwergewichtigeres und zudem erfolgreich abgeschlossenes Bildungsprojekt sind die Reise-Hörspiele für Kinder!

Wenn Familien eine Städtereise unternehmen lässt sich nicht lang auf das Quengeln der gelangweilten Kinder warten. Sie finden einfach keinen Zugang zu Kultur und Geschichte einer Stadt. Unsere Detektivhörspiele werden das ändern! Wir wollen kleine Weltentdecker neugierig machen und gleichzeitig auch ihre Eltern bei Städtereisen unterstützen. (Aus der Projektbeschreibung).

3. Neue Regale für 5000 heimatlose Bücher für die Kunstbibliothek HALLE 14 in Leipzig kosten 5.000 Euro. Das Projekt läuft nur noch knapp einen Monat lang. Die Kolleginnen dort benötigen noch 2.960 Euro.

Wird das Finanzierungsziel in dieser Zeit nicht erreicht, wird alles bisher gespendete Geld an die Spender/innen zurück überwiesen und die Bibliothek muss ihre Schätze weiterhin in Umzugskisten stapeln, werden die einzigartigen Ausstellungs- und Sammlungsskataloge künftig nur Spinnen und anderes Kleingetier erfreuen.

Monique Erlitz, die junge, äußerst rührige Bibliothekarin und Initiatorin des Crowd funding-Projekts, konnte ich in Köln anlässlich der AKMB-Tagung „Wie der Frosch im Butterfass … Wege fürs „surviving and thriving von Kunst- und Museumsbibliotheken“ persönlich kennen lernen. Falls Sie also vorhaben, zu spenden oder den Aufruf weiterzuverbreiten, würde es mich ebenfalls sehr freuen. Ich lege für dieses Projekt so zusagen „meine Hand ins Feuer.“

Nun, ich bin sehr gespannt, welche weitere Bibliotheken endlich diese Finanzierungs- und Publicityquelle für sich entdecken! Wer mehr über Crowd funding erfahren möchte – in Hamburg zum Deutschen Bibliothekartag wird es von mir einen Vortrag und einen Workshop, ausgerichtet von der BIB-Kommission für One-Person Librarians (OPL), geben.

Eine Antwort zu SamsTagging – C

  1. […] Munique berichtet im heutigen Beitrag des FobiKom-Blogs von einigen Fällen der „Schwarmfinanzierung“, dem „Crowdfunding“. Diese […]

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