Video on Demand

Jochen Robes weist auf dem Weiterbildungsblog auf einen Beitrag von Christoph Spannagel in cspannagel, dunkelmunkel & friends
hin, in welchem dieser über die Nutzung von Vorlesungsvideos durch Studierende berichtet, die die Filme auf dem Smartphone dann ansehen, wenn sie es benötigen. Er nennt dies Video on Demand und schließt mit dem bemerkenswerten Satz:

„Ich glaube, wir können das Potenzial, das in der Tatsache steckt, dass wir alle ganz einfach Videos und Bilder produzieren und publizieren können, noch nicht wirklich ausmalen… zumindest erweitert sich mein subjektiv wahrgenommener Handlungsspielraum immer weiter, und ich bin noch weit davon entfernt, auf diese Möglichkeiten intuitiv und selbstverständlich zuzugreifen.“

das stimmt! Aber ich hatte bei diesem Titel bezüglich der Ausrichtung eine ganz andere Phantasie: Dass Benutzer bei Bibliotheken (und Rechenzentren, je nachdem, wer gerade bei Multimedia die Nase vorn hat) Videos bestellen können („on demand“). Undzwar kommt es bei mir schon öfter vor, dass ich Veranstaltungen ankündige und Studierende, die zu dem Termin nicht können – auch solche, die gerade im Praktikum oder im Auslandssemester sind -, danach fragen, ob das gestreamt oder später als Video angeboten wird. Wäre doch schön, wenn man darauf reagieren könnte (ich leite es immer weiter, denn ich habe die technischen Möglichkeiten nicht). Andere Phantasie: Dass Studierende sich Tutorials bestellen können, beispielsweise für eine bestimmte Datenbank (banal) oder eine bestimmte Fragestellung in der Recherche (schon anspruchsvoller). Was man dazu bräuchte, wäre

  1. das Equipment (Kamera, Mikro, Software) und
  2. Zeit, auf solche Anforderungen reagieren zu können.
  3. Gleichwohl wäre das eine gute Dienstleistung – nicht nur für wissenschaftliche, sondern auch für größere öffentliche Bibliotheken. Zumal solche Dinge nie nur für einen Nutzer erstellt würden, sondern gleich für alle angeboten werden könnte.

3 Antworten zu Video on Demand

  1. lesewolke sagt:

    „[…] dass wir alle ganz einfach Videos und Bilder produzieren und publizieren können, […]“

    Das mag stimmen, wenn es darum geht, irgendwo mit einer Handycamera mehr oder weniger verwackelt draufzuhalten und dieses hochzuladen. Es ist auch richtig, dass das erforderliche Zubehör für gelungene Videos heutzutage erschwinglich und die Anwendung erlernbar ist. Die Produktion eines Videos ist demnach für jeden theoretisch möglich, aber sobald es wirklich um Lerninhalte geht, alles andere als einfach oder schnell umsetzbar. Wenn also suggeriert wird, dass jeder, der noch nie ein solches Video gemacht hat, sich hinsetzen könnte und schnell ein brauchbares Ergebnis hätte, so halte ich das nach wie vor für eine Illusion!

    Und hier noch eine kleine Ergänzung zu dem „Was man dazu bräuchte“:
    zu 1. die Kenntnisse, mit dem Equipment richtig umzugehen, und die Zeit, sich mit den verschiedenen Softwareanwendungen zu beschäftigen bzw. diese zu erlernen (Bildbearbeitung, Screencast, Videoschnitt, ev. Animation, Vertonung, Dateiformate)
    zu 2. Zeit: sich einen didaktisch gelungenen Ablauf zu überlegen, danach ein Drehbuch zu erstellen, Text schreiben/sprechen, die filmerische Umsetzung, Nachbearbeitung sowie Pannen und Irrwege nicht zu vergessen

    Selbst wenn man Erfahrungen und Kenntnisse in der Videogestaltung hat, ist es immer noch ein großer zeitlicher Aufwand. Schöne Idee also, aber wer sich auf eine Videoproduktion einlässt, sollte eben doch wissen, welch umfangreiches Programm sie/ihn erwartet.

    Viele Grüße, Lesewolke

  2. jplie sagt:

    „Selbst wenn man Erfahrungen und Kenntnisse in der Videogestaltung hat, ist es immer noch ein großer zeitlicher Aufwand. Schöne Idee also, aber wer sich auf eine Videoproduktion einlässt, sollte eben doch wissen, welch umfangreiches Programm sie/ihn erwartet.“ – Dieser Satz, dass selbst, wenn man die Instrumente zur Verfügung hat und sie beherrscht, es immer noch Aufwand bedeutet, stimmt. Ich habe noch nie einen Podcast gemacht, noch nie ein Video, das über einen Screencast hinausgeht. Dennoch denke ich immer wieder daran herum. Dass ich da nur über Möglichkeiten spreche, habe ich – denke ich – durch den zweimaligen Gebrauch des Wortes „Phantasie“ klargemacht. Dennoch .. Ist das nicht Innovation, wenn man immer wieder über die Dinge nachdenkt? Die vielleicht immer ausserhalb des Möglichken liegen, vielleicht aber irgendwann in Reichweite kommen, zumindest für größere Einrichtungen. Wenn schon „patron driven acquisition“ (PDA) diskutiert wird, warum nicht einmal über PDV? …😉

  3. […] und Videos als Methode zur Vermittlung von Lerninhalten waren im Fobikom-Blog angesagt. Wäre es nicht schön, […]

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