Mehr Geld für uns? Nur, wenn die Kampagne rollt!

Der Bogen von der Entgeltordnung zur Fortbildung ist schnell gespannt. Wer nicht genug verdient, kann sich Fort- und Weiterbildung nicht selbst leisten. Manchmal ist das nämlich notwendig, denn nicht alle Dienstherren wissen mit dem Wort „Personalentwickung“ konsequent etwas anzufangen. Nun zum eigentlichen Thema: Wenn die Entgeltordnung erst einmal verabschiedet ist, besteht kaum noch eine Möglichkeit, die Regelungen zu ändern – und das für Jahre und Jahrzehnte! Wir haben nur noch dieses Jahr die Möglichkeit, etwas zu ändern. Nutzen wir alle zur Verfügung stehenden Mittel!*

Laut vielfacher Meldung unseres BIB-Geschäftsstellenleiters, Michael Reisser, wird der BIB im Herbst weitere Anläufe unternehmen, um auf die Redaktionsverhandlungen der Tarifpartner ver.di und Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) Einfluss zu nehmen. Der BIB wird dabei auch die Partnerverbände im Dachverband Bibliothek & Information Deutschland (BID) sowie Verbände aus Hochschulen und Wissenschaft um Unterstützung bitten bzw. in die Aktivitäten einbinden.

Trotz der Überzeugungsarbeit „hinter den Kulissen“ ist weiterhin entscheidend, dass die Proteste nicht nachlassen. (Wollen Sie mal unseren Protest, die EGO-Demonstration zum Bibliothekartag in Berlin sehen?!) Denn nur so können die Beschäftigten deutlich machen, dass sie die geplante Entgeltordnung nicht
akzeptieren und die Lobbyarbeit der Verbände unterstützen und substanziell mittragen.

*Was Sie tun können:

– Informieren Sie sich auf der BIB-Webseite. Hier finden Sie die wichtigsten Kritikpunkte, Bestellmöglichkeiten und Mustertexte sowie eine Dokumentation unserer Aktivitäten.

– Sofern nicht schon geschehen: Bestellen Sie die Protestpostkarten, unterschreiben und verschicken Sie die Karten möglichst einzeln oder alternativ als Sammelpost. Sie können die Karten in beliebiger Anzahl bei der BIB-Geschäftsstelle bestellen (Stichwort: „EGO 2011“).

– Falls Sie selbst einen Brief schreiben wollen, stehen Ihnen auf der BIB-Website Mustertexte zur Verfügung.

– Überlegen Sie, wen Sie außerhalb Ihrer Bibliothek oder Informationseinrichtung noch ansprechen und um Unterstützung bitten können. Denken Sie zum Beispiel an den Personalrat oder die diversen
Hochschulgremien: Bitten Sie auch diesen Personenkreis um Verteilung der Karten. Auch die Kundinnen und Kunden Ihrer Bibliothek kommen als Multiplikatoren infrage.

– Kann Ihre Hochschulleitung, kann eine Wissenschaftsorganisation, in der Sie Mitglied sind, Druck auf die Tarifpartner, hier insbesondere über die Ministerialverwaltung, ausüben und Einfluss nehmen?

– Kennen Sie Politiker/innen und Gewerkschafter/innen, die Sie auf das Thema ansprechen können? Jede Kontaktaufnahme, die das Thema befördert und ins Bewusstsein der politisch Verantwortlichen bringt, ist hilfreich.

Denn: es ist zu befürchten, dass die Bestimmungen der EGO für die Bibliotheksbeschäftigten der Länder später auch für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen übernommen werden.

(Für die Textbausteine Dank an Michael Reisser. Für das Aufmerksam machen auf die Brisanz der Geschichte Dank an Wolfgang Folter.)

2 Antworten zu Mehr Geld für uns? Nur, wenn die Kampagne rollt!

  1. Anonymous sagt:

    Der Link zur Postkarte funktioniert nicht🙂

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