Aufgeschoben ist nicht aufgehoben …

… sagten sich die Mitglieder der BIB-Kommission für Fortbildung und tagten am 15.7. via Telefonkonferenz, um die zu Gunsten der EGO-Demonstration verschobene Arbeitssitzung nachzuholen.

Dabei tauschten wir uns über den jeweiligen Stand der Kommissions-Alltagsarbeit aus, beispielsweise zum diesjährigen BIB-Sommerkurs („Alles roger“) und zum Kommenden in 2012, der in Detailplanungen begriffen ist. Demnächst werden von uns die „angedachten“ Referent/inn/en angefragt. Das ist vor allem für unsere BIB-Landesgruppen sehr wichtig. Denn diese wollen im Herbst ihr Fortbildungsprogramm des Frühjahrs fest zurren. Und da wir ohnehin zum Jahresthema „Demografie“ auf Referent(inn)ensuche gehen, können die Landesgruppen davon profitieren. Sofern wir früh genug dran sind. Was wegen der Ferienzeit ratsam ist. Unser selbst verordneter Auftrag: jedes FobKom-Mitglied sollte bis zum 1.9. mindestens eine auf Herz und Nieren überprüfte Referentin oder einen Referenten finden (außer jenen, die wir bereits für den Sommerkurs im Auge haben). Sollten gar SIE mit dem Thema „Demografie und Bibliothek“ vertraut sein oder aus ihrer „Best Practice“-Bibliothek berichten können sowie fortbildungsdidaktisch etwas drauf haben, dann melden Sie sich bei uns!

In unseren Arbeitssitzungen berichte ich meinen FobiKom-Kolleginnen auch immer von der letzten Vereinsausschusssitzung (VA), der ich als Vorsitzende beizuwohnen habe. Die letzte VA fand bekanntlich in Berlin statt. Ein wichtiges Ergebnis daraus waren Kooperationsüberlegungen mit anderen Verbänden. Da im Vorfeld unserer Sitzung jede Kollegin meinen Bericht hier im Weblog gelesen hatte, musste ich nicht wertvolle Zeit vertun, um in Details zu gehen. Vielmehr drehte sich unser Gespräch darum, wie wir uns in die Überlegungen einbringen könnten.

Der Vorschlag, an einer Arbeitsgruppe teilzunehmen, war rasch geboren. Denn schließlich ist eines der zentralen Arbeits- und Dienstleistungsbereiche von allen Verbänden die Fortbildung. Außerdem halten wir bereits Grundlagendaten und handfestes Material vor, z. B. zur regionalen Fortbildungskooperation. Wir wären schon mal gerüstet für Fragen, inwieweit unsere Lgs Kooperationen betreiben und „was geht“. Wie wir uns eine Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe vorstellen könnten, welche Ziele wir dabei verfolgen würden und wer letztendlich von uns teilnehmen könnte, wurde während der Telefonkonferenz geklärt.

Und wir blieben gleich beim Thema Regionale Fortbildungskooperation. Da wir nun wieder akuten Bedarf an den in unserem BIB-Intranet hinterlegten Unterlagen sahen, wollen wir diese natürlich „frisch halten“. Wie das terminlich und technisch vonstatten gehen soll – immerhin müssen 16 Landesgruppenberichte aktualisiert und zusammengefasst werden – das legten wir fest. (Hintergrund: Weblog-Beiträge vom 05.10.10 und 24.05.10 sowie  Vortrag auf dem BT 10 (Folien).)

Kalender Lichtblick Bibliothek 2012 von bibspiderEinen Tagesordnungspunkt widmeten wir den Berichten und Feedbacks zum vergangenen Bibliothekartag (BT) in Berlin (siehe dazu auch unsere Weblog-Reihe „BT11 Nachlese“). Der BT war toll, keine Frage. Was wir nicht so toll fanden: die Veranstaltungsform „Vortrag“ könnte ruhig noch ein wenig angereichert werden mit (echten) Workshops und weiteren Formaten. Siehe dazu auch Jürgens Beitrag Ungewöhnliche Formate als Herausforderung für Veranstalter“ vom 18.7.11. Und dass Vortragende und Moderatoren so gänzlich ohne Aufwandsentschädigung ihre Zeit dran geben, um die Veranstaltung gelungen zu machen, … also, glücklich sind wir darüber nicht. Als Ausgleich hatten zumindest wir uns bei unseren Vortragenden in Form eines bibliothekarischen Kalenders mit dem orakelhaften Titel „lichtblick 2012“ bedankt, den wir nach der Veranstaltung allen zusandten.

Wir tauschten uns in unserer Sitzung außerdem aus zum allgemeinen Programm, dem Ablauf und der Organisation des Bibliothekartags, aber natürlich auch zu unseren Kommissionsaktivitäten wie Standdienst, Sprechstunde, der Blockveranstaltung des Fortbildungsforums und dem Kommissionsforum anlässlich der BIB-Mitgliederversammlung. Aus diesen aktuellen und den Erkenntnissen der Vorjahre modifizierten wir nun unser BT-Format.

Die Neuausrichtung des FobiKom-Bibliothekartag-Konzepts betrifft konkret: Was hat sich für uns am BT bewährt? Was lassen wir künftig bleiben? Was wollen wir ändern und wie? Ein Ergebnis: der traditionellen Sprechstunde am Stand der Verbände wird die FobiKom nicht mehr beiwohnen, da sie ohnehin während des Standdiensts, des Kommissionsforums, der offenen Arbeitssitzung  und der Blockveranstaltung zum Fortbildungsforum als Ansprechpartner/in anwesend ist. Genügend Gelegenheiten somit, uns anszusprechen. Stattdessen wollen wir doch endlich auch einmal an Vorträgen teilnehmen, um so die Referent(inn)ensuche aktiver zu gestalten.

Dies also waren die wesentlichen Gesprächsinhalte unserer Telefonkonferenz, die 2,5 Stunden dauerte. Viele Themen in knapper Zeit. Das ist unter anderem möglich durch die verlässlichen Vorbereitungen der Kommissionsmitglieder. Zum Beispiel durch das Lesen von „Vorberichten“, zu finden in diesem Weblog. So lässt sich prima das Eigeninteresse der Kommissionsmitglieder an Information mit IHREM Interesse an der Fortbildungsarbeit des Verbandes verbinden. Und ich muss nicht alles doppelt erzählen😉

Foto 2: © bibspider

3 Antworten zu Aufgeschoben ist nicht aufgehoben …

  1. Der Kalender ist ja auch das Ergebnis eines studentischen Projektes und steht daher der FobiKom gut zu Gesicht🙂

    In Bezug auf den BT sind wir allerdings nicht einer Meinung. Ich kann – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht erkennen, dass der dringend notwendige Blick über den Tellerrand gewagt wurde. Ich habe eher wahrgenommen, dass der Berg kreißte, wie Horaz so anschaulich formulierte

  2. Nun, es gibt weitere Kritikpunkte, die ich in diesem Artikel nicht vertiefen wollte. Eines unserer Kommissionsmitglieder meinte z. B., dass der BT wieder einmal zu WB-lastig war.

    Was den von Dir angemerkten „Blick über den Tellerrand“ betraf … ein schöner Ansatz ist für mich die Zukunftswerkstatt, die immer gut besucht, ja, geradezu überfüllt war. Aus gutem Grunde. Aber Du könntest das vielleicht noch ein wenig präzisieren, wohin der Blick denn hätte genau gehen können?

  3. Du kannst meinen brüderlichen Geschäftsführer als interessierten Besucher der Zukunftswerkstatt hier bewundern: http://zukunftswerkstatt.wordpress.com/2011/06/19/e-book-reader-auf-dem-bibliothekartag-2011-in-berlin-ein-voller-erfolg/🙂

    Ich vermisse die kritische Auseinandersetzung mit diesem eBook Verleih, wie er derzeit praktiziert wird – hier sehe ich nur Lemminge. Ich vermisse die Auseinandersetzung mit alternativen Möglichkeiten wie sie beispielsweise Biberach praktiziert.

    Ich vermisse, dass die Bibliothekare auch nur ansatzweise zur Kenntnis nehmen, dass gleichzeitig der ZVEI Jahreskongress im Intercontinental tagt, die Dienstleistungskommission deren Hauptredner kostenlos abstaubt, und die Organisatoren des BT beschließen, dass das Thema Zukunft so wenig Bezug zum Thema des BT hat, dass das kleinste Hinterzimmer vermutlich mehr als ausreichend ist.
    Das ist der ZVEI http://www.zvei.de/ und der Bibliothekartag konnte dann sogar dort zur Kenntnis genommen werden, man muss nur die ersten paar Minuten der Rede auf dem ZVEI Youtube Kanal anschauen:
    http://www.youtube.com/user/zveiorg#p/a/u/0/8psTKM-5QWg

    Immerhin hat ein Stück vom Rest der Welt dann mal unter die mit Tellerrand geschützte Käseglocke des BT geschaut, damit hat sich das mit meiner Forderung vermutlich erledigt, oder?

    Ach so, wegen der Honorare und so… Der ZVEI hat für diesen Redner Euro 5.500 + Reise + Übernachtung und vermutlich auch + MwSt bezahlt😉

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