BT11 Nachlese (2) | BIB-Stand und Sprechstunde

Der obligatorische Standdienst für den BIB-Stand am 100. Deutschen Bibliothekartag in Berlin und die FobiKom-Sprechstunde gingen für mich wieder einmal nahtlos ineinander über. So war am 8. Juni stundenlang immer jemand von der BIB-Kommission für Fortbildung (FobiKom) anzutreffen. Was tut BIB-Frau am Stand? Auskunft geben, pfiffige Give-aways verschenken und praktische „BIB-Souvernirs“ verkaufen sowie Kolleginnen und Kollegen zusammen bringen. In den ersten Jahren allerdings wurde die FobiKom gerade zu ihrer Sprechstunde noch viel stärker mit Fragen frequentiert. Klar, da war unsere Kommission  ja auch neu. Inzwischen kennen uns so viele, nicht zuletzt durch das Blog („Heureka, sie hat’s geschafft, ES! DAS Blog, es heißt, DAS Blog …“), dass sich diese Auskunftsstunde beinahe erübrigt.

Beinahe. Denn es entspinnen sich immer wieder schöne Gespräche und ergeben sich interessante Kontakte, die Freude machen. Einfach nur herzlich begrüßt zu werden (zum Beispiel vom „Landesgruppen-Hausherrn“ Frank Redies, hier im Bild), das hebt die Stimmung ungemein. Die Stimmung, die immer etwas Familiäres an sich hat. Im Verband (und natürlich nicht nur dort) kennt man sich oftmals schon lange dem Namen nach aus diversen E-Mail- und Vereinsausschusslisten-Mails, durch Facebook und Weblogs samt Kommentaren. Und dann endlich mal leibhaftiges Händeschütteln. Virtuell ist ja okay, doch ein Bad in der realen Menschenmenge ist durch nichts zu ersetzen.

Oder dieses Erlebnis: Stehe ich hinter der Theke (nein, nicht die im Foyer), kann das Wechselgeld eines Postkartenverkaufs nur mit Mühe rechnerisch bewältigen und seufze entschuldigend, ich wäre halb am Verdursten, weil ich nicht zum Trinken käme. Was meinem Hirn wohl nicht sonderlich gut täte. Steht kurze Zeit darauf eine prickelnde Flasche Wasser vor mir, wie aus dem Boden gewachsen. Für mich. Von einer mir völlig unbekannten Besucherin unseres Standes. Die sich in Unkosten gestürzt hat und einfach für mich das sündhaft teuere Mineralwasser vor Ort besorgt hat (0,75 oder 1 Liter, genau weiß ich’s gar nicht mehr, aber € 8,- ist in jedem Falle happig).

Kennt jemand eine Frau Meyer, Mayer oder Meier? Aus Trier? So viel habe ich noch erfahren, und schon war sie in der Menge verschwunden. Nun, das Teilnehmerverzeichnis gab mir keine Hilfe, doch falls die Dame diese Zeilen hier lesen sollte, dann möge Sie wissen, dass dies die Erlebnisse sind, die den Berliner Bibliothekartag in meinen mittlerweile wieder flüssigkeitsumspülten Hirnwindungen auf Jahre verorten werden. (Rechnen kann ich jedoch leider immer noch nicht fehlerfrei, seufz.) Vielen Dank also an die nette Unbekannte.

Immer gleich – und doch immer wieder neu
Wie immer möchte ich an dieser Stelle die besonderen Leistungen betonen, die mit dem Aufbau, der Bestückung, der Wiederauffüllung und letztendlich dem Abräumen des Verband-Standes verbunden sind. Es gab richtig viel zu bedenken und zu tun, und das Team – Sabine Stummeyer, Katharina Schuster (Foto oben rechts), Simone Armbruster (die ich jetzt endlich auch mal leibhaftig kennenlernen durfte!), Michael Reisser (Foto links beim Standabbau) – und falls ich wen vergessen haben sollte, Asche auf mein Haupt – macht das wie immer super routiniert, leidenschaftlich, souverän, vorausschauend, mütterlich, gelassen, flott – und vermutlich auch rechnerisch richtig. Ich bewundere das, denn obwohl ich auch jedes Jahr dabei bin, muss ich mich doch immer wieder neu einfinden. Die Kolleg(inn)en erklären uns allen alles immer wieder neu und engelsgeduldig.

Eine BIB-Aktive lobt andere BIB-Aktive über den grünen Klee. Geht das? Oder kommt das gar nicht gut? Einerlei … es kommt von Herzen. Aus dem ich keine Mördergrube mache, als Fränkin schon gar nicht. Die haben es nicht mit dem „Nix g’sagt ist g’lobt g’nug.“ Und was ich in „mein“ Tagebuch schreibe, das bleibt mir ja schließlich selbst überlassen. Na ja, fast. So lange es meinen Verband nicht schadet. Aber so weit kommt’s sicher nicht.

Übrigens haben das auch schon andere bemerkt, wie sehr wir alle von unserem Verband überzeugt sind. Zumindest leite ich das ab von der Anzahl und der Art der Neuanmeldungen während dieses Bibliothekartages. Die haben einfach die Anmeldung ausgefüllt und wollten sich nicht einmal dazu überreden lassen. Einfach so ausgefüllt. Wollten gar nicht erfahren, was wir ihnen alles Gutes tun würden, wenn sie nur bald schon unsere Mitglieder wären. Die WUSSTEN bereits alles. Grübel, woher nur?! Also, nur so, zur Sicherheit, falls SIE es nicht wissen sollten …

Und während ich noch grüble, schreibt mein innerer Zwilling bereits an der nächsten BT-Nachlese. Die wird etwas handfester und weniger emotional. Da geht’s dann um unsere Blockveranstaltung. Tschüss, bis bald!

<< BT11 Nachlese”, unsere Abgesangreihe rund um den 100. Deutschen Bibliothekartag in Berlin 2011 >>

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