Der Ertrag einer Tagung kann ganz unterschiedlich sein. Ein best practice-Beispiel

Es ist immer ganz unterschiedlich, wie Tagungen dokumentiert werden:

  • schlimmstenfalls tragen die Teilnehmer/innen ihre Erinnerungen, Aufzeichnungen und Handouts mit nach Hause und haben es nach der Erholungsphase schwer, sich wieder im Zusammenhang an die Veranstaltung/den Workshop/den Vortrag zu erinnern.
  • Schon besser ist es, wenn Tagungsbände die Beiträge der Dozierenden sammeln und veröffentlichen. Doch meist regiert hier die Zeitverzögerung und da jede Kette so stark ist wie ihr schwächstes Glied, erscheint der Band spät. Und wenn er nur auf Papier erscheint und käuflich zu erwerben, dann ist dem Wissenstransfer eine hohe Schwelle vorgelagert.
  • Noch besser ist es, wenn auf der Tagungshomepages die Folien der Präsentationen der Dozierenden veröffentlicht werden. Meist geschieht das zeitnah, sind die Präsentationen doch schon vorhanden, freilich feht der Vortrag und fehlen die anschließenden Diskussionen. Obwohl das oft nichts macht, wenn der Dozent von der Präsentation abliest und das Publikum nichts zu fragen hat …
  • Am besten ist es, man bekommt schon während der Tagung mit, was verhandelt wird, nicht nur durch Programm, Abstracts und Tweets von twitternden Teilnehmerinnen/Teilnehmern, sondern auch Berichte und Zusammenstellungen von Vortragenden/Organisatoren und Teilnehmerinnen/Teilnehmern.

Letzteres ist, so meine ich, beim unlängst in Hamburg stattgefundenen vierten Bibcamp der Fall, wo nicht nur eine Twitterwall die aktuellen Reaktionen dokumentiert, sondern auch die unterschiedlichsten Blogeinträge Berichte geben (gesammelt auf bibliothekarisch.de) und Bilanz zu ziehen versuchen, was es nun gebracht hat. Und – last not least – das Bibcamp.Wiki, in dem jetzt gerade die Sessions dokumentiert werden. Eine dichte Beschreibung, Dankeschön! 🙂

Und das nutzt nicht nur den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sondern auch all‘ jenen, die nicht teilnehmen konnten und nutzt auch für die Weitergabe des Wissens an Kolleginnen/Kollegen, Freude etc.

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3 Responses to Der Ertrag einer Tagung kann ganz unterschiedlich sein. Ein best practice-Beispiel

  1. lesewolke sagt:

    Ich finde die Dokumentation und Sammlung der Blogbeiträge vom BibCamp ebenfalls eine tolle Sache! Der nächste Schritt wäre nun, dass alle, die teilgenommen oder in den Sammlungen interessante Dinge entdeckt haben, sich darum kümmern, dass die Links zum BibCamp-Wiki und der Beitragssammlung im bibliothekseigenen Intranet bzw. Wiki o.ä. landen. Weitererzählen ist natürlich auch gut. 🙂

  2. […] Plieninger, Jürgen: Der Ertrag einer Tagung kann ganz unterschiedlich sein. Ein best practice-Beispiel, Fobikom-Weblog […]

  3. […] sieht eigentlich der Ertrag einer Tagung aus, fragte sich Fobikom und zeigt an vier sehr realistischen Szenarien, was mit den Informationen der Konferenzen […]

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