ProfilPASS auf der Didacta (1): Forum und eProfilPass

Joachim Höper, wbv

Vor einer Woche fand auf der Didacta der ProfilPASS-Beraterempfang statt. Das Programm beinhaltete fünf kurze Beiträge rund um das neueste ProfilPASS-Geschehen und begann mit einem „Get together“ für die rund 50 Teilnehmenden. Eingeladen hatten der W. Bertelsmann Verlag (wbv) in Kooperation mit dem ProfilPASS-Dialogzentrum Stuttgart der Volkshochschule Stuttgart. Die Eröffnungsrede hielt Joachim Höper, wbv, die ersten Begrüßungsworte sprachen Willi Kräuter, Ministerium für Bildung Saarland sowie Ingrid Münnig-Gaedke, Volkshochschule Stuttgart, Dialogzentrum Stuttgart.

Die VHS Stuttgart ist die fünftgrößte VHS Deutschlands mit einer Million Besucher pro Jahr. Ingrid Münnig-Gaedke stimmte die Gäste, zumeist ProfilPASS-Beratende, mit einer Vorschau ein, wie an der VHS der ProfilPASS künftig verankert werden könnte. Am erfolgreichsten ist der ProfilPASS, wenn er begleitend in Maßnahmen eingebunden wird, zum Beispiel bei Programmen für Wiedereinsteiger/innen oder Existenzgründer/innen, bei Bewerbungstrainings, Assessments und Entwicklungsportfolios, in Berufs- und Personalentwicklungsprozessen, Integrations- und Migrationsprojekten, usw.

Frau Münnig-Gaedke sieht in der ProfilPASS-Beratung den Vorteil durch die Orientierung am ganzen Menschen. Ein weiterer Pluspunkt: der ProfilPASS wird wissenschaftlich begleitet durch das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibnitz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V.

By the way: in der Vorbereitung zu diesem Blogbeitrag ließ sich ein direkter Bezug der Referentin zur Bibliothekswelt finden:
Bussmann, Ingrid; Münnig-Gaedke, Ingrid; Schneider, Heinrich: Innovative Lernarrangements in der institutionellen Umsetzung. Stadtbücherei und Volkshochschule Stuttgart. Bielefeld 2002.

Das ProfilPASS-Forum

Unter dem Motto „Vernetzen, Austauschen, Informieren und Präsentieren“ stellte Regina Dostal vom wbv das so eben gestartete ProfilPASS-Forums vor. Das soziales Online-Netzwerk ist gedacht für ProfilPASS-Berater/innen, ProfilPASS-Dialogzentren und Interessierte (wir berichteten).

Der eProfilPASS

„Ziel der Arbeit mit dem eProfilPASS ist es, zu einem umfassenden Überblick der verschieden ausgeprägten Fähigkeiten und Kompetenzen zu gelangen und diese in einem individuellen, elektronischen ePortfolio abzubilden.“

Thomas Schmidt von der Entwicklerfirma Helliwood zeigte den derzeitigen Stand und die Möglichkeiten des elektronischen ProfilPASSes. Die öffentliche Beta-Version ist übrigens nur noch wenige Wochen im Test. Seit meinem letzten Test (Bericht hier und hier) hat sich das Instrument bereits erheblich weiterentwickelt. Ab Mitte 2011 steht der eProfilPASS begleitend oder als Alternative zum bislang verwendeten blauen ProfilPASS-Ordner zur Verfügung.

Das Geschäftsmodell eProfilPASS

Der eProfilPASS ermöglicht eine selbstgesteuerte Kompetenzermittlung und -bilanzierung auf moderne Weise, eben online. Er bietet einige Funktionen mehr, die die Ordnerausgaben auf Papier nicht vorweisen können. So wurden beispielsweise einige für die Biografiearbeit nützliche Tools aus dem „Roten Ordner“, also dem ProfilPASS für junge Menschen, übernommen.

Der besondere Clou: Anwender können sich ihr ProfilPASS-Buch selbst ausdrucken. Im Hinblick darauf, dass Vorgang der Kompetenzermittlung und -bilanzierung ein lebensbegleitender Prozess ist, werden die eingegebenen Daten auf Wunsch lebenslang zur Verfügung gestellt. Sicherlich spannend zu sehen, wie man sich denn so weiterentwickelt hat. Diese „Garantie“ kostet dem Anwender jährlich € 6 und ermöglicht so dem Anbieter wbv, jederzeit auf neue Internettechniken aufspringen zu können.

Der wbv hat sich nach intensivem Austausch darauf verständigt, dass die Print-Ordner und der eProfilPASS künftig nur gemeinsam eingekauft werden können. Dabei stellt sich die Frage: sind Berater/innen künftig passé, wenn der eProfilPASS ans Netz geht? Mitnichten, so Joachim Höper, Gastgeber, Moderator und nun eben zwischendurch auch Referent. Berater/innen werden nach wie vor zur Reflexion gebraucht, denn die individuelle Begleitung mache das Modell ja eigentlich erst zum Erfolgsprodukt bzw. -konzept.

(Nach-)Qualifizierungen für ProfilPASS-Beratende werden ab Mai angeboten.

ProfilPASS-Konsortium und Modellprojekt

Dazu morgen mehr!

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