Quest to learn

Wilder Jäger schrieb: „Ich bin gerade zufällig über diese Schule in New-York gestolpert, die das klassische Lehrmaterial mittels eines spielerischen Ansatzes auf völlig neuem Wege (eben spielerisch) an die Schüler heranträgt. Sie heißt „Quest to Learn“ und entstammt der Organisation „Institute of Play“, die von den Gamedesignern Eric Zimmerman und Katie Salen gegründet wurde. Ich finde den Ansatz einfach super-spannend und fragte mich, ob das nicht in Euren Fobikom-Weblog passen würde.“

Passt ausgezeichnet! Vielen Dank, Frank, für den Tipp!

Um hier nur ganz kurz in die Idee dahinter zu spicken:

Eine innovative Pädagogik, die für das digitale Leben junger Menschen entwickelt wurde, jedoch verschiedene Werkzeuge in verschiedenen Kontexten benutzt, und – ja, auch Bücher! Eine Pädagogik, die Schüler herausfordert und nicht einschläfert. Wichtiges Ziel ist es, dass Schüler individuelle und wissenschaftliche Kompetenzen aufbauen und ihre Identitätsentwicklung „im Kontext“ relevant und aussagekräftig ist.

Der Schwerpunkt im Curriculum von „Quest to learn, q2l“ beispielsweise in der 6. Klasse, ist die Idee, systemische Elemente ins Spiel zu bringen. Wie interagieren Elemente in einem System und wie stellt sich ein nachhaltiges Gleichgewicht her? Ob in der Geographie (Wachstum und das Überleben innerhalb eines Ökosystem) oder in der Mathematik (Operationen als Elemente eines mathematischen Systems) oder die Regeln der Sprache (Grammatik und Syntax) …

Die Kinder sehen beispielsweise anhand von Maschinen, wie das Konzept von Kraft und Bewegung eines Systems funktioniert und übertragen das Prinzip des „Ausbalancierens“ auf sich als Individuum und innerhalb einer Gruppe. Dazu werden Fragen gestellt, die die Schüler auf verschiedenen Wegen lösen (recherchieren, reparieren, analysieren, modellieren, experimentieren, …). Dabei gelangen sie innerhalb von einigen Wochen in verschiedene Levels bis hin zum „Boss-Level“.

Durch den Einsatz von Spielen, Modellen, digitalen Simulationen und Geschichten lernen die Kinder, ihre Welt ganzheitlich zu begreifen und Strategien für ihre Teilnahme und für Veränderungen in der Welt zu entwickeln. Innerhalb von so genannten „Domains“ lassen sich bestimmte Perspektiven auf die Welt erwerben, Muster erkennen, Strukturen identifizieren und allgemeine Grundsätze formulieren. Die Domains heißen: „The Way Things Work“, „Codeworlds“, „Being Me“, „Wellness“, „Sports for the Mind“ und „Being, Space and Place“.

Nicht nur für Schulen ist dieser Ansatz interessant, sondern auch für Erwachsene. Vielleicht sollten wir tatsächlich wieder verlernen, wie wir einmal (mehr oder weniger erfolgreich und oft wenig nachhaltig) gelernt haben. Selbständiges Aneignen von Wissen und vernetztes Lernen können durchaus Spaß machen. Und der kommt im Erwachsenenleben ja meistens ein wenig zu kurz. Schade eigentlich …

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