Rückschau BIB-Vereinsausschusssitzung 2010 – oder: tolle Tage in Mainz!

Im historischen Erthaler Hof in Mainz fand vom 19.-20.11.2010 die Vereinsausschusssitzung des Berufsverbandes Information Bibliothek, BIB, statt. 26 Aktive diskutierten über die aktuelle Situation und die weitere Entwicklung des Verbandes. Hier eine „kurze“ Rückschau, denn ehrlich gesagt: ich könnte jetzt Seiten füllen!

In einer flotten Vorstellungsrunde hatten die neu gewählten Landesgruppenvorstände Gelegenheit, ihre Verbandskolleginnen und -kollegen kennen zu lernen.

Anträge

Die Ergebnisse von vier vorab der Sitzung gestellten Anträge in Kürze:

1. Der Antrag auf einen Zusammenschluss der Landesgruppen (Lg) Saarland und Rheinland-Pfalz fand keine Zustimmung. Stattdessen wurde die Lg Saarland aufgelöst. Der Grund: mit lediglich zwei amtierenden Vorstandsmitgliedern ist die Lg satzungsgemäß und vom Arbeitsaufwand her nicht mehr arbeitsfähig. Die derzeitige Vorsitzende wurde mit der Suche nach Kandidat(inn)en und der Durchführung von Neuwahlen bis zum 31.3.2011 beauftragt.
Eine neue Chance für das Saarland und seine BIB-Mitglieder, so hoffen wir alle. Melden Sie sich bei Katrin Lück, wenn Sie das Saarland in bibliothekarischer Hinsicht unterstützen wollen. Sie und ihr Land können von einem starken Verband immens profitieren.

2. Die Beschlussfassung, ob der BIB sich künftig auf Facebook präsentieren soll oder nicht, wurde vertagt. Der Informationsstand, die Erfahrungswerte und datenschutzrechtlichen Bedenken lassen derzeit noch keine klare Einschätzung zu. In unserer anstehenden Workshop-Fortsetzung zur Mitgliederwerbung und -bindung werden wir jedoch sicher die Zeit haben, ausführlicher über Drin-Sein oder Nicht-Drin-Sein beraten.

3. Darüber, welche Dienstleistungen künftig nur noch über den internen Mitgliederbereich einseh- bzw. abrufbar sind, wurde besonnen diskutiert und weitreichend entschieden. Nähere Informationen werden zur gegebenen Zeit in unserer Mitgliederzeitschrift BuB, Forum Bibliothek und Information, sowie auf der Mitgliederversammlung während des Bibliothekartag in Berlin 2011 kundgetan.

4. Dem Antrag auf Änderung der Wahlordnung bei den Landesgruppen mit dem zu ergänzenden Passus, „für die Dauer von 3 Jahren“ wurde stattgegeben. Dies analog der Kommissionsrichtlinien, deren Mitglieder ebenfalls für drei Jahre eingesetzt sind.

Berichte der Landesgruppen und Kommissionen (Mini-Auswahl)

Die Berichte der 7 Kommissionen und 15 (anwesend: 14) Landesgruppen hier wieder zu geben, würde den Rahmen hier sprengen. Sagen wir so viel: man hat im vergangenen Jahr einiges erreicht und sich wieder noch mehr vorgenommen. Zum Beispiel:

In der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder, KAuB, ist ein Leitfaden für Praktika am Entstehen. Wir sind gespannt auf die Publikation.

Ein besonders erfreuliches Highlight ist, dass sich die BIB-Kommission für Eingruppierung und Besoldung (KEB) nicht, wie im Frühjahr zur VA noch befürchtet, auflösen musste. Stattdessen wurden drei (!) neue Kommissionsmitglieder gefunden, die sich künftig mit Eingruppierungsfragen, Fragen zu Arbeitsverträgen und Bewährungsaufstiegen sowie zur Anfertigung von Tätigkeitsbeschreibungen beschäftigen. Und die Sie, vorausgesetzt, Sie sind BIB-Mitglied, beraten werden. Der Vorsitzenden herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Bewältigung der sicherlich reichlich angespannten Situation! Ach ja, und falls Sie sich speziell bei FaMIs und bei Beamten auskennen sollten, dann setzen Sie sich bitte gleich mit Kristina Lippold in Verbindung, sie sucht Sie gerade!

Natürlich soll an dieser Stelle auch unser Bericht, also der der BIB-Kommission für Fortbildung (FobiKom), erwähnt sein. Alldieweil wir, gleich der KEB, ebenfalls drei neue Kommissionsmitglieder vom Vereinsaussschuss bestätigen ließen. Michaela Babion, Monika Lerp und Karin L. Kuhn (wir berichteten).
Außerdem legte die Vorsitzende ein Evaluationsergebnis zum Rent-a-Fobi für die Jahre 2007 bis 2010 vor. Diese Dienstleistung (grob gesagt geht es dabei um ein fressfertiges Fortbildungspaket, an dem die Landesgruppen lediglich bedarfsweise nur noch etwas Pfeffer und Salz dran geben), hat sich als sehr gut angenommen herausgestellt, Tendenz steigend. Wie überhaupt alle Fortbildungen unserer Landesgruppen.

Auch Thüringen hat zwei neue Vorstandsmitglieder gewonnen. Und damit wären wir also bei den Berichten der Landesgruppen gelandet. Tja, die eine hat’s, die andere sucht noch …

… und zwar neue Mitglieder für die Vorstandsarbeit. Die Landesgruppe Bayern ruft besonders jüngere Kolleginnen und Kollegen auf. Wer also Lust hat zur Verbandsarbeit, melde sich umgehend bei Andrea Graf.

By the way: was Verbandsarbeit ausmacht, erfahren Sie ja immer wieder auf diesem Weblog. Suchen Sie einfach unter der Kategorie „FobiKom-Spezial“. Darunter finden sich Berichte zum Verbandsgeschehen und auch „aus dem Nähkästchen“. Tja, HIER bei uns gibt es sie tatsächlich noch, die viel beschworene Transparenz und offene Kommunikation, die sich anderenorts lediglich in vagen Andeutungen und harmlosen Floskeln verliert.

Doch zurück zu den Landesgruppenberichten:

Die Lg Berlin gab stolz (und das zu Recht!) ihre soeben erschienene, grafisch sehr ansprechende und bildreiche Publikation One Person Libraries Berlin herum. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Kommission für One Person Librarians (OPL) und vielen weiteren Institutionen.

Schleswig-Holstein und jüngst nun auch Hessen haben seit diesem Jahr ein Bibliotheksgesetz, Nordrhein-Westfalen bereitet sich darauf vor. Ob sie so glücklich damit sind? Hintergründe, Ansichten und Zukunftsaussichten schilderten die Vorsitzenden der jeweiligen Landesgruppe.

So zusagen thematisch eine Stufe darunter, also zunächst noch beim Wachrütteln der politischen Gruppierungen, agieren derzeit die Lg Rheinland-Pfalz und möglicherweise auch noch die Lg Baden-Württemberg, so die Zeit bis zu den anstehenden Landtagswahlen noch reichen sollte. Wahlprüfsteine werden auf den Weg gebracht und auf die jeweiligen Antworten kann man hoffentlich zur richtigen Zeit (beispielsweise, sollte ein Bibliotheksgesetz entstehen) zurückgreifen.

Verbandsfinanzen

Wen interessiert das hier, wie die Finanzen des Verbandes aussehen? Na, sicherlich alle, die als BIB-Mitglied mitlesen. Und auf alle Fälle unseren Finanzvorstand, der sich größte Mühe gab, uns eine Einsicht in den Finanzplan zu vermitteln. Petra Klotz darf sich nun darüber freuen, dass wir ihn einstimmig abgesegnet haben. Wir stehen nicht schlecht da, doch vorsichtshalber kürzten wir dennoch und ebenfalls einstimmig – ich glaube, es war nur eine Enthaltung dabei? – den Topf „Besondere Aktionen“. Und das um ein ganzes Drittel!

Nun, ich kann bezeugen, dass wir sehr verantwortungsvoll mit den Beträgen unserer BIB-Mitglieder umgehen. Manchmal zähneknirschend, gebe ich zu, als ich vom Vorbereitungskomitee erfahren musste, dass es anlässlich unseres 100. Jubiläums-Bibliothekartags kein großes Feuerwerk oder eine rauschende Party geben wird. Okay, ich komme trotzdem. Irgendwas Fetziges haben sie sicherlich geplant, das ahne ich!

Fazit, die Zukunft betreffend

  • Nach dem wir von unserer rheinland-pfälzischen Kollegin, Petra Kille, und ihrem Landesgruppenteam so großartig zur VA-Sitzung organisiert und lukullisch versorgt wurden (herzlichen Dank!),
  • und nachdem sich sogar eine ehemalige Landesgruppenvorsitzende, nämlich Christa Waltenberg, mit einer Weinprobe bei uns unvergessen machte (ebenfalls Danke sehr!),
  • und wir lediglich einen Tagesordnungspunkt und eine anstehende Entscheidung vertagen mussten,
  • und dadurch trotz eines wahren Themenmarathons, den Oke Simons moderationsmäßig bestens im Griff hatte (Klasse, Du!) am Samstagmittag pünktlich Schluss machen konnten,
  • um anschließend eine Stadtführung durch Mainz zu genießen,
  • bleibt mir als Fazit nur zu sagen: es war eine effektive (die richtigen Themen) und effiziente (die Themen richtig behandelnde) Vereinsausschusssitzung mit vielen tragfähigen und übereinstimmenden Entscheidungen, die Zukunft unserer BIB-Mitglieder betreffend.

Oder anders gesagt: „Tolle Kolleg(inn)en, tolle Tage – wow!(Ähem, Susanne, Conny und Haike, … geht doch einfach noch mal „in euch“, hm?)

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