Integration – trotz und wegen Herrn S.

Wir waren zuerst da. Vor diesem gewissen Herrn S., der allerdings, man muss es ihm lassen, uns mehr ins Rampenlicht rückt, als wir es ahnen konnten. WIR, das sind all diejenigen, die sich um das Thema „Integration“ bemühen und entsprechende NIVEAUVOLLE Veranstaltungen zu Wege bringen. Beispielsweise die Schrader-Stiftung mit ihrer bundesweiten Fachtagung am 15.-16.09.2010 in Darmstadt mit dem Titel: „Angebotsstrukturen im ländlichen Raum“ im Rahmen des Forschungsprojektes „Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen“. Ich wüsste ja zu gerne, ob darin Bibliotheken irgend eine bescheidene Rolle spielen.

Und WIR, das ist beispielsweise der Berufsverband Information Bibliothek (BIB), der das Thema „Interkulturelle Bibliotheksarbeit“ zu seine Schwerpunktthema in Jahr 2010 machte. Und der über seine Kommission für Fortbildung (FobiKom) anlässlich des 3. Deutschen Weiterbildungstages am 24.09.2010 in Bamberg zu einem offenen Gesprächskreis „Interkulturelle Kompetenz in Bildungseinrichtungen“ einlädt. Formlose Anmeldung genügt. (Es soll immer noch ein paar geben, die diesen Weblog hier zum ersten Male lesen und noch nichts davon wissen. Oder kein Inetbib abonnieren. Oder keine BuB lesen. Keine Fortbildungsportale durchsuchen, keine Einladungs-E-Mails von uns empfangen haben … und überhaupt einfach im Urlaub waren, monatelang, und nicht wissen, was in Deutschland gerade wieder mal am Hochdampfen ist …)

Im Anschluss an diesen Termin, zufällig auch in Bamberg, ein drittes Mal WIR, der Migranten- und Integrationsbeirates (MIB) der Stadt Bamberg mit seinen ab 25.09.2010 beginnenden 16. Interkulturellen Wochen. 16x (!) also ein Beweis, dass das Thema länger schon unter den Nägeln brennt. Und keinesfalls aus den Augen verloren werden darf. Auch und gerade nicht in Stätten gelebter Chancengleichheit und Non-Zensur: in Bibliotheken. Worin Sie übrigens auch aus genau diesen Gründen den gewissen Herrn S. finden. Nicht, dass wir das so lustig finden.

Vom Süden in den Norden, ein viertes WIR: sechs Bibliotheken mit Lesungen zum Thema „Ferne Länder, ganz nah“. Gelesen im netbib weblog.

Noch mehr Beispiele? Na, kurz gesagt: WIR sind glücklicherweise VIELE. Was ja nicht immer gut sein muss, zugegeben. Doch sind wir auch VIELFÄLTIG. Und das ist allemal klüger, als einseitig zu sein.

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