(Koi) Kommede (macha)

Den Titel dieses Eintrages habe ich aus dem Dicionairle, dem interkativen Schwäbisch-Deutsch Wörterbuch, er bedeutet soviel wie: Keine Umstände machen. Diese schwäbische Redewendung kam mir bei der Lektüre des Zeit-Artikels von Harald Martenstein in den Sinn, der sich mehr Frontalunterricht wünscht. Er polemisiert gegen den Methodenwechsel als modernes pädagogisches Paradigma. Nun ja. Jedenfalls kam mir dabei in den Sinn, dass es manchmal schon Sinn macht, nicht den Mainstream zu bedienen, denn

  • eine Methode muss auch zur Lehrperson passen und
  • den Mainstream nicht zu bedienen kann gerade Methodenwechsel bedeuten.

Um den paradox formulierten zweiten Punkt noch etwas mehr auszuführen: Wenn alle Lehrer in der Schule Methodenwechsel praktizieren, kann das zur Übersättigung führen. Ein Lehrer mit Frontalunterricht generiert dann Aufmerksamkeit und Vielfalt! Bezogen auf Tagungen: Wenn alle ihre Powerpoint-Präsentationen herunterrasseln, kann es sinnvoll sein, einen klassischen Vortrag zu halten. Aber nicht nur!
Und ein weiterer Gedanke: Die Methode muss zur Person passen. Wenn jemand lediglich aus Gründen „weil man es grad so macht“ Methodenvielfalt praktiziert und dabei unter Druck und aufgeregt agiert, dann ist das auch nicht gut. Man sollte ein gewisses Instrumentarium und eine gewisse Bandbreite haben, um nicht nur eindimensional zu vermitteln, das schon, aber nicht Dinge in seinen methodisch-didaktischen Werkzeugkoffer nehmen, die einen überfordern. Do baisst koi maus koin fada a!

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