Der 13. BIB-Sommerkurs 2010 (7)

Tag 2, 3. August 2010 (Forts. 2)

Der Nachmittag (Forts. 2)

Kompetenzen und kompetenzorientiertes Lernen (III)

Die Referentin

Heute also die Vorstellung von Marion Albrecht, Aus- und Fortbildungsbeauftragte und Ausbilderin in einer Zweigstelle der Städtischen Bibliotheken Dresden. Zusammen mit Jana Schneider (wir berichteten) stellte sie die Medien@age Dresden vor, wobei Marion Albrecht die Einführung übernahm und über FaMI-Projekte (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste) berichtete.

3. Projektarbeit

Wir erfahren, dass Projekte zeitlich begrenzt sind und ein einmaliges Ergebnis zeugen sollen (nach DIN 69901). Die Kennzeichen der Projektmethode sind a) die eigenständige Planung und Durchführung mit b) Themen aus dem eigenen Erfahrungsbereich unter c) Berücksichtigung der Interessen der Projektteilnehmenden und d) ein „Gebrauchswert“  entstehen soll (Hartmann/Zick).

So genannte Kreativprojekte und deren Präsentationen finden in den Dresdner Städtischen Bibliotheken im dritten Lehrjahr statt, so Frau Albrecht. Die Ausbildungsjahrgänge 1 und 2 begleiten und beobachten jedoch die Projektaufgaben und geben Feedbacks in Form von schriftlichen Auswertungen zu den Inhalten und dem Verlauf des Projektes. Auf dieser Grundlage und mit eigenen Erfahrungen gesegnet entsteht eine Projektpräsentation. Diese ist dann gleichzeitig als eine Fortbildung für Mitarbeiter/innen angesehen. Gute Idee!

Die Berichte und die Präsentation sollten ein Minimum an Punkten beinhalten, beispielsweise

  • Kenntnis der Konzeption im Vorfeld des Projektes
  • Zeitraum des Projektes
  • Besondere Vorkommnisse / Schwierigkeiten
  • Arbeitsaufgaben, Umfang und Arbeitsablauf
  • Positive und negative Eindrücke
  • Zusammenwirken der drei Lehrjahrgänge
  • Hinweise zur Fortführung des Projektes als ständiger Teil der Ausbildung
  • Veröffentlichung des Projektes in den Medien
  • … und noch einmal so viel Punkte mehr

Eine detaillierte Auflistung der Termine und Aufgaben während der Projektzeit verdeutlichte, dass es neben dem Projekt jede Menge anderer wichtiger Dinge zu erledigen gab. So waren Bibliotheksführungen für die Fachkollegen aus Südkorea oder Österreich vorgesehen, der Einbau einer Klimaanlage und im Zuge dessen der temporäre Auszug aus dem Büro, ein Bewerbungstraining war zu absolvieren, die Teilnahme am sozialen Tag der Stadt Dresden stand an, usw. Viel Zeit hatten die Auszubildenden also nicht für ihr eigentliches Projekt. Na, so wie im richtigen Arbeitsleben …

Anders als im richtigen Leben jedoch steht den derzeit neun bis zwölf Auszubildenden in Dresden jederzeit kompetente Hilfe zur Seite. Unterstützt von Ausbilderinnen wie der sympathischen und den jungen Menschen zugewandten Marion Albrecht dürfte sich jeder Di-Stress in einen Eu-Stress verwandeln, den man gerne auf sich nimmt.

Ideen für Projektarbeit und Juniorfirmen

Hier einige Fotos von Projektideen, die Wiltraut Zick und Claudia Hartmann in unserem großzügig bemessenen Seminarraum ausbreiteten:

Da fiel es auch den Teilnehmenden leicht, Ideen zu Projektarbeiten zu finden (siehe letztes Foto). Arbeitsfelder für Juniorenfirmen waren allerdings nicht ganz so üppig auszumachen.

Die Umsetzungsüberlegungen erfolgten im Plenum am Beispiel „Zeitschriftenauswertung für Kolleg(inn)en“, womit eine Idee in Richtung wissenschaftliche Bibliotheken aufgegriffen wurde.

Die Schritte bei der Projektarbeit, so die Referentinnen Frau Hartmann und Frau Zick, sind

  1. Initiierung
  2. Planung
  3. Durchführung
  4. Abschluss
  5. Auswertung

Grundsätzlich sollte jede Idee darauf hin überprüft werden, ob sie tatsächlich zum Projekt dient. Dabei spielen natürlich die Rahmenbedingungen der Bibliothek eine Rolle. Eine Checkliste erleichtert die Entscheidung. Nach der Wahl der Idee werden alle Punkte niedergelegt, die den Azubis als Projekteinführung dienlich sind.

Verehrte Leserinnen und Leser dieses Blogs – anhand der gedrittelten Berichterstattung eines einzigen Tages lässt sich erahnen, wie vielschichtig dieser war. Ich bringe gar nicht alles unter, fürchte ich. Nicht mehr beschrieben habe ich beispielsweise die Organisation von Praktika in Betrieben, die Ausbildungsinhalte vermitteln, die in der Ausbildungsbibliothek nicht angeboten werden können – bei den FaMIs beispielsweise die verschiedenen Fachrichtungen. Wobei sich die medizinische Dokumentation am schwierigsten gestaltet, wie die Teilnehmenden einhellig bestätigten. Eine Praktika-Tauschbörse wäre eine gute Idee. Schauen Sie doch auch einmal hier hinein: DAPS – Datenbank der Ausbildungsstätten, Praktikumsstätten und Studienmöglichkeiten).

Oder wie wäre es mit einem Auslandspraktika? Unterstützung sagt der BIB mit dem Exchange-Programm zu, zumindest, was die Vermittlung anbelangt. Auch hier gäbe es sicher noch ein paar Zeilen zu schreiben.

Mut zur Lücke also, und einfach rechtzeitig zum nächsten BIB-Sommerkurs anmelden und dabei sein. Damit Sie in den Genuss der vollen Inhalte kommen! Ab Januar 2011 findet die nächste Ausschreibung im BuB zu „Bibliotheken in einer virtuellen Welt“ statt. Wir werden Sie hier ebenfalls informieren. Doch lassen Sie sich morgen noch ein wenig verführen mit dem Bericht vom vierten BIB-Sommerkurstag in Meißen (Programm). Bis dann!

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One Response to Der 13. BIB-Sommerkurs 2010 (7)

  1. […] zum BIB-Sommerkurs 2010 weiter, die Themen: Umgang mit Ausbildenden, Organisation von Praktika, Projektarbeit, Lerntypen und […]

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