Berührungspunkte Münchner Bibliotheksriesen

Richte ich den Blick zurück in meine Münchner Bibliothekstage ummera 1981/84, so hätte sich für mich eine Zusammenarbeit von Bayerischer Staatsbibliothek (BSB) und der Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig als ähnliches Konstrukt dargestellt wie die Zusammenarbeit von Daimler und Chrysler. Das Letzteres nicht funktionierte, ist erwiesen. Doch die Zeiten ändern sich, und was damals in Bibliothekskreisen beinahe undenkbar galt, wird rasch zu einer Tradition werden.

So geschehen, als die beiden Bibliotheksriesen ihre ersten zarten Bande knüpften, die sie dem Thema RFID zu verdanken hatten. Zwar kam man dabei noch nicht zu einem gemeinsamen Projekt. Dennoch zeigte der erste Kooperationsversuch, dass man von beiden Seiten aus allgemeine Berührungspunkte fand und einen Schulterschluss wünschte. So zum Beispiel …

  • zur Virtuellen Auskunft
  • bei Öffentlichkeitsarbeit und allgemeiner Angebotsvermittlung
  • bei der Ansprache sich überschneidender Zielgruppen, insbesondere bei der gymnasialen Oberstufe

Hanne Riehm von der Münchner Stadtbibliothek Am Gastein und Dr. Stephan Schwarz aus der Bayerischen Staatsbibliothek München stellten während des Bayerischen Bibiothekstages in Augsburg (heute mal ein städtischer Link) gemeinsam dar, wie die Kooperationen begannen und sich erfolgreich fortsetzten.

Den Vorteil haben Schüler/innen

Den Vorteil haben Schüler/innen, die jetzt auch in der BSB bereits mit 16 Jahren an der Nutzung der Medien teilhaben können. Ob die Jugendlichen nun zuerst die „Stabi“ aufsuchen, oder ob sie mit ihren Recherchen zunächst das mit einer niedrigeren Hemmschwelle ausgestatteten Haus am Gasteig kommen – sie erhalten hier wie da eine erste Hinführung an die jeweils andere Bibliothekseinrichtung.

Das ist nur möglich, weil das jeweilige Bibliothekspersonal gut über die Angebote und die Nutzungsbedingungen des anderen Hauses aufgrund einiger Schulungen Bescheid weiß. Auch ist die Öffentlichkeitsarbeit, ob Webseiten oder Flyerauslage, in diesen Punkten miteinander und aufeinander abgestimmt.

Eine neue Epoche

Eine neue Epoche der Kooperation hat begonnen. Das erinnert mich daran, dass auch unsere Kommission für Fortbildung dieser das Wort sprach, indem wir unsere Landesgruppen in Hinblick auf Fortbildungen mit anderen Institutionen gerne verkuppeln wollen, so nicht bereits längst geschehen. Wer mehr dazu erfahren möchte, findet Informationen dazu auf unserer Homepage bzw. im BuB, H. 2, S. 114: „BIB bietet Kooperation bei Fortbildung“. Und hier eine Handreichung für alle, die kooperationswillig sind (PDF, 111,33 kb).

Wie wir von München erfahren konnten, möchte niemand mehr das Rad zurückdrehen. Na, bitte! Die Zeiten ändern sich, und wir hoffentlich mit ihnen.

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