FobiKom-Sitzung mal ganz persönlich

Kommissionssitzungen sind üblicherweise randvoll mit fachlichen Inhalten, so dass meist wenig Zeit für den persönlichen Austausch bleibt. Da traf es sich gut, dass wir diesmal eine zweitägige Sitzung anberaumt hatten, unserem personellen Neubeginn geschuldet (siehe gestrigen Beitrag). Heute also einmal einen Weblog-Eintrag  der Art, wie er üblicherweise oft zu lesen ist: als persönlicher Bericht.

Bei strahlendem Sonnenschein begegnete uns Bamberg besonders freundlich. Noch waren jedoch die abendlichen Temperaturen nicht biergartengerecht, obgleich unser Treffpunkt, der Wirtshof Sternla, über selbigen verfügt hätte. Das Sternla (die dialektische Verkleinerung -la ist typisch oberfränkisch) ist das älteste Wirtshaus Bambergs (1348) und von daher „ein Muss“. Doch neben traditionsreichen Wirtschaften gibt es ob der vielen Student(inn)en auch Pizzerien. Eine sehr beliebte Pizzeria, das Salino, schmiss sich uns auf dem Weg zum Hotel „Am Blumenhaus“ im Haingebiet, den Schillerplatz mit seinem E.T.A.-Hoffmann-Theater querend, als Absacker quasi vor die Füße.

Der Einstieg in den nächsten Abend begann dann allerdings nicht sofort mit Schwarz- oder Rauchbier. Es galt schließlich nicht nur, dem besonderen Ruf Bambergs mit seiner größten Brauereidichte Deutschlands zu folgen, sondern auch, unseren eigenen guten Ruf zu erhalten.

v.l.n.r. oben Margit Rützel-Banz, Ilona Munique, Dr. Stefan Knoch, Sonja Bluhm, Michaela Babion, Ulrike Kraß, Monika Lerp, Karoline WeiseWir lenkten stattdessen unsere Schritte dombergaufwärts in eine weitere traditionsreiche Institution, nämlich der Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz. Dort erwartete uns der stellvertretende Leiter, Dr. Stefan Knoch, um uns die herrlichen Räumlichkeiten und Schätze dieser Forschungsbibliothek mit seinen Sondersammlungen von Handschriften aus zahlreichen Skriptorien und des Buchdrucks um 1500 zu zeigen, die sogar teilweise noch in originalen Behältnissen, Schauregalen und Räumen zu bestaunen waren. Da war es fast schon schade, dass wir die eineinhalbstündige und überaus kenntnisreiche Führung beenden mussten, um zu unserem reservierten Abendbrottisch zu eilen.

Doch auch dort punktete man mit einem Superlativ. Die Brauerreigaststätte Klosterbräu mit seinem bekannten „Schwärzla“ ist die älteste Brauerei Bambergs, 1333 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem wir eine ausreichende Unterlage für weitere Schandtaten hatten, gingen wir zurück zum Hotel. Es dürfte verständlich sein, dass die vor uns liegenden 650 Meter mit einer Verschnaufpause einhergingen. Die im 12. Jahrhundert erbaute Weinschänke Bischofsmühle, die wir mit einem Schlenkerla (1. Bedeutung: kleiner Umweg; 2. Bedeutung: Bamberger Rauchbier. Suchen Sie sich eine davon aus) erreichten, war uns dafür gerade recht.

Die Vorsitzende (und Gastgeberin) kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kommission für Fortbildung nicht zum letzten Male in Bamberg zu einer Sitzung zusammenkommen wird. Dennoch soll unsere nächste Sitzung in Frankfurt a. M. sein (23.10.10). Der freundlichen Einladung unseres Gastes, Margit Rützel-Banz, werden wir sehr gerne Folge leisten! Und zwei weitere sehr schöne Städte, Freiburg i. Br. und Marburg, sind ernstzunehmende „Konkurrenten“ für Bamberg 😉

Was wir zwischen diesen Vergnügungen erarbeiteten, erfahren Sie in Kürze.

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