Über die Flüchtigkeit der Echtzeit

Nochmal zum Lesen der Tweets von Konferenzen: Wir hatten ja auf die Inetbib-Tagung in der letzten Woche hingewiesen, zuerst empfohlen, die Twitterwall zu benutzen und dann noch einmal nachgelegt, dass die Suchmaschine von Twitter selbst mit dem Suchbegriff #inetbib2010 besser ist, da die Twitterwall keine Möglichkeit bot, weiter nach hinten weiterzuscrollen oder -klicken.
Allerdings sollte man sich mit dem Lesen etwas sputen, denn die Twitter-Suchmaschine liefert nur Ergebnisse einer Reihe von Tagen rückwärts, danach regiert die Amnesie! Wenn Sie beispielsweise die Tweets zum Bibliothekskongress noch einmal lesen möchten, liefert Ihnen die Twitter-Suchmaschine nichts mehr vom damaligen Reichtum.

Zwei Tipps noch zu diesem Thema:

  • wechseln Sie auf eine herkömmliche Suchmaschine und suchen Sie nach den Inhalten mit der Anfrage „site:http://twitter.com +bibtag10“. Yahoo! bringt übrigens zu wenig, Google liegt schon im Bereich der richtigen Größenordnung, bringt die Ergebnisse aber ungeordnet
  • da gerade bei Konferenztweets viele Wiederholungen vorkommen (RT – so genannte „retweets“) und man dadurch genervt wird, lohnt es sich, die Anfrage durch weitere Suchwörter zu erweitern, beispielsweise „site:http://twitter.com +bibtag10 + ebooks“. So kann man die interessanten Themen direkt ansteuern

Allerdings geht auch das nicht ewig: Ein Tweet von vor einem Jahr, der ca. ein dreiviertel Jahr über Google noch recherchierbar war, ist seitdem verschwunden. Deshalb macht auch der Vorschlag Sinn, den Lambert Heller und Patrick Danowski im Vorfeld diskutiert hatten, die Tweets mit dem hashtag #bibtag10 auf dem Volltextserver des BIB zu archivieren. Ist aber noch nicht passiert …

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2 Responses to Über die Flüchtigkeit der Echtzeit

  1. Lambert sagt:

    Alle (jeweils ca. eintausend) Tweets mit den Hashtags #bibtag10 und #inetbib2010 sind bei Twapper Keeper vollständig archiviert und können dort heruntergeladen werden, vgl. http://twapperkeeper.com/hashtag/bibtag10 und http://twapperkeeper.com/hashtag/inetbib2010

    Auch JISC hat die Wichtigkeit von Twapper Keeper als digitales Archiv der flüchtigen Echtzeit-Information erkannt und fördert den Dienst entsprechend, vgl. http://twapperkeeper.wordpress.com/2010/04/16/jisc-funded-developments-to-twapper-keeper/

  2. jplie sagt:

    Danke Lambert! 🙂

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