Mega-Informationsarchitektur und Usability

Streams, Walls, Feeds: Inhalte verbreiten über soziale Netzwerke und RSS lautet die kürzlich in Deutsch erschienene neueste Benutzerstudie aus der Jakob Nielsen Alertbox via usability.ch.

„Mega-Informationsarchitektur“ bedeutet mehr, als nur die Informationen als Firmenpostings aus den eigenen  Webseiten über Internetdienste zu verbreiten, also beispielsweise via Newsfeeds (RSS-Feeds) und Newsletter und über soziale Netzwerke (hier: Facebook, Twitter, MySpace und LinkdIn). Es bedeutet auch, diese Informationen so aufzubereiten, dass sie ein gutes Benutzererlebnis darstellen.

Die Ergebnisse der Studie (die manche älteren Studien wiederholt) sind nicht wirklich überraschend, aber immer wieder aufschlussreich. (Ob die Studienergebnisse mittels Probanden aus den USA, Australien und Großbritannien sowie den untersuchten Unternehmerabonnements wie „JetBlue Airways“, „Weisses Haus“ oder die „Königliche Tierschutzgesellschaft“ auch auf deutsche Usergepflogenheiten direkt übertragbar sind, sei dahingestellt.)

Ergebnisse (Auszug):

In der Kürze liegt noch immer die Würze. „Die Nutzer mögen die Einfachheit von Meldungen, die mit der Zeit in Vergessenheit geraten …“

„Die Benutzer bevorzugen einen zwangloseren Stil bei Geschäftsmeldungen in sozialen Netzwerken, […] Zugleich erwarten sie von Newsfeeds, dass sie geschäftsmässiger sind und auf Geschwätz verzichten.“

„RSS-Updates werden als glaubwürdiger und als „offiziellere“ Quellen angesehen als die sozialen Netzwerkmeldungen.“

„Die Nutzer haben nicht nach alten Postings gesucht, die sie vielleicht verpasst haben; sie waren damit zufrieden, nur die neuesten Informationen zu lesen.“

„Wenn Sie zu selten veröffentlichen, treibt Ihr Material aus dem aktiven Zeitfenster der Benutzer heraus, ehe sie es wieder aufsuchen. Wenn Sie aber zu viel veröffentlichen, verdrängen Sie andere Meldungen.“ Was nicht gut ankommt und eine Kündigung des Abonnements nach sich ziehen kann.

„Eines der Hauptergebnisse von Runde 1 war, dass technisch wenig versierte Benutzer normalerweise nicht verstehen, was der Begriff „RSS“ bedeutet. Das ist heute immer noch so, und deshalb empfehlen wir immer noch, einen Ausdruck wie „RSS-Feeds“ zu verwenden, damit die Abkürzung ein oder zwei erklärende Beiworte hat.“

„Jetzt haben sich die Leute mehr an RSS gewöhnt und wählen ihre Feeds sorgfältig aus.“

Die gute Nachricht

„Die gute Nachricht ist, dass es nur besser werden kann. Die Benutzer wollen diese Meldungen haben. Mit einer Einschränkung: wenn sie gut sind.“

Zu ergänzen ist, dass es sich bei den Untersuchungen NICHT um Webblogs handelte. Dennoch ergreife ich an dieser Stelle die Gelegenheit, das mit der „Kürze“ aufzugreifen. Die Webblogbeiträge der FobiKom werden weiterhin unterschiedlich lang und kurz ausfallen. Ich habe nämlich festgestellt, dass den Verlinkungen aus unseren kurzen Hinweisen auf andere interessante Webblogbeiträge eher weniger gefolgt wird. Man liest entweder „hier und auf der Stelle“, was Sache ist, oder gar nicht.

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