1. Bayerischer Schulbibliothekstag (III): die Foren (2)

Ein weiterer Beitrag innerhalb des Forum I zum Komplex „Schulbibliotheken: Aufbau und Organisation“ am 1. Bayerischen Schulbibliothekstag 2009 erfolgte von Eckhard Kummrow. Vom Zettelkasten zum OPAC lieferte einen kompakten Überblick zu EDV und Internet für einen anzustrebenden reibungslosen Ablauf einer Schulbibliothek.

Für die Abwicklung innerhalb der Aufgabenbereiche der EDV ist zunächst zu entscheiden, welche Installationsarten vorgenommen werden sollen (Einzelplatz, Lokales Netzwerk) und ob OPAC-Anwendungen (Recherche, Selbstbedienungsfunktionen) webbasiert ausgeführt werden sollen oder nicht. Eine Sache der Kosten (weniger stationäre PCs notwendig) und der Mobilität (Arbeiten vom Lehrerzimmer aus) wie auch dem möglichen Zugriff von außen (Schüler/innen recherchieren daheim).

Weitere Punkte waren u. a.: Lizenzarten, die benötigte Hardware, die derzeitig gehandelten 9 Anbieter, eine Checkliste Bibliothekssoftware, Digitale Werke, Arbeitsplatzangebot, Informationsquellen … und eine Auflistung unter der Überschrift:

„Was wir brauchen“ (komplette Darstellung der Folie)

  • Engagierte LehrerInnen
  • Engagierte BibliothekarInnen
  • Ausreichendes Fachpersonal
  • Ausreichendes Raumangebot
  • Ausreichendes Medienangebot
  • Ausreichende finanzielle Unterstützung
  • Ausreichende technische Unterstützung
  • Ausreichende Fort- und Weiterbildung

Auch dieser Beitrag erntete – wie der von Klaus Dahm (wir berichteten) – ein vernehmliches Murmeln aus den Reihen der rund 300 Teilnehmenden, überwiegend Lehrende. Woher nehmen und nicht stehlen? Nun, die Finanzbeschaffung blieb hier vorerst offen, sie war nicht Thema der Sequenz.

Zu letztem Punkt der vorangegangenen Liste: ausreichende Fort- und Weiterbildung, darf man gespannt sein, was sich die Landesfachstellen für das öffentliche Bibliothekswesen in Bayern einfallen lassen wird, da sie die Betreuung der Schulbibliotheken als zusätzliche Aufgabe übertragen bekommen hat. Genau wie die Schulbibliotheken müssen sie allerdings ebenfalls die angemeldeten Bedarfe ohne nennenswerten Zuwachs an Personal und Etat meistern.

Für die Fortbildungsplanung der BIB-Landesgruppen (nicht nur der bayerischen) sollte das vermehrte Interesse an Schulbibliotheken dazu führen, sich ebenfalls Gedanken um adäquate Themen für Schulbibliothekar(inn)e(n) zu machen. Die zumeist Lehrer/innen sind und von daher eine ganz spezielle und ungewohnte Zielgruppe.

Wünschenswert wäre eine kooperative Absprache zwischen den Landesgruppen und Kommissionen aller Verbände und den Fachstellen bzw. Büchereizentralen sowie den entsprechenden Pädagogischen Instituten. Gemeinsam ließe sich ein breit ausgearbeitetes Curriculum entwickeln, zumindest jedoch eine Verzahnung der Themen. Nun, die Kommission für Fortbildung wird die Fortbildungsanbieter direkt darauf ansprechen und ggf. auch die Mittlerrolle einzunehmen wissen, so gewünscht. Positive Signale aus dieser Richtung wurden während des Schulbibliothekartages bereits gesendet und empfangen.

Morgen lesen Sie über den Beitrag von Gertrud Geisberg und Claudia Hopf zum Thema „Informationskompetenz für Schüler: Angebote der Wissenschaftlichen Bibliotheken“. Bis dann!

[Programm]

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