Zusammenhang zwischen Bildung und Straftaten?

Steht Bildung in einem Zusammenhang zu Straftaten? Diese Frage drängte sich mir auf, als ich kürzlich wieder einmal auf den Bildungsatlas von reticon.de stieß. Gar augenfällig war das in weiten Teilen mit Hochschulen wenig gesegnete Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Vergleichender Blick in das Bundesländerranking, Dynamische Entwicklung des Indikators „Hochqualifizierte“: Vorletzter Platz. Nicht gerade rühmlich. Vergleichender Blick zum Indikator „Straftaten“: Beruhigender 1. Platz. Ebenso bei der Arbeitsplatzversorgung. Also alles im grünen Bereich und Entwarnung für jedwedes Schubladendenken.

Hingegen wimmelt es in Baden-Württemberg nur so von Hochschulen. Doch die „Arbeitsplatzentwicklung“: vorletzter Platz. Hier ist also kaum Dynamik zu verzeichnen. Dynamik der „Straftaten“: 6. Platz mit rückläufigen Werten. Nichts augenfälliges also.

Fazit: Einen Zusammenhang zwischen Bildung und Straftaten herzustellen dürfte reichlich schwer fallen. Dieses Argument zieht folglich nicht, um höhere Beiträge in Bildung zu rechtfertigen.

Aber Achtung: dieses Fazit ist nur mit Vorsicht zu genießen ist. Denn Hochschulbildung ist ganz sicher nicht die einzige Bildungsmöglichkeit, die vor negativen Entwicklungen schützen könnte. Neben der Herzensbildung in der Familie beteiligen sich an der Entwicklung des Menschen wohl genau so Grund- bis hin zu Berufsschulen etc. Wer es genauer wissen möchte, wo unsere Bundesländer beim Bildungscheck stehen, erfährt mehr und in übersichtlicher Form im Bildungsmonitor.

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