Porträt Weiterbildung Deutschland und Österreich (8)

Wie nicht anders zu erwarten war, haben in beiden Ländern – Deutschland wie Österreich – die europäischen und internationalen Kontakte seit der Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ zugenommen. In Österreich in besonderem Maße seit deren Beitritt zur Europäischen Union und verstärkt ostwärts gerichtet.

Um internationale Kontakte also geht es im jeweils zehnten Kapitel der Porträtreihe Weiterbildung des DIE, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, verlegt im W. Bertelsmann Verlag. Die Kontakte äußern sich beispielsweise in grenzüberschreitenden Projekten und Kooperationen, gemeinsamen Konferenzen und Diskussionen, der gemeinsamen Forschung und der Entwicklung der Bildungssysteme, in Querschnittsprogrammen und dem Austausch von Daten und Informationen.

Ekkehard Nuissl und Peter Brandt zeigen mittels einer Liste auf, in welchem europäischen und internationalen Kontext sich die deutsche Erwachsenenbildung befindet. Um den Blogbeitrag nicht zu sprengen und um das Büchlein nicht einfach abzutippen, mögen die Abkürzungen als Anreiz genügen – wer Spaß hat, darf versuchen, sie aufzulösen: EAEA, ERDI, ESREA, ICAE, Europarat (das war jetzt einfach), UNESCO-CERI. Ferner EUCEN, ISCAE, EARLALL sowie EUROSTAT, OECD, PIAAC. Den Bibliotheken nicht unbekannt die Programme SOKRATES, LEONARDO und GRUNDTVIG.

(Kleiner Tipp: „A“ gerne verwendet für Adult, „E“ für Education und Europa.)

Kein Wunder, dass der Band für Deutschland drei Seiten benötigt, um Licht in die internationalen Verhältnisse zu bringen. Das aber in bewährt komprimierter und eingängiger Weise. Werner Lenz für Österreich kann es sich da mit einer Seite offensichtlich etwas einfacher machen. Hier ist der Hinweis zu finden, dass die Kooperationen und Projekte bei den jeweiligen Trägern (siehe dazu auch vorangegangene Blogeinträge innerhalb der Rezensionsreihe) abrufbar sind. Beachtenswert: an der Universität Graz kann im Rahmen von SOKRATES bis zu zwei Semester unter Anrechnung von ausländischen Lehrveranstaltungen an einer europäischen Partneruniversität studiert werden.
Als kleine Ergänzung: im bereits einmal vorgestellten 3L3-Blogs findet sich eine Kategorie „Europa & Internationales“, oft im Zusammenhang mit österreichischen Interessen.

Die Verträge von Maastricht, der Bologna-Prozess, aber auch die technische Entwicklung (Datenbanken, Internet) und damit verbunden die internationalen Vergleichsstudien mögen dazu beigetragen haben, das sich der Bereich der Erwachsenenbildung auf Grund des viel zitierten „Blicks über den Tellerrand“ stetig weiterentwickelt. Und wohin? Das erfahren Sie im nächsten Beitrag zum 11. Kapitel: „Tendenzen und Perspektiven“.

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