Lobbying im Grünen

Bevor ich mit den Abstracts und den Vorstellungen der ReferentInnen fortfahre, erst noch ein kleiner Ausflug nach Stuttgart. Und zwar zu unserer Tagungsumgebung in der letzten Juliwoche in Stuttgart-Hohenheim zum BIB-Sommerkurs 2009.

Die Parkanlagen
Lobbying im Grünen“
ließe sich das Programm alternativ übertiteln, denn das Christkönigshaus in der Paracelsusstraße 89 liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Alten botanischen Garten. Dieser sowie das Schloss Hohenheim hat eine spannende und wechselvolle Geschichte, die ich hier leider nur auszugsweise wiedergeben kann.

Auf dem Gelände standen zuvor die Gutsgebäude der Herren von Hohenheim, zu deren Geschlecht auch der als Paracelsus bekannt gewordene Humanist Theophrast Bombast von Hohenheim gehörte.

Ab 1772 ließ der Herzog [Karl Eugen] das Gut zunächst in ein kleines Wasserschloss umbauen, das 1776 zur Sommerresidenz ausgerufen wurde. Im selben Jahr wurde mit den Planungen für ein „Englisches Dörfle“ begonnen, […]

Friedrich Schiller beschrieb den Park von Schloss Hohenheim so: „[…] Es ist mit Geist beseelte und durch Kunst exaltierte Natur, […]“

Der württembergische König Wilhelm I. und seine Gemahlin Katharina gründeten die Landwirtschaftliche Unterrichts- Versuchs- und Musteranstalt, […].

In den früheren Räumlichkeiten der Hohenheimer Mensa beherbergt das Schloss das Restaurant „Speisemeisterei“, Koch seit September 2008 ist der Sternekoch Frank Oehler.

Heute nutzt die Universität Hohenheim große Teile des Schlosses. Des Weiteren ist dort die Staatsschule für Gartenbau und Landwirtschaft untergebracht.

Wer allerdings nur zu einer flüchtigen Zigarettenpause Grün genießen will, muss nicht unbedingt über die Straße gehen. Sie oder er kann dem Genuss auch im hauseigenen Park frönen. Dieser Hauspark grenzt direkt an den Seminarraum an, so dass es eine echte Herausforderung für die Referenten sein wird, Ihrer aller Aufmerksamkeit von den zwitschernden Vögeln in prächtigen Laubkronen auf die Seminarinhalte hin zu richten.

Das Christkönigshaus
In der Regel zeigen die Webseiten das weichgezeichnete Sonntagsantlitz einer Institution, gefertigt von professionellen Fotografen, die ihr Handwerk „blendend“ verstehen. Die Enttäuschung ist dann oft groß, wenn sich das ätherische Bild doch nicht mit der Realität deckt. Beim Christkönigshaus ist das gerade andersherum. Die Wirklichkeit ist hier attraktiver, als es der Webauftritt vermuten lässt – vermutlich der Weitläufigkeit geschuldet, die sich schwer in Fotos bannen lässt.

Um uns von der Annehmbarkeit der Tagungsumgebung zu überzeugen, waren wir selbstverständlich persönlich vor Ort. Ganz spontan und unangemeldet. Wir betraten den großen Seminarraum (der auch unserer sein wird!) von hinten über den Hauspark, in dem sich gerade eine Schar Auszubildender einer großen Firma mit Gruppenspielen (der harmlosen Art) vergnügte. Im anschließenden Gang, der offensichtlich in das Seminargeschehen mit einbezogen war – es hingen plakativ etliche Arbeitsergebnisse an den Wänden – standen auf langen Tischen Geschirr und Getränke. Alles machte einen entspannten und kreativen Eindruck.

An der Empfangstheke wurden wir von einem Mitarbeiter freundlich begrüßt. Und obgleich unser „Hintertürchenauftritt“ durchaus bemerkt worden war, gab es keine Schimpfe. Es war auch kein Problem, für alle künftigen Teilnehmenden und ReferentInnen genügend Prospektmaterial aus dem Büro zu holen, als das Auslagematerial der Regale nicht mehr reichte. (Klar, wir schicken es in Kürze allen Mitwirkenden noch zu.)

Essen & Trinken
Die Küche und der Speisesaal befanden sich im Untergeschoss, zu dem über große Oberlichte das Tageslicht fiel. Hier war man gerade emsig damit beschäftigt, für das Frühstück des kommenden Tages einzudecken. Alles wirkte sehr gepflegt und liebevoll.

Apropo Küche: bei unserer Besichtigungstour meldete sich der „kleine Hunger“, und so eilten wir, zufrieden mit dem Gesehenen, zur nahegelegenen Wirtschaft „Alte Garbe“, Filderhauptstraße 136, unserem geplanten abendlichen Treffpunkt am Anreisetag des Sonntags, 26. Juli 2009. Wir werden dann gemeinsam klären, ob das Wirtshaus noch zu Hohenheim oder schon zu Plieningen gehört. Wir hatten den Eindruck, dass die Ortsteile nahtlos ineinander übergehen.

Wir konnten jedenfalls, da es einer der letzten warmen Herbsttage war, noch im Freien sitzen – ob der Biergartenstuhl nun in Hohenheim oder Plieningen stand, war uns bei einem erfrischenden „Viertele“ aus der gut bestückten Weinkarte ziemlich egal.

Wir freuen uns auf die sicherlich schöne Zeit in „herrschaftlicher“ und aufmerksamer Umgebung mit Ihnen!

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