Der 2. Deutsche Weiterbildungstag 2008 (I)

Lange angekündigt – endlich da!

Heute, am 26.09.2008, starten in ganz Deutschland nach dem Motto „Bildung ist Zukunft“unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler über 500 Veranstaltungen in ca. 350 Orten, um auf die Wichtigkeit von Weiterbildung und Lebenslangem Lernen aufmerksam zu machen. (Pressemitteilung: Ein Stück Weiterbildungskuchen)

Natürlich unterstützt auch der Berufsverband Information Bibliothek, BIB über die Kommission für Fortbildung (FobiKom) diese Kampagne. Nämlich mit einem Blogbeitrag. Dem heutigen. Und dem kommenden. Wir hatten dies bereits seit einiger Zeit öffentlich angekündigt unter „S“ wie „Stuttgart“ und mit dem Slogan: Bildung – WeltWeitWichtig.

Als Beitragsthema wähle ich eine Fortsetzungsgeschichte von  „Nah dran … Bildung in Bamberg“ (I) und (II), denn anlässlich des Weiterbildungstages baute sich ein interessanter Kontakt in der „Stadt auf sieben Hügeln“ auf. Die Geschichte ereignete sich so:

In voller Malermontur von einem Bamberger Farbengeschäft in Richtung unseres neuen und neu zu streichenden Domizils (siehe Teil I) fahrend, erspähte ich justament die Hartmannstraße.
Scharf gebremst und eingeparkt.
Hatte nämlich vor einigen Wochen mit der Kolping-Akademie vereinbart, dort ein paar Plakate zum Deutschen Weiterbildungstag abzuholen, die man mir netterweise für meine geplante Aktion in Bamberg zur Verfügung stellen wollte.

Da stand ich also in der Kolping-Akademie. Bunt bekleckst und geistig pinselschwingend. Vor einem adretten, anzuggewandeten, namensschildbesteckten, visitenkartenverteilenden Businessmen, der mir geschwind und auf mich vorbereitet (im Gegensatz zu meiner Spontanität) die ganze Bandbreite der Werbematerialien zum WBT anbot.

„Und was können Sie für UNS tun?“, frug er mich freundlich-erwartungsvoll. ‚Decke streichen?‘, fiel mir sofort ein, und hielt ausnahmsweise mal den Mund, scharf nachdenkend, was ich rasch außer Hemdsärmeligkeit noch in petto hätte.

Hurtig jedoch kam mir der Mensch (dem Namensschild nach zu schließen: Produktmanager / stellv. Einrichtungsleiter) auch schon mit einem Vorschlag entgegen.
„Könnten Sie einen Aufsteller mit Werbung für die Kolping-Akademie vor Ihr neues Zuhause aufstellen?“.
Klar. Konnte ich.
Noch dazu war die Gelegenheit günstig, fand doch am Samstag das Straßenfest „Lange-Straße-Obstmarkt (!)-Am Kranen-Kapuzinerstraße“ statt. Tausende zusätzliche Leute, vielleicht neben den üblichen Touristen sogar ein paar Einheimische, würden unseren Eingang passieren und den Aufsteller bewundern.

Und Broschüren mitnehmen. Genauer gesagt, das Kolping-Bildungsprogramm Herbst/Winter 2008, frisch erschienen, bestückt mit Angeboten zur beruflichen und persönlichen Weiterbildung in Wochenend- und Abendkursen und als berufsbegleitende Lehr- und Studiengänge. Klassisch und aktuell. Und professionell.

Professionalität stellt sich meist in wenigen Augenblicken heraus. Nicht der Anzug war entscheidend (und hoffentlich demgemäß auch nicht mein Malerkittel!). Eher schon das Namensschild. (Na ja, kann sich eigentlich auch jeder eben mal schnell anstecken.)
Nein, viel eher war es die Frage: „Welches der (er zeigte mir ein halbes Dutzend) Plakatmotive der Akademie würde sich für den Aufsteller am besten für die Zielgruppe des Straßenfestes bzw. der Örtlichkeit eignen?“. Aah, da denkt jemand mit! Zielgrupenorientiert! Das kennen wir BibliothekarInnen, nicht wahr?!

Professionell auch die Organisation der Vorzimmerdamen, die WUSSTEN, ich würde kommen und eigentlich schon am Dienstag statt am Donnerstag mit mir rechneten (doch da waren bei uns gerade die Handwerker). Erwartet hatte ich, dass ich nach den Plakaten fragen würde, niemand recht Bescheid wissen würde, ich von Pontius zu Pilatus geschickt werde, und sich letztlich irgend jemand erbarmen und aus dem hintersten Winkel ein abgeknicktes Exemplar hervorziehen würde. Warum eigentlich dieses Bild? Tja, kann ich genau so wenig sagen, wie ich beantworten kann, warum Bibliothekar/innen das Dutt-Brille-Twinset-Klischee zu bedienen haben.

Eines steht für mich fest. Wir werden uns wiedersehen, Herr Drescher. Sie haben Bilder zu korrigieren. Zumindest jedoch, den Aufsteller wieder abzuholen. Und mir ein paar Broschüren mehr da zu lassen. Und ich bin gespannt, ob wir im nächsten Jahr immer noch die einzigen in Bamberg sind, die sich etwas einfallen lassen für den WBT. Schätze, da werden noch ein paar aufwachen … („Aber mia woarn do zerscht do!“, um mit Orff’s Weihnachtsgeschichte“ zu sprechen – herrje, seit dieser Woche gibt’s auch schon wieder Lebkuchen in den Geschäften!)

Der Deutsche Weiterbildungstag als Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Sicher auch für Sie! Halten Sie Augen und Ohren offen und nutzen Sie die (Bildungs-)Chancen, die sich Ihnen praktisch vor die Füße werfen!

In diesem Sinne – bis morgen! Zweiter Teil.

Foto 1: eigener Fundus – 2006 – andere Baustelle
Abb 2: Broschüre Kolping-Akademie

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