„… beglückwünsche ich Sie zu dieser Initiative.“

… so die (handschriftlichen!) Zeilen keines Geringeren als die des Dr. Erhard Meuelers, seines Zeichens Professor für Erwachsenenbildung am Pädagogischen Institut der Universität Mainz (bis 2003) und Autor höchst erbaulicher Lektüre wie z.B. Wie aus Schwäche Stärke wird: Vom Umgang mit Lebenskrisen“ (und s.a. unseren allerersten Weblog-Beitrag).

Trotz eines kleinen Umwegs über unsere zuverlässige BIB-Geschäftsstelle in Reutlingen (vielen Dank fürs Weiterleiten!) fanden diese und weitere Zeilen (sowie Zeichnungen! … woher weiß Herr Meueler von meiner Neigung, mich mit jeder Katze sofort zu Duzen?!) den direkten Weg in mein Herz. Und wird hiermit – ich hoffe, der verehrte Herr Professor nimmt’s mir nicht übel – postwendend (ein altes Wort, neu belegt, oder sagt man jetzt neudeutsch: blogwendend?) in den FobiKom-Blog übernommen. Letzteren ich selbst zwar an keiner Stelle als „Initiative“ propagiert hätte, doch will ich (einigermaßen verblüfft) der scharfsichtigen Beobachtung sicher nicht widersprechen.

Damit ich nun nicht nur dieses außerplanmäßige, außerelektronische und außerordentlich motivierende Ereignis zum Besten gebe und dabei in die Gefahr laufe, jemanden hier zu langweilen, gibt es noch einen weiteren Grund für meinen heutigen Beitrag. Erhard Meueler legte dem Brief interessante Seminarbeschreibungen bei, daraus ich zu seinem Modul Störungen & Konflikte in Gruppen zitiere:

… kann in der Form angegangen werden, dass von den Beteiligten aus der eigenen Bildungspraxis mitgebrachte Probleme und Widersprüche … zum Gegenstand kollegialer Beratung als didaktischer Supervision ohne SupervisorIn (kollegiale Fallbesprechung) gemacht werden.“

Das schlägt eine Brücke zum letzten Vortrag der heutigen Fortbildung des vdb-Südwest und vdb-Bayern in Stuttgart zum Thema „Auch Gutes kann besser werden! Qualitätsmanagement in Bibliotheken“:

Petra Hätscher, UB Konstanz, berichtete über das Projekt „Qualitätsentwicklung durch kollegiale Beratung“ (Kurzversion des Vortrags am 97. Deutschen Bibliothekartag in Mannheim | Folien | Vortrag), an dem ursprünglich zehn, heute noch sieben Universitätsbibliotheken teilnehmen. Gegenseitige Besuche und Gespräche von FachkollegInnen zu bestimmten Themen wie Geschäftsgang, Bestandsentwicklung und Medienbearbeitung sollen Veränderungspotenziale und -möglichkeiten aufzeigen helfen.

Es hätte wohl genauso gut heißen können: „Subjektorientiertes Erfahrungslernen durch kollegiale Beratung“ und wäre als neue (?) Lernform sehr gut vorstellbar. Im Grunde – wie Petra Hätscher selbst scherzhaft einwarf – geschieht dies beim Erfahrungsaustausch (vulgo: Ratsch) während der Pausen bei Fortbildungsveranstaltungen ebenfalls. Nur wohl nicht ganz so verbindlich wie bei dem von ihr vorgestellten Projekt, in welchem die kollegial Beratenden und Beratenen ihre gewonnenen Erkenntnisse schriftlich fixieren und die erhaltenen Vorschläge größtenteils auch umsetzen. Voraus geht dem Ganzen außerdem das Studium der untereinander ausgetauschten Materialien wie Jahresberichte, Strukturpläne und Statistiken.

Auch der VDB schlägt natürlich ein (Nachlern-)Studium vor: die Unterlagen und Folien aus der Veranstaltung werden in Kürze auf den Seiten des VDB zugänglich sein. Weitere ReferentInnen waren: Prof. Cornelia Vonhof, Dr. Alwin Müller-Jerina, Carolin Becker und Martin Zangl.

P.S.: Danke, Jürgen „JPli“, dass ich Deine gerade begonnene Reihe „Neuigkeiten aus Fort- und Weiterbildung“ aus gegebenem Anlass unterbrechen durfte. Ich bin gespannt auf Deine Fortsetzung!

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