Frühbucherrabatt für Netzwerkkonferenz geht zu Ende

Juni 28, 2012

Wer bis 30.06.2012 überwiesen hat, profitiert vom Frühbucherrabatt zur ArtSet® Netzwerkkonferenz der Lerner- und Kundenorientierten Qualitätsentwicklung. Sie findet am 19.11.2012 in Hannover unter dem Motto “Kompetenzen begreifen – Mit Kunst die Zukunft gestalten!” Die führenden Fragen sind:

  • Welche Kompetenzen benötigen Bildungsorganisationen, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern?
  • Wie können Bildungsorganisationen die für sie notwendigen Kompetenzen ermitteln?
  • Was können Bildungsorganisationen von künstlerischem Handeln lernen?

Abstract BIB-Sommerkurs 2012: Frauke Schade

Mai 14, 2012

Die Zukunftsfähigkeit Öffentlicher Bibliotheken hängt heute entscheidend davon ab, wie es ihnen gelingt, die schnellen gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen und technologischen Entwicklungen anzunehmen. Den am 15. BIB-Sommerkurs in Bamberg  [Anmeldung bis 01.06.12] eröffnen wir somit mit dem Modul 1: „Wohin führt uns der demografische Wandel?“ Prof. Frauke Schade wirft hier einen Blick auf die Bibliothek der Zukunft. Sie zeigt uns aber auch die Chancen und Grenzen von Milieustudien zur Zielgruppensegmentierung in Bibliotheken.

Frauke Schade

© Foto: Paula Markert

Die Details:

„Gesellschaftliche und technologische Herausforderungen für die Bibliothek der Zukunft“

Die Profilbildung von Öffentlichen Bibliotheken ist mit hohen Anforderungen verbunden. Zu nennen sind:

  • die Vielseitigkeit des Angebots
  • die schnelle Entwicklung immer neuer Medienformen
  • Informationen vervielfältigen und verbreiten sich immer rascher und schneller
  • die Heterogenität der Zielgruppen
  • der differenzierte öffentliche Auftrag
  • die Finanzierungskonkurrenz mit anderen öffentlichen Einrichtungen in der Kommune

Es gilt, sich im Kontext der kommunalen Kultur- und Bildungslandschaft mit einem innovativen Dienstleistungskonzept zu positionieren.

Frauke Schade stellt daher in ihrem Eingangsvortrag „Gesellschaftliche und technologische Herausforderungen für die Bibliothek der Zukunft“ vor. Sie präsentiert dazu aktuelle Ergebnisse aus der Trendforschung. Wir lernen außerdem Methoden kennen, wie neue Trends geortet und bewertet werden. Und Ideen, wie Bibliotheken ihnen begegnen können.

„Chancen und Grenzen von Milieustudien zur Zielgruppensegmentierung“

Hier erfahren wir, welchen Wert differenzierte Milieukenntnisse für die Profilierung von Bibliotheksangeboten haben. Auf welchen Wegen lassen sich aussagekräftige, verlässliche Milieudaten von Bibliotheken kostenfrei oder kostengünstig beziehen? Auf mitunter sehr einfachen, bisher aber wenig bekannten Wegen! – so der Tipp unserer Referentin. Die so gesammelten Daten gilt es, im Zusammenhang mit Bibliotheksdaten wegweisend zu nutzen.

Frauke Schade ist seit 2006 Professorin für Informationsmarketing, PR und Bestandsmanagement am Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Davor war sie Beraterin für interne und externe Kommunikation beim bundesweiten “Kompetenznetz Schlaganfall”, angehängt an der Charité Berlin, Referentin für Medienkultur bei der Stadt Reutlingen sowie Leiterin der Abteilung Veranstaltungen und Ausstellungen, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung bei der Stadtbibliothek Reutlingen. Frauke Schade lebt mit ihrer Familie in Berlin und hat zwei Töchter.

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Zu den Abstracts von Thomas MertinYilmaz Holtz-ErsahinDaniela Meidlinger


«Die Lernende Bibliothek» im Sommer 2011 in Bozen

Mai 6, 2011

Die Lernende Bibliothek / La biblio­teca app­rende : 15.-16. September 2011, Bozen, Südtirol (Italien):

Bibliotheken unter Zugzwang : Zwischen wirt­schaft­li­chen Wertmaßstäben und gesell­schaft­li­cher Verantwortung

Im Herbst wird die fünfte Ausgabe der Tagung «Die Lernende Bibliothek / La biblio­teca app­rende» statt­fin­den. Die dies­jäh­rige Tagung wird am 15. und 16. September 2011 in Bozen (Südtirol, Italien), am Sitz der Europäischen Akademie Bozen (EURAC), über die Bühne gehen (mit Rahmenprogramm am Samstag, 17. September).

Das Detailprogramm und die Tagungswebseite wer­den Ende Mai veröffentlicht.

Informationen zu den früheren Tagungen “Lernende Bibliothek”.


Inhaltliche Ausrichtung der Tagung 2011:

Bibliotheken ste­hen ver­stärkt im Anspruch wirt­schaft­li­cher Paradigmen, die in Einklang mit der gesell­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Verantwortung von Bibliotheken gebracht wer­den wol­len. So steht auf der einen Seite die Forderung, die Bibliotheksarbeit nach wirt­schaft­li­chen Kriterien zu orga­ni­sie­ren und die eige­nen Dienstleistungen in Hinblick auf ihre Effizienz zu opti­mie­ren – auf der ande­ren Seite wächst jene Verantwortung, die Bibliotheken in Hinblick auf soziale und kul­tu­relle Fragestellungen zu über­neh­men haben. Die Fachtagung in Bozen wird sich genau in die­sem Spannungsfeld bewe­gen und ein brei­tes Spektrum an Fragestellungen berühren.

Der erste Themenblock wird sich damit beschäf­ti­gen, wo und in wel­cher Form es Berührungspunkte zwi­schen der Welt der Bibliotheken und der Welt der Wirtschaft gibt. Dabei kön­nen Finanzierungsmöglichkeiten durch Sponsoring oder Public Private Partnership ebenso von Interesse sein wie Modelle aus dem biblio­the­ka­ri­schen Alltag, an denen die Orientierung an wirt­schaft­li­chen Wertmaßstäben sicht­bar wird. Anhand von Best-Practice-Beispielen wird sowohl den unter­schied­li­chen Ländertraditionen als auch den unter­schied­li­chen Bibliothekstypen Rechnung getra­gen. Dabei sol­len in beson­de­rer Weise mög­li­che Synergien und Entwicklungspotenziale in der Zusammenarbeit zwi­schen Wirtschaft und Bibliotheken aus­ge­lo­tet werden.

Der zweite Themenblock wird die Rolle der Bibliotheken in Hinblick auf gesell­schafts­po­li­ti­sche Tendenzen und soziale Fragestellungen thematisieren.Das starke Echo auf die idea stores in England könnte ein ers­ter Anhaltspunkt für eine wei­ter­rei­chende Auseinandersetzung sein. Grundsätzlich soll es darum gehen, wie die von brei­ten Bevölkerungsschichten genutz­ten Bibliotheken durch diese starke Akzeptanz in der Bevölkerung, durch neue Kooperationsmodelle und durch eine andere Wahrnehmung der Politik ver­stärkt gesell­schafts­po­li­ti­sche Verantwortung über­neh­men. Anhand aktu­el­ler Beispiele aus den ver­schie­de­nen Ländern soll die­ses neue Rollenverständnis von Bibliotheken auf­ge­zeigt werden.

In metho­di­scher Hinsicht wird auch die dies­jäh­rige Tagung das bewährte Konzept der Best-Practice-Beispiele aus dem ita­lie­ni­schen und dem deut­schen Sprachraum bei­be­hal­ten. Ergänzend wird eine aktive Einbindung der Teilnehmenden ermög­licht, um den Erfahrungsaustausch und die Kommunikation unter­ein­an­der zu för­dern. So ste­hen die ers­ten ein­ein­halb Tage im Zeichen von Vorträgen und Best-Practice-Beispielen, wäh­rend am Nachmittag des zwei­ten Tages meh­rere, par­al­lel statt­fin­dende Workshops vor­ge­se­hen sind, deren Ergebnisse in einem Abschlusspanel prä­sen­tiert und dis­ku­tiert werden.

Veranstalter der zwei­spra­chig durch­ge­führ­ten Fachtagung sind die Branchenverbände Deutschlands (Berufsverband Information Bibliothek, Verein Deutscher Bibliothekare), Öster­reichs (Büchereiverband Öster­reichs, Vereinigung öster­rei­chi­scher Bibliothekarinnen und Bibliothekare), der Schweiz (Bibliothek Information Schweiz) und Italiens (Associazione ita­liana biblio­te­che, Bibliotheksverband Südtirol).


Die Dokumentation der VDB-Fortbildungsveranstaltung “Der Katalog der Zukunft, Teil 3″ …

Dezember 14, 2010

… findet sich, samt Bildern auf der VDB-Homepage!


Wie wird das “morgen”?

Oktober 30, 2010

Wie werden wir morgen einkaufen, mobil sein und arbeiten? Die e-motion 2010 – Informations- und Kommunikationstechnologien und Stadtentwicklung widmet sich am 11.-12.11.2010 in Bonn den Themenfeldern “Handel in der Stadt” – “Verkehr und Logistik” sowie “Unternehmensorganisation”. Für Bibliotheken, die gerade an einem Leitbild arbeiten, ein wichtiger Termin, um gesellschaftliche Entwicklungen aufzugreifen. Mit einer leistbaren Teilnahmegebühr im zweistelligen Bereich.  Veranstalter: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität.

P.S.: Der Anmeldeschluss ist zwar schon vorüber und der Workshop 1 (Einzelhandel) bereits belegt, aber eine Anfrage zu einer Teilnahme wurde mir positiv beantwortet. Versuchen Sie’s einfach!


Fachtagung der Fachstellenkonferenz

September 8, 2010

Bis zum 10.09.2010 ist Anmeldeschluss zur Fachtagung am 20.09.2010 der “Fachkonferenz der Bibliotheksfachstellen in Deutschland” in Lindau/Bodensee. Der Titel lautet “Total digital – generell virtuell?” und geht der Frage nach, wie die Medien- und Informationsvermittlung in der Bibliothek der Zukunft aussehen wird. Beispiele und Referent(inn)en  aus dem In- und Ausland sowie aus kleinen wie großen Bibliothekssystemen und die Frage, wie die Informationsrecherche außerhalb der Bibliothekswelt aussieht, lassen das Kunststück einer Programmgestaltung erkennen, die versucht, innerhalb eines Tages an alle(s) zu denken. Kompliment!


Informationswissenschaftliche Zeitschrift der Zukunft

August 26, 2010

Hat zwar nur am Rande mit Fortbildung zu tun, aber ganz sicher mit Bildung, respektive Meinungs-Bildung: der Blog auf beyondthejournal.net von Lambert Heller und Heinz Pampel. Sie laden ein zur Diskussion über die informationswissenschaftliche Zeitschrift der Zukunft.

Einige der hier veröffentlichten Gedanken sind das Ergebnis eines Beitrages, den wir für die 1. DGI-Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (DGI) geschrieben haben.

In diesem gerade erst gestarteten Weblog sind die Kommentare bereits jetzt schon lesenswert, fachlich versiert und ohne Scheu vor Namensnennung. Somit – für mich jedenfalls – glaubwürdiger und besser einschätzbar. Ganz nebenbei gerät man dadurch an weitere interessante Weblogs.

Ich wünsche dem Weblog beyondthejournal einen runden Start und viele gute Beiträge “für die Zukunft”!


Zukunft gestalten in Wien

Mai 20, 2010

Vom 26. bis 28. Mai 2010 findet der österreichische Bibliothekskongress “Die Zukunft gestalten – Chance Bibliothek” in Wien statt. Konsequenterweise wird zu diesem Anlass auch der Fernsehpreis der Erwachsenenbildung verliehen. Sie fragen sich, warum DAS denn?

In Österreich hat man schon lange erkannt, dass die Erwachsenenbildung mit dem Bibliothekswesen eng verbunden ist. So fordert beispielsweise das Curriculum zur zertifizierten Erwachsenenbildnerin der hiesigen Weiterbildungsakademie auch Kenntnisse im Bibliothekswesen und Informationsmanagement.

Weitere Zukunftsthemen des Kongresses widmen sich den Bereichen Öffentliche Bibliotheken und Schulbibliotheken sowie Wissenschaftliche Bibliotheken.


Überraschende Kürzung bei Bildung?

Mai 18, 2010

Nein, ich neige nicht zum Schwarzsehen. Warum nur überraschen mich Merkel, Koch & Co. nicht wirklich mit den Adressaten ihrer Sparbemühungen? Noch betont Merkel zwar, “der Schwerpunkt für Deutschlands Zukunftsfähigkeit liege bei Bildung und Forschung”, so zu lesen in der tagesschau.de vom 15.05. Es wäre allerdings nicht der erste Rückzieher in der jüngeren Geschichte Deutschlands. Merkel: “Da wird kein Bereich ausgenommen” (Ebda, 16.05.)

Um die Kosten meiner Bildung musste ich mir jedenfalls am vergangenen Wochenende keine Sorgen machen. Die “frohe” Botschaft (s. o.) bezog ich online. Die andere erfuhr ich, nein, nicht aus der BILD aus dem Mülleimer vorm Haus, sondern aus dem kostenlosen Anzeigenblatt “Bamberg Stadt & Land” (Nr. 20, 15.05.2010). Das landet nicht gleich im Mülleimer, könnte ja ein neuer Biergarten eröffnen, der sich dort zur Anzeige bringt. Und sonst noch so allerlei, was einem echten (Wahl-)Bamberger wichtig sein könnte. So auch dieses, da an der hiesigen Uni stolz verortet.

“Nationales Bildungspanel: Millionengrab oder Segen für die Gesellschaft?” Sie erinnern sich? Vor etwas mehr als einem Jahr berichteten wir nicht zum letzten Male vom größten Bildungsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik. Darin wird der persönliche Bildungsprozess von 100.000 Menschen beleuchtet.

Zweifel ja, Argumente nein?

Nun also wird auch an diesem 80 Millionen schweren Mammutprojekt bereits wieder gezweifelt. Wobei die Zweiflerin, die “Jung-Journalistin” Sarah Kunkel, den (angeblichen) Schwachstellen in diesem Projekt mit “Defizite sind bekannt” (als Überschrift) “man hat den Eindruck”, “Ich kann mir schwer vorstellen”, “das ist doch bekannt, genauso wie die Ursachen” und “eigentlich” nicht wirklich beizukommen vermag. Sie meint außerdem, es gäbe bereits genügend Daten als Grundlage, man bräuchte keinen Videofilm, es reichen doch Dias, also Momentaufnahmen (hä?).

Verwirrend und eigenartig auch, wenn sie das Bildungspanel mit einer Grippediagnose (im Sinne: Ein Arzt statt fünf) und dem “Desaster mit den Verkehrsschildern” vergleicht. Oder schreibt: “Es kommt meiner Meinung nach in erster Linie darauf an, die aufgedeckten Probleme zeitnah und konkret anzugehen, wozu macht man denn diese Studien sonst?” Das ist in sich ein Widerspruch.

Die Studie hat nicht die Aufgabe, die aufgedeckten Probleme zeitnah und konkret anzugehen. Das müssen andere tun. Auf Grundlage eben dieser Studie. Die Frau Kunkel in Frage stellt. Obwohl sie sie offensichtlich ja doch nicht ganz ablehnt, sonst hätte der Satz “zu was macht man denn diese Studien sonst?” keinen Sinn. Alles verstanden? Nein, ich auch nicht.

Doch nun wird es endlich konkret. Kunkel behauptet (“das ist doch bekannt”), dass “Kinder mit Migrationshintergrund oft große Probleme in der Schule haben.”

Und wird denn auch im gegenüber stehenden Pro-Artikel durch Dr. Hans-Peter Blossfeld, Soziologieprofessor der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, wiederlegt. Eben durch Forschung und NICHT durch kunkelsche Mutmaßungen! Hätte die Jungjournalistin mal eben vorher  recherchiert. Kann man nämlich nachlesen. Im Spiegel Online vom 20.08.2008, darauf im FobiKom-Weblog vom 22.08.2008 hingewiesen, unter Punkt 5 im Beitrag: Lernen im Lebenslauf (IV), Broschüre des BMBF unter der Lupe” zum Thema Integration. “Eingebürgerte sind erfolgreicher als gebürtige Deutsche”.

Den Rest schenke ich mir

“Nehmen nicht an an solchen Studien gerade die Leute teil, die gerne über sich und ihr Leben reden?” frägt Kunkel weiter. Aua. “An solchen Studien” – als gäbe es haufenweise Studien in dieser Größenordnung. Mehr mag ich dazu gar nicht mehr schreiben, den Rest schenke ich mir, von wegen empirischer Sozialwissenschaft und Repräsentativität …

Soll ich noch etwas zu diesem Wochenende sagen? Es war nicht nur grau und mutlos. Es ist doch schön zu erfahren, dass sich sogar Anzeigenblätter mit Wichtigem befassen. Und wenn ihnen das Geld für guten Journalismus fehlt, dann können sie wohl genau so wenig dafür wie wir für unsere Regierung …


1. Übermorgenkongress in Oldenburg

Oktober 14, 2009

Deutschlands erster Übermorgenkongress wird vom 18.-20. Oktober 2009 in Oldenburg stattfinden. In einem öffentlichen OpenSpace entwerfen hunderte Oldenburger gemeinsam mit 200 Innovationschefs großer Unternehmen die Zukunft der Übermorgenstadt im Jahr 2020.

Nach den Barcamps und Unkonferenzen wieder einmal etwas Vielversprechendes und Neues. Sowohl von der Form her als auch von den Inhalten. Zugegeben, Open Space ist zwar nicht wirklich mehr neu, es gibt sie seit 1985. Allenfalls noch auf Bibliothekartagen stösst man mit dieser Form leider auf Gestrige(s). (Ist doch wahr! Grummel.) Doch die Idee, dabei nicht nur Kongressbesucher(inn)en einzubinden, sondern tatsächlich die ganze Stadt zum Kreativworkshop einzuladen … das hat was!

Neben der Form versprechen auch die Inhalte Spannendes, nachzulesen auf der Seite “ThinkTank”: “Gedankensteuerung von Maschinen. Kein Science Fiction! Es funktioniert!”

Und dann noch diese klasse Idee mit den “Übermorgenmenschen”!

Umzugskisten werden verteilt, „Umzugslisten“ mit den Dingen die ins Jahr 2020 mitgenommen werden und mit den Dingen die wir zurücklassen wollen geschrieben, Visionen für die Übermorgenstadt entwickelt.

Hoffentlich bleib ich nicht im Gestern stecken, nur, weil ich diesen Termin leider nicht wahrnehmen kann. Doch wer weiß, vielleicht gibt es auch “übermorgen”, bzw. im nächsten Jahr wieder einen Übermorgenkongress. Möge er in Bamberg stattfinden, wo Historie frontal und ohne Scheu auf Zukunft trifft. Das schreibe ich jetzt nur, um mich selbst etwas zu trösten, schnief.


Porträt Weiterbildung Deutschland und Österreich (9.1)

September 3, 2009

Der heutige Beitrag befasst sich mit der jeweiligen Kapitelnummer 12 der beiden Bändchen Porträt Weiterbildung Deutschland bzw. Österreich: Tendenzen und Perspektiven. Blicken wir also in die Glaskugel der Erwachsenenbildung.

Einige Themen sind in fast jedem europäischen Land gleichermaßen akut geworden: die politische Bildung, Literacy, die Bildung älterer Menschen und die der Migrant(inn)en – dieses war zu lesen im letzten Kapitel. Aber auch selbstorganisiertes und selbstgesteuertes Lernen werden eine immer größere Rolle spielen. Doch bevor wir zu diesem durchaus positiven Teil der Zukunftsschau kommen, zunächst eine beinahe apokalyptisch anmutende Aussage E. Nuissls/P. Brandts für Deutschland. Diese  besagt, dass es “erheblicher gemeinsamer Anstrengungen” bedarf,  dass man eine “große Minderheit der Bevölkerung [d. i. 20 - 30 %] nicht in ein System der ‘social exclusion’ [zu] treiben” darf, aus dem herauszukommen kaum mehr möglich ist.”

Eine weitere Kernaussage betrifft die viel zitierte Schere, die auch bei der Bezahlbarkeit von Bildung mittlerweile zutrifft: es gibt viele, die nicht einmal niedrige Entgelte für Bildungsbeteiligung zu bezahlen vermögen, und viele, die auch bereit sind, für ihr berufliches Fortkommen “deutlich höhere Entgelte zu zahlen.” Es ist der unumkehrbare “Weg einer Regulierung des Bildungssystem von der Angebots- zur Nachfrageinduktion” – und damit der Beginn eines Paradigmenwechsels in der Erwachsenenbildung. Soviel also zum gesellschaftlichen Bildungsauftrag. Leidiges Credo: “Wer zahlt. schafft an.” Erhärtet wird diese (meine) These durch den österreichischen Band mit der Aussage von W. Lenz: “Weiterbildung wird als unverzichtbares wirtschaftliches Element angesehen. Der traditionelle Anspruch von Bildung als Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit, als Moment der indiviuellen, sozialen und demokratiepolitischen Orientierung wird immer mehr ausgeblendet.”

Minimale Gegensteuerung dazu: die Anerkennung eines (deutschen) ProfilPASSes als Anerkennung selbstgesteuerteten Lernens und somit auch die informellen Bereiche des Lernens betreffend. Geschuldet für meine Begriffe eindeutig der unübersehbaren demokratischen Bildungsgestaltungsmöglichkeiten, die das Internet bietet, zum Beispiel über selbstverantwortliches Online-Lernen, einem selbstorganisierten Netzwerklernens oder einer autodidaktischen Grenzüberschreitung von Raum und Disziplinen. Jeder Mensch kann sich selbst bilden – das ist kein neuer, aber vielleicht mit Hilfe des Internets neu entdeckter Horizont.

Alleine in diesen Zeilen steckt soviel Zündstoff zum Nachdenken, dass ich es heute damit bewenden lasse. Wer mag, kann dazu gerne einen Kommentar beisteuern. Morgen mehr … im doppelten Sinne.


Mobiles Lernen?

Mai 13, 2009

In Checkpoint eLearning erschien ein bedenkenswerter Gastbeitrag von Anja C. Wagner zum Lernen mit Hilfe des Web 2.0:

Für mich steht dieses 2.0 weniger für Versionierung, sondern als Erinnerung, die neuen sozio-technologischen Möglichkeiten anders zu denken. Nicht vom bestehenden System aus zu starten, sondern zuzulassen, die zukünftige Geschichte losgelöst von bestehenden Grenzen gedanklich zu entwickeln.

Für sie steht nicht das Vermitteln von Inhalten auf andere Art und Weise, sondern das selbständige Lernen im Vordergrund. Der Text unterfüttert den Begriff der “Personal Learning Environments” und führt in aller Kürze aus, worin der Unterschied zum “alten” Lernen besteht. – Ob das so kommen wird, mit der Macht, die hier behauptet wird? Ich weiß es nicht. Über Weblogs wurde ja auch schon einmal geschrieben, sie würden die konventionellen Massenmedien ersetzen. Letztere sind zwar enorm unter Druck, aus verschiedenen Gründen, aber die Weblogs nehmen in keinster Weise ihre Funktion an, ergänzen sie eher.
Nun: Auf jeden Fall wird hier das Potential beschrieben, das für Veränderungen zur Verfügung steht. Ob der “user generated content” freilich andere Vermittlungsarten von Inhalt ablösen wird, ob “die kollektive Intelligenz es richten” wird, das sehe ich eher skeptisch. Aber ist es hier nicht wie mit der Marx’schen Theorie, laut der unaufhaltsam der Sozialismus sich ereignen sollte? Also kann man auch hier abwarten … und bei Neigung sich dieses Potentials bedienen! ;-)


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