Netzwerke und Organisationsentwicklung in der Weiterbildung

Mai 23, 2011

So lautet das soeben erschienene Werk von Timm C. Feld, den wir noch vom Bamberger Andragogentag in 2010 in Erinnerung haben (siehe Beitrag vom 3.11.10).

Text wbv-Verlag: “Die erste qualitativ-empirische Studie zu diesem Thema analysiert die Auswirkungen von Netzwerktätigkeit auf die strategische, strukturelle und kulturelle Entwicklung von Weiterbildungsorganisationen. Sie gibt wichtige Impulse für eine zukünftige netzwerkorientierte Organisationsentwicklung.” http://redirect2.mailingwork.de/redirect.php?id=6494673&U=NDI1NzIy&V=Tg%3D%3D&PCT=false” href=”//redirect2.mailingwork.de/redirect.php?id=6494673&U=NDI1NzIy&V=Tg%3D%3D&PCT=false” target=”_blank”>Zur Studie.

Muss ich erwähnen, dass sich unser Berufsverband Information Bibliothek, BIB e. V. unter dem Dachverband von Bibliothek & Information, BID mit Netzwerken prima auskennt und sie exzessiv nutzt?

Wer zu unseren Mitgliedern zählt, weiß, dass er auf das nationale (z. B. durch die Landesgruppen und Kommissionen) und internationale (z. B. BIB-Exchange) Netzwerk zurückgreifen kann, manchmal sogar in mehr als nur beruflicher Hinsicht.

Dennoch empfiehlt es sich für alle, auch unsere Profi-Netzwerker, neuere Lektüre in Augenschein zu nehmen. Vielleicht auf der Bahnfahrt zum 100. Deutschen Bibliothekartag vom 7.-10.06.2011 in Berlin? Denn wo sonst kann man so herrlich netzwerken wie auf unseren jährlichen Tagungen bzw. Kongressen?!


Rückschau Netzwerkkonferenz Hannover 2010 (2)

November 27, 2010

Netzwerkmanagement stand für den Nachmittag auf meiner Workshopliste zur 9. Netzwerkkonferenz (s. a. Bericht Teil 1). Ein weiteres Thema zum “Lernenden Management in der Weiterbildung”. Ergänzend müsste er außerdem betitelt werden mit “Kooperationsmanagement”. Die Begriffe gingen hier ein wenig ineinander über. Dass das Thema auch für den BIB, Berufsverband Information Bibliothek, wichtig ist, zeigt unser Beitrag vom 5.5.10 zu Regionalen Fortbildungskooperation zwischen unseren BIB-Landesgruppen und anderen Anbietern auf.

Okay, zurück nach Hannover und zum …

Netzwerkmanagement

Falko von Ameln versprach, dass er uns in der kurzen Zeit nicht die ganze Bandbreite zum Netzwerkmanagement als Rundumschlag servieren würde. Statt dessen konzentrierte er uns auf die Fragen: “In welchen Netzwerken sind wir unterwegs?” und “Wann sind Kooperationen erfolgreich und wann nicht?” sowie “Welche Ziele will ich mit Netzwerkkooperationen erreichen?”

Der uns vom Referenten zugestandene “Selber-Denken-Anteil” war so hoch, dass die Teilnehmenden tatsächlich darum baten, die Workshop-Übung doch in einer kürzeren Zeit erledigen zu dürfen. Die Wissbegier auf Lehreinheiten war sicherlich der angenehmen Vortragsweise geschuldet, die den Profi auswiesen. Falko von Ameln führte übrigens auch durch das gesamte Programm der Netzwerkkonferenz.

Unser Arbeitsauftrag lautete, ein Netzwerk auszuwählen, in welchem man zurzeit oder auch zukünftig arbeiten möchte. Zu beantworten waren dabei Fragen zur Selbstbeschreibung und zur Fremdbeschreibung.

Selbstbeschreibung (Auswahl)

  • “Welches ist die strategische Zielausrichtung unserer Organisation?”
  • “Welchen Kooperationsgewinn erwarten wir?”
  • “Welche Probleme für uns oder für das Netzwerk könnten durch unsere Beteiligung entstehen?”
  • “Welches Zeitbudget und welche Ressourcen unserer Organisation können wir für die Netzwerkarbeit investieren?”

Fremdbeschreibung (Auswahl)

  • “Welche Beiträge erwarten die Netzwerkpartner von uns?”
  • “Welchen Nutzen versprechen sie sich von uns?”
  • “Welche Probleme vermuten die Netzwerkpartner durch unsere Beteiligung?”
  • “Halten die Netzwerkpartner uns für eine Organisation, die sich engagiert und zuverlässig an der Netzwerkarbeit beteiligen wird?”

Am leichtesten fiel den meisten die Fremdbeschreibung. Doch sobald das Ziel klar war, waren auch die anderen Fragen schneller beantwortbar.

Ziele von Netzwerkkooperationen könnten sein:

  • Abstimmen von Leistungen und Angebot
  • Erschließen neuer Märkte und Zielgruppen
  • Ressourcen zusammenlegen
  • Strukturentwicklung für die Region
  • Gemeinsames Lernen
  • Stärkung der Vertretung gemeinsamer Interessen

Was sind nun die Gelingensfaktoren bzw. die Hindernisse bei der Arbeit in Netzwerken?

  • Wenn verteilte und unterschiedliche Kompetenzen gebündelt werden können und nicht alle über die gleichen Kompetenzen verfügen
  • Wenn die Beteiligten an einem Nutzenausgleich und nicht primär an ihrem ökonomischen Vorteil interessiert sind
  • Wenn die Beteiligten sich mit für alle nützlichen Angeboten einbringen statt nur zu fordern und abzuschöpfen
  • Wenn die Zusammenarbeit locker gekoppelt und freiwillig erfolgt und sich dabei niemand durch Verträge und Formalia absichern muss
  • Wenn ein offenes und vertrauensvolles Klima statt Zurückhaltung und Misstrauen besteht
  • Wenn die Mitarbeit kontinuierlich und verbindlich statt unregelmäßig und fluktuierend geschieht
  • Wenn systematisches Netzwerkmanagement und Controlling statt einer zufälligen Steuerung und Verbesserung betrieben wird

Wie man sich systematisches Netzwerkmanagement und Controlling ohne Verträge und Formalismen vorstellen könnte, wäre eine Vertiefung wert gewesen. So blieb leider nur noch Zeit für die Botschaft, dass Steuerung über Hierarchie nicht möglich sei. Hilfreich wären klar definierte Funktionsrollen und vielleicht auch die Unterstützung durch eine Steuerungsgruppe. So bestünde das Netzwerkmanagement vor allem in der Auswahl von geeigneten Netzwerkpartnern, der gemeinsamen strategischen Zielplanung und der Verteilung von Aufgaben, Ressourcen und Zuständigkeiten, mithin über ein Projektmanagement. Womit wir wiederum bei einem weiteren von insgesamt acht Management-Workshops gelandet wären.

Das Konzept der Netzwerkkonferenz in Hannover geht auf: Lust auf mehr Qualitätsentwicklung in alle Köpfen zu pflanzen. Wir sind jedenfalls gut angefüttert und können uns jetzt genüsslich das gestern hier erwähnte “Handbuch Management in der Weiterbildung” von Rainer Zech zu Gemüte führen. Und auf das nächste Jahr warten, wenn es im November wieder heißt: Netzwerken!

Und wundern Sie sich bitte nicht, falls ich Rainer Zech gleich in der nächsten Woche noch einmal erwähnen sollte. Da treffen sich die Mitglieder unseres großen Weiterbildner-Netzwerkes zu einem weiteren, traditionellen Novembertermin. In Bamberg. Fußläufig bei mir ums Eck’. Zum Andragogentag. Bis denn … in zwei Teilen!


BT10 Nachlese (3) | Vortrag Fortbildungskooperation

März 24, 2010

Regionale Fortbildungskooperation als Chance, so der Titel meines Vortrages anlässlich der Arbeitssitzung der Arbeitsgemeinschaft Fachhochschulbibliotheken der DBV-Sektion 4 am 17.03.10, der Impulse für eine künftige Zusammenarbeit untereinander geben sollte.

Drei Kernpunkte aus dem Vortrag:

  1. Nutzen und Sinn von Partnerschaften
  2. Das Gelingen von Kooperationen
  3. Der BIB lädt ein …

1. Nutzen und Sinn von Partnerschaften liegen im wesentlichen darin, durch gegenseitiges Fördern Nutzen zu ziehen und im Ausschöpfen aller Ressourcen durch wechselseitige Ergänzung fehlender Möglichkeiten. So lässt sich mit vereinten Kräften mehr Leistung erzielen, wohingegen ineffektive Themenwiederholungen in der Region vermieden werden. Mithin durch inhaltliche und terminliche Absprachen auch die Konkurrenzangebote.  Neben einem willkommenen fachlichen Austausch lässt sich zudem die Medienwirksamkeit und der Aufmerksamkeitsgrad durch vereinte Imagepflege und Lobbyarbeit erhöhen. Intern wie extern.

2. Das Gelingen von Kooperationen beginnt zumeist und logischerweise mit der Kontaktaufnahme, die mit der Ansprache der Landesgruppenvorstände und dem Beschreiben der Win-Win-Situation einhergeht. Ist der Kontakt erst einmal hergestellt, lässt sich ein erstes Koordinierungstreffen initiieren, um sich über weitere Punkte abzustimmen. Diese betreffen zum Beispiel die Koordinierungsgegenstände (Termine wie Inhalte), die Häufigkeit der Treffen, die Einladungs- und Protokollmodi oder auch die Kostenregelungen von Materialauslagen, Reisekosten und Bewirtung. So aufeinander zugegangen könnten sich schon bald echte Kooperationen gestalten, also gemeinsame Fortbildungsangebote, der Austausch von Räumen und gemeinsame Veranstaltungspublikationen. Damit das alles reibungslos klappt, gibt es ein paar Tipps zum Vermeiden von Konfusionen. Die da z. B. wären: Geduld, klare Absprachen, steter Informationsfluss und vertrauensbildende Maßnahmen.

3. Der BIB lädt ein, in Sachen Fortbildungen den Kontakt zu seinen Landesgruppen zu suchen, mit ihnen regional zu kooperieren und – durchaus auch überregional – zu kooperieren.

Die Kommission für Fortbildung (FobiKom) hat in einer Umfrage unter den 15 Landesgruppen den derzeitig praktizierten Stand erfasst, der unterschiedlicher nicht sein kann. Von “kaum Kontakt” bis über “ständige Kooperationen” reicht die Palette der derzeit wahrgenommenen Möglichkeiten. Jede Landesgruppe kann sich durch Einsicht im Intranet in die Einzelergebnisse der Umfrage kundig machen, wo und wie es anderen gelingt, bzw. zuweilen auch, warum Kooperation bisher noch nicht gelang. Auf die Einzelantworten gestützt generierte die FobiKom eine Handreichung, um die Landesgruppen in ihrer Fortbildungsarbeit zu unterstützen. Da Kooperation jedoch nicht einseitig ist, also nicht unbedingt nur von den Landesgruppen ausgehen muss, haben wir diese Handreichung modifiziert (PDF, 111,33 KB), um sie auch für  potentielle Partner zugänglich zu machen. Nachdrücklich wurde diese im Vortrag den Fachhochschul- bzw. Hochschulbibliotheken ans Herz gelegt.

Denn gemeinsam sind wir viel stärker! – so das Credo zum Schluss.

Zugetragen wurde mir am nächsten Tag, dass sich die AG Fachhochschulbibliotheken am gleichen Abend noch traf und dem Angebot des BIB sehr positiv gegenübersteht. Das Interesse an einer Kooperation ist da – nun müssen nur noch die Protagonisten zusammenkommen. Wer den Anfang macht, spielt keine Rolle … warum also am Besten nicht gleich SIE?

P.S.: Netzwerke tragen weit und lange. Eine wahrhaft verdienstvolle, umtriebige und konsequente Netzwerkerin bis zum letzten Arbeitstag und, wie ich zufällig weiß, auch darüber hinaus, ist Brigitte Nottebohm, bis 30. April noch Leiterin der Fachhochschulbibliothek Frankfurt a. M. und (u. a.) ehemalige Vorsitzende der AG Fachhochschulbibliotheken. Eine mitreißende Persönlichkeit mit Vorbildcharakter, wie sie nicht jeden Tag anzutreffen ist. Sie wurde von ihren AG-Kolleginnen und Kollegen herzlich und wehmütig zugleich verabschiedet.

Für heute verabschiede auch ich mich von Ihnen, nicht ohne Sie einzuladen, morgen noch den letzten Teil miteinander zu teilen, aus der …

<< BT10 Nachlese”, unsere Abgesangreihe rund um den 99. Deutschen Bibliothekartag in Leipzig 2010 >>


Andragogentag “Beratung in der Weiterbildung” (3)

Dezember 11, 2009

Mit dem Bericht zur Arbeitsgruppe 1 “Beratung von Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg” anlässlich des Bamberger Andragogentags 2009 kann ich es mir leicht machen, indem ich Sie auf einen zentralen Link der bfz (Berufliche Fortbildungszentren in der Bayerischen Wirtschaft) verweise. Dahinter finden Sie die beiden Projekte:

  • AktivA – Aktiv zurück in den Arbeitsmarkt – Lernzentrum für Berufsrückkehrerinnen
  • Amovista – Gute Arbeit für Alleinerziehende – für AlgII-Empfängerinnen zur Erlangung einer stabilen beruflichen Situation

Die Projekte wurden von Cornelia Blumenschein und Yvonne Halbritter aus dem bfz ausführlich vorgestellt, nachdem eine Definition zu “Berufsrückkehrerin” nach §20 III SGB für Klarheit (?) gesorgt hat. Jedenfalls, soweit man das mit einer Formulierung wie “angemessene” Zeit tatsächlich kann.

Statistiken zur Erwerbstätigenquote von Frauen mit Kindern im Eheverhältnis, in Lebensgemeinschaften oder alleinerziehend sorgten zusätzlich für eine Sensibilisierung zum Thema. Niemanden verwundert es, dass die Beschäftigungsverhältnisse sinken je nach Kinderanzahl, die es – oft von den Müttern selbst – zu betreuen gilt. Höher liegt dagegen die Beschäftigungsrate bei Müttern in Lebensgemeinschaften und rangiert dabei vor der Rate bei verehelichten Müttern.

Welche Erwartungen und Bedarfe werden mit dem Wiedereinstieg verknüpft? Die Arbeitsgruppe nahm zur Beantwortung  jeweils die Ich-, die Unternehmens- und die Arbeitsmarktperspektive ein. Schnell einigten wir uns darauf, dass in allen Fällen die gesicherte Kinderbetreuung ein entscheidender Faktor ist.

Beispielhafte Unternehmen (Siemens, Dr. R. Pfleger) aus der Region mit ihren familienfreundlichen Arbeitsplätzen (Ferienbetreuungsprogramme, Kinderkrankenschwester im mobilen Einsatz) sorgten für glänzende Augen – männlichen wie weiblichen. Den Rest des Beitrags lesen »


Porträt Weiterbildung Deutschland und Österreich (9.2)

September 4, 2009

Und weiter geht’s im Kapitel Tendenzen und Perspektiven aus den Porträtbändchen Deutschlands und Österreichs. Wissenschaftliche Befunde, so erfahren wir aus Österreich, betonen einen Zusammenhang betreffs der Höhe der Ausbildung und des Wirtschaftswachstums. Des weiteren werden zwei Problemzonen des Bildungswesens ausgemacht:

Erstens verlassen bis zu 20 Prozent der 15-jährigen eines Jahrganges die Schule mit großen Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen. Und zweitens werden bei den Führungskräften besonders die “Soft Skills” vermisst. Zum Beispiel in Sachen Kommunikation und des “Miteinander Lernens” in den (künftig hoffentlich hierarchieflacheren) Organisationen. Erwünscht wird außerdem eine vermehrte Wahrnehmung der Vermittlungs- und Weiterbildungsfunktion auf Seiten der Führungskräfte.

Weiterbildung auch als verbindendes Element zwischen Schule und Hochschulen, als Querschnittsthema, als “präventive Arbeit, um den Wandel kreativer gestalten zu können”. Schlechte Aussichten, wenn schätzungsweise 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung nicht an Fortbildungen teilnehmen. Dem Ministerium für Arbeit und Soziales ist das ein Dorn im Auge und es begründet die Förderung von Weiterbildung dementsprechend in seinem Positionspapier von 1996, nachzulesen bei Werner Lenz.

Hat der Aufruf genutzt? “Erst gezielter Einsatz von Personal und Finanzmittel lassen Erwachsenenbildung in ihrer sozialpolitischen Dimension wirksam werden”, so die Erwartungshaltung, die die KEBÖ (Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs) im Jahr 2001 an die Politik (in sinngemäßer Form) geäußert hat. Sie fordert einen jährlichen Mehraufwand von bis zu 145 Millionen Euro. Was damit passieren soll, hat Lenz ausführlich und nachvollziehbar aufgeführt. Im Wesentlichen treffen diese Anliegen auch auf deutsche Lande zu.

Neben der sozialpolitischen Dimension spielt – und ich blicke wieder in das deutsche Porträt – die regionale Dimension und in der logischen Abfolge die Subsidiarität (innerhalb des Staates bzw. Gesamtdeutschlands) eine große Rolle. Globale Probleme und die europäische Dimension ist die eine, regionale und individuelle Probleme die andere Komponente, gerade auch, wenn es um Wettbewerbsfähigkeit in der Arbeitswelt geht. Eine Lösungsansatz sind kooperative Netzwerke, wie sie im Zusammenhang mit der “Lernenden Region – Förderung von Netzwerken” stehen.

Kurz zurück nach Österreich. Hier macht mir ein Passus zu schaffen, der folgendermaßen lautet:

Sie [die österreichische Erwachsenenbildung] steht am Anfang einer neuen Phase, in der Erkenntnisse aus der Praxis und wissenschaftliche Analysen ebenso gefragt sind wie die weitere Mitarbeit engagierten und qualifizierten jungen und erfahrenen Personals.

Jung UND Erfahren? Ich hoffe, hier wird nicht nach der eierlegenden Wollmilchsau gesucht. Aber im Bezug auf Weiterbildung wäre das durchaus verständlich. Von der Erwachsenenbildung wird viel erwartet und erhofft, doch zu wenig Konkretes geleistet. Wer’s austragen wird? Gering Verdienende und sozial Benachteiligte sowie engagierte und qualifizierte, jedoch unterbezahlte Trainer(inn)en? Das ist wohl ein trauriges Bild Europas. Es fällt nur deshalb nicht sonderlich auf, da es in anderen Ländern und Regionen noch viel schlechter bestellt ist.

Jammern auf hohem Niveau ist es jedoch auch nicht. Beklagen möchte ich vielmehr den Umstand, dass diejenigen, die ernten, DIE vergessen, die zunächst den Boden bereiten, ihn säen und pflegen. Wenn also beispielsweise die herstellende Industrie ihren Reibach macht, wäre es nur recht und billig, sie in entsprechender monitärer Weise am Heranwachsen qualifizierter Mitarbeiter(innen) stärker zu beteiligen. Nicht nur weniger Einzelner qua Ausbildung. Ein allgemeiner Bildungsfond fällt mir da spontan ein. Und Ihnen? Wo wir schon dabei sind: welche Perspektiven haben eigentlich Sie? Schreiben Sie uns.


CfP für International Network Conference

Juli 15, 2009

Früh dran, früh drin … ab sofort ist das Call for Papers zur International Network Conference 2010 eröffnet. Einzureichen bis 31.01.2010. Die INC2010 findet vom 6. bis 8. Juli 2010 in Heidelberg statt. Konferenzsprache ist Englisch.

Die Themenbereiche sind: “Internetanwendungen und Technologien”, “Netzwerke und Mobilität”, “Anwendungen und deren Auswirkungen” und “Security”.

Die Titel der Workshops verheißen Spannendes: “Next Generation Networks – Next Revenues?”, “Security vs. Usability” und “The Pedagogy of eLearning?”.

Lassen Sie sich über den Twitter-Dienst zum INC2010 auf dem Laufenden halten, bevor Sie den Termin übers laufende Jahr hin vergessen. Wer’s lieber ausführlicher mag, über eine Mailing List.


Perspektive Bildungsmanagement / wbv-Fachtagung

Juli 1, 2009

Zum Vormerken: die 6. wbv-Fachtagung in Bielefeld, 28.-29.10.2009, befasst sich unter dem Titel Perspektive Bildungsmanagement mit dem erfolgreichen Gestalten von Netzwerken zwischen Unternehmen und Kommunen.

Sie ist “Treffpunkt für Akteure und Verantwortliche aus Bildungseinrichtungen, Bildungsplaner von Gemeinden, Städten und Landkreisen, Personalentwickler und -verantwortliche aus Unternehmen, sowie Vertreter aus Politik, Verbänden und Wissenschaft.” Veranstalter ist der Bertelsmann Verlag.

Neben gemeinschaftlich zu erlebenden Vorträgen ist eine Aufteilung der Zuhörenden in vier Foren vorgesehen.

  • Forum 1: Bildungsmanagement schafft Teilhabe
  • Forum 2: Bildungsmanagement schafft Potenziale
  • Forum 3: Bildungsmanagement braucht Beratung
  • Forum 4: Bildungsmanagement braucht Netzwerke

Anmeldeschluss ist 1. Oktober 2009.


Neues Leseförderungsportal, weltweit

Oktober 14, 2008

Laut Bildungsserver-Blog soll morgen unter www.lesen-weltweit.de ein neues weltweites Portal zur Leseförderung in Frankfurt auf der Buchmesse eingeweiht werden. Das zum Portal Lesen in Deutschland gehörende Dienst soll internationale Projekte, Institutionen und Netzwerke der Leseförderung präsentieren.


Fort- und WeiterBildung im Gespräch … mit Christa Waltenberg

Juli 25, 2008

Interview der BIB-Kommission für Fortbildung, FobiKom, mit Christa Waltenberg zur bibliothekarischen Fort- und Weiterbildung.

FobiKom: Christa, du bist einmal als ein „Urgestein“ unseres Berufsverbandes Information Bibliothek (BIB) bezeichnet worden.

Nachdem du seit 1990 im Vorstand der Landesgruppe Bayern arbeitest und später die Nachfolge von Karin Holl als Vorsitzende angetreten hast, zeichnest du für zahllose Fortbildungsveranstaltungen für unsere Verbandsmitglieder verantwortlich. All dies neben deiner Leitungstätigkeit in der Juristischen Bibliothek des Verbundsystems der Münchner Stadtbibliothek, für die du ja ebenfalls Veranstaltungen anbietest.

Was macht dich als Weiterbildungsanbieterin bzw. -organisatorin besonders glücklich?

Christa Waltenberg: Dass ich dabei den Kolleginnen und Kollegen helfen kann, den Bibliotheksalltag zu bewältigen.

Wo siehst du in der bibliothekarischen Weiterbildung Veränderungs- oder Verbesserungsbedarf?

Waltenberg: Ganz generell braucht es ein stärkeres Bewusstsein für bestimmte Themen. Beispielsweise sollte die Wichtigkeit von IT-Themen und von elektronischen Medien auch für die kleinen und öffentlichen Bibliotheken von den Agierenden erkannt und entsprechende Fortbildungen dazu verstärkt wahrgenommen werden.
Oder auch die Bedeutung von Zielgruppenarbeit und konzeptioneller Arbeit. Das Personal sollte außerdem darauf geschult werden, als Lobbyisten für ihre Bibliothek aufzutreten. Neben den Sachthemen liegt uns als Personalverband ebenso die Entwicklung von „Soft Skills“ am Herzen. Gerade bieten wir eine Fortbildung zur Stimmschulung an. Außerdem müsste mehr Moduldenken entwickelt werden, also Fortbildungen, die aufeinander aufbauen.

Wenn du einen Wunsch frei hättest …

Waltenberg: Bildungsurlaub sollte vom Unterhaltsträger der Bibliothek sowohl gefördert als auch gefordert werden. Dazu braucht es ein Bewusstsein, wie wichtig Fortbildungen sind. Es ist doch im Moment noch so, dass Fortbildung mehr auf Freiwilligkeit basiert und als ein „Herausstehlen aus der Arbeit“ gesehen wird. Fortbildung muss viel mehr als dringende Notwendigkeit erkannt werden.
Außerdem wünschte ich mir, dass auch mehrtägige Veranstaltungen möglich werden, trotz mangelnder Zeit- und Personalressourcen.

Gibt es für dich einen Unterschied zwischen Fortbildung und Weiterbildung?

Waltenberg: Ja. Fortbildung sehe ich als „Wissen aktuell halten, auf vorhandenem Wissen aufbauen“ an. “Weiterbildung heißt für mich, „Neues, Unbekanntes hinzulernen.“ Den Rest des Beitrags lesen »


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.