Regionale Fortbildungskooperation als Chance, so der Titel meines Vortrages anlässlich der Arbeitssitzung der Arbeitsgemeinschaft Fachhochschulbibliotheken der DBV-Sektion 4 am 17.03.10, der Impulse für eine künftige Zusammenarbeit untereinander geben sollte.
Drei Kernpunkte aus dem Vortrag:
- Nutzen und Sinn von Partnerschaften
- Das Gelingen von Kooperationen
- Der BIB lädt ein …
1. Nutzen und Sinn von Partnerschaften liegen im wesentlichen darin, durch gegenseitiges Fördern Nutzen zu ziehen und im Ausschöpfen aller Ressourcen durch wechselseitige Ergänzung fehlender Möglichkeiten. So lässt sich mit vereinten Kräften mehr Leistung erzielen, wohingegen ineffektive Themenwiederholungen in der Region vermieden werden. Mithin durch inhaltliche und terminliche Absprachen auch die Konkurrenzangebote. Neben einem willkommenen fachlichen Austausch lässt sich zudem die Medienwirksamkeit und der Aufmerksamkeitsgrad durch vereinte Imagepflege und Lobbyarbeit erhöhen. Intern wie extern.
2. Das Gelingen von Kooperationen beginnt zumeist und logischerweise mit der Kontaktaufnahme, die mit der Ansprache der Landesgruppenvorstände und dem Beschreiben der Win-Win-Situation einhergeht. Ist der Kontakt erst einmal hergestellt, lässt sich ein erstes Koordinierungstreffen initiieren, um sich über weitere Punkte abzustimmen. Diese betreffen zum Beispiel die Koordinierungsgegenstände (Termine wie Inhalte), die Häufigkeit der Treffen, die Einladungs- und Protokollmodi oder auch die Kostenregelungen von Materialauslagen, Reisekosten und Bewirtung. So aufeinander zugegangen könnten sich schon bald echte Kooperationen gestalten, also gemeinsame Fortbildungsangebote, der Austausch von Räumen und gemeinsame Veranstaltungspublikationen. Damit das alles reibungslos klappt, gibt es ein paar Tipps zum Vermeiden von Konfusionen. Die da z. B. wären: Geduld, klare Absprachen, steter Informationsfluss und vertrauensbildende Maßnahmen.
3. Der BIB lädt ein, in Sachen Fortbildungen den Kontakt zu seinen Landesgruppen zu suchen, mit ihnen regional zu kooperieren und – durchaus auch überregional – zu kooperieren.
Die Kommission für Fortbildung (FobiKom) hat in einer Umfrage unter den 15 Landesgruppen den derzeitig praktizierten Stand erfasst, der unterschiedlicher nicht sein kann. Von “kaum Kontakt” bis über “ständige Kooperationen” reicht die Palette der derzeit wahrgenommenen Möglichkeiten. Jede Landesgruppe kann sich durch Einsicht im Intranet in die Einzelergebnisse der Umfrage kundig machen, wo und wie es anderen gelingt, bzw. zuweilen auch, warum Kooperation bisher noch nicht gelang. Auf die Einzelantworten gestützt generierte die FobiKom eine Handreichung, um die Landesgruppen in ihrer Fortbildungsarbeit zu unterstützen. Da Kooperation jedoch nicht einseitig ist, also nicht unbedingt nur von den Landesgruppen ausgehen muss, haben wir diese Handreichung modifiziert (PDF, 111,33 KB), um sie auch für potentielle Partner zugänglich zu machen. Nachdrücklich wurde diese im Vortrag den Fachhochschul- bzw. Hochschulbibliotheken ans Herz gelegt.
Denn gemeinsam sind wir viel stärker! – so das Credo zum Schluss.
Zugetragen wurde mir am nächsten Tag, dass sich die AG Fachhochschulbibliotheken am gleichen Abend noch traf und dem Angebot des BIB sehr positiv gegenübersteht. Das Interesse an einer Kooperation ist da – nun müssen nur noch die Protagonisten zusammenkommen. Wer den Anfang macht, spielt keine Rolle … warum also am Besten nicht gleich SIE?
P.S.: Netzwerke tragen weit und lange. Eine wahrhaft verdienstvolle, umtriebige und konsequente Netzwerkerin bis zum letzten Arbeitstag und, wie ich zufällig weiß, auch darüber hinaus, ist Brigitte Nottebohm, bis 30. April noch Leiterin der Fachhochschulbibliothek Frankfurt a. M. und (u. a.) ehemalige Vorsitzende der AG Fachhochschulbibliotheken. Eine mitreißende Persönlichkeit mit Vorbildcharakter, wie sie nicht jeden Tag anzutreffen ist. Sie wurde von ihren AG-Kolleginnen und Kollegen herzlich und wehmütig zugleich verabschiedet.
Für heute verabschiede auch ich mich von Ihnen, nicht ohne Sie einzuladen, morgen noch den letzten Teil miteinander zu teilen, aus der …
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