Gruschtschublade, zum Durchstöbern

Juli 3, 2010

Kennen Sie das: eine Schublade oder ein Kasten, den man lustvoll durchstöbert? In der/dem alles mögliche zu finden ist: Handschuhe, eine nicht tuende Taschenlampe, Gummis, Tempos, ausgelaufene Stifte, Tesa, Lippenstifte etc. etc. Nun, der Eintrag
“What Will You Learn this Summer? 35 Professional Development Resources” in Teacher Reboot Camp ist so ein Ding, lauter Ressourcen zum Lernen und Lehren, die man einmal müßig durchstöbern kann: Bekanntes, Unbekanntes und Dinge, die einen an etwas erinnern oder die man schon länger einmal nicht in die Hand genommen hat. Ja, im Grunde zuviel, aber – wie gesagt! – es geht ums Stöbern!


Courses | Programs | Schools | Careers ==> Coursopedia

Juli 28, 2009

Echt hip: Man nehme einen Namen, hänge “-opedia” dran und schon hat man seine Aufmerksamkeit. Soviel zur Wirksamkeit von Marken! Denn es handelt sich bei der “Coursopedia” eigentlich um eine Mischung zwischen Datenbank und Linsammlung. Irgendwie mußte ich an das deutsche bibliothekarische Angebot WissenBringtWeiter denken, als ich mir das ansah.

Courseopedia.com is a central source of information on continuing education courses and other college classes enabling users to search for courses by class, school or career. The site speeds and simplifies course searches by aggregating multiple college and private educational course listings in a centralized database. It also offers a valuable new outlet for educational institutions and private instructors to publicize their offerings.

Beim ersten Blick darauf dachte ich “toll”, weil ich meinte, dass man die Optionen in den einzelnen Kästchen einstellen und dann als Verknüpfung von Suchaspekten abschicken kann, aber Pustekuchen! Jedes Mal, wenn man einen Wert einstellt, schaltet er gleich um auf die Ergebnisliste. So kostet das natürlich viel Zeit, die Dinge durchzuscrollen und so ist es fast schon wieder tröstlich, dass sich das Angebot auf die USA bezieht …


OPAL – “Online Programming for All Libraries”

März 27, 2009

OPAL is an international collaborative effort by libraries of all types to provide web-based programs and training for library users and library staff members.
These live events are held in online rooms where participants can interact via voice-over-IP, text chatting, and synchronized browsing.

Selbst bei nur flüchtiger Durchsicht bietet die Homepage von OPAL ein überbordendes Angebot an Tondateien zu Bibliotheksthemen, strukturiert in einer groben Systematik, oft annotiert, mit verschiedenen Dateiformaten. Wenn man bedenkt, wie hermetisch die Special Libraries Association ihre Click University abschottet, um auch das letzte Quäntchen Mehrwert exklusiv ihren Mitgliedern zukommen zu lassen, dann ist OPAL ein gutes Angebot, in dem sich das Stöbern lohnt.


Weiterbildungsinteresse und Konjunktur(flaute)

März 26, 2009

Das Weiterbildungsinteresse in Deutschland ist seit Jahresbeginn deutlich angestiegen. Dies zeigt ein neuer Index des InfoWeb Weiterbildung – www.iwwb.de – der Suchmaschine für Weiterbildungskurse des Deutschen Bildungsservers. Für den Index werden die Besuche bei Weiterbildungsdatenbanken seit Sommer 2008 ausgewertet. Besuche bei Weiterbildungsdatenbanken, in denen nach Kursen und anderen Weiterbildungsangeboten, wie z.B. eLearning gesucht wird, sind ein unmittelbarer Ausdruck des Weiterbildungsinteresses in der Bevölkerung. Dieses Interesse zeigt der Index an; der Verlauf seiner Werte seit Juli 2008 und eine dazu gehörige Grafik ist unter
www.bildungsserver.de/link/iwwb_wbinteresse_02_2009
zu finden.

Nun, um von dieser deprimierenden Tatsache abzulenken: Von der Weiterbildungssuchmaschine, auf die hier Bezug genommen wird, war im FobiKom-Blog bereits kurz die Rede. Ich finde die Handhabung sehr angenehm, da man geographisch und terminlich gut konfigurieren kann.


Wikiversity – eine Plattform für Lehrmaterialien

Februar 26, 2009

Wikiversity ist eine Plattform zum gemeinschaftlichen Lernen, Lehren, Nachdenken und Forschen. In Kursen wird Wissen didaktisch aufbereitet und abgerufen. Kolloquien dienen dem fachlichen Gedankenaustausch. In Projekten kann neuen Fragestellungen nachgegangen werden.
Durch die Entwicklung und Bereitstellung freier Kurs- und Lernmaterialien soll der ungehinderte Zugang zum Wissen verbessert werden. Beteilige dich daran und unterstütze uns durch Deine Kenntnisse und Fähigkeiten

via Wikiversity, einem Dienst aus dem Wikipedia-Umfeld.


Datenbank E-Learning-Suche

November 9, 2008

Das Bildungsblog verweist auf die Datenbank E-Learning-Suche, die sich so vorstellt:

Suche in der größten deutschsprachigen Datenbank für kostenloses E-Learning. Mit kostenlosen online Kursen Englisch, Spanisch, Excel, SAP uvm. online lernen. Geprüftes E-Learning für Schule, Studium, Aus- und Weiterbildung suchen und finden.

Sieht sehr vielversprechend aus!


Checkliste zur Weiterbildung in der 6. Auflage erhältlich

September 4, 2008

“Weiterbildung ist heute in der Berufswelt unverzichtbar, um mit den immer schwierigeren Anforderungen am Arbeitsplatz Schritt halten zu können. Kein Wunder, dass die Zahl der Weiterbildungs-Anbieter stetig wächst. Was aber ist die richtige Schulung, der passende Kurs für mich? Worauf muss ich bei der Auswahl achten? Mit der vorliegenden, aktualisierten “Checkliste – Qualität beruflicher Weiterbildung” hilft Ihnen das Bundesinstitut für Berufsbildung, die Angebote zu ermitteln, die zu Ihrem Bedarf und zu Ihren spezifischen Anforderungen am besten passen.”

Die Checkliste des Bundesinstituts für Berufsbildung umfasst 52 Seiten und kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden. [via idw-online]


Open University bietet kostenlose Kurse als iGoogle-Gadget für den PC

Juli 31, 2008

Nützliche Gadgets, wie die kleinen Zusatzanwendungen für die PC- Benutzeroberfläche genannt werden, gibt es viele: Das regionale Wetter, das persönliche Horoskop, die neusten Witze oder die Uhrzeit sind bei deutschen PC-Nutzern, die Google als Startseite mit den interaktiven Web 2.0 Werkzeugen individualisieren, der Renner. Als erste Hochschule ermöglicht jetzt die britische Open University (OU) kostenlos den freien Zugang zu Universitätsmodulen als tagesaktuelles Gadget. Sobald der PC-Nutzer seine Google-Seite aufruft, sieht er in einem kleinen Kasten den “Fakt des Tages” der Open University mit einem täglich wechselnden Kursthema. Wer die kurz angekündigten Inhalte aus Wirtschaft, Business Management, Naturwissenschaften, IT, Computer, Mathematik, Technik, Kunst, Literatur oder Geschichte interessant findet, ruft sie auf. In den englischsprachigen digitalisierten Lerneinheiten können Interessierte einzelne Module am PC erarbeiten und so ihr Wissen erweitern. Weitere 215 Einzelthemen aus rund 170 Fachbereichen warten nur darauf, ohne Umwege über iGoggle im OpenLearn-Portal der Universität erschlossen zu werden. Die kostenlose Installation des OU-Gadgets dauert nur wenige Sekunden und ist direkt nach Registrierung auf der iGoogle-Homepage unter http://www.google.com/ig anwendbar. Mit dieser neuen technischen Anwendung möchte die Open University ihrer Vision des offenen, selbstbestimmten Online-Lernens einen weiteren Schritt näher kommen.

[via idw-online]
Der Homepage der OU kann man entnehmen, wie das geht: Man legt sich einen Account bei Google an, geht dann auf die “Startseite” iGoogle (um Sucherei zu vermeiden, gibt man einfach http://www.google.de/ig ein, wenn man eingeloggt ist), dann hat man rechts die Option “Gadgets hinzufügen”, sucht nach “open university” und fügt dann das Gadget “Fakt des Tages” von der Open University ein.
Wenn man dann den Inhalt des Gadgets anschaut , dann ist das ein “Bißchen” aus dem offenen Angebot eines Kurses, den man anklicken kann. Man hat also solchermaßen einen täglich aktualisierten “Appetizer” zum großen, frei zugänglichen Kursprogramm der Open University, welches man auch systematisch durchsehen und jeweils per RSS abonnieren kann.
Soweit das aktuelle Beispiel. Was können wir daraus lernen? Ich denke dreierlei:

1. kann man ziemlich umfangreiche Angebote wie dieses frei zugängliche eLearning-Angebot “herunterbrechen” auf kleine Appetithäppchen, welche die Annäherung an die umfangreicheren Inhalte erleichtern und somit die Zugangsschwelle senken.
2. kann man diese Häppchen in einer Art und Weise anbieten, welche den Nutzern entgegenkommt. Gut: Wer hat eine Google-Startseite? Es müßten vielleicht mehr Möglichkeiten, das zu abonnieren, angeboten werden (auf jeden Fall RSS, das in viele Kontexte eingebunden werden kann), aber das kann ja noch kommen.
3. (vielleicht eine Wiederholung) kann man die unterschiedlichsten Inhalte versuchen, in kleinen Teilen und unterhaltsam anzubieten, seien es Neuerscheinungen, Rechercheschritte und anderes. Wir denken oft zu systematisch und bedenken nicht, dass der Mensch auch unterhalten werden will. Wenn man ein Händchen dafür hat, Inhalte auch in kleine Meldungen zu verpacken und diskursiv zu formulieren, dann ist das ein weiterer “Kommunikationskanal” zu den Nutzern von Bibliotheken.

Und – um dies zum Schluß zu betonen – die Kurse der Briten sind allererste Sahne, da kann man nur lernen, wie das aufgebaut und technisch umgesetzt ist. Im Buch von Brown/Duguid “The Social Life of Information” kann man lesen, dass die Briten schon im ausgehenden 19. Jahrhundert das “distance learning” optimierten (es mußten die Distanzen des Commonwealth überbrückt werden!), während wir hier in Deutschland da meilenweit hinterherhinken und Spezialinstitute wie das Deutsche Institut für Fernstudien (DIFF) rechtzeitig vor dem Boom des eLearning zugemacht wurde (es ist übrigens noch nicht einmal einen Wikipedia-Artikel wert …).


Offene oder geschlossene Lernplattformen?

Juli 5, 2008

Ich habe gerade im Weblog Tame the Web einen Beitrag von Lee Leblanc mit dem Titel “Creating Learning Structure: open or closed?” gelesen, in welchem er die Kolleginnen und Kollegen auffordert, Abschied von den proprietären Systemen, sprich: Lernplattformen zu nehmen und offene, auf verschiedenen sozialen Diensten beruhende Lernsysteme einzurichten. Mit im Boot: Weblogs der Studierenden, des Dozenten, eine Linksammlung des Kurses auf del.icio.us und ein Kursweblog, dazu noch die Profile der Kursteilnehmer und des Dozenten auf dem sozialen Forum Facebook und ein Kursprofil in Facebook. Das ist recht gut in einer auf flickr abgelegten Grafik zu sehen.
Das macht mich nachdenklich, denn komischerweise bin ich in letzter Zeit öfter aufgefordert worden, das Skript zu meinem Recherchekurs (das verlinke ich hier nicht, denn es müßte gründlich entrümpelt werden), das ich schon immer offen, nämlich als Webseite und PDF-Dokument angeboten hatte, doch in eine geschlossene Lernplattform zu überführen. Wahrscheinlich steckt dahinter die Gewöhnung an solche Dienste, die im universitären Bereich meist aus dem Grund geschlossen sind, die enthaltenen Dokumente urheberrechtlich zu schützen. Warum man aber freie Inhalte deshalb einzäunen soll, das will mir nicht in den Kopf!
Weiter kann man an dieser Grafik aber noch etwas ablesen: Die Kolleginnen und Kollegen drüben in den USA haben keinerlei Schwierigkeiten, sich das Lernen in einem Netz verschiedener Dienste der sozialen Software und verteilter Repräsentanzen der Kursteilnehmer zu denken. So, wie sie ganz selbstverständlich nicht in monolithischen Webrepräsentanzen von Bibliotheken gedacht haben und munter Weblogs bei Blogspot und anderswo angelegt haben, so munter denken sie die verschiedenen Repräsentanzen zusammen, die für die Dauer des Kurses von einem Profil oder auch einem Mashup der RSS-Feeds der verschiedenen Teilnehmer/innen zusammengefaßt werden. – Während an deutschen Universitäten noch darüber nachdenkt, wie man die Studierenden einfangen kann mittels proprietärer E-Mail-Adressen und Angeboten, die man ihnen, kaum sind sie exmatrikuliert, dann wieder entreißt, nehmen die amerikanischen Kolleginnen und Kollegen den Benutzer ernst, holen ihn dort ab, wo er seine Repräsentanz hat (Facebook!), gibt ihm noch ein paar weitere Instrumente an die Hand (WordPress! Delicious!) und arbeitet einfach damit.


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