#bibtag12 Nachlese (7) | Jahr eins nach der Wahl

Juni 13, 2012

Zum Abschluss der Nachlese-Reihe ein Gastbeitrag unseres BIB-Bundesvorstandsmitglieds Tom Becker:

Sag mir morgen ...„Sag(t) mir morgen früh nochmal, dass wir glücklich sind …“

Jahr Eins nach der Wahl in den BIB Bundesvorstand. Nun ja – schweren Herzens hab’ ich das Schreiben einer Glosse für die Kongress-News abgelehnt. Ich „muss“ ja seit neuestem „(Re)präsentieren“…. Lästern somit verboten!

Gut – zur Zeit fühle ich mich ohnehin in der ein oder anderen Situation latent überfordert – so konkurrieren Termine, Events, Projekte und Projektideen, Freundschaftspflege und Spontanaktionen, die meine Funktion als BB-Mann, FH-Köln-Prof, ÖB-Pragmatiker und ICH definiert wollen wissen, in einer ungeahnten Intensität miteinander: Flipcharts umwerfend blute ich auf der BIB-Blauen-Stunde vor den Augen der Partnerverbände, der Vorstands- und BIB-Mitglieder sowie meiner Studierendengruppe verursacht durch selbstverschuldeten (manche mögen meinen: unnötigem) Aktionismus und werde parallel dazu (Aua!) über meine vornächtliche Informationsinkompetenz informiert – wer postet schon auch in Facebook über den spontan in HH auftauchenden (verpartnerten, aber das ist eine andere Geschichte, die Nicht-KölnerInnen ohne Anleitung ohnehin nicht verstehen) Karnevalzprinzen im Kontext von „ramba zamba im HCC …“ und setzt Haken zur Publikation des Kommentares an der falschen Stelle.

Da wird meinem Einem das „Gefällt mir“ irgendwie verleidet – selber schuld!

Aber weiter im Text: Unterwegs mit meiner Peergroup, die sich Mittwoch abend anstrebte, neben der Bier- auch eine an den Landungsstegen endende Pier-Group zu werden, endeten wir irgendwie weit von allen Wassern entfernt in einer coolen Kneipe im St.-Pauli-Viertel. Nichts ahnend (und nur latent promilligt gedoped) stolperte ich – ganz ohne Karnevalsprinz – über den quasi in Schiefertafel gemeißelt Aufruf zum Glücklichsein.

Das hat mich nun doch noch zum Schreiben motiviert, und nun – in Dublin in der Sonne sitzend – blicke ich gerne zurück auf die letzten Tage in Hamburg, aber auch auf die 365 Tage in ‚Amt und Würden’ im Berufsverband Bibliothek Information.

Am meisten beeindruckt hat mich das Statement einer Kollegin, die mehrere Jahre nicht mehr am Kongress partizipiert hat, und die uns allen ein moderne(re)s, coole(re)s und selbstbewusste(re)s Auftreten als InformationsspezialistInnen attestiert hat. Zurecht, mag ich meinen. Und wenn wir nun noch die Verbandsheterogenität reduzieren und ein überzeugendes, einheitliches Wording für unsere jährliche Fachtagung finden, sind wir wieder einen großen Schritt weiter.

Das ist ein ‚to do’, welches ich mitnehme in die Nachbereitung. Das andere ist, weiterhin innovative Formate im Rahmen der Konferenz zu fördern – sei es die Zukunftswerkstatt, seien es die AutorInnenlesungen, sei es das Barcamp. Je multiperspektivischer die Formate, die Inhalte und die Ausführenden sind (und im letzten Punkt müssen wir m.E. verstärkt über den bibliothekarisch-informationswissenschaftlichen Rahmen hinausschauen und uns Impulse aus anderen Bereichen holen!), desto erfolgreicher wird der Kongress.

Kontinuität im Wandel, Veränderung als Motivation – aber wir, die VeranstalterInnen, sind nur so gut, wie Sie als Akteure – und dass heisst: nicht nur Zuhören, mitmachen und mitwirken ist die Devise. Aber das klappt ja schon ganz gut, oder?

„Sag(t) mir morgen früh nochmal, dass wir glücklich sind…“

Denn Spruch nehm ich mit, über die Konferenz hinaus. Und ich bin es, zwischen Planten und Blomen, zwischen Wasser, Wein und Guinness, zwischen FaMI und BibliotheksdirektorIn, inmitten von Euch.

(Autor: Tom Becker, BIB-Bundesvorstand)

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#bibtag Nachlese (6) | BIBbarCamp

Juni 12, 2012

BIBbarCamp2012BIBbarCamp 2012 – Unkonferenz goes Bibliothekartag 2012 – so der Titel eines Formats, das sich an Open-Learning-Konzepten und kollaborativem Lehren und Lernen orientiert und nun erstmalig Einzug in die bisher bestehende Konferenzorganisation des Bibliothekartages gehalten hat. (Zur Methode des BarCamps bzw. der bibliothekarischen Variante: siehe Beitrag „U wie Unkonferenz“ hier im FobiKom-Weblog.)

Wie ist es gelaufen? Welche Inhalte wurden thematisiert? Wer war dabei und hat sich spontan und aktiv im diskursiven Miteinander beteiligt?

Am Mittwoch, 23.05., fand die Vorsession statt, in welcher die Methode des BarCamps erläutert wurde.BIBBarCamp 2012

Das eigentliche BarCamp fand am Do, 24.05. Nachmittags und Freitag, 25.05. Vormittags statt und wurde von den Studierenden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln maßgeblich betreut.

Zum ersten Termin haben sich ca. 30 TeilnehmerInnen eingefunden. Relativ schnell haben sich 4 Themen für 4 Sessions gefunden:

  • Wissensmanagement
  • Vorstellungsgespräche führen
  • Auskunftsinterview bzw. Anforderungen an die Information
  • Social Media 50+

Die TeilnehmerInnen verteilten sich auf die Themen, wanderten auch ab und an von einer Sitzgruppe zur nächsten. Durch einen kurzen Impuls und einer Fragestellung durch die Themengeber wurde das jeweilige Thema anmoderiert. Gedanken, Kopfgeburten, Ideen, Vorschläge, Erfahrungen wurden nicht nur ausgetauscht, diskutiert, sondern auch festgehalten. Dies können Sie via Facebook nachvollziehen.

Zum 2. Termin fanden sich leider nicht sehr viele TeilnehmerInnen ein – mag sein, dass es daran lag, dass es sich um „Tag x“ nach der wunderschönen Kongressparty handelte. Tom Becker und seine StudentInnen von der Fachhochschule Köln nutzten die Zeit und aktivierte die Anwesenden einerseits für eine Feedbackrunde, andererseits zur Ideenfindung, um zu dokumentieren, was für ein nächstes BIBbarCamp anders gemacht werden könnte und sollte.

Weitere Informationen und dokumentierte Ergebnisse finden Sie

via Facebook

via Twitter (#bibac12)

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Fotos: Elisabeth Weidling


#bibtag Nachlese (5) | BIB-Mitgliederversammlung und BIB-Standdienst

Juni 11, 2012

BIB-Mitgliederversammlung

BIB-MV

Einlass zur BIB-MV – helfende Hände finden sich immer!

Am Donnerstag, 24.05. fand während des 101. Bibliothekartages die BIB-Mitgliederversammlung statt. Dieses Jahr haben sich zum ersten Mal alle Anwesenden – BIB-Bundesvorstand als auch BIB-Mitglieder – in einer Art „Speed Presentation“ vorgestellt: Mit Namen, Bibliothek/Informationseinrichtung und einem persönlichen Stichwort zum Bibliothekartag (was einen in diesem Moment beschäftigt hat, wichtig war, …); insgesamt zeigte die Vorstellungsrunde die Bandbreite und Vielfältigkeit der Einrichtungen, in denen die BIB-Mitglieder arbeiten.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde als zentrales – auch neues – Format das Zukunftsforum ins Leben gerufen, um mit Vorstand, Kommissionen und BIB-Mitgliedern aktiv über verschiedene Themen zu diskutieren, sich auszutauschen und im besten Falle auch Ideen zu sammeln.

Zukunftsforum

Rege Diskussionen an den Zukunftsforen.

Zukunftsforum

Belebend! BIB-Mitglieder in Aktion, unterstützt durch heiße Getränke.

Folgende vier Themen zu den Zukunftsforen waren vorgegeben und verteilten sich – räumlich gesehen – auf vier Ecken:

  • Zukunft der Verbandskommunikation (moderiert durch Michael Reisser)
    Inhalte: Spielregeln, Redundanzen, Erwartungen, Ideenfindung, Verzahnung Web 2.0-Elemente in bisherige Kommunikations- und Informationsstrukturen
  • Fortbildung und Mitgliedermehrwert (moderiert durch Tom Becker)
    Inhalte: Kooperation Buchmesse, neue Fortbildungsthemen, Starter Kit, Excellence Center
  • Kooperation der Fachverbände (moderiert durch Kirsten Marschall und Petra Kille)
    Inhalte: Zusammenarbeit und Verzahnung der Fachverbände
  • BIB-Jahresthema im Allgemeinen und BIB-Jahresthema 2012/2013 „Demografischer Wandel“ (moderiert durch Petra Klotz und IlonaMunique)
    Inhalte: Relevanz des Jahresthemas, Fortbildung rund um das Jahresthema, Ideenfindung

Die Ergebnisse wurden dokumentiert und werden über das Protokoll der Mitgliederversammlung veröffentlicht.

StanddienstBIB-Stand mit pfiffigen Give-aways

Als „Frischling“ war ich dieses Jahr zum ersten Mal hinter dem BIB-Stand aktiv. Was heißt das genau? Nun: Auskunft geben (Stichwort: „Wo finde ich ..?“), pfiffige und fast lebensnotwendige (Stichwort: multifunktionaler BIB-Fächer) Give-aways verschenken und praktische „BIB-Souvenirs“ (Stichwort: ultimativ tolles BIB-T-Shirt) verkaufen sowie Kolleginnen und Kollegen zusammenbringen und netzzuwerken. Gerade letzteres empfand ich als sehr inspirierend, denn es ergaben sich immer wieder spannende Gespräche und interessante Kontakte.

BIB-T-Shirts, präsentiert von Katharina SchusterHier noch ein Hinweis zum T-Shirt-Shop des BIB:
T-Shirts mit einem branchenspezifischen Motto: Von Büchertante über Facebooker bis hin zu Wissensbeweger. Hier geht’s zum T-Shirt-Shop des BIB

[Fotoergänzung von Ilona Munique und Frank Redies]

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Fotos: Bernd Schleh, Frank Redies


#bibtag12 Nachlese (4) | Blockveranstaltung “Neue Wege in der Aus- und Fortbildung”

Juni 8, 2012
Vortragende "Neue Wege in der Aus- und Fortbildung"

v.l.n.r.: Anke Wittich, Elke Schnee (im Hintergrund), Karin Holste-Flinspach, Ulrike Kraß

“Neue Wege in der Aus- und Fortbildung”, so lautete die Session, unter der das Programmkomitee des 101. Deutschen Bibliothekartags 2012 die Einzelvorträge sinnfällig zusammengefasst hat.

Moderation: Ilona Munique, FobiKom

Moderation: Ilona Munique, FobiKom

Eine gute Gelegenheit, auf zwei beständige Hostings hinzuweisen. Zum einen finden Sie die Vorträge auf dem OPUS-Server des BIB. Und zum anderen auf den Webseiten der FobiKom, sofern wir die Vorträge initiiert (das war hier nur zum Teil der Fall) oder moderiert (hier Ilona Munique) haben, oder wenn sie von eigenen Kommissionsmitgliedern (hier Ulrike Kraß) oder von der ihrer Schwesterkommission, der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder (hier Karin Holste-Flinspach) gehalten wurden. Mithin thematisch in den FobiKom-Kragen passen.

Jetzt also noch einmal alle aufgeführt, die Volltextergänzung wird gegebenenfalls nachgereicht.

Stichwörter: Ein berufsintegrierender, kein akkreditierter Studiengang im Wert von 32 ECTS. Läuft parallel und identisch zu den Bachelorlehrgängen. Berechtigt zur Aufnahme eines Masterstudiums. IT-lastig in den ersten drei von sieben Semestern. Urteil einer Studierenden: “Es ist machbar”.

  • Karin Holste-Flinspach, Frankfurt, Main: FaMI in der Krise – Ausbildungsreform überfällig!
    Abstract FobiKom-Weblog | Volltext n. n.

Persönliches Fazit gleich zu Beginn: “Es wird ihn noch geben”.

  • Ulrike Kraß, Freiburg, Br.: Immer wieder mittwochs? Ein Beispiel für gelungenes „Lernen am Arbeitsplatz in Bibliotheken”
    Abstract FobiKom-Weblog | Volltext

Vier interessante Beispiele bestätigen den hohen Nutzen und die Wertschätzung, die diese Micro-Learning-Form erhält – immer aber nur als ein Teil weiterer Fortbildungsmaßnahmen.

  • Elke Schnee, Kiel: Bilanz nach 20 Jahren Ausbildung von Gehörlosen in der ZBW, Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften/Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
    Abstract FobiKom-Weblog | Volltext

Wichtigste Message: “Hören kann ich schlecht. Verstehen kann ich gut. Und entscheiden kann ich selbst, was wichtig ist.” Sollten Sie also Hörgeschädigten begegnen, die Nachfragebedarf äußern, dann haben Sie Geduld und sagen Sie nie: “Ach, war nicht so wichtig …”

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Fotos von: Ilona Munique, Cornelia Awenius


#bibtag Nachlese (3) | BIB-Jahresthema “Demografischer Wandel und Bibliotheken”

Juni 6, 2012

Podium BIB-Jahresthema DemografieAuf dem Bibliothekartag in Berlin wurde das BIB-Jahresthema 2012/2013 beschlossen: „Demografischer Wandel und Bibliotheken“. Jahresthemen gibt es schon länger im BIB. Neu ist, dass erstmals eine zentrale Auftaktveranstaltung dazu installiert wurde. Ein hochkarätig besetzter Themenblock skizzierte eine begriffserklärende und perspektivische Bestandsaufnahme:

  • Petra Klug: Projektmanagerin in der Bertelsmann Stiftung in verschiedenen Bildungsprojekten; ihr aktueller Arbeitsschwerpunkt umfasst Themen im Kontext des demografischen Wandels wie Bevölkerungsentwicklung, kommunale Bildungs- und Familienpolitik
  • Ilona Munique: diplomierte Erwachsenenbildnerin, freiberufliche Trainerin, 1. Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung, der FobiKom. Die FobiKom ist Veranstalterin der BIB-Sommerkurse. In diesem Jahr wäre er unter dem BIB-Jahresthema „Demografischer Wandel und Bibliotheken“ gestartet – mangels Teilnehmender mittlerweile leider abgesagt.
  • Petra Meier-Ehlers: Leiterin der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg. Zuvor verantwortete sie bei den Bücherhallen Hamburg als Abteilungsleiterin die Bereiche „Interkulturelle Dienste, Sprachen und Pädagogik“ und arbeitete in der dbv-Kommission „Interkulturelle Bibliotheksarbeit“.
  • Daniela Meidlinger: Diplom-Bibliothekarin in der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Sie befasste sich bereits in ihrer Diplomarbeit mit dem Personalmanagement in Zeiten demografischen Wandels und tritt beim diesjährigen BIB-Sommerkurs als Referentin in Erscheinung (“Das Bibliothekspersonal im Schwabenalter”).

Petra KlugPetra Klug referierte zunächst über die Auswirkungen des Demografischen Wandels und wie Bibliotheken mit den Stellschrauben, die sich daraus ergeben, arbeiten können (der Vortrag “Wer? Wo? Wie viele? Auswirkungen des Demographischen Wandels” ist über den OPUS-Publikationsserver des BIB abrufbar).

Moderatoren Becker / HäuslbauerDanach baten die Moderatoren – Tom Becker und Petra Häuslbauer – die Experten in eine Sitzrunde, um gemeinsam mit dem Publikum in einen Dialog bzw. einen Diskurs zu gehen. Dabei wurden sowohl die Perspektive nach innen – Personalmanagement und Fortbildung – als auch die Perspektive nach außen – Bibliothek im kommunalen Netzwerk und zielgruppenorientiertes Arbeiten mit und im demografischen Wandel – beleuchtet. Und das durchaus kritisch, diskursiv, dialogisch, debattierend – mit den Expertinnen und dem Publikum.

Als Fazit lässt sich vielleicht festhalten, dass sich Bibliotheken

  • auf kommunaler Ebene noch stärker als Kooperations- und Bildungspartner profilieren sollten, um den demografischen Wandel als Querschnittaufgabe gemeinsam wahrzunehmen und die Auswirkungen des demografischen Wandels frühzeitig auch als Trendindikatoren wahrzunehmen
  • in Sachen Personalmanagement und Personalentwicklung auf Methoden und Instrumente einlassen bzw. Offenheit dafür zeigen sollten, um Auswirkungen des demografischen Wandels – soweit fass- und begreifbar – frühzeitig proaktiv im Kontext von Personalmanagement mitgestalten zu können.
  • nicht nur über Demografie zu sprechen, sondern sich via Fortbildungsmöglichkeiten (hier wäre der BIB-Sommerkurs 2012 geeignet gewesen) fundiert zu informieren, um im Anschluss tatkräftig kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen der Neuausrichtung zu ergreifen.

Literatur:

  • Demografischer Wandel und Bibliothek. Das BIB-Jahresthema 2012/2013. In: BuB 2012, H. 5, S. 372-373
  • Klug, P. Bibliotheken müssen sich sofort auf den Wandel einstellen“. In: BuB 2012, H. 5, S. 368-371

[Fotoergänzung: Ilona Munique]

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#bibtag12 Nachlese (2) | FobiKom-Arbeitssitzung

Juni 5, 2012
Arbeitssitzung der FobiKom in Hamburg

Das Team der FobiKom v.l.n.r.: Karin L. Kuhn, Ilona Munique, Ulrike Kraß, Monika Lerp, Petra Häuslbauer, Fotografin: Karin Klingbeil

Die offene Arbeitssitzung der FobiKom war zwar räumlich im Foyer des Radisson Blu-Hotels etwas versteckt, dennoch haben uns zumindest zwei (geladene) Gäste gefunden. Nach der Vorstellungsrunde, den Personalien und organisatorischen Fragen erhielten die FobiKom-Mitglieder zunächst einen ausführlichen Bericht aus der gestrigen Vereinsausschusssitzung.

Erörtert wurde die Überlegung aus dem Vorstand des VDB (Verein Deutscher Bibliothekare), ob eine gemeinsame Verbandszeitschrift mit dem BIB für die Zukunft möglich wäre. Die Bedenken betrafen hauptsächlich den unterschiedlichen Schreibstil. Betrachtet man BuB, Forum Bibliothek Information, so hat es sich zu einem Diskussionsforum mit einer Menge an praxisbezogenen Artikeln entwickelt. Hingegen finden  wissenschaftliche Artikel von Autoren aus dem VDB vermehrt in der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie (ZfBB), die einen überwiegend theoretisierenden Stil pflegen. Dabei könnte es durchaus bleiben.

Denkbar wäre, den VDB-Mitteilungen – analog unserer eigenen Verbandsnachrichten – einen eigenen festen Anteil am Heft zu bieten. Von Vorteil für alle Lesenden wäre, dass sich das Bild, welches wir (und andere) über unsere Bibliothekswelt haben, besser runden würde. Denn zugegebenermaßen schafft man es doch meist nur, so eben zwei-drei Hefte hinterher hinkend, das eigene Verbandsorgan zu lesen, geschweige denn das des anderen.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Verbandsvorstände und -mitglieder ganz generell und explizit die Kooperationsfragen sieht und behandelt, dem sei die Rubrik “Blickpunkt” des Heft 1/2012 der VDB-Mitteilungen (downloadbar) sowie das Heft 5/2012 von BuB, Forum Bibliothek Information (noch nicht downloadbar) empfohlen. An diesem Beispiel lässt sich übrigens sehr deutlich sehen, dass auch wir, also der BIB, so seine Entwicklungsmöglichkeit an anderen ausrichten könnte. So stehen die Volltextausgaben des BuB erst nach drei Monaten zum Download zur Verfügung.

Nun, unsere Kommission war sich einig, dass eine Diskussion darüber unbedingt fortgesetzt werden sollte, wir jedoch auch zu wenig im “Verlags- und Publikationsgeschehen” der Verbände Einblick haben, als das wir das für uns abschließend beurteilen könnten. Aber eine Meinung darf man ja durchaus – so als Mitglied – haben. Sie soll Sie da draußen auch gerne zur Diskussion (hier) einladen.

Die weiteren TOPs betrafen die kommende Mitgliederversammlung und unsere Einteilung zu den geplanten Zukunftsforen sowie den Stand des BIB-Sommerkurses 2012 zum Thema Demografie. Der ja nun bekanntlich mangels genügend Teilnehmender trotz verstärkter “Schlusswerbung” und verlängerter Anmeldefrist ausfallen muss.

Doch mit diesen Worten will ich nicht enden, sondern mit der positiven Aussicht, dass die Arbeitssitzung wieder sehr ergiebig in Diskussion und vom Informationsgehalt her war. Das lässt sich nur in groben Zügen wiedergeben, aber immerhin – wir teilen mit Ihnen, so gut es geht. Mehr mögen Sie doch auch jetzt gar nicht mehr lesen, oder?!

Doch morgen schon wieder, ja?! Da geht es weiter mit der …

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#bibtag12 Nachlese (1) | VA-Sitzung

Juni 4, 2012

Heute beginnt unsere Nachlesereihe zum vergangenen Bibliothekartag in Hamburg. Petra Häuslbauer und ich werden sie bestücken. Zunächst also ein paar TOPs aus der Vereinsausschusssitzung (VA), mit der die ereignisreiche Woche traditionell für uns BIB-Aktive beginnt. Neben den üblichen Regularien und den Vorbereitungen zur kommenden Mitgliederversammlung (Stichwort “Zukunftsforen”) erfolgten im TOP 3 die Sachstandsberichte des Bundesvorstandes.

a) Kooperation mit Buchmesse und formeller Beschluss über weitere Zusammenarbeit.
Nach Diskussion wurde von der FobiKom der Antrag gestellt, der Kooperationsvereinbarung zwischen BIB und der Ausstellungs- und Messe GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zuzustimmen. In der folgenden Probephase (2012 und vorbereitend 2013) wird die Zusammenarbeit erprobt und dann weiter festgeschrieben. Dabei noch offene Fragen wie die der Kriterien einer BIB-Zertifizierung der Fachbesuche als Fortbildung lassen sich dabei sicherlich noch weiterreichend beantworten. Wer an der “Blauen Stunde” am BIB-Stand dabei war, hat die Unterzeichnung der Vereinbarung, mithin die Inhalte, mitbekommen.

Um den Dialog auch ganzjährig weiter zu führen, werden beide Vertragspartner sich unabhängig von den Veranstaltungen zu Besprechungen treffen, die über grundsätzliche Fragen der Zusammenarbeit geführt werden. Die FobiKom ist mit einer Ansprechpartnerin, unserem derzeitigen Arbeitsgast Karin Klingbeil, mit eingebunden.

Die Ansprechpartnerin der Frankfurter Buchmesse, Sandra Song, hat dem Vereinsausschuss mittlerweile darüber informiert, dass das Börsenblatt den Bibliothekartag aufgenommen hat. Dies also bereits ein konkretes Zeichen verstärkter Zusammenarbeit.

b) Kooperation mit dem VDB

Keine Fusion, jedoch ebenfalls eine verstärkte Zusammenarbeit können sich beide Vorsitzende, Kirsten Marschall vom BIB und Klaus-Rainer Brintzinger vom vdb, aktuell vorstellen. Bereits seit 1973, so Brintzinger, wären erste Gespräche dazu erfolgt, wie er nach einem Blick in die Geschichte der Verbände herausgefunden hat. Zum 100. Bibliothekartag in Berlin wurde ein erstes Kooperationspapier unterzeichnet. Mitglieder beider Verbände profitieren konkret von der Preisbegünstigungsklausel. Fürderhin sollen Felder ausgesucht werden, auf denen stärker zusammengearbeitet werden kann. Augenblicklich gibt es deren drei:

1. Die gemeinsame Mitgliederverwaltung durch die BIB-Geschäftsstelle. Moderne Programme machen möglich, was vor längerer Zeit gut gedacht, technisch jedoch kläglich gescheitert ist. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch daran.

2. Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung. Tun sich schon wir “Bibliothekswesen” schwer mit der Unterscheidung mehrerer Verbände, wie muss das erst in der politischen Welt daher kommen. Die Außendarstellung von Bibliotheks(personal)interessen muss klarer und verständlicher werden. Wie, darüber wird zu beraten sein. Nicht im Alleingang, sondern nur gemeinsam sind und wirken wir stark!

3. Gemeinsame Zeitschrift. Dazu kann ich derzeit nichts weiter sagen, es stand als Schlagwort im Raum. Die FobiKom-Mitglieder haben sich natürlich am folgenden Tag in der Arbeitssitzung dazu Gedanken gemacht. Ich hoffe, Monika hat gründlich Protokoll geführt, und sobald uns unsere Gedanken ordentlich schwarz auf weiß und somit wieder vor unserem inneren Auge stehen, werden wir diese Gedanken zurück in die VA spiegeln. Denn wenn ich hier von den Vorsitzenden schreibe, heißt das noch lange nicht, dass das alles in Stein gemeißelt ist. WIR – Vereinsausschuss und die Mitglieder(versammlung) gestalten den Verband, nicht alleine unsere Vorsitzenden. Und das ist gewollt so.

Wichtig ist – und ich lasse noch einmal den zur VA geladenen Gast zu Wort kommen – eine Win-Win-Situation für beide Verbände, die Herr Brintziger “step-by-step” nahen sieht, und zu einer Zeit, die dafür reif sein will. Welche Aufgaben auf welcher finanziellen Basis teilen wir uns oder erfüllen wir gemeinsam? Wie kommen wir praktisch weiter? – so seine Fragen. Außerdem muss der Blick auf Bibliothek und Information gerichtet sein und nicht auf Sparten. So ist der Bibliothekartag der Tag der Personalverbände – und dieser ist in der Folge noch zu gendern. Auch sollen gemeinsame Sitzungen der beiden Verbände, wie auch früher schon geschehen, wiederbelebt werden.

c) Neue Zielgruppe “Young Professionals”. Hier fordert Kirsten Marschall ein konzertiertes Vorgehen des Bundesvorstandes und der Fachkommissionen. Es könne nicht angehen, dass wir dem Nachwuchs sagen, wie er seine Zukunft in die Hände zu nehmen hat. Die Jungen mit einzubeziehen, das ist ja auch der Anspruch, den die FobiKom hat und durch gezielte Ansprache erreicht hat. Denn Fortbildungsinhalte und -formate können nicht wir Älteren maßgeblich bestimmen, da würden wir an den tatsächlichen Bedarfen vorbei gehen.

TOP 6. Auflösung der Kommission für Bibliothekspolitik

Bibliothekspolitik ist Ländersache. So könnte man es auf einen kurzen Nenner bringen. So die Länder eine Hilfestellung in eigener Sache benötigen, ist der Bundesvorstand gefordert. Er wird sich die entsprechenden Experten heranziehen, um den anfragenden Ländern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, falls er es nicht alleine leisten kann. Denkbar etwa, wenn ein Positionspapier zu einer bestimmten Frage (Sonntagsöffnung, Bibliotheksgesetz, Ausbildung, etc.) gewünscht wird. Das kann man schwerlich einer einzigen Kommission antragen, deren Mitglieder jeweils neu in die Gepflogenheiten und Problematiken des jeweiligen Landes und seiner entsprechenden Bibliothekspolitik eintauchen müsste. Insofern war die Auflösung einer Kommission eine dem Föderalismus geschuldete Sache. Ich kann das gut nachvollziehen. Denn auch unsere Fortbildungskommission stößt zuweilen an diese Grenze. So können wir nicht jedem Bundesland einzeln einen Nachweis erbringen, wenn es um einen etwaigen Bildungsurlaubsanspruch für den BIB-Sommerkurs geht. Zu verschieden ist die Verfahrensweise, und zu begrenzt ist hier der ehrenamtliche Einsatz.

TOP 7. Sachstandsbericht der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder zum Fachwirt

Karin Holste-Flinspach, die Vorsitzende der BIB-Kommission für Ausbildung und Berufsbilder, hat den VA aufgeschlaut in Sachen Weiterbildung für FaMIs, derer es derzeit vier Möglichkeiten gibt. Doch das hebe ich mir für einen späteren Artikel auf. Also, dran bleiben!

Wichtig war dieser TOP auch im Hinblick darauf, dass ein neues Positionspapier notwendig wird. Bekanntermaßen hat der BIB den Fachwirt vormals abgelehnt. So versprach unsere Bundesvorsitzende, dass noch in diesem Jahr eine Neubewertung vorgenommen wird und dies keinerlei Aufschub mehr dulden würde. Sie sieht sich als Personalverbandsvorsitzende in der Verantwortung, die Diskussion wieder zu beleben und für Klarheit zu sorgen. Nun, hier steht’s. Also nicht mehr zu vergessen. Wir bleiben dran.

Dran bleiben … das soll mein Schlusswort sein. Einmal mehr bewundere ich all diese Ehrenamtlichen, die versuchen, an allem, was den Mitgliedern wichtig ist oder sein sollte, dran zu bleiben. Wenn mal etwas nicht so klappt oder ankommt, wie es sollte: vergessen wir dabei nicht das hohe und freiwillige Engagement all dieser wunderbaren Bibliothekswesen, die sich hier in dieser VA ihrer Verantwortung stellen. 

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#bibtag12 akut (4) | BIBbarCamp

Mai 24, 2012

Mittlerweile auf verschiedenen Kanälen diskutiert – das erweiterte Bibliothekartagsangebot eines BIBbarCamps unter dem Motto “Unkonferenz goes Bibliothekartag”. Vorschlag: mitmachen, dann mitreden. Saal F,  Freitag, 25.5., 9.00 – 12.00 Uhr unter Moderation von Prof. Tom Becker, Bundesvorstand.

Für mich heißt es am Freitag, Abschied nehmen von Hamburg. Ich sitze so eben vor dem Hotel, um diesen Beitrag vorzubereiten und es ist noch lang hin. Denke ich. Doch wie immer wird die Zeit wie im Fluge vergehen und ich mitten in der “Nachlese” sein, zu der ich Sie (gemeinsam mit Petra Häuslbauer) ab übernächster Woche hier beglücken darf.

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#bibtag12 akut (3) | DO Mitgliederversammlung, Standdienst, Kongressparty

Mai 23, 2012

Das Wichtigste wieder zuerst: Herzliche Einladung unseres Berufsverbandes (BIB) zur Mitgliederversammlung am Do., 23.05.12 von 9-12 Uhr im Saal 3 im CC Hamburg anlässlich des 101. Deutschen Bibliothekartags! Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen, damit unser neuer Bundesvorstand (BuVo) seine Mitglieder kennen lernen kann. Er hat sich dazu auch eine Neuordnung ausgedacht. So soll es einige Zukunftsforen geben, an denen die Beteiligung aller erwünscht ist. Und zwar zu den Themen:

  • Verbandskommunikation (Moderation: Michael Reisser und Kirsten Marschall)
  • Fortbildung und Mitgliederwergung (Tom Becker)
  • Kooperationen der bibliothekarischen Verbände (Petra Kille)
  • BIB-Jahresthema (Petra Klotz)

Wir dürfen gespannt sein.

Zum Standdienst am “Stand der Verbände” an zentraler Congressstelle kaum zu übersehen, treffen Sie unser neues FobiKom-Mitglied, Petra Häuslbauer, an. Sie wird Ihnen, ob BIB-Mitglied oder (noch) nicht, gerne Fragen beantworten, Sie weiterleiten an die richtigen Ansprechpartner/innen oder Ihnen auch das eine oder andere Produkt unseres Vereins (Tassen, Postkarten, Brillenputztücher …) verkaufen. Natürlich treffen Sie, je nach Zeitpunkt, auch viele andere unserer Gremienaktiven an. Sabine Stummeyer vom BuVo hat im Vorfeld wie immer für eine gute Auslastung der Zeiten gesorgt, damit Sie, zusammen mit den “guten Geistern” der Geschäftsstelle des BIB, lückenlos mit Informationen versorgt sind.

Die Kongressparty (früher u. d. T.: Festabend) findet in der Fischauktionshalle am Hamburger Hafen statt. Sie beginnt um 19.30 Uhr unter dem Motto: “Mehr Hamburg geht nicht”. Also, ich gehe als Meerjungfrau … oder so ähnlich. ;-) So oder so, wir sehen uns!


#bibtag12 akut (2) | MI Arbeitssitzung, BIB-Jahresthema, Blockveranstaltung

Mai 22, 2012

Das Wichtigste zuerst: Einladung zur offenen Arbeitssitzung der FobiKom am Mi., 23.05.12, 9 – 11 Uhr im Foyer des Radisson Blu-Hotels auf dem Concress-Gelände. Natürlich werden wir ein paar Tagesordnungspunkte abarbeiten, doch vordergründig steht der Austausch an – unter uns FobiKom-Mädels (Michaela, Petra, Ulrike, Monika, (2x) Karin und Ilona) sowie Ihnen, unseren werten Gästen, die einfach nur mal hinter die Kulissen der Verbandsarbeit reinsehen möchten. Oder uns etwas fragen, eine Anregung geben oder uns kennenlernen wollen. Nur auf Karoline müssen Sie verzichten, sie genießt noch die Freuden einer jungen Mutter.

Dann die BIB-Jahresthema-Session “Wer? Wo? Wie viele? Auswirkungen des Demographischen Wanndels” von 13.30 – 15.30 Uhr im Raum “Planten und Blomen”. Kann ich, ehrlich gesagt, noch nicht viel dazu sagen, denn dass ist was Neues im Programm. Ausgeheckt hat das unser Bundesvorstand. Einer daraus, Tom Becker, wird’s moderieren. Zusammen mit unserem FobiKom-Mitglied Petra Häuslbauer. Ein paar Worte kommen dann auch von mir (also Ilona Muique), die das Konzept des BIB-Sommerkurses unter jenem Jahresmotto vorstellt. Wer sich noch zum 01.06. für Bamberg (29.7.-3.8.12) anmelden möchte, bitte beeilen! Denn wir werden gro Werbung auf dem Bibliothekartag in Hamburg machen, und dann könnten die letzten Plätze schnell weg sein. Da ich jetzt nicht mehr im Büro sitze, und auch unterwegs prinzipiell nicht ständig meine E-Mails abrufen werde, ist Ihre Anmeldung am sichersten direkt via dem Fortbildungskalender zu tätigen.

Außerdem wird zur Session am Mi., 23.05.12 erscheinen: Petra Klug von der Bertelsmann-Stiftung, Petra Meier-Ehlers von den Hamburger Bücherhallen und Daniela Meidlinger aus der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg (meiner geliebten Heimatstadt).

Weiter geht’s am Nachmittag mit der Blockveranstaltung “Neue Wege in der Aus- und Fortbildung”, 16-18 Uhr im Raum C, unter meiner Moderation.

16:00 Fortbildung für FaMIs: Studieren an der Fachhochschule Hannover mit Anke Wittich, Hannover)

16:30 FaMI in der Krise – Ausbildungsreform überfällig! mit Karin Holste-Flinspach (Frankfurt, Main)

17:00 Immer wieder mittwochs? Ein Beispiel für gelungenes „Lernen am Arbeitsplatz in Bibliotheken” mit unserer FobiKom-Kollegin Ulrike Kraß (Freiburg, Br.)

17:30 Bilanz nach 20 Jahren Ausbildung von Gehörlosen in der ZBW mit Elke Schnee (Kiel)

Und was alles einen Tag später, also am Donnerstag, bei uns los ist, erfahren Sie morgen. Selbe Stelle, gleiche Zeit.

<< “#bibtag12 akut”, unsere Ankündigungsreihe rund um den 101. Deutschen Bibliothekartag in Hamburg, 2012 >>


#bibtag12 akut (1) | Morgen BIB-Vereinsausschusssitzung

Mai 21, 2012

Wie jedes Jahr … oder beinahe. Denn statt “BT12 akut” jetzt mit Hashtag. Tja, die Zeiten ändern sich. Und nicht nur in dieser Hinsicht. Heuer findet die Frühjahrssitzung mit den sechs e“s”sen unter neuer Flagge, gehisst von Kirsten Marschall, statt. Unsere Bundesvorsitzende lädt uns ein für den Dienstag, 22.05.2012 von 15 bis 18 Uhr in den Saal 7 im Congress Centrum Hamburg (CCH).

Die Tagesordnung für die rund 30 Verbandsaktiven im BIB sieht – neben den üblichen Regularien – organisatorische Angelegenheiten sowie Sachstandsberichte vor. Beispielsweise ist das die Organisation der Mitgliederversammlung für den 24.05. von 9 bis 12 Uhr im Saal 3 (BIB-Mitglieder, bitte zahlreich kommen, es wird spannend werden!).

Sachstandsberichte gibt es …

  • … vom Bundesvorstand zu Kooperationen und neuen Zielgruppen
  • … von der Web-Redaktion und Kommission für Ausbildung und Berufsbilder zum Relaunch von DAPS
  • … der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder zum Fachwirt

In zwei weiteren Punkten besprechen wir den künftigen Status unserer Web-Redaktion sowie der Kommission für Bibliothekspolitik.

Außerdem beschäftigen wir uns mit der Finanzrichtlinie bzw. seinem Arbeitsauftrag und mit den vorab eingesandten Halbjahresberichten von Vorstand und Geschäftsstelle, von den Kommissionen und den Landesgruppen. Der Ersteinsender erhält heuer eine Siegertrophäe. (Ähm, diesen Insiderwitz müssen Sie jetzt nicht unbedingt verstehen.)

Drei Stunden, die wie immer im Flug vergehen werden, und doch die Weichen stellen für die nächsten Monate und Jahre.

Und wie immer berichten die Schreiberlinge des FobiKom-Weblogs in absehbarer Zeit unter “#Bibtag12 Nachlese” (vormals BT[JJ] Nachlese”) von den wichtigsten Ergebnissen. Also, dran bleiben!

<< “#bibtag12 akut”, unsere Ankündigungsreihe rund um den 101. Deutschen Bibliothekartag in Hamburg, 2012 >>


Formale Anerkennung für Weiterbildungsanbieter und der BIB

Februar 15, 2012

85 Prozent der vom wb-monitor befragten Weiterbildungsanbieter haben eine formale Anerkennung, beispielsweise nach AZWV* oder nach dem Erwachsenenbildungsgesetz ihres Bundeslandes oder durch einen Berufs- und Wirtschaftsverband etc. Jetzt müsste die Frage gestellt werden: “Ja, und wie ist das mit den Fortbildungen des BIB?”

Gute Frage. Einfache Antwort. Haben wir nicht. Weil Anerkennungsverfahren nun einmal kosten. Ich gebe es unumwunden zu, mein Lieblingsprojekt einer Zertifizierung unserer Verbandsfortbildungen dürfte an fehlendem Geld und festem Personal scheitern. Letzteres arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. Und damit wären wir ganz schnell am Ende der Fahnenstange. Aber auch andere haben dieses Ende erreicht, wie aus der wbmonitor-Umfrage 2011 zu ersehen ist.

Als Verzichtsgründe auf eine formale Anerkennung geben die 15 Prozent “Undekorierten” neben den hohen Kosten das als kompliziert geltende Antragsverfahren (75 Prozent) an. Außerdem die Ausrichtung auf andere Marktsegmente (74 Prozent) sowie eine fehlende regionalen Nachfrage (68 Prozent). Für 47 Prozent sind die Voraussetzungen für eine Anerkennung nicht erfüllbar.

Eine formale Anerkennung dient vor allem der Qualitätsverbesserung bzw. -sicherung. Das bestätigten denn auch die Anbieter mit AZWV-Anerkennung, wobei sie zu 56 Prozent eine Qualitätsverbesserung der Lehr-/Lernprozesse sahen und zu 65 Prozent in der Verbesserung der Organisationsprozesse. Weitere Veränderungen in Folge des Prozesses waren die Erweiterung der Angebotsformen und des Themenspektrums sowie eine Verbesserung der technischen Ausstattung.

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer.

Unsere Landesgruppen arbeiten unter höchst unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Während die eine Landesgruppe über Hochschulausstattung verfügt, muss eine andere Gruppe zu ihrer Fortbildungsveranstaltung extra einen Beamer ausleihen. Während die eine Landesgruppe nach Nischenthemen sucht, um im Wettbewerb mit hiesigen Hochschulangeboten oder anderen Verbandsangeboten zu bestehen, ist es für die andere Landesgruppe ein leichtes, alle möglichen bibliothekarischen Haupt- und Nebenthemen anzubieten, da entsprechende “Konkurrenz” fehlt oder aber genügend Teilnehmende aus nahen Großstädten locker die Plätze füllen.

Das heißt also, jede Landesgruppe müsste für sich selbst eine Anerkennung erwirken, denn gemeinsame Kriterien und Handlungsmuster “über alle” lassen sich eher mühsam herstellen. Wobei das tatsächlich eine originäre Aufgabe der Kommission für Fortbildung ist, diese Mühsal zu verringern. So bietet sie qualitätsverbessernde Hilfestellung für alle möglichen und “unmöglichen” (sprich: rahmenbedingungserschwerten) Bedarfe an. Dies tun wir in Form von Handreichungen, Empfehlungen, einer umfangreichen Toolbox mit Arbeitshilfen zur Fortbildungsplanung und -durchführung und fertig gestylten Seminarangeboten auf Abruf (Rent-a-Fobi) und natürlich Beratung.

Aber auch die finanzielle Situation wurde in den vergangenen Jahren verbessert. Denn die kleineren Landesgruppen erhielten in Folge eines bestimmten Mitgliederschlüssels zu wenig Geld, um adäquate Fortbildungen anbieten zu können. Nach zwei Jahren der “Sondermittelbeantragung” hatte sich der Vereinsausschuss zu einem Sockelbetrag entschlossen, der mehr Spielraum zulässt. Den gilt es zu nutzen.

Was ich damit sagen will: die Fortbildungen des BIB haben zwar keine formale Anerkennung, doch heißt das noch lange nicht, dass wir nicht an Qualität interessiert wären. Denn genau dafür wurde 2007 die FobiKom eingerichtet. Man könnte sagen, die Kommission ist der innerverbandliche Garant für ein Höchstmaß an Qualität, das sich unter erschwerten Bedingungen und Voraussetzungen von den Landesgruppenvorständen erreichen lässt. Freiwillig. Für Sie.

*AZVW – Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung


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