Gedanken zu Fortbildungsdatenbanken

März 1, 2012

Vor einigen Jahren insistierte ich beim iwwb, dem InfoWeb Weiterbildung, ob man denn nicht auch wissenbringtweiter.de, Das Fortbildungsportal für Bibliothek und Information, über die Metadatenbank recherchierbar machen könne.
iwwb-wissenbringtweiterNun, mittlerweile ist sie im iwwb verzeichnet – allerdings nur als Verlinkung in einer Nebenrubrik “Sonstige Themenschwerpunkte”.

Und daher ist es an der Zeit, doch wieder einmal auf die “kleine Metadatenbank”, einem Service der
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg unter der Schirmherrschaft des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (knb), aufmerksam zu machen.

Nicht zuletzt gefüttert durch den Fortbildungskalender des BIB, Berufsverband Information Bibliothek e. V. hat sich die Zahl an Fortbildungsmeldungen – meinen Stichproben nach auf immerhin zwischen 40 Angeboten (im Frühjahr) und 90 Angeboten (im Herbst) – hochgeschraubt.

Dennoch – bibliothekarische Fortbildungen werden wohl weiterhin in den entsprechenden regionalen (beispielsweise für Bayern im http://www.oebib.de/index.php?id=1273″ target=”_blank”>bib-fib.de) oder verbandlichen Kalendern (neben dem BIB beispielsweise beim dbv, Deutschen Bibliotheksverband).

Warum tun wir uns so schwer mit einer gemeinsamen, kompetent verwalteten Datenbank, frage ich mich schon seit vielen Jahren? (Und ich müsste lügen, würde ich behaupten, ich hätte darauf keine Antworten. Aber ich frage SIE!)

Welchen Qualitätsanspruch haben wir (wer, genau, ist WIR?!) an eine derartige Datenbank? Wurden WIR das schon einmal gefragt? Zum Beispiel von wissenbringtweiter.de, der immerhin bisher einzig realisierten Datenbank, die für alle offen steht? Eine Evaluation stünde dem Dienst sicher nicht schlecht an. Aber eben auch ein Mitmachen von “euch da draußen”, die ihr ebenfalls Fortbildungen anbietet. Ja, ich weiß, die Schnittstellenproblematik … lässt sich das nicht in den Griff kriegen? Ach, vermutlich rede ich mich leicht, verzeiht, und belehrt mich gerne eines besseren.

Übrigens, die Stiftung Warentest hat Weiterbildungsdatenbanken bereits mehrmals unter die Lupe genommen. Ne, klar, nur die ganz großen. Doch könnte man diese Abfrage, zum Beispiel nach der Bedienbarkeit und der Eingrenzbarkeit, durchaus zu Grunde legen, um einen Ansatz zur Weiterentwicklung dieses im Grunde unverzichtbaren Service zu finden. Die Bedienbarkeitsfrage müsste allerdings ausgeweitet werden. Nicht nur, wie leicht sich die Suchenden mit dem Dienst tun, sondern auch für diejenigen, die die Fortbildungsangaben einarbeiten und nicht über eine automatische Schnittstelle verfügen.

Fazit: Klein, aber “oho”. Oder doch “oha”?!


BT09 akut (4) | DO ist Fortbildungsforum

Juni 3, 2009

Morgen, am Donnerstag, den 04.06.09, lädt Sie die Kommission für Fortbildung ein zum traditionellen Fortbildungsforum anlässlich des 98. Deutschen Bibliothekartag in Erfurt. Thema: Alternative Lernformen in der bibliothekarischen Fortbildung.

Kommen Sie zu unserer Blockveranstaltung von 16.00 bis 18.00 Uhr in den Carl-Zeiss-Saal (rechte Seite). Den kennen Sie jetzt schon von der Mitgliedersammlung her (siehe gestriger Bericht).

Das Programm

Moderation: Ilona Munique, Kommission für Fortbildung.

1. Die Fortbildungsformen der Kommission für Fortbildung des BIB / Ursula Stolarski

Der Berufsverband BIB engagiert sich auch als Träger bibliothekarischer Fort- und Weiterbildung bei Aufbau und Aktualisierung von Fachkompetenz. Die daraus resultierenden Angebote sind ein attraktiver Beitrag zur Etablierung einer professionellen Fortbildungskultur. Der Vortrag unserer Kommissionskollegin stellt die Qualitätsmerkmale des BIB-Fortbildungsprogramms vor.

2. Problemorientiertes Lernen für kleine Teams in Bibliotheken / Prof. Dr. Martin Götz

Problemorientiertes Lernen kompakt: Geschichte, Setting und Funktionsweise der Lernmethode POL, ein Beispiel aus der Lehrpraxis mitsamt Übertragung auf den beruflichen Alltag. Ein Vortrag aus dem Hause “HdM Stuttgart” verspricht wie immer, interessant und innovativ zu werden. Vor allem, wenn ein Verbandskollege ihn hält.

3. Fortbildungsformen und -bedingungen im BIB: Stand und Ausblick / Karoline Weise

Anhand der Archiv-Auswertung der von den einzelnen Landesgruppen des BIB in den Jahren 2002-2008 durchgeführten Fortbildungen stellt unsere Kommissionskollegin den Ist-Stand dar und schlussfolgert daraus Tendenzen und Entwicklungen.

4. Job Rotation als Instrument der Personalentwicklung / Ulrike Kraß

Arbeitsplatzorientierte Lernformen gewinnen zunehmend an Bedeutung, so die Erkenntnis unserer Kommissionskollegin. Positiv auf den Lernerfolg wirkt sich die realitätsnahe Vermittlung der Qualifikationen aus, Transferdefizite werden durch den unmittelbaren Bezug vermieden. Im bibliothekarischen Arbeitsbereich sind verschiedene Einsatzfelder denkbar, z. B. im Training für Nachwuchsführungskräfte und dem Wechsel zwischen Zentrale und Zweigstellen.

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