Bamberg ein wichtiger Ort …

August 24, 2012

… nicht nur für die Erwachsenenbildung (siehe einziger Lehrstuhl Deutschlands oder auch Bildungspanel), sondern auch für die Sozialbildung bzw. -bindung. Justament eröffnete die 62. Sandkerwa. Und wer nur ein bisschen frankenaffin ist, weiß, was das für die Region bedeutet. Allen anderen sei das Stichwort “fränkisches Oktoberfest” ein kleiner Hinweis. Doch was bedeutet es für den Weblog hier?

Nun, die Autorin wohnt und arbeitet mitten in der fränkischen Weltkulturerbestadt. Und schreiben Sie mal einen halbwegs vernünftigen Beitrag, wenn Sie praktisch zu Füßen des Sandgebiets, unweit des Alten Kranens, also neben “Kleinvenedig” und in Sichtweite des Doms und des Alten Rathauses (für Nichtbamberger die Analogie: zu Füßen der Bavaria auf der Wies’n) weilen, die Klänge der Blasmusik, das Läuten der Schiffsglocke der “Christl” und das Scheppern des “Hau-den-Lukas” im Ohr und die Düfte diverser Fisch-, Popcorn- und Bratwurstbuden in der Wohnung wabern haben. Geht gar nicht. Für heute also “O’zapft is”, was auf bambergerisch “Aaa zapft isss” gesprochen wird. Oder “den hamma drinna”.


Wechsel beim Nationalen Bildungspanel

August 14, 2012

Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Peter Blossfeld hat wie angekündigt zum 1. August den Wechsel von Bamberg nach Florenz vollzogen. An der Spitze der von ihm aufgebauten weltweit größten Bildungsstudie, das NEPS, Nationale Bildungspanel zur Erforschung von Bildungsverläufen und Kompetenzentwicklungen im Lebensverlauf in Deutschland lebender Menschen, steht nun Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach.

[via Bamberger Onlinezeitung]


Bericht Exkursionstag Landesgruppe Sachsen-Anhalt

Mai 11, 2012

Ein straffes Exkursionsprogramm hatte die BIB-Landesgruppe Sachsen-Anhalt unter der Vorsitzenden, Kathrin Todt-Wolff und ihrem Team, Katrin Dinebier und Andrea Kiefer, vergangenes Wochenende (28.-30.04.12) in Bamberg bewältigt. Im BuB-Heft wird sicherlich noch ein ausführlicher Bericht sowie ein Gruppenfoto erscheinen. Ich hatte, da in Bamberg zuhause, das große Vergnügen, die 25-köpfige Gruppe in meinem Amt als Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung zeitweise in ihrem Freizeitprogramm zu begleiten.

    Frank Merken und Kathrin Todt-Wolff auf dem Anstieg zum Bierkeller auf dem Stephansberg in Bamberg

Frank Merken und Kathrin Todt-Wolff auf dem Anstieg zum Bierkeller auf dem Stephansberg in Bamberg

Bei herrlichem Wetter ging kein Weg vorbei an einem unserer Bierkeller auf dem Stephansberg. Auch wurden der Dom (der heuer 1.000 Jahre alt wird!), die Alte Hofhaltung und die Neue Residenz mit ihren Prunkräumen besichtigt. Mit dabei war der BIB-Landesgruppenvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Frank Merken, der zeitgleich eine Exkursion für den Oktober vorbereitete. Eine ideale Gelegenheit für den BIB-Austausch unter Gremienmitarbeitenden, der ansonsten in Anbetracht von bis zu 30 Delegierten auf den Vereinsausschusssitzungen immer ein wenig zu kurz gerät.

In Kaisersaal der Neuen Residenz in Bamberg

Bambergs vielfältige Bibliotheks- und Archivlandschaft ist ein ideales Exkursionsziel.

Um nur zwei zu nennen: die Stadtbücherei, die von der rührigen Leiterin Christiane Weiß sehr engagiert vertreten wird, sowie die überaus sehenswerte Staatsbibliothek in der Neuen Residenz, die mehrere historische Bibliotheken in absoluter Spitzenlage gegenüber des Doms beherbergt. Dr. Stefan Knoch, der Stellverteter des Bibliotheksdirektors, ist es nicht müde, die Besuchergruppen von nah und fern sachkundig und humorvoll zu begleiten. Der Kollegin und dem Kollegen einen ganz speziellen Dank dafür! Vor allem für die nicht selbstverständliche Bereitschaft, uns auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit zu führen.

BIB-Bibliotheksexkursion – alle Lebensalter und -phasen fröhlich vereint

Und immer wieder lassen sich auf den BIB-Exkursionen neue Einblicke in bibliothekarische Gegebenheiten gewinnen und engagierte und fachlich kompetente Kolleginnen und Kollegen kennen lernen. Das Netzwerk erhält ein paar geknüpfte Knoten mehr und die Motivation ist an und nach solchen Tagen sehr hoch.

Auch ältere, sich bereits in Rente oder Pension befindliche BIB-Mitglieder bestätigten, dass, gäbe es diese aktivierenden Exkursionen nicht, sie wohl nicht mehr unbedingt im Verein wären. Man spürte, dass sich auch die ältere Generation innerhalb der Reisegruppe pudelwohl fühlten und sich freuten, einmal wieder über (immer noch vertraute) Bibliotheksthemen sprechen zu können. Ohne Zweifel: viele Probleme, die bereits früher bewältigt wurden, gibt es auch heute noch. Und so lässt sich in geselliger Runde manch guter Rat zwischen Jung und Alt austauschen.

Wir haben diese verbindenden Stunden genossen. Ich freue mich bereits auf den nächsten BIB-Exkursionsbesuch nach dem schönen Bamberg. Und wer jetzt Lust bekommen hat, ebenfalls in die UNESCO-Weltkulturerbestadt zu reisen: nächste Gelegenheit bietet der 15. BIB-Sommerkurs vom 29.07. – 03.08.2012 zum Thema “Heute schon an morgen denken: demografieorientierte Projekte für Bibliotheken”. Anmeldung bis 01.06.2012.


Anmeldefristverlängerung 15. BIB-Sommerkurs 2012

April 16, 2012

Der 1. Juni 2012 ist neuer Anmeldeschluss für den 15. BIB-Sommerkurs 2012 “Heute schon an morgen denken: demografieorientierte Projekte für Bibliotheken” vom 29. Juli bis 3. August 2012 in der UNESCO-Weltkulturerbestadt Bamberg in Bayern, im Dreieck Nürnberg/Würzburg/Bayreuth gelegen – und somit auto- und bahnmäßig sehr gut an die Fernstrecken angebunden.

Mit der erweiterten Frist möchten wir den zahlreichen Kolleginnen und Kollegen des Deutschen Bibliothekartages in Hamburg (22.-25.5.2012) Gelegenheit geben, sich am BIB-Stand persönlich zum Sommerkurs zu informieren – und sich vielleicht gleich noch rasch anzumelden. Wir führen auch eine Vormerkliste. So konnten beispielsweise 2010 noch fünf Kolleginnen durch Nachrücken hinzu stoßen.

Bitte machen auch Sie als Leser/in dieses Weblogs Ihre Kolleg(inn)en auf unseren BIB-Sommerkurs aufmerksam!

Ein paar Details:

Im BIB-Sommerkurs 2012 beschäftigen wir uns mit den Auswirkungen demografischer Entwicklung auf öffentliche wie wissenschaftliche Bibliotheken. Die Teilnehmenden lernen Datengrundlagen und Instrumente kennen, mit deren Hilfe sie sich über die demografische Entwicklung informieren und dadurch zielgerichteter ihre Bibliotheksausrichtung planen und projektieren können.

So soll für jede/n Teilnehmer/in ein eigenes Projekt für die Bibliothek vor Ort unter dem speziellen Blickwinkel demografischer Entwicklung heraus kommen.

Der traditionelle Exkursionstag führt uns in die Stadtbücherei, in die Staatsbibliothek mit der unwiederholbaren (!) Ausstellung des Regensburger Sakramentar Heinrich II, gestiftet dem Bamberger Dom und in die Universitätsbibliothek.

Da die Landesgartenschau zuuuuuuufällig gerade in Bamberg stattfindet, nehmen wir diese auch gleich mit.

Die Unterkunft ist in allerbester Lage am Domgrund gelegen. Das ehemalige Waisenhaus am Kaulberg (einen der “sieben Hügel des deutschen Roms”) wurde erst kürzlich aufwändig saniert und seiner neuen Bestimmung als Jugendgästehaus zugeführt. Wir haben Einzelbelegung gebucht und wohl das halbe Haus für uns. (Hier Bilder und Beurteilungen.)

Die Kurse finden im nahen, ebenfalls frisch sanierten bwz. neuaufgebauten ehemaligen “Stadtbad” statt, das heute die Tourismus & Kongress Service beherbergt – und eben auch einen Seminarraum. Und das ganz in der Nähe des Touri-Highlights “Altes Rathaus” sowie am Alten Ludwig-Donau-Main-Kanal gelegen.

Falls man nun herauslesen sollte, dass das sommerkursliche Zweithauptziel die touristische Erschließung und Entdeckung einer der schönsten aller deutschen Städte sowie der berühmt-berüchtigten oberfränkischen Genusskultur ist … nun, so trügt das ganz und gar nicht.

Uns erwartet beispielsweise als Rahmenprogramm eine speziell für unsere Gruppe ausgedachte Bierseminarführung, die uns – soll ich das tatsächlich so schreiben?! – “laufen und saufen” lässt. Zur Beruhigung: da das Umland reich an Streuobstwiesen ist, wird speziell für die vielen Anti-Alkolholtrinkenden einheimischer Apfelsaft mitgeführt. Doch den neun (!) privaten Brauereien ist hier einfach der Tribut zu zollen! (Und das sag sogar ich als Zöli, die ich nur glutenfreies Bier trinken darf, schnief.)

Daher, und sofern das Wetter mitmacht, erstürmen wir an einem Abend einen weiteren Hügel, den Stephansberg mit seinen urig-gemütlichen “Kellern” (so etwas ähnliches wie Biergärten und ein absolutes MUSS). Frankenwein gibt es natürlich auch auf dem Wilde-Rose-Keller oder dem Spezial-Keller, letzterer mit grandiosem Ausblick.

Als Wahlbambergerin kann ich jedenfalls versprechen, dass die fränkische Lebensart nicht zu kurz kommen wird, die da heißt: feste arbeiten und Feste feiern!”

Lust bekommen? Na, dann vorsorglich spontan anmelden – kurz und formlos mit Angabe der dienstlichen Erreichbarkeit unter sommerkurs@bib-info.de. Keine Bange, eine kostenlose Rücktrittsmöglichkeit wäre bis 1.6. möglich.

Ihr BIB-Sommerkurs-Team freut sich auf SIE!

Ilona Munique und Karin L. Kuhn, BIB-Kommission für Fortbildung


Heute ist Welttag des Buches und des Bieres

April 23, 2011

Das passt zumindest für meine Person sehr gut zusammen. Buch sowieso. Bier deshalb, weil meine Wahlheimat Bamberg die (gar nicht mehr so) heimliche Hauptstadt des Bieres ist. Nirgendwo gibt es so viele private Brauereien wie hier. Neun Stück in der Stadt und an die Hundert im Umkreis Bambergs. Schade nur, dass ich glutenfrei leben muss, also auch nichts vom Biergenuss habe. Doch freue ich mich sehr, wenn’s anderen schmeckt. Ich lese derweil ein Buch. Und das bildet bekanntlich. Also hat diese Meldung durchaus etwas in unserem Weblog verloren.

Apropos verloren … für morgen wünschen wir allen eine erfolgreiche Gaggerles-Suche und schöne Ostertage!

Ilona Munique, auch im Namen von Dr. Jürgen Plieninger


Reutlingen! Boah ey! Attraktiv! Spannend! Filmreif!

September 3, 2010

Heute stütze ich mich mal so recht auf ein Zitat. Und schuld daran hat Reutlingen. Weil – das ist doch quasi unser Stammsitz. Da residiert die Geschäftsstelle des Berufsverbands Information Bibliothek e. V., kurz: der BIB, unter deren Flagge wir hier schreiben. So, und nun kommt’s, das Zitat, übernommen vom Newsletter des 3. Deutschen Weiterbildungstages (DWT), der, wie mehrmals berichtet, am 24.09.2010 stattfinden wird:

Reutlingen und Berlin kommen in den Bundestag
———————————————————
Die Entscheidung fiel schwer: Aus knapp 500 Veranstaltungen musste ein fünfköpfiges Redaktionsteam zwei Orte wählen, die zum Weiterbildungstag live in den Bundestag geschaltet werden (wir berichteten). Auswahlkriterien waren Attraktivität, Fernsehtauglichkeit und technische Realisierbarkeit. In die engere Wahl kamen Hamburg (»Bildungskiez«), Berlin (»Lange Nacht der Weiterbildung«), Pinneberg (»Bildungstreppe«), Kiel (»Wie viel weiß Kiel?«) und Reutlingen (»Bildungs-Bausteine«).

Nach intensiver Diskussion entschied sich die Jury schließlich für das baden-württembergische Reutlingen. Hier organisieren Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft für berufliche Fortbildung, die Volkshochschulen, die
Bildungsakademien, freie Träger, Berufsschulen und viele andere mehr gemeinsam ein einzigartiges Event auf dem Marktplatz. Rund 400 individuell gestaltete Bildungs-Bausteine (Kartons a 60 x 40 x 30 cm) werden
aufgestapelt und symbolisieren das Reutlinger Bildungshaus. Eine spannende Aktion mit sicher schönen Bildern – mehr sehen Sie später im Internet.

Mit Kiel hätten wir uns auch anfreunden können, was, Karo?! (Für die Nicht-Eingeweihten: Karoline Weise ist ein FobiKom-Mitglied, wohnhaft in Kiel.)

Tja, alles Gute liegt so nah! Herzlichen Glückwunsch nach Reutlingen!!!

Apropos ... nah liegt zum Thema DWT natürlich Bamberg, da hier der “Stammsitz” der Kommission für Fortbildung. Wenngleich unser interkultureller Gesprächskreis vielleicht nicht unbedingt medientauglich (trotz der gerade ums Eck ‘rum stattfindendenden Dreharbeiten der Constantin Films zu den “Drei Musketieren”), dafür jedoch tagesaktuell ist. Aber davon schrieb ich in dieser Woche bereits … (Und wir sind doch mal gespannt, wann  die erste BIB-Landesgruppe innerhalb einer derartigen Hitliste erscheinen wird. Das wäre doch ein Plus für die doch so viel beschworene Lobbyarbeit.)


FobiKom-Sitzung mal ganz persönlich

April 27, 2010

Kommissionssitzungen sind üblicherweise randvoll mit fachlichen Inhalten, so dass meist wenig Zeit für den persönlichen Austausch bleibt. Da traf es sich gut, dass wir diesmal eine zweitägige Sitzung anberaumt hatten, unserem personellen Neubeginn geschuldet (siehe gestrigen Beitrag). Heute also einmal einen Weblog-Eintrag  der Art, wie er üblicherweise oft zu lesen ist: als persönlicher Bericht.

Bei strahlendem Sonnenschein begegnete uns Bamberg besonders freundlich. Noch waren jedoch die abendlichen Temperaturen nicht biergartengerecht, obgleich unser Treffpunkt, der Wirtshof Sternla, über selbigen verfügt hätte. Das Sternla (die dialektische Verkleinerung -la ist typisch oberfränkisch) ist das älteste Wirtshaus Bambergs (1348) und von daher “ein Muss”. Doch neben traditionsreichen Wirtschaften gibt es ob der vielen Student(inn)en auch Pizzerien. Eine sehr beliebte Pizzeria, das Salino, schmiss sich uns auf dem Weg zum Hotel “Am Blumenhaus” im Haingebiet, den Schillerplatz mit seinem E.T.A.-Hoffmann-Theater querend, als Absacker quasi vor die Füße.

Der Einstieg in den nächsten Abend begann dann allerdings nicht sofort mit Schwarz- oder Rauchbier. Es galt schließlich nicht nur, dem besonderen Ruf Bambergs mit seiner größten Brauereidichte Deutschlands zu folgen, sondern auch, unseren eigenen guten Ruf zu erhalten.

v.l.n.r. oben Margit Rützel-Banz, Ilona Munique, Dr. Stefan Knoch, Sonja Bluhm, Michaela Babion, Ulrike Kraß, Monika Lerp, Karoline WeiseWir lenkten stattdessen unsere Schritte dombergaufwärts in eine weitere traditionsreiche Institution, nämlich der Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz. Dort erwartete uns der stellvertretende Leiter, Dr. Stefan Knoch, um uns die herrlichen Räumlichkeiten und Schätze dieser Forschungsbibliothek mit seinen Sondersammlungen von Handschriften aus zahlreichen Skriptorien und des Buchdrucks um 1500 zu zeigen, die sogar teilweise noch in originalen Behältnissen, Schauregalen und Räumen zu bestaunen waren. Da war es fast schon schade, dass wir die eineinhalbstündige und überaus kenntnisreiche Führung beenden mussten, um zu unserem reservierten Abendbrottisch zu eilen.

Doch auch dort punktete man mit einem Superlativ. Die Brauerreigaststätte Klosterbräu mit seinem bekannten “Schwärzla” ist die älteste Brauerei Bambergs, 1333 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem wir eine ausreichende Unterlage für weitere Schandtaten hatten, gingen wir zurück zum Hotel. Es dürfte verständlich sein, dass die vor uns liegenden 650 Meter mit einer Verschnaufpause einhergingen. Die im 12. Jahrhundert erbaute Weinschänke Bischofsmühle, die wir mit einem Schlenkerla (1. Bedeutung: kleiner Umweg; 2. Bedeutung: Bamberger Rauchbier. Suchen Sie sich eine davon aus) erreichten, war uns dafür gerade recht.

Die Vorsitzende (und Gastgeberin) kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kommission für Fortbildung nicht zum letzten Male in Bamberg zu einer Sitzung zusammenkommen wird. Dennoch soll unsere nächste Sitzung in Frankfurt a. M. sein (23.10.10). Der freundlichen Einladung unseres Gastes, Margit Rützel-Banz, werden wir sehr gerne Folge leisten! Und zwei weitere sehr schöne Städte, Freiburg i. Br. und Marburg, sind ernstzunehmende “Konkurrenten” für Bamberg ;-)

Was wir zwischen diesen Vergnügungen erarbeiteten, erfahren Sie in Kürze.


Zur Hirnforschung und Bildung aus Bamberg

November 16, 2009

So beschaulich wie es auch erscheinen mag – Bamberg hat doch so einiges zu bieten in Sachen Hirn und Bildung. Der Fränkische Tag (FT, 14/15.11.2009) zitiert Prof. Manfred Spitzer mit “Das Gehirn lernt immer”. Der Hirnforscher referierte an den 14. Bamberger Wirtschaftstagen über die Funktionsweise des Gehirns. Neben der Erkenntnis, dass Glück und Lernen in einem Zusammenhang stünden, unternahm er dabei auch einen Abstecher in die Pädagogik.

Spitzner erklärte, dass das Gehirn gar nicht anders könne, als immer zu lernen und sich je nach Reiz und Eindrücken auch immer wieder zu ändern. Lernen hinterlasse außerdem Spuren im Kopf. Leider auch, wenn ein 18-Jähriger durchschnittlich 200.000 Gewalttaten durch Fernsehen konsumiert hat. Rund fünfeinhalb Stunden Medienkonsum pro Tag stehen den durchschnittlich vier vollen Unterrichtsstunden gegenüber. Wie das Verhältnis “Wissensaufnahme versus Bilder”gewalt” bei Erwachsenen aussieht, wage ich jetzt nicht daraus abzuleiten.

Außerdem zu lesen: Der Kultusminister Ludwig Spaenle äußerte sich während einer Diskussion mit Wissenschaftlern in Bamberg erstaunt darüber, “warum […] das Nationale Bildungspanel nicht schon vor 30 Jahren angedacht wurde”, so die FT (S.3). [Wir berichteten zum Start des Projektes.] Und weiter: “In seiner Verfolgung des Bildungsverlaufs über ein ganzes Lebensalter hinweg stelle das Projekt eine weltweit einmalige Untersuchung dar.” Die Ergebnisse aus 60.000 Entwicklungsverläufen werde zu deutlichen Veränderungen in unserer Bildungslandschaft führen. Man darf gespannt sein … und wir bleiben dran … am Hirn und an der Bildung!


Andragogentag in Bamberg

Juni 23, 2009

Zum Vormerken: traditionell am letzten Samstag im November, dieses Jahr am 28.11.2009, findet der Bamberger Andragogentag statt. Thema (Arbeitstitel): Beratung in der Weiterbildung – Lern-, Bildungs- und Organisationsberatung.

Ausrichter ist der Lehrstuhl für Andragogik unter Prof. Dr. Walter Bender, Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Im Wikipedia (Letzter Zugriff 18.6.09, 19.30 Uhr) wird als derzeitiger Lehrstuhlinhaber noch immer Prof. Dr. Jost Reischmann geführt, was seit dem 16. Juli 2008 nicht mehr stimmt (wir berichteten).

Wenden wir uns für die Begriffserläuterung der Andragogik deshalb einem anderen Wiki zu, dem BildungsWiki.

“Andragogik ist die Wissenschaft von der Bildung Erwachsener. Sie versteht sich als eine zur Pädagogik komplementäre Wissenschaft, darf aber nicht einfach kontrastierend mit dieser gesehen werden. Vielmehr spricht vieles dafür, dass der Mensch im Laufe seiner Lernbiographie zuerst für pädagogische Maßnahmen empfänglich und dann mit zunehmender Autonomie offen für andragogische Maßnahmen ist”.


Moodlemoot-Konferenz nicht nur für Lehrer

März 3, 2009

Wer meint, dass das Programm Moodle nur als Lerninstrument rein für den Schulunterricht gedacht ist, kann sich auf der Moodle-Konferenz 2009 (MoodleMoot) in Bamberg vom 19. bis 20. März 2009 (Pre-Konferenz: 17.-18.03.) eines Besseren belehren lassen. Die Konferenz beinhaltet auch Tracks für Hochschulen und für die Erwachsenenbildung, beispielsweise:

  • Mit Moodle Lernen individualisieren (Szenarien für die Erwachsenenbildung)
  • Moodle als didaktisches Instrument
  • Vollmoderati0n in virtuellen Räumen
  • Effizientes Erstellen interaktiver Grafiken durch ein Annotationswerkzeug
  • FH Oldenburg – Integration von Moodle in den Lehrbetrieb einer Hochschule
  • Funktion und Einsatzszenarien von Gruppen / Gruppierungen
  • Workshop: Elemente lösungsorientierter Online-Didaktik mit Moodle und Web 2.0-Tools – Unterwegseinsichten aus systemisch-konstruktivistischer Sicht
  • Workshop: Open Meetings – Open Source; Web-Conferensing integriert in Moodle

u.v.m.

Praktischerweise kennzeichnen verschiedenfarbige Sterne im Konferenzprogramm, ob Vor- oder Expertenwissen notwendig ist, oder ob auch Anfänger im Vortrag gut aufgehoben sind. Konsequenterweise wurde die Webdarstellung der Konferenz ebenfalls moodle-unterstützt geleistet.

Ich habe ganz den Eindruck, dass sich Bamberg im Bildungsbereich zu einer heißen Adresse entwickelt. Die Autorin jedenfalls freut sich über die räumliche Nähe zur Konferenz und wird das entsprechend nutzen. Und darüber berichten sowieso.


Größtes Bildungsprojekt in der deutschen Geschichte

Februar 3, 2009

In Bamberg steht man derzeit Kopf. Beginnt hier doch in Kürze die Koordination des größten Bildungsprojekt der deutschen Geschichte. Das Nationale Bildungspanel (National Educational Panel Study, NEPS) unter der Leitung des Soziologieprofessors Dr. Hans-Peter Blossfeld hat zum Ziel, die Bildungskarrieren über individuelle Lebensphasen hinweg zu erforschen.

Nicht nur die 60 Mitarbeiter im künftigen Domizil in der “Wilhelmspost” sowie das Excellenz-Netzwerk von über 20 Universitäten und Institutionen erwarten sich im Ergebnis Handlungsempfehlungen für die Zukunft. Wie wichtig dieses Forschungsvorhaben auch und gerade für unsere Bildungspolitiker ist, werden wir spätestens zur Einweihung in einer Woche durch Bundesbildungsministerin Annette Schavan und den bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch erfahren. Ein Indiz für den hohen Stellenwert des Bildungsforschungsprojekt sind die 70 Millionen Euro, die dafür “locker gemacht” wurden. Hat der letztjährige umstrittene Bildungsgipfel in Dresden doch noch seine Wirkung gezeigt?

[via Fränkischer Tag, 31.01./01.02.2009]

Noch nicht einmal ein halbes Jahr ist die Autorin jetzt in Bamberg heimisch. Und schon hat sich die Achse ihrer Wahrnehmung verschoben. Oder sollte Bamberg tatsächlich der “Nabel der deutschen Bildungsforschung” sein? Immerhin gibt es in dieser liebenswerten Kleinstadt von gerade mal 70.000 Einwohner den einzigen Lehrstuhl für Andragogik, der Wissenschaft von der Erwachsenenbildung (wir berichteten).

So könnte auch eines der zu erwartenden Nebenergebnisse von NEPS sein, dass äußere Beschränkungen (Kleinstadt, Lebensalter, Schulabschluss, Finanzierung, etc.) nicht allein entscheidend sind, was sich in jedes einzelnen Kopfes tut und wie sich Lebenslanges Lernen erfolgreich praktizieren lässt. Dennoch: eine offene Haltung mit gleichzeitiger wirkungsvoller Förderung gegenüber den Bildungswilligen und Lehrwilligen von Seiten der Bildungspolitiker kann diesem unseren deutschen Lande den entscheidenden Wettbewerbsvorteil geben.

Lasst uns hoffnungsvoll in die nächsten fünf Jahre blicken. Sollte es diesen Blog dann noch geben, werden wir über die Ergebnisse des größten Bildungsprojekts Bambergs und Deutschlands berichten.


Personalentwicklung auf Katholisch (II)

Oktober 23, 2008

Als Instrumente der Personalentwicklung nennt das Protokoll der Bamberger Dekanenkonferenz 2008 (s. a. Beitrag gestern):

  • Aufbau eines systematischen Personalentwicklungsprozesses: standardisiertes Bewerbungsmanagement, systematische Einführung neuer Beschäftigter, aktuelle Stellenbeschreibungen, Mitarbeiter-, Qualifikations- und Rückkehrgespräche u. a.
  • Entwicklungsmaßnahmen: Fort- und Weiterbildung, Coaching, Patenschaften für Beschäftigte in Elternzeit, Teamentwicklung u.a.
  • Arbeitsorganisation: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Qualität der Zusammenarbeit, Entscheidungstransparenz, Führungsverhalten u. a.
  • Information und Kommunikation: siehe weitere Informationen auf der Homepage der Erzdiözese / Stichwort: Personalentwicklung.
  • Qualitätskonzept: Feedback durch Befragungen u. a.

Klingt alles sehr vertraut und so gar nicht nach Fegefeuer, eher nach himmlisch-paradiesischen Personalentwicklungsvorhaben. Auch das leidige Thema der Mitarbeitergespräche ist nicht ausgespart und wird in tröstliche Worte gepackt.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem „Mitarbeitergespräch“. Dessen Zweck ist nicht die Beurteilung von Mitarbeitern, sondern der Dialog mit dem nächsten Vorgesetzten, um Arbeitsumfeld, -ergebnisse sowie -ziele zu beleuchten und so besser erreichbar zu machen. Das muss wiederum Auswirkungen auf die Strukturen innerhalb der Dienststelle haben.

Ein Amen wäre jetzt eventuell angebracht, doch will ich’s nicht missbrauchen. Es genügt sicher, wenn wir alles Gute für das Konzept wünschen.


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