Juli 24, 2008
In ihrem BuB-Editorial zum Bibliothekartag (s. BuB H. 5, 2008, S. 362) hatte Susanne Riedel, unsere BIB-Vorsitzende, es bereits angedeutet. Nun ist “der Ball im Kisterl”.
Die Beschlussempfehlung des Deutschen Bibliotheksverbandes, DBV, demzufolge Bibliothekartage als Fortbildungsveranstaltungen gelten (sollen), wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen, so die Verlautbarung aus einer sicheren Quelle, dem offiziellen Protokoll vorauseilend. (Nicht umsonst stehen Bibliothekartage auf den BIB-Webseiten schon von jeher unter “Fortbildungsveranstaltungen”.)
Vorausgegangen war der Beschlussvorlage ein Offener Brief (PDF, 152 KB) der Personalverbände BIB und VDB an die bibliothekarische Fachöffentlichkeit mit der Überschrift: “Fortbildung kostet Zeit und Geld, keine Fortbildung kostet die Zukunft!” (s.a. BuB, 2008, H. 4, S. 285)
Für Erfurt 2009 können folglich alle Teilnahmewilligen bei ihren Vorgesetzten darauf verweisen und betonen, dass es sich beim 98. Deutschen Bibliothekartag weder um eine Butterfahrt noch um ein Stammtischtreffen Ehemaliger, sondern um “Fortbildung auf höchster Ebene” handelt.
Höchste Zeit dafür.
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Verfasst von fobikom
Juli 22, 2008
Hintergrund: Die Kommission für Fortbildung trägt derzeit durch eine Abfrage der BIB-Landesgruppen zusammen, wie es um die jeweilige Kooperationen und Koordinierung von Fortbildung in den einzelnen Bundesländern bestellt ist. Eine der Fragen ist dabei, ob es eine gemeinsame Veranstaltungspublikation zwischen den Kooperationspartnern gibt.
Gestern hatte ich mir Bayern zur Abfrage vorgenommen.
Bei der Niederlegung der Historie des bibfib-Kalenders bekam ich den Eindruck, dass Fortbildung an gewissen Stellen an Stellenwert verlieren könnte. Hier ein Auszug aus der Recherche:
- Publikation: Fortbildungskalender bibfib.de (Bibliothekarische Fortbildung in Bayern)
Redaktion: Bayerische Staatsbibliothek München für die Online-Schaltung; Grundlage ist eine Excel-Tabelle, die zweimal im Jahr nach Aufforderung von der Fachstelle, Außenstelle Regensburg, von den (derzeit bis zu 26) Kooperationspartner ausgefüllt und zurückgesandt wird.
Erscheinungsweise: Detaillierte Fortbildungsinformationen sind nur noch online erhältlich, eine reduzierte Titelauswahl findet sich in der Zeitschrift „Bibliotheksforum“.
- Zur Historie: 2001ff erschien eine gemeinsame Publikation in Broschürenform*, die aus Rationalisierungsgründen ab 2004 als geklammerte Heftbeilage (zuletzt 31 Seiten) zur Publikation „Öffentliche Bibliotheken in Bayern“ (ÖBIB) aufging. (*Seitenzahl unbekannt, da ich leider in einem Anfall von Umzugsstimmung - ja, ich ziehe wieder zurück nach Bayern! - die alten Hefte wegwarf.)
- Die Beilage wiederum wurde zum Veranstaltungszeitraum des zweiten Halbjahres 2005 aufgegeben und direkt „mitten“ in die Publikation ÖBIB (auf 5 Seiten) integriert, gekennzeichnet durch einen roten Seitenrand.
- Ab 2007 ging die (von den Fachstellen bisher noch selbst publizierte) Zeitschrift ÖBIB auf, und zwar in das „Bibliotheksforum Bayern“, das bis dato für wissenschaftliche Bibliotheken konzipiert war. Damit rückte der bibfib-Kalender auf die hinteren Seiten und reduzierte sich auf eine Seite und um die nähere Themenbeschreibung, im darauf folgenden Heft nochmals reduziert um die detaillierteren Informationen zu den aktuell meldenden (zuletzt 14) Veranstaltern, und nunmehr versehen mit dem Untertitel „in Auswahl“, welcher ein Heft später zum Normaltitel wird, also: “Bibliothekarische Fortbildung in Auswahl”. Im Anschluss an eine (dürftige) Tabelle werden einzelne Highlights textlich gesondert behandelt bzw. beschrieben.
- Alle Fortbildungsveranstaltungen des Halbjahres lassen sich erfreulicherweise online innerhalb des bibfib-Kalenders unter bibfibprint (PDF, 112 KB) downloaden. Inklusive Kurzbeschreibung, Veranstalteradressen und Teledaten.
- Ab dem Jahrgang 2002 findet sich ein Online-Archiv des Heftes ÖBIB. Besonders nutzerfreundlich: einzelne Artikel lassen sich auch einzeln downloaden (im Unterschied zum BuB). Sollte also einmal eine Auswertung über alle angebotenen Veranstaltungen anstehen, so steht dem nichts im Wege. Ganz abgesehen davon, dass einem die für die Fortbildungsmeldungen zuständige Redakteurin in der Fachstelle Regensburg, Ingrid Schneider, vermutlich entsprechende Wege zu allen Archivalia zeigen würde. Ich würde z.B. anfragen, ob es auch ein Archiv von bibfibprint gibt - vielleicht habe ich es übersehen?
Vermutlich ist es eine Konzession an die moderne Zeit, dass Meldungen des Printbereichs abwandern in den Online-Bereich. Ob sie da jedoch buchstäblich “vor Augen bleiben” und damit besser erinnerlich, ist die Frage. Sicher ist es auch eine Frage der Kosten. Die verbleibenden Meldungen werden wohl nach bestimmten Kriterien seitenanzahlsmäßig “gehandelt”. Hat die Fortbildung demzufolge tatsächlich ihren Stellenwert verloren? Sprechen alle Indizien dafür?
Ich glaube, Nein. Mag es auch bedauerlich sein, dass der Printbereich schrumpft. Die Recherchierbarkeit von Fort- und Weiterbildungsangeboten ist ungleich wichtiger, und dafür wird doch ausreichend Sorge getragen. Das beruhigt.
Foto1: leider unbekannt. Für sachdienliche Hinweise
Foto 2: Bernd Ehrhardt, Agentur Zeitgeist, pixelio.de
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Verfasst von ilonamunique
Juli 20, 2008

Bildung rechnet sich
Der Lohn der Fortbildungsmühen lässt zuweilen auf sich warten, doch Bildung rechnet sich bekanntlich immer. Nur - oft bräuchte es etwas früher die notwendigen Mittel, um Bildung bezahlbarer zu machen. Freuen Sie sich deshalb auf den Herbst - die Bildungsprämie steht bereits im Startloch. Gering- und Mittelmaßverdiener können bald ihr Haushaltsloch stopfen.
Konkret: wer mit weniger als einem zu versteuernden jährlichen Einkommen von € 17.900,- (das Doppelte bei Verheirateten) auskommen muss, erhält eine maximale (!) Prämie von € 154,-, um 50 Prozent der Seminarkosten zu finanzieren.
Tipp: Schlaue Fort- und Weiterbildungsanbieter/innen weisen in ihren Ausschreibungen auf die Möglichkeit der Bildungsprämie hin.
Interessant in diesem Zusammenhang die Nennung einer Bagatellgrenze von 30 EUR. Seminare, die weniger kosten, werden nicht mit einem Zuschuss unterstützt. Vielleicht ist dann langsam Schluss mit Dumping-Honoraren für eine hohe Anzahl von Referentinnen und Referenten. Bis sich das allerdings ändert (siehe Debatte zum Mindestlohn), kommen diese wenigstens gleichfalls in den Genuss geförderter Weiterbildungen für den eigenen Bedarf.
Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit ist, dass aus den angesparten vermögenswirksamen Leistungen vor Ablauf der Sperrfrist von sieben Jahren förderungsunschädlich Geld entnommen werden kann. Wer also Großes vorhat, der greife beherzt auf seine hohe Kante und hole sich sein Erspartes, bevor es sich die Inflation holt. In Bildung ist das Schlummergeld allemal besser angelegt.
Und was ist mit all denen, die besser und noch besser verdienen? Verdienen die denn keinen Bildungskostenzuschuss? Aber ja, und warum auch nicht! Das ist ähnlich wie beim Freibier, das freut doch alle - arm wie reich!
Besserverdienende profitieren immerhin von Weiterbildungsdarlehen (ähnlich Studienkrediten), die sogar ohne Kreditwürdigkeitsprüfungen vergeben werden.
Mit all diesen (und weiteren) Maßnahmen will die Bundesregierung bis 2015 im Rahmen ihrer “Konzeption zum Lernen im Lebenslauf” (Lebenslanges Lernen) erreichen, dass sich 50% aller Berufstätigen einmal im Jahr eine Fort- und Weiterbildung gönnen.
Das hilft dem Land, denn Bildung rechnet sich … immer!
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Foto: pixelio.de | Claudia Hautumm
P.S.: Wir förderten zwar ein österreichisches (PDF, 156 KB), nicht jedoch ein deutsches Antragsformular zutage. Wem etwas über den Weg laufen sollte - wir freuen uns auf einen entsprechenden Kommentar oder eine E-Mail-Nachricht. Ansonsten: wir bleiben dran und melden uns …
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Verfasst von fobikom
Juli 18, 2008
Interview der BIB-Kommission für Fortbildung, FobiKom, mit Margit Rützel-Banz zur bibliothekarischen Fort- und Weiterbildung. 
FobiKom: Frau Rützel-Banz, Sie sind seit 2003 in der Geschäftsstelle für Aus- und Fortbildung an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main / HeBIS für das Kursangebot und die Organisation der Fortbildungen zuständig.
Was macht Sie als Weiterbildungsanbieterin bzw. -organisatorin besonders glücklich?
Margit Rützel-Banz: Hm, da gäbe es viele Komponenten … besonders glücklich macht es mich, wenn die Themen, die ich anbiete, den tatsächlichen Bedarf decken konnten. Und viele Teilnehmende kenne ich ja noch aus meiner langjährigen Tätigkeit an der Bibliotheksschule in Frankfurt a.M., Fachhochschule für Bibliothekswesen. Wenn diese dann Jahre später wieder in meine Fortbildungsveranstaltung kommen, freue ich mich, wenn ich so zusagen noch ein Sahnehäubchen nachreichen konnte. Es ist auch schön zu erfahren, wenn die Fortbildungen etwas zum beruflichen Weiterkommen beigetragen haben.
Wo sehen Sie in der bibliothekarischen Weiterbildung Veränderungs- oder Verbesserungsbedarf?
Rützel-Banz: In einer besseren Absprache und gelegentlichen Treffen mit den Fortbildungsanbietern in ganz Deutschland. Manche meiner Teilnehmer/innen kommen vom Bodenseeraum oder aus Hamburg, und da wäre es doch gut, wenn einige Themen überall angeboten werden könnten und nicht jeder das Rad neu erfinden müsste.
FobiKom: So ähnlich wie das Rent-a-Fobi-Angebot der FobiKom: ein bestimmtes Thema ausarbeiten und allen BIB-Landesgruppen zur Übernahme anbieten, oder?
Rützel-Banz: Ja, etwas in der Art. Und es gab in der Vergangenheit auch schon derartige Ansätze, die aber letztendlich immer im Keim erstickten. Genau so ist das auch mit den Datenbanken. Wissenbringtweiter ist zum Beispiel ein wirklich guter Ansatz. Die Abfragemöglichkeit hat jedoch ein viel zu grobes Raster, so dass man bei der Suche immer genau den Begriff erraten muss, unter der eine Veranstaltung womöglich läuft, sonst findet man nicht alles. Das müsste viel feiner gegliedert sein, und es müssten sich auch mehr an der Eingabe beteiligen.
Welche Themen vermissen Sie in der bibliothekarischen Weiterbildung?
Rützel-Banz: Eigentlich keine …
FobiKom: … denn wenn Sie Lücken finden, schließen Sie die wohl selbst?
Rützel-Banz: So ist es. Kürzlich hatte ich eine sehr spezielle Themenanfrage, dazu wurde meines Wissens und meiner Recherchen nach noch nirgendwo etwas angeboten. Es ging um steuerrechtliche Fragen in der Medienbearbeitung. Ich habe mir passende Dozenten gesucht, die Veranstaltung bundesweit angeboten und im Handumdrehen war sie ausgebucht. Sie wurde auch direkt ein Jahr später wiederholt. Sowohl beim Aufspüren von Themenlücken als auch beim Lückenfüllen bin ich natürlich auf Anregung von außen angewiesen. Hier wie bei der Referentensuche hilft mir mein Netzwerk, welches ich in langen Jahren geknüpft habe.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten …
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Verfasst von fobikom
Juli 17, 2008
Neben Globolibro ist es seit kurzem das Weblog Librarian in Residence, das Einblicke in das Bibliothekswesen anderer Länder gibt, hier allerdings bezogen auf die USA und hier nochmal speziell auf New York und die interkulturelle Bibliotheksarbeit bezogen. Den Beitrag zur Fortbildung dort möchte ich gern ganz zitieren:
Weiterbildung fuer Mitarbeiter
…wird sehr ernst genommen. Das Angebot ist umfangreich und vielfaeltig.
Die Teilnahme an den Programmen ist grundsaetzlich fuer alle Mitarbeiter moeglich.
Relevanz fuer die Arbeitsaufgabe spielt keine Rolle.
Man verfaehrt nach dem Grundsatz, dass Wissenszuwachs an sich ja nur positiv sein kann.
Wenn von dieser Einstellung nur ein bißchen in Deutschland vorhanden wäre! Außer für die Mitarbeiter/innen wissenschaftlicher Bibliotheken, bei denen das im Ansatz möglich ist, sehe ich da keine Entsprechung, schon gar nicht im Bereich der Öffentlichen Bibliotheken. Wie soll lebenslanges Lernen gelinen, wenn es nicht gefüttert wird, von Adäquatem - und Inadäquatem?
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Verfasst von jplie
Juli 12, 2008
… so die bedauernde Auskunft einer großen Buchhandlung in einer 70.000 Einwohner zählenden Universitätsstadt in Oberfranken. Wollte nur mal eben schnell von unterwegs einen kleinen Blogbeitrag in Form einer Rezension schreiben. Nun gut, schnappe ich mir ein flott zu lesendes, kleines Büchlein, zwar bereits 2003 im Aniris Verl. erschienen, von mir jedoch bisher noch nicht entdeckt. Was durchaus an der Größe bzw. Kleine liegen kann: gerade mal 75 Seiten im Din-A 6-Format, und darf sich im Untertitel dennoch als “Ein Handbuch für alle Seminare” bezeichnen. Alle Achtung, ganz hübsch selbstbewusst, Michael E. Buchholz! Er verrät uns denn auch ohne große Umschweife den Schlüssel zum Seminarerfolg und
“Wie du das Beste aus dir herausholst” ISBN 3-937281-00-2
Die Kapitel gliedern sich logisch: Vor dem Seminar - Unmittelbar dabei - Und danach.
Bitte verstehen Sie das richtig: nicht Seminarleiter/innen sind hier gemeint! Nein, die Teilnehmenden selbst werden angesprochen - was doch einigermaßen erstaunlich, da selten ist.
Bisschen etwas aus dem bisschen Buch:
Von der Auswahl des richtigen Seminars und das Festlegen der persönlichen Lernziele (Bravo! Sehr vorbildlich gedacht!) über die Zeilen zur eigenen Verantwortlichkeit (heftiges Nicken!) bis hin zu Tipps wie dem, das Handy auf dem Zimmer zu lassen und stattdessen lieber Kontakte in den Seminarpausen zu knüpfen. Besonders angetan hat mir (und auch innerhalb der FobiKom kommen wir immer wieder auf Nachhaltigkeit zu sprechen) die 72-Stunden-Regel und das 21-Tage-Phänomen.
Was diese besagen? Am besten Selberlesen. Kostet nur EUR 6.95.
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Verfasst von fobikom
Juli 11, 2008
eTeaching? eLearning? - Zwei Seiten einer Medaille! Ohne dass jemand Neigung und Spaß hat, online zu lehren, kann auch kein eLearning stattfinden. Also, zum Beginn dieser Serie also das e-teaching.org NotizBlog. Aber wenn man von diesem Blog spricht, muss man zunächst über die Seite sprechen, der es zugeordnet ist: e-teaching.org. Hier steht zu lesen:
“Das Informationsportal dient als Selbstlernangebot oder als Baustein für hochschulspezifische Qualifizierungs- und Medienentwicklungsstrategien. Eine Einführung in die verschiedenen inhaltlichen Rubriken des Portals finden Sie in der Übersicht. Auf unserer Startseite präsentieren wir aktuelle Entwicklungen und Trends im E-Learning als wechselnde Themenschwerpunkte.”
Also eine astreine Quelle, die man getrost als Startseite nehmen kann, wenn man mit e-learning- oder e-teaching-Aktivitäten beginnt und sich einen Werkzeugkoffer wünscht! Da es im universitären Rahmen dienen soll, klingt es zwar manchmal ein wenig überkandidelt, macht aber nichts, dann transponiert man auf die eigene Ebene herunter! Ein kleines Zuckerle gibt es zur Zeit für unseren Berufsstand, da auf der Hauptseite gerade das Special Bibliothek 2.0 - Neue Formen der Wissensorganisation angeboten wird. Das also zu e-teaching.org.
Das zugehörige NotizBlog ist voll in die Webseite von e-teaching.org integriert und bringt Meldungen zu den Neuigkeiten. Rubriken des Blogs sind die Teile des Portals,
- Lehrszenarien
- Medientechnik
- Didaktisches Design
- Projektmanagement
- Referenzbeispiele
- Materialien
Hinzu kommen noch Meldungen zu Kurznachrichten. Veranstaltungen. Weiterbildung. Jobangebote. Ausschreibungen und Podcasts. Daneben kommen noch Meldungen zu “Fundstücken“, zur Zeit auch immer wieder zum Special Bibliothek 2.0 …
Ein probates Mittel, sich beim eLearning auf dem Laufenden zu halten, oft kommen Angebote zu Chats mti Experten und Hinweise auf Kurse. Alles in allem eine gute Nachrichtenquelle, die man natürlich auch per RSS abonnieren kann. (Ich war vorhin ganz erstaunt, wie das aussieht, denn ich war schon Monate nicht mehr auf der Quelle, die ich stets in meinem Feedreader zur Kenntnis nehme …)
Nebenbei: Einer der (Mit-)Macher des NotizBlogs schreibt noch in einem privaten Blog, dem konzeptblog. Natürlich auch zum Thema! 
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Verfasst von jplie
Juli 8, 2008

… so die (handschriftlichen!) Zeilen keines Geringeren als die des Dr. Erhard Meuelers, seines Zeichens Professor für Erwachsenenbildung am Pädagogischen Institut der Universität Mainz (bis 2003) und Autor höchst erbaulicher Lektüre wie z.B. “Wie aus Schwäche Stärke wird: Vom Umgang mit Lebenskrisen” (und s.a. unseren allerersten Weblog-Beitrag).
Trotz eines kleinen Umwegs über unsere zuverlässige BIB-Geschäftsstelle in Reutlingen (vielen Dank fürs Weiterleiten!) fanden diese und weitere Zeilen (sowie Zeichnungen! … woher weiß Herr Meueler von meiner Neigung, mich mit jeder Katze sofort zu Duzen?!) den direkten Weg in mein Herz. Und wird hiermit – ich hoffe, der verehrte Herr Professor nimmt’s mir nicht übel – postwendend (ein altes Wort, neu belegt, oder sagt man jetzt neudeutsch: blogwendend?) in den FobiKom-Blog übernommen. Letzeren ich selbst zwar an keiner Stelle als “Initiative” propagiert hätte, doch will ich (einigermaßen verblüfft) der scharfsichtigen Beobachtung sicher nicht widersprechen.
Damit ich nun nicht nur dieses außerplanmäßige, außerelektronische und außerordentlich motivierende Ereignis zum Besten gebe und dabei in die Gefahr laufe, jemanden hier zu langweilen, gibt es noch einen weiteren Grund für meinen heutigen Beitrag. Erhard Meueler legte dem Brief interessante Seminarbeschreibungen bei, daraus ich zu seinem Modul Störungen & Konflikte in Gruppen zitiere:
… kann in der Form angegangen werden, dass von den Beteiligten aus der eigenen Bildungspraxis mitgebrachte Probleme und Widersprüche … zum Gegenstand kollegialer Beratung als didaktischer Supervision ohne SupervisorIn (kollegiale Fallbesprechung) gemacht werden.”
Das schlägt eine Brücke zum letzten Vortrag der heutigen Fortbildung des vdb-Südwest und vdb-Bayern in Stuttgart zum Thema “Auch Gutes kann besser werden! Qualitätsmanagement in Bibliotheken”:
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Verfasst von ilonamunique
Juli 5, 2008
Ich habe gerade im Weblog Tame the Web einen Beitrag von Lee Leblanc mit dem Titel “Creating Learning Structure: open or closed?” gelesen, in welchem er die Kolleginnen und Kollegen auffordert, Abschied von den proprietären Systemen, sprich: Lernplattformen zu nehmen und offene, auf verschiedenen sozialen Diensten beruhende Lernsysteme einzurichten. Mit im Boot: Weblogs der Studierenden, des Dozenten, eine Linksammlung des Kurses auf del.icio.us und ein Kursweblog, dazu noch die Profile der Kursteilnehmer und des Dozenten auf dem sozialen Forum Facebook und ein Kursprofil in Facebook. Das ist recht gut in einer auf flickr abgelegten Grafik zu sehen.
Das macht mich nachdenklich, denn komischerweise bin ich in letzter Zeit öfter aufgefordert worden, das Skript zu meinem Recherchekurs (das verlinke ich hier nicht, denn es müßte gründlich entrümpelt werden), das ich schon immer offen, nämlich als Webseite und PDF-Dokument angeboten hatte, doch in eine geschlossene Lernplattform zu überführen. Wahrscheinlich steckt dahinter die Gewöhnung an solche Dienste, die im universitären Bereich meist aus dem Grund geschlossen sind, die enthaltenen Dokumente urheberrechtlich zu schützen. Warum man aber freie Inhalte deshalb einzäunen soll, das will mir nicht in den Kopf!
Weiter kann man an dieser Grafik aber noch etwas ablesen: Die Kolleginnen und Kollegen drüben in den USA haben keinerlei Schwierigkeiten, sich das Lernen in einem Netz verschiedener Dienste der sozialen Software und verteilter Repräsentanzen der Kursteilnehmer zu denken. So, wie sie ganz selbstverständlich nicht in monolithischen Webrepräsentanzen von Bibliotheken gedacht haben und munter Weblogs bei Blogspot und anderswo angelegt haben, so munter denken sie die verschiedenen Repräsentanzen zusammen, die für die Dauer des Kurses von einem Profil oder auch einem Mashup der RSS-Feeds der verschiedenen Teilnehmer/innen zusammengefaßt werden. - Während an deutschen Universitäten noch darüber nachdenkt, wie man die Studierenden einfangen kann mittels proprietärer E-Mail-Adressen und Angeboten, die man ihnen, kaum sind sie exmatrikuliert, dann wieder entreißt, nehmen die amerikanischen Kolleginnen und Kollegen den Benutzer ernst, holen ihn dort ab, wo er seine Repräsentanz hat (Facebook!), gibt ihm noch ein paar weitere Instrumente an die Hand (WordPress! Delicious!) und arbeitet einfach damit.
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Verfasst von jplie
Juli 2, 2008
Ilona hat hier erfolgreich das Format der Serie ins Blog eingeführt und ich möchte das gerne aufgreifen. In der nächsten Zeit werde ich hier im FobiKom der FobiKomm
drei Perspektiven in lockerer Folge jeweils als Serie verfolgen:
- wichtige Neuigkeitenquellen für die Fort- und Weiterbildung, vorzugsweise Weblogs, Newsletter und deren RSS-Feeds,
- ebensolche Neuigkeitenquellen aus den Bereichen eLearning und Informationskompetenz sowie
- wichtige Webseiten zur Fort- und Weiterbildung.
Bei letzerem werde ich natürlich den “Blickpunkt Internet” aus dem BuB-Heft 02/2007 kannibalisieren, welches auch online verfügbar ist. Wenn Sie wollen, können Sie also schon spickeln … ;-), ich werde aber jeweils nochmal neu formulieren, so dass die Sache spannend bleibt.
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Verfasst von jplie
Juli 1, 2008
Es ist eine nette Tradition der OPL-Kommission, nach dem Bibliothekartag einen kleinen Rückblick auf die Veranstaltungen zu geben, die von ihr organisiert und durchgeführt wurden. Hier ist er! Zur Hauptveranstaltung kann man sich die Präsentation des Referenten Lambert Heller ansehen, zu den Workshops und der Exkursion werden Berichte gegeben. Es ist geplant, die Themen der beiden Workshops zu bearbeiten und als “Checklisten” zu veröffentlichen.
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Verfasst von jplie
Juni 27, 2008
In der bibliothekarischen Auskunfts-Mailingliste RABE-L war vorgestern die Frage nach der Herkunft eines Sprichwortes, welches mir sehr schön auf die Didaktik von Fortbildungsveranstaltungen zu passen scheint. Es wird Konfuzius zugeschrieben, es gibt auch verschiedene Varianten, chinesische und vietnamesische. Hier nun das Sprichwort (weitere Versionen in Wikiquote):
Erzähle/erkläre mir etwas, und ich vergesse es.
Zeige mir etwas, und ich merke es mir.
Laß es mich tun, und ich verstehe es.
Der Kollege Detlev Dannenberg (einschlägig: Sein Angebot lik-online) bezieht sich hier stets auf die Ergebnisse aus der soziologischen Forschung (Heidack/Werneck):
Behalten werden maximal, wenn:
gehört: 20%
gelesen: 30%
gehört und gelesen: 50%
und diskutiert: 70%
und getan: 90%
Und er ergänzt: und anderen erklärt: 100%
Das ist auch der Grund, warum Vorträge nett sind, aber weniger Wirkung zeigen als intendiert. Vorträge mit unterstützender Präsentation sind schon besser (nun gut, wenn bei einer Veranstaltung lauter Präsentationen gezeigt werden, dann mindert sich dieser Effekt auch wieder). Am besten aber sind Workshops, wo die Betreffenden informiert werden und dann selbst umsetzen und darüber diskutieren können. Freilich sind Workshops auch die vorbereitungsintensivsten Veranstaltungsarten, was Rahmenbedingungen und die inhaltlichen Vorbereitungen anbelangt …
(Herzlichen Dank an die Kolleginnen in RABE-L, die dieses Wissen zusammengetragen haben! Und herzlichen Dank an Detlev Dannenberg zur Konkretisierung der Quelle und der dort getroffenen Aussagen)
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Verfasst von jplie