Juli 24, 2008
In ihrem BuB-Editorial zum Bibliothekartag (s. BuB H. 5, 2008, S. 362) hatte Susanne Riedel, unsere BIB-Vorsitzende, es bereits angedeutet. Nun ist “der Ball im Kisterl”.
Die Beschlussempfehlung des Deutschen Bibliotheksverbandes, DBV, demzufolge Bibliothekartage als Fortbildungsveranstaltungen gelten (sollen), wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen, so die Verlautbarung aus einer sicheren Quelle, dem offiziellen Protokoll vorauseilend. (Nicht umsonst stehen Bibliothekartage auf den BIB-Webseiten schon von jeher unter “Fortbildungsveranstaltungen”.)
Vorausgegangen war der Beschlussvorlage ein Offener Brief (PDF, 152 KB) der Personalverbände BIB und VDB an die bibliothekarische Fachöffentlichkeit mit der Überschrift: “Fortbildung kostet Zeit und Geld, keine Fortbildung kostet die Zukunft!” (s.a. BuB, 2008, H. 4, S. 285)
Für Erfurt 2009 können folglich alle Teilnahmewilligen bei ihren Vorgesetzten darauf verweisen und betonen, dass es sich beim 98. Deutschen Bibliothekartag weder um eine Butterfahrt noch um ein Stammtischtreffen Ehemaliger, sondern um “Fortbildung auf höchster Ebene” handelt.
Höchste Zeit dafür.
Keine Kommentare » |
Allgemeines, FobiKom-Spezial, Literatur, Organisation & Praxis | Getaggt: Beschlussempfehlung, BIB-Webseiten, BuB, DBV, Deutscher Bibliothekartag, Fachöffentlichkeit, Fortbildung, Fortbildungsveranstaltung, Offener_Brief, Susanne Riedel, VDB, Weiterbildung, Zukunft |
Permalink
Verfasst von fobikom
Juli 22, 2008
Hintergrund: Die Kommission für Fortbildung trägt derzeit durch eine Abfrage der BIB-Landesgruppen zusammen, wie es um die jeweilige Kooperationen und Koordinierung von Fortbildung in den einzelnen Bundesländern bestellt ist. Eine der Fragen ist dabei, ob es eine gemeinsame Veranstaltungspublikation zwischen den Kooperationspartnern gibt.
Gestern hatte ich mir Bayern zur Abfrage vorgenommen.
Bei der Niederlegung der Historie des bibfib-Kalenders bekam ich den Eindruck, dass Fortbildung an gewissen Stellen an Stellenwert verlieren könnte. Hier ein Auszug aus der Recherche:
- Publikation: Fortbildungskalender bibfib.de (Bibliothekarische Fortbildung in Bayern)
Redaktion: Bayerische Staatsbibliothek München für die Online-Schaltung; Grundlage ist eine Excel-Tabelle, die zweimal im Jahr nach Aufforderung von der Fachstelle, Außenstelle Regensburg, von den (derzeit bis zu 26) Kooperationspartner ausgefüllt und zurückgesandt wird.
Erscheinungsweise: Detaillierte Fortbildungsinformationen sind nur noch online erhältlich, eine reduzierte Titelauswahl findet sich in der Zeitschrift „Bibliotheksforum“.
- Zur Historie: 2001ff erschien eine gemeinsame Publikation in Broschürenform*, die aus Rationalisierungsgründen ab 2004 als geklammerte Heftbeilage (zuletzt 31 Seiten) zur Publikation „Öffentliche Bibliotheken in Bayern“ (ÖBIB) aufging. (*Seitenzahl unbekannt, da ich leider in einem Anfall von Umzugsstimmung - ja, ich ziehe wieder zurück nach Bayern! - die alten Hefte wegwarf.)
- Die Beilage wiederum wurde zum Veranstaltungszeitraum des zweiten Halbjahres 2005 aufgegeben und direkt „mitten“ in die Publikation ÖBIB (auf 5 Seiten) integriert, gekennzeichnet durch einen roten Seitenrand.
- Ab 2007 ging die (von den Fachstellen bisher noch selbst publizierte) Zeitschrift ÖBIB auf, und zwar in das „Bibliotheksforum Bayern“, das bis dato für wissenschaftliche Bibliotheken konzipiert war. Damit rückte der bibfib-Kalender auf die hinteren Seiten und reduzierte sich auf eine Seite und um die nähere Themenbeschreibung, im darauf folgenden Heft nochmals reduziert um die detaillierteren Informationen zu den aktuell meldenden (zuletzt 14) Veranstaltern, und nunmehr versehen mit dem Untertitel „in Auswahl“, welcher ein Heft später zum Normaltitel wird, also: “Bibliothekarische Fortbildung in Auswahl”. Im Anschluss an eine (dürftige) Tabelle werden einzelne Highlights textlich gesondert behandelt bzw. beschrieben.
- Alle Fortbildungsveranstaltungen des Halbjahres lassen sich erfreulicherweise online innerhalb des bibfib-Kalenders unter bibfibprint (PDF, 112 KB) downloaden. Inklusive Kurzbeschreibung, Veranstalteradressen und Teledaten.
- Ab dem Jahrgang 2002 findet sich ein Online-Archiv des Heftes ÖBIB. Besonders nutzerfreundlich: einzelne Artikel lassen sich auch einzeln downloaden (im Unterschied zum BuB). Sollte also einmal eine Auswertung über alle angebotenen Veranstaltungen anstehen, so steht dem nichts im Wege. Ganz abgesehen davon, dass einem die für die Fortbildungsmeldungen zuständige Redakteurin in der Fachstelle Regensburg, Ingrid Schneider, vermutlich entsprechende Wege zu allen Archivalia zeigen würde. Ich würde z.B. anfragen, ob es auch ein Archiv von bibfibprint gibt - vielleicht habe ich es übersehen?
Vermutlich ist es eine Konzession an die moderne Zeit, dass Meldungen des Printbereichs abwandern in den Online-Bereich. Ob sie da jedoch buchstäblich “vor Augen bleiben” und damit besser erinnerlich, ist die Frage. Sicher ist es auch eine Frage der Kosten. Die verbleibenden Meldungen werden wohl nach bestimmten Kriterien seitenanzahlsmäßig “gehandelt”. Hat die Fortbildung demzufolge tatsächlich ihren Stellenwert verloren? Sprechen alle Indizien dafür?
Ich glaube, Nein. Mag es auch bedauerlich sein, dass der Printbereich schrumpft. Die Recherchierbarkeit von Fort- und Weiterbildungsangeboten ist ungleich wichtiger, und dafür wird doch ausreichend Sorge getragen. Das beruhigt.
Foto1: leider unbekannt. Für sachdienliche Hinweise
Foto 2: Bernd Ehrhardt, Agentur Zeitgeist, pixelio.de
Keine Kommentare » |
Allgemeines, Literatur, Organisation & Praxis | Getaggt: ÖBIB, Öffentliche_Bibliotheken_in_Bayern, Bayerische_Staatsbibliothek_München, BIB-Landesgruppen, bibfib, bibfibprint, Bibliotheksforum Bayern, Fachinformation, Fachstelle, Fort- und Weiterbildung, Fortbildung, Fortbildungsanbieter, Fortbildungsangebot, Fortbildungskalender, Fortbildungskooperationen, Fortbildungsveranstaltung, Historie, Kooperationspartner, Online-Ausgabe, Online-Bereich, Printausgabe, Printbereich, Publikation, Recherchierbarkeit, Stellenwert, Weiterbildungsangebot |
Permalink
Verfasst von ilonamunique
Juli 16, 2008
Der Deutsche Bildungsserver offerierte vor ein paar Wochen die auf Prof. Dr. Joachim Ludwig rückzuführende Forschungslandkarte Erwachsenen- und Weiterbildung.
Die Forschungslandkarte ermöglicht einen Überblick über aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte im Bereich Erwachsenenbildung bzw. Weiterbildung, die an deutschen Hochschulen durchgeführt wurden und werden.
Innerhalb der fünf dort aufgeführten Kategorien des Forschungsmemorandums – Lernen Erwachsener | Wissensstrukturen und Kompetenzbedarfe | Institutionalisierung | System und Politik – findet sich auch die Kategorie Professionelles Handeln.
Und unter dieser ein kleines Kuriosum:
“Fort- und Ausbildung”
So manchner mag nach einer guten Fortbildung entscheidende Impulse erhalten haben, eine (neue) Ausbildung zu beginnen. Insofern würde es diese ungewohnte Vor(macht)stellung von Fort- vor Ausbildung durchaus rechtfertigen.
Keine Kommentare » |
Allgemeines, Bildungstheorie & Bildungsforschung, Literatur | Getaggt: Ausbildung, Erwachsenenbildung, Forschungslandkarte Erwachsenen- und Weiterbildung, Forschungsprojekte, Fortbildung, Joachim Ludwig, Kuriosum |
Permalink
Verfasst von fobikom
Juli 15, 2008
Eine unter uns Designern bzw. DTP-lern gängige Regel besagt, dass Bild Text schlägt. Will heißen, sobald Bild ins Spiel kommt, gerät (zunächst) der Text ins Hintertreffen. Dieses mag Lesefaulen ja gut bekommen, und so ein bisschen entspanntes Blättern neben der mittäglichen Weißwurst ist auch ganz nett.
Denjenigen, die sich von Fachzeitschriften vor allem Informationen erhoffen, kann das bisweilen zu wenig sein. Ergänzend gibt es Weblogs, in denen Text nachgereicht werden kann. Ich beziehe mich auf die Seite 561 des gerade erschienenen Heftes Nr. 7-8 von Forum Bibliothek und Information, BuB. Dem Miniartikel mit dem Maxibild füge ich nunmehr die “verlorenen” Zeilen nach:
Besonders freuten wir uns über die Anfragen zu einer aktiven Mitarbeit in der Kommission sowie über die Kontakte zu den Landesgruppen, die sich unsere vielfältigen Angebote genauer erklären ließen. Und trotz allem Kongresstrubels konnten gemeinsam mit den Vertretern weiterer Kommissionen des BIBs sowie anderer Verbände Ideen zu übergreifenden Projekten ausgetauscht werden. Dass ein weiteres und spannendes Arbeitsjahr vor uns liegt, haben wir nicht zuletzt unseren BIB-Mitgliedern zu verdanken, die uns auf der Mitgliederversammlung bestätigt hatten und somit ihr Vertrauen aussprachen.
Gerade dem letzten Satz trauerten wir ein wenig nach …
Keine Kommentare » |
Allgemeines, FobiKom-Spezial, Literatur | Getaggt: BIB-Mitglieder, Bild, BuB, Deutscher Bibliothekartag, Fachzeitschrift, FobiKom, Mitgliederversammlung, Text, Weblog |
Permalink
Verfasst von fobikom
Juli 14, 2008

Mit einem Klimawert von +16,0 stehen wir (Bibliotheken und Museen u.ä.) “nicht wirklich” im Regen. Der Wert kann durchaus als ein Anzeichen für Wachstum gehandelt werden. Doch nun der Reihe nach:
Mit einer Adressdatei von über 18.000 beruflichen wie allgemeinen Weiterbildungsanbietern ist der wbmonitor (s. Bundesinstitut für Berufsbildung, BIBB und Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, DIE) seit 2001 eine repräsentative Umfragequelle, wenn es um die Entwicklung in der Weiterbildung geht.
Auch Bibliotheken sind hier gefragt – sofern sie Weiterbildung – und sei es “nur” für ihre eigenen Mitarbeiter/innen – anbieten. By the way: nutzen Sie die Sommerpause (falls vorhanden) und tragen sich mit ein - das geht ganz fix. Per E-Mail werden Sie dann zur jeweils aktuellen Online-Befragung eingeladen.
Ein Umfragebeispiel aus 2007: hier auf dieser Klimatabelle zur Stimmungslage von Weiterbildner stehen wir unter dem Einrichtungstyp: “Andere öffentliche Einrichtungen (z.B. Bücherei, Museum)” innerhalb einer Klimaskala von -100 (niedrigster Wert) und +100 (höchster Wert) bei einem Klimawert von +16,0.
Hm. Was sagt uns das genau? Hier zur besseren Einordnung:
- Quer durch alle Befragten hindurch ergibt sich bei der Umfrage zur Stimmungslage ein Klimawert von 26,0.
- Der höchste Wert bzw. das beste Klima besteht bei den selbstständigen Trainer/innen: Wert +37.
- Der niedrigte Wert wird bei den Volkshochschulen mit -0,6 angegeben.
- Mit +16,0 steht unser Einrichtungstyp (s.o.) im durchschnittlichen Vergleich gesehen immerhin in der oberen Hälfte des derzeitig angegebenen Wachstumsklimas.
- Weitere Ergebnisse zum Projekt “Anbieterforschung” (PDF, 180 KB)
(via bildungsklick.de)
Keine Kommentare » |
Allgemeines, Bildungstheorie & Bildungsforschung, Literatur | Getaggt: allgemeine_Weiterbildung, Anbieterforschung, öffentliche_Einrichtungen, Berufliche_Weiterbildung, Bibliotheken, Entwicklung, Klimaskala, Klimatabelle, Klimawert, Online-Befragung, Stimmungslage, Umfrage, Wachstum, wbmonitor, Weiterbildner, Weiterbildung, Weiterbildungsanbieter, Weiterbildungsklima |
Permalink
Verfasst von fobikom
Juli 12, 2008
… so die bedauernde Auskunft einer großen Buchhandlung in einer 70.000 Einwohner zählenden Universitätsstadt in Oberfranken. Wollte nur mal eben schnell von unterwegs einen kleinen Blogbeitrag in Form einer Rezension schreiben. Nun gut, schnappe ich mir ein flott zu lesendes, kleines Büchlein, zwar bereits 2003 im Aniris Verl. erschienen, von mir jedoch bisher noch nicht entdeckt. Was durchaus an der Größe bzw. Kleine liegen kann: gerade mal 75 Seiten im Din-A 6-Format, und darf sich im Untertitel dennoch als “Ein Handbuch für alle Seminare” bezeichnen. Alle Achtung, ganz hübsch selbstbewusst, Michael E. Buchholz! Er verrät uns denn auch ohne große Umschweife den Schlüssel zum Seminarerfolg und
“Wie du das Beste aus dir herausholst” ISBN 3-937281-00-2
Die Kapitel gliedern sich logisch: Vor dem Seminar - Unmittelbar dabei - Und danach.
Bitte verstehen Sie das richtig: nicht Seminarleiter/innen sind hier gemeint! Nein, die Teilnehmenden selbst werden angesprochen - was doch einigermaßen erstaunlich, da selten ist.
Bisschen etwas aus dem bisschen Buch:
Von der Auswahl des richtigen Seminars und das Festlegen der persönlichen Lernziele (Bravo! Sehr vorbildlich gedacht!) über die Zeilen zur eigenen Verantwortlichkeit (heftiges Nicken!) bis hin zu Tipps wie dem, das Handy auf dem Zimmer zu lassen und stattdessen lieber Kontakte in den Seminarpausen zu knüpfen. Besonders angetan hat mir (und auch innerhalb der FobiKom kommen wir immer wieder auf Nachhaltigkeit zu sprechen) die 72-Stunden-Regel und das 21-Tage-Phänomen.
Was diese besagen? Am besten Selberlesen. Kostet nur EUR 6.95.
Keine Kommentare » |
Literatur, Organisation & Praxis | Getaggt: Buchtipp, Fortbildung, Handbuch, Lernziel, Michael H. Buchholz, Seminarerfolg, Seminarpause, Seminarteilnehmende, Teilnehmende, Verantwortlichkeit, Weiterbildung |
Permalink
Verfasst von fobikom
Juli 10, 2008
… “steht” in Bamberg an der Otto-Friedrich-Universität, darauf seit 1996 Prof. Dr. Jost Reischmann. Welcher nun leider eben im Begriff steht, sich aus jenem Stuhl zu erheben und in den Schaukelstuhl (?) seines verdienten Ruhestands zu wechseln. Der rührige Professor, der sich auch international um die Andragogik verdient gemacht hat, wird sich am 16.7.2008 im Marcushaus mit folgenden Worten verabschieden:
“Andragogik? – Andragogik!”
Spätestens an diesem Punkt erwarten zu Recht alle Leser/innen, die sich gerade still fragen: “Andragogik? Ist das der Nachfolge-SciFi von Andromedar, Season 5?” und die außerdem nicht nach Bamberg fahren können, von mir eine Antwort. Diese gab und gibt am besten Jost Reischmann selbst. Seine Definition von 1996 hat auch Eingang in das Wörterbuch Erwachsenenpädagogik (Hg. Arnold/Nolda/Nuissl) gefunden, und überhaupt zeichnet er dort für den gesamten Eintrag zur Andragogik verantwortlich:
Andragogik bezeichnet die Wissenschaft von der lebenslangen und lebensbreiten Bildung der Erwachsenen und ist damit ein anderer Begriff für “Wissenschaft von der Erwachsenenbildung”.
Bisher hat sich der Begriff Andragogik noch nicht so recht bei uns durchsetzen können. Auch in diesem Blog wurde er bislang nicht benutzt - vielleicht ja auch nur, um anfänglich niemanden zu verschrecken
Vielleicht aber auch, weil der Begriff Andragogik über das institutionelle Erwachsenenbilden hinaus greift, in eine eher subjekthafte und selbsterkenntnisgeleitete Erwachsenenbildung. Und das ruft zuweilen Argwohn hervor. Angeleitetes Lernen ist halt besser abprüfbar …
Es wird tatsächlich höchste Zeit, wieder etwas Bildungstheorie mit ins Spiel zu bringen. Natürlich nur in verträglichen und erbaulichen Dosen. Wir sind ja hier versammelt, um unter anderem den Spaß am Lernen zu beschwören. Was Lernen durchaus machen kann. Machen soll! Und ich denke, mindestens eine Person hat daran mitgewirkt, das Erwachsenenbildung, sorry - dass Andragogik keine trockene Wissenschaft ist, sondern erwachsene Menschen frohen Sinnes (über sich hinaus) wachsen lässt, wenn man sie lässt. Sehen Sie sich doch nur dieses Bild einmal an!
Die Laudatio auf der Verabschiedungsfeier hält übrigens der Direktor des Instituts für Erwachsenenbildung Bonn (DIE), Prof. Dr. Dr. h.c. Ekkehard Nuissl von Rein, der sich leider auch schon gefährlich nahe in Richtung “Schaukelstuhl” bewegt. Da beruhigt es zu wissen, dass die ihm zu Ehren erschienene Festschrift anlässlich seines runden Geburtstages in 2006 den Titel “Zukunftsfeld Weiterbildung” trug. Das weckt Erwartungen und lässt hoffen. Auf eine Zukunft, in der beide Geistesgrößen noch lange in ihren angestammten Bereichen ihr Bestes von sich geben. Erstgenannter auch ohne Lehrstuhl unter dem Wertesten! Aber auch da habe ich große Hoffnung, denn einer seiner eigenen Buchtitel insistiert gar trefflich: “Generationen. Andragogische Überlegungen”.
In diesem Sinne: Prof. Dr. Reischmann einen fröhlichen Abschied zu einem rührigen Neubeginn mit viel Zeit zum Schreiben erbaulicher Lektüre für die nächste Generation an bildungshungrigen Andragogen!
Foto: Thilo Reiter | pixelio.de
Keine Kommentare » |
Bildungstheorie & Bildungsforschung, Literatur, Termine | Getaggt: Andragogik, Bildungstheorie & Bildungsforschung, DIE, Ekkehard Nuissl von Rein, Erwachsenenbildung, Erwachsenenpädagogik, Festschrift, Generationen, Institut für Erwachsenenbildung, Jost Reischmann, Lehrstuhl_Andragogik, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Pädagogik, Subjektorientierte Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Zukunftsfeld |
Permalink
Verfasst von ilonamunique
Juli 8, 2008

… so die (handschriftlichen!) Zeilen keines Geringeren als die des Dr. Erhard Meuelers, seines Zeichens Professor für Erwachsenenbildung am Pädagogischen Institut der Universität Mainz (bis 2003) und Autor höchst erbaulicher Lektüre wie z.B. “Wie aus Schwäche Stärke wird: Vom Umgang mit Lebenskrisen” (und s.a. unseren allerersten Weblog-Beitrag).
Trotz eines kleinen Umwegs über unsere zuverlässige BIB-Geschäftsstelle in Reutlingen (vielen Dank fürs Weiterleiten!) fanden diese und weitere Zeilen (sowie Zeichnungen! … woher weiß Herr Meueler von meiner Neigung, mich mit jeder Katze sofort zu Duzen?!) den direkten Weg in mein Herz. Und wird hiermit – ich hoffe, der verehrte Herr Professor nimmt’s mir nicht übel – postwendend (ein altes Wort, neu belegt, oder sagt man jetzt neudeutsch: blogwendend?) in den FobiKom-Blog übernommen. Letzeren ich selbst zwar an keiner Stelle als “Initiative” propagiert hätte, doch will ich (einigermaßen verblüfft) der scharfsichtigen Beobachtung sicher nicht widersprechen.
Damit ich nun nicht nur dieses außerplanmäßige, außerelektronische und außerordentlich motivierende Ereignis zum Besten gebe und dabei in die Gefahr laufe, jemanden hier zu langweilen, gibt es noch einen weiteren Grund für meinen heutigen Beitrag. Erhard Meueler legte dem Brief interessante Seminarbeschreibungen bei, daraus ich zu seinem Modul Störungen & Konflikte in Gruppen zitiere:
… kann in der Form angegangen werden, dass von den Beteiligten aus der eigenen Bildungspraxis mitgebrachte Probleme und Widersprüche … zum Gegenstand kollegialer Beratung als didaktischer Supervision ohne SupervisorIn (kollegiale Fallbesprechung) gemacht werden.”
Das schlägt eine Brücke zum letzten Vortrag der heutigen Fortbildung des vdb-Südwest und vdb-Bayern in Stuttgart zum Thema “Auch Gutes kann besser werden! Qualitätsmanagement in Bibliotheken”:
Den Rest des Beitrags lesen »
Keine Kommentare » |
Bildungstheorie & Bildungsforschung, Literatur, Organisation & Praxis | Getaggt: Bibliotheken, Bildungspraxis, Erfahrungsaustausch, Erhard Meueler, Erwachsenenbildung, FobiKom-Weblog, Fortbildung, kollegiale Beratung, Lernformen, Petra Hätscher, Qualität, Qualitätsentwicklung, Qualitätsmanagement, Subjektorientiertes Erfahrungslernen, Universitätsbibliotheken, VDB, Veränderungsmöglichkeiten, Veränderungspotenziale |
Permalink
Verfasst von ilonamunique
Juli 3, 2008
Wenn mehrere Leute einem etwas empfehlen, dann empfiehlt es sich, das anzusehen! Mir ging es mit dem Weiterbildungs-Blog so, dessen Lektüre mir von zwei Seiten ans Herz gelegt wurde. Der erste Blick verrät einen breiten Mix aus Buchbesprechungen, Konferenzberichten, Hinweise auf Zeitungsmeldungen, Videos und vieles andere mehr. Es liest sich recht unterhaltsam, wenn man herunterscrollt. Auch der Blick nach rechts in die so genannte Blogroll bestätigt dies: Nicht nur, dass eine veritable Linksammlung zum Thema aufgeführt wird, anhand der Kategorien vor allem kann man das Profil eines Weblogs ablesen. Und die Kategorien sind umfangreich und beachtlich: Vom Bildungswesen bis zum Unternehmensbereich, vom lebenslangen Lernen bis zum blended learning, von Web 2.0 bis Weiterbildung allgemein und von Didaktik (”learning style”) bis zum Personalmanagement reichen die Themen. Medienreich (zumindest Bilder sind bei den Einträgen immer dabei), gut vernetzt, mit der Besprechung vieler Quellen, auf die hingewiesen wird: Das Blog hat die Empfehlungen wirklich verdient, es ist ein hoher Anteil an interessanten Beiträgen enthalten!
Keine Kommentare » |
Literatur | Getaggt: Weiterbildung, Weblog, Didaktik, Lernen, linksammlung, kategorie, unternehmen, personalmanagement |
Permalink
Verfasst von jplie
Juli 3, 2008
Brandneu – und auf dem ersten Blick eine attraktive Broschüre mit gehaltvollem, informativen Inhalt. Erst ab S. 60 <von 68> dann die Eigenwerbung der Bundesagentur für Arbeit. Deshalb vermelde ich die Publikation hier sofort und noch ohne vertiefte Prüfung im Bezug auf bibliothekarische Relevanz. Das muss warten – außer diesen Blog gibt es schließlich noch andere Arbeit, die getan werden muss 
Wer Lust UND Zeit hat, darf gerne eine richtige Rezension erstellen und hier als Kommentar posten.
Weiterbildung – ein Leben lang / Hrsg. Bundesagentur für Arbeit. - Reihe Beruf Bildung Zukunft (BBZ). Informationen für Arbeitnehmer/innen, Ausg. 2007/2008. - 68 S.: Ill., graph. Darst.
via Deutscher Bildungsserver | Download (PDF, 1,2 MB)
Aus dem Inhalt:
- Welche Weiterbildung passt zu mir? (z.B. Weiterbildung zur Anpassung, Studieren ohne Abitur, Wissenschaftliche Weiterbildung, …)
- Viele Wege führen zum Ziel (Überblick der Lernformen, Lernen nach Plan, E-Learning, Blended Learning, Fernunterrricht, Bildungsurlaub, Sabbatical)
- Recht und Förderung (und Finanzierung, Bildungsurlaub, Ausland, …)
- Durchblick im Weiterbildungsdschungel (Entscheidungshilfen, Weiterbildungstests, …)
- Stichwortverzeichnis (eher eine Seltenheit in Broschüren)
Keine Kommentare » |
Literatur | Getaggt: Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Blended Learning, E-Learning, Qualität, Lebenslanges Lernen, Studium, Beruf Bildung Zukunft Bundesagentur_für_Arbeit, BfA, BBZ, LLL, Abitur, Lernformen, Fernunterricht, Bildungsurlaub, Sabbatical, Recht, Förderung, Finanzierung, Ausland, Entscheidungshilfen, Weiterbildungstest, Soft Skills, Schlüsselqualifikation, Weiterbildungsarten, Weiterbildungsabschlüsse, Meister, Wissenschaftliche_Weiterbildung, Präsenzunterricht, BAfÖG, Bildungskrediet, Stipendien, Förderprogramme, Weiterbildungsanbieter, Weiterbildungsangebote, Berufsinformationszentrum, BIZ, Berufenet, Kursnet, Kurse, Berufliche_Weiterbildung, Weiterbildungsrecht |
Permalink
Verfasst von ilonamunique
Juli 1, 2008
Internet und Wissen – nicht wirklich synonymisch, ganz sicher jedoch im selben Bezirk liegend. Egal, welchen Weg (bzw. welche Publikation) man ein(auf)schlägt – sie kreuzen einander. Zwei Publikationen sind mir dabei über den Weg gelaufen. Gehen Sie doch ein bisschen mit …

(Lernen2.0 | 9: Spaß mit Generatoren / created by: imagechef.com)
Wie das Internet unser Leben, unsere Kultur und unsere Gesellschaft beeinflusst und verändert, war Bestandteil der “Zeit Internet Spezial”-Sonderhefte in drei Teilen (erschienen 30.4.08| 8.5.08 | 15.5.08, s.a. die Online-Übersicht). Zur Erinnerung:
Im Heft “Gesellschaft” (Teil III) gerade mal magere drei Kapitel zu Bildung – gegenüber sieben zur Kunst oder vier zu Spiele. Bezeichnend, dass auch die Beiträge zur Zukunft nicht über die Anzahl von … einem (!) Beitrag hinausging.
Mit gemischten Gefühlen erfuhr ich also in der Rubrik Bildung etwas zu:
- “Klicken, googlen, raubkopieren: Die Onlinewelt verändert unsere Sprache und unser Denken” und dass “zu viel an Information … körperliche Krankheiten hervor[ruft]” (von Evelyn Finger: “Verzettelt im Netz”, S.10f)
- “Wie das Internet unsere Schulen und Universitäten verändern wird” und dass “der weltweite Kampf um zahlende Studenten… zum Vernichtungswettbewerb führen [kann]” (von Thomas Kerstan: “Seminar beim Avatar”, S. 12f)
- “Wie man sich beim Surfen verliert, so wie damals, als Kind” und dass das Internet ein “riesiges Kaufhaus” ist (von Henning Sussebach: “Hinter Kuppen”, S. 13)
Was letzteres mit Bildung zu tun hat, erschloss mir der Artikel nicht, dessen Autor in Spaziergängen und Hüpfern durchs Internet streunt. Vielleicht mangelt es mir ja an Besagtem?
Ich hätte dieser Serie wohl nicht weiter Beachtung geschenkt. Sie fiel mir jedoch wieder ein, als ich kürzlich aufgrund einer Literaturempfehlung in FobiKoms Blogeintrag das Themenheft Wissen im Web bestellte (als PDF (4 MB) war mir UNESCO heute 1/2008 (Link zur Übersicht, noch kein Download!) dann doch zu mühsam zu lesen).
Während die ZEIT-Serie viele Antworten gab auf Fragen, die ich (so) nicht gestellt hätte, wirft das UNESCO-Heft mehr Fragen auf, als es beantworten kann:
Den Rest des Beitrags lesen »
Keine Kommentare » |
Bildungstheorie & Bildungsforschung, Literatur | Getaggt: Bildung, Wissen, Web 2.0, E-Learning, Wissensmanagement, Wissensgesellschaft, Zeitschrift_UNESCO_heute, Lerntechnologie, Zeit_Internet_Spezial, Internet, Wissenserwerb, Wissensvermittlung, Berufliche Bildung, Neue_Medien, Bibliotheken, Internetzeitalter, Kommunikationstechnologie, Personales_Wissen, Barbara Lison, Uwe Hochmuth, Michael Mangold, Günter Podlacha, Til Schönherr, Gabi Reinmann |
Permalink
Verfasst von ilonamunique
Juni 28, 2008
FaMI und Studium stehen einträchtig nebeneinander – zumindest auf den Reitern bzw. Seiten des noch ziemlich neuen FAMI-Weglobs, Verzeihung: Weblogs “Zukunftsrecherche – Weiterbildungsmöglichkeiten für FaMIs” entstand im Rahmen eines Berufsschulprojekts der OSZ Bürowirtschaft und Verwaltung.
Gratulation, macht weiter so! Dann bleibt ihr nicht mehr lange FaMIs (Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste). Was ja an sich nicht weiter schlimm wäre … wäre der Beruf etwas besser anerkannt, auch und besonders innerhalb der eigenen Kreise.
Während wir Altgedienten uns mühselig die neuen Wege im Web 2.0 nebenbei per “Fernstudium” beibringen, dürft ihr das alles gleich zu Anfang euere “Karriere” erlernen. Schade nur, dass die Anerkennung nicht immer dem frischen Kenntnisstand auf dem Fuße folgt.
Warum so zynisch? Hier ein Erfahrungsbericht:
Vor ein paar Jahren in einer Bibliothek, sehr, sehr weit nordöstlich des Weißwurstäquators: auf meine Frage, wieviel Fachpersonal es hier gäbe, antwortete man mir mit einer recht niedrigen Anzahl, die ich nicht so recht glauben konnte. Auf meine weitere Nachfrage hin kam sichtbar zögerlich:
“Naja, wenn Sie die Assistenten dazu rechnen wollen …”
Peng. Das saß.
Wie war das noch ‘mal bei den Bremer Stadtmusikanten?
Weil aber das Quartier hart war und sie kein Abendbrot bekamen, meinten sie, dass sie besseres verdient hatten …
In diesem Sinne: viel Erfolg mit Fort- und Weiterbildung oder Studium, “… denn etwas Besseres finden wir überall.”
Keine Kommentare » |
Allgemeines, Literatur | Getaggt: Aufstieg, Berufsschulprojekt, Bibliotheksassistenten, Bibliotheksassistentinnen, Dünkeldenken, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachkraft, Fachpersonal, FAMI, Studium, Weblog, Weiterbildung, Zukunftsrecherche |
Permalink
Verfasst von ilonamunique