Ich hatte vor geraumer Zeit schon einmal auf das Biblionetz hingewiesen und möchte mich auch nicht wiederholen in Elogen, wie schön es da zu stöbern ist!
Ich möchte nur auf das Registerblatt „Hitliste“ hinweisen, auf welcher die verknüpftesten, die zitieresten und die nachgefragtesten Begriffe stehen. Interessante Lektüre!
Zum Wochenende: Biblionetz revisited
November 14, 20091. Schulbibliothekstag Schleswig-Holstein (1)
November 6, 2009Über 70 Interessierte trotzten dem Wintereinbruch und folgten dem Aufruf zum 1. Schulbibliothekstag in Schleswig-Holstein am 14.10.2009 im Gymnasium Altenholz bei Kiel. Eine gespannte Erwartung lag über der Schule, die sich nicht nur räumlich, sondern auch über den aktiven Einsatz ihrer Schüler/innen in einen historischen Moment einbrachte. Das Organisatorenteam – allen voran Susanne Drauz („Frau Fleischmann“), Gerhard Günter Schlamp (Hessische Schulbibliothekslegende) und Andreas Borrmann (künftige Legende? Lehrer am Gymnasium) und ein großer Stab an Ordonanzen der 13. Klassen setzten alles daran, dass sich die Teilnehmenden und Referent(inn)en gut betreut fühlten. Über die Eindrücke dieses Tages will ich hier und folgend als geladene Referentin berichten, was auf Grund des eigenen Einsatzes nur sequentiell sein kann.
Stichwort: Einsatz. Ein hoher, persönlicher Einsatz war kennzeichnend für das gesamte Geschehen. Bereits beim gemeinsamen Mittagessen der Protagonisten in der schuleigenen, atmosphärischen Kantine (auf der Homepage noch alte Fotos) erstaunte uns die Tatsache, dass sowohl der berühmte Koch (seines Zeichens Schleswig-Holsteinischer Spargelschnellschälerkönig, wie man mir erzählte) als auch ca. 100 Mütter abwechselnd unentgeltlich bis zu 150 Mittagessen pro Tag kochten und den täglichen Küchendienst verrichteten. In drei Etappen wird hier gegessen und trotz Andrang findert der Koch immer noch die Zeit dafür, die Hallo-Grüße der Hungrigen lachend und winkend zu erwidern. Selten habe ich eine derart harmonische Stimmung in einer Schule erlebt wie in Altenholz, einem – zugegeben– wohlsituierten Ort an der Kieler Schleuse. Diese Stimmung sollte den ganzen Tag auch bleiben.
Zu den fünf Workshops, die zum größten Teil in zwei Durchgängen offeriert wurden, fanden sich höchst engagierte und trotz aller präkeren Schulbibliothekssituationen optimistisch vorwärtsblickende Lehrer(innen) sowie einige wenige Bibliothekarinnen und Bibliothekare ein. Bemerkenswert: Teilnehmende, die sich eher destruktiv äußerten, mussten es sich gefallen lassen, vom Gros der Teilnehmenden belehrt zu werden, man wäre ja schließlich nicht da, um zu jammern, sondern sich Anregungen zur Verbesserung zu holen.
Wie ist die Schulbibliothek nun zu verbessern bzw. welche Instrumente könnten hilfreich sein? Aus dem Programm:
Monika Gumz (OStRin und Bibl.Assessorin, Fachberatung Schulbibliothek, Hessische Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken, Außenstelle Kassel) bot Erkenntnisse unter dem Titel „Gelingensbedingungen empathischen Lesens“ an. Sie wurde tatkräftig von den ihr zugeteilten Schülerinnen und Schüler unterstützt, die bereitwillig etliche Kisten mit Anschauungsmaterial und Büchern schleppten und somit die knappe Aufbauzeit in den (unterrichtsbedingt erst kurzfristig freiwerdenden) Klassenzimmern wieder wettmachten.
Günter Schlamp (Schuldirektor a. D. und Weblogbetreiber Basedow1764) referierte zu „Arbeitstechniken lernen in der Bibliothek“. Er berichtete in unserer gestrigen abendlichen Ausklangrunde ebenfalls von einem sehr aufmerksamen Publikum, das auf uns alle wie der buchstäbliche „Schwamm“ wirkte, der alles begierig aufsog.
Was tun, wenn der Etat der Schule zu allem, nur nicht zur (faktisch nicht vorhandenen) Schulbibliothek reicht? „Farbe kostet nix“, so die Lösung von Jaqueline von Laak (Dipl. Designerin, Innenarchitektin BDIA, Fachbereich Bibliothekseinrichtung, Büchereizentrale Schleswig-Holstein), zumindest, was die „Gestaltungsebenen für die Schulbibliothek“ betrifft, so der Untertitel.
Zum gleichen Dilemma, was tun, wenn die monetären Mittel fehlen, referierte Ilona Munique (also die Berichterstatterin, zertif. Erwachsenenbildnerin u. a., WEGA-Team) unter dem Thema „Sponsoring? Sponsoring! – Drittmittelbeschaffung für Schulprojekte“ und räumte mit der Fehlinterpretation auf, dass Spende mit Sponsoring gleichzusetzen wäre. Sowohl das Fragezeichen als auch das Ausrufungszeichen im Titel sind mit Kalkül gesetzt. Sponsoring darf Bildungsträger, Staat und Gesellschaft auf keinen Fall aus ihrer Verantwortung entlassen (das ist das Fragezeichen). Sponsoring kann immer nur eine zusätzliche Möglichkeit sein, ein erweiterter Spielraum sowie Hintergrund für Öffentlichkeitsarbeit (das Ausrufezeichen). Ich berichte darüber ausnahmsweise im hauseigenen Weblog.)
Ebenfalls ein kostenschonendes Instrument sind die „Medienboxen der Büchereizentrale Schleswig-Holstein“, vorgestellt von Margit Wachtel (Dipl. Bibl., Schulbibliotheksstelle, BüZ SH). Die Medienauswahl der verschiedenen Themen orientiert sich am Bedarf der Kindergärten, Grundschulen und Orientierungsstufen.
Der „Markt der Möglichkeiten“ in der Aula hielt eine Vielfalt an Informationsmaterialien mit non-kommerziellen Charakter bereit, war folglich keine Firmenausstellung. Beispielsweise war das „Forum Schulbibliothek“ mit einigen Arbeitshilfen vertreten, unter anderem die Publikation zur erste Umfrage zum Stand der Schülerbüchereien (PDF, 732 KB).
Außerdem zu finden: der reichlich bestückte Stand der „Bundeszentrale für politische Bildung“. Mitgenommen habe ich ein Exemplar zur Demokratie in Deutschland, die mir allzu oft verzerrt wahrgenommen oder mit Füßen getreten wird. In Anbetracht der vergangenen Wahlen liegt das Thema ja durchaus noch im Raum.
Zu Anfang und Ende, also den „meets and greets“, dem Impulsvortrag von Gerhard Günter Schlamp „Die Schulbibliothek als Lernort“ sowie zur Podiumsdiskussion mit Vertreter(inn)en unterschiedlichsten Couleurs in Sachen Schulbibliothek, komme ich in den nächsten beiden Blogbeiträgen. Vielleicht auch schon mit Linkergänzung der Veranstalter/innen, die sicherlich in Kürze eigene Beiträge veröffentlichen werden. Ich persönlich schreibe diesen Text gerade auf dem Weg von Kiel nach Flensburg, Treffpunkt unserer dieshalbjährlichen Vereinsausschusssitzung des BIB. Bericht in Kürze – geschrieben wohl auf dem Weg nach Dresden, meinem darauf folgenden Einsatzort.
So ende ich, wie ich begann: mit einem Hoch auf jedwede Einsatzbereitschaft im Ehrenamt, die geprägt ist von erstrebenswerten Verbesserungen unserer Welt, in der wir leben. Und die nicht dadurch geschieht, dass wir jammernd, klagend und schimpfend auf dem Fleck stehen bleiben, sondern uns in einem Netzwerk wiederfinden, welches die Zukunft reissfest zu tragen vermag. Das wünsche ich jedenfalls diesem neuen bzw. erweiterten „Netzwerk Schulbibliotheken“ von Herzen.
„Lebens-hmhm“ Lernen: eine Antwort
Oktober 23, 2009Da war es noch Sommer, am 11. August. Gut zwei Monate ist es nun schon her, dass wir im Blogbeitrag „Ist Internetnutzung bereits als lernen anzusehen oder …“ in eine kurze Diskussion zum Begriff Lebenslanges Lernen abgedriftet sind. Ich konnte mich nicht so recht mit ihm anfreunden. Rein sprachlich, versteht sich! Die Idee hinter dem Begriff kann ich nur gut heißen.
Auf diesen Beitrag folgte ein Kommentar von wedernoch. Ich zitiere:
Mir gefällt der Begriff „lebenslanges Lernen“. Allerdings bin ich auch älter. Bis zum Ende des Lebens zu lernen und nicht mit 65 auf hören zu müssen, das ist genau das, was ich will. Gut, man kann es auch „lebensbegleitendes Lernen“ nennen.
Ja, „lebensbegleitend“ klingt mir schon wesentlich symphatischer.
Nun werfe ich posthum als Antwort erneut einen Zwei-Wort-Begriff in die Runde:
„Lebensumspannendes“ Lernen
Gefunden habe ich ihn im Arbeitsdokument „Memorandum über Lebenslanges Lernen“ (PDF | 297,4 KB) der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Brüssel 2000 (!):
Der Begriff „lebenslanges Lernen“ stellt auf die zeitliche Dimension ab: es geht um Lernen während des ganzen Lebens; dieses Lernen kann kontinuierlich stattfinden oder in regelmäßigen Abständen. Der neue Begriff eines „lebensumspannenden Lernens“ bringt eine neue Dimension in das Bild ein, indem er auf die „räumliche“ Ausdehnung des Lernens abstellt, das in allen Lebensbereichen und -phasen stattfinden kann.13 Die „lebensumspan-
nende“ Dimension verdeutlicht die Komplementarität von formalem, nicht-formalem und informellem Lernen. Sie macht uns bewusst, das sinnvolles und vergnügliches Lernen auch in der Familie, in der Freizeit, im Gemeinwesen und bei der täglichen Arbeit stattfindet. Das Konzept des „lebensumspannende Lernen“ führt uns vor Augen, dass Lehren und Lernen Rollen und Tätigkeiten sind, die zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten un-
terschiedliche Gestalt annehmen können, wobei es auch zu einem Rollentausch kommen kann.
Ob lebenslang, lebensbegleitend oder lebensumspannend – Hauptsache, adäquate Bildung für alle!
Weiterbildung im FaMI-Beruf
Oktober 9, 2009Die Festschrift „10 Jahre FaMi – ein Beruf emanzipiert sich!?“ liegt mir zwar noch nicht vor, jedoch das neueste BuB, Forum Bibliothek und Information, H. 10, und darin die Rezension (Ursula Görlitz und Sabine Thurnburg) dazu. Insbesondere ein Ausschnitt macht neugierig auf mehr Informationen:
Insbesondere in den Beiträgen von Wiltraut Zick, Cordula Sperlich und Hans-Christoph Hobohm in Zusammenarbeit mit Heike Stadler erhält man im dritten Themenkomplex einen Überblick über die Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im FaMI-Beruf.
… wird der theoretische Überbau ergänzt durch Schilderungen von TeilnehmerInnen an berufsbegleitenden Fernweiterbildungen beziehungsweise Nachqualifizierungen zum FaMI. Wer wirklich an diesem Beruf interessiert ist und nicht in einer Einbahnstraße enden möchte, kann durch diese Beiträge ernsthaft motiviert weren, sich selbst für entsprechende Maßnahmen zu entscheiden.
An dieser Stelle sei hinter vorgehaltener, inoffizieller Hand vermerkt, dass sich auch unsere Kommission für Fortbildung (FobiKom) mit diesem Thema schwer beschäftigt. Zunächst anlässlich des 99. Deutschen Bibliothekartags bzw. 4. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek 2010, zu dem wir eine Blockveranstaltung angemeldet haben. Die Vorträge unter dem Titel „Diagnose: Lebenslänglich. Aus- und Weiterbildung im bibliothekarischen Kontext“ sind als Appetithappen für den 13. BIB-Sommerkurs 2010 in Meißen gedacht, der sich dann ausschließlich mit dem Thema „Ausbilden“ befassen wird. Während beider Aktivitäten spielen Informationen gerade zum FaMI eine gewichtige Rolle. Zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Sie wissen ja: mit diesem Weblog sind Sie immer gut – und hin und wieder sogar sehr viel früher! – informiert.
P.S.: FaMI = Fachangestellte(r) für Medien- und Informationsdienste
Kommunalforum für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst
Oktober 7, 2009Unter anderem mit den Themen Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung setzt sich Kommunalforum.de, ein offenes Forum für den Öffentlichen Dienst, auseinander. Im Portal lesen darf jede/r und das Schreiben ist auch als Gast möglich.
Kommunalforum.de ist eine private Initiative von Bediensteten in der Kommunalverwaltung. Die Webseite soll eine kostenlose Kommunikation über alle kommunale Aufgaben im Internet ermöglichen. In erster Linie dient das Kommunalforum dem Informationsaustausch unter kommunalen Bediensteten. Aber auch weitere Interessierte wie z.B. Politiker, Landes- und Bundesbedienstete oder Bürger können gerne teilnehmen.
Beispielhafte Themen (Auswahl):
- Eignungstest, Einstellungstest
- Verdienst / Gehalt / Anwärterbezüge, Tarifverträge …
- Berurteilungen
- Fortbildung/Weiterbildung
- Zulassung zum Aufstieg
- Umschulung
- Praktikum
- u.v.m.
Bezeichnend für die Situation im öffentlichen Dienst erscheint mir, dass die häufigsten Beiträge im Forum zum Thema „Fortbildung / Weiterbildung“ zum AL II (= Auswahlverfahren II) geschrieben wurden. Ansonsten ziemlich mager, die Seite. Was habe ich erwartet? Etwa: „Wo erhalte ich Zuschüsse zu Fortbildungen?“ oder „Wer kennt qualitativ hochwertige Fortbildungsveranstalter für Bibliotheksangestellte?“
Neue Studie zur Arbeitswelt
Oktober 2, 2009Wer es sich aussuchen kann, sollte tunlichst ein Mann werden. Noch immer trennen die beiden Geschlechter ein Lohngefälle von bis zu über 20%. Wer wissen will, welche Branchen die Weiblichkeit am Schlechtesten dastehen lässt, sollte einen Blick in die neueste Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung werfen.
Wir fragen uns: was steckt dahinter? Mangelnde Bildung kann’s kaum sein. Immerhin beenden mehr junge Frauen mit einem besseren Notendurchschnitt die gymnasiale Laufbahn als Jungen. Und so lesen wir denn auch …
Die Benachteiligung von Frauen basiert der Studie zufolge nur zum Teil auf objektiv messbaren Fakten. „Der geschlechtsspezifische Einkommensrückstand lässt sich weder durch unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen noch durch eine spezifische Berufswahl vollständig erklären“, sagte Projektleiter Reinhard Bispinck am Donnerstag bei der Vorstellung der Studie auf einer WSI-Fachtagung zur Gleichstellung. „Die Ergebnisse verweisen vielmehr auf das Fortbestehen geschlechtsspezifischer Lohndiskriminierung.“
Mehr Übersicht auf dem Weiterbildungsmarkt?
Oktober 1, 2009Vielversprechendes las ich kürzlich in der Rubrik „Über uns“ des SemiGators, einem Seminar- und Weiterbildungsportal:
Wer jemals im Internet nach einem Seminar vor Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt gesucht hat, wird es wissen: Der Weiterbildungsmarkt ist so unübersichtlich und intransparent wie kaum ein anderer Sektor. Damit ist dank semigator.de jetzt Schluss…
Tatsächlich. So viel Übersicht hatte ich bisher nur selten zum Themenbereich Öffentliche Verwaltung gefunden.
Was aussieht wie ein unbeschriebenes Blatt entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Einstiegsseite in eine erkleckliche Anzahl von Einzelthemen wie zum Beispiel Controlling, Qualitätsmanagement oder Tourismusmanagement etc.
Gefunden aber auch: die Publikationen der im SemiGator gelisteten Trainer(innen). Eine gute Idee.
Werkstatt Weiterbildung (13): Blog Informelles Lernen
September 30, 2009Ein Nachtrag zur eigentlich bereits abgeschlossenen Rezensionsreihe „Werkstatt Weiterbildung“ … der Beitrag schlummerte im Entwurfsmodus und möchte jetzt doch bitte ausgegraben werden.
Informelles Lernen wird innerhalb der bildungspolitischen Diskussion zumeist im selben Atemzug genannt mit Lebenslangem Lernen. Nun ist Informelles Lernen an sich nichts Neues. So lernt die Jungbäuerin (freiwillig) durch Zuhören, wann die beste Setzzeit für Kartoffeln ist: bei abnehmendem Mond, jedoch nicht zu nahe am Neumond, sondern besser kurz nach Vollmond. Über ergoogelte Informationen der Stiftung Agrikos erfährt sie mehr zum Stufenplan Bodenbearbeitungszeiten Kartoffeln (PDF, 1,3 MB) als Vorbeugung der Phytophtora und sonstigen Krankheitsproblemen.
Für diese und andere Kenntnisse kann sie sich jedoch noch keine Kartoffeln holen bzw. sich mit dem Titel „Agrartechnikerin“ schmücken. Es sei denn, sie kann nachweisen, was sie wo und wie gut gelernt hat. Und es sei denn, es gibt eine Institution, die das Informelle Lernen mittels eines Portfolios überprüft, akkreditiert und zertifiziert. Informelles Lernen also zum Gegenstand innerhalb eines Anerkennungsverfahrens mit möglicherweise nachfolgenden (geldwerten) Vorteilen. Informelles Lernen also kein neuer Trend, sondern eher „natürliches“ Lernen?
Dem Informellen Lernen wissenschaftlich (!) genähert hat sich das Team des Weblogs informelles-lernen.de, Matthias Rohs und Prof. Dr. Bernd Overwien. Sie haben jeweils meine vereinfachte „Kartoffel-Analogie“ zum Gegenstand ihrer Dissertation gemacht – und eben auch zum Themenbereichs ihres Blogs. Vor allem Letztgenannten nimmt man die innere Anteilnahme am Thema voll und ganz ab. Vom Elektriker zum Professor, das erscheint mir nur möglich mit einem gehörigen Anteil von Motivation durch selbstbestimmtes Lernen unter Sprengung aller althergebrachten Lernerfahrungsgrenzen – eben auch durch Informelles Lernen.
>> Eine Offerte aus der Feedliste des Weblogs Werkstatt Weiterbildung <<
Ausprobiert: Weiterbildungsportal Schleswig-Holstein
September 17, 2009Vier Klicks von der Startseite des Bildungsportals Schleswig-Holsteins bis zum Kursportal (probieren Sie es selbst aus, vielleicht finden Sie’s schneller?) sind zwar etwas umständlich, doch es lohnt sich. „Diese Kurse beginnen morgen“ heißt es da im Mittelfenster. Das ist ein zwar ungewöhnliches, doch frappierend logisches Sortierkriterium, das meines Wissens bisher noch keine Kursdatenbank auf ihrer Einstiegsseite anbietet. (Ich überlege gerade, ob ich persönlich so flexibel wäre, um morgen früh eben mal rasch zu einer der dargebotenen Veranstaltung zu springen …?)
Im linken Frame dann die Themensuche nach elf Rubriken (z. B. Wirtschaft, Büro, Management / Technik, Logistik, Umwelt, Naturwissenschaften / Schulabschlüsse, Studienvorbereitung / …), deren Einteilung auch ein wenig aus dem üblichen Rahmen fällt. Die angebotene Schlagwortsuche als Freitexteingabe kennen wir. Doch die Suche nach Anbietern lässt erst einmal stutzen. „Anbieter oder Anfangsbuchstaben eingeben“ heißt es hier. Puh. Als möglicherweise Zugereiste ohne den lokalen Hintergrund wäre ich da erst mal überfragt. Immerhin kommen bis zu 530 Anbieter in Frage. Doch ist Lösung in Sicht. Im Mittelfeld, also über der Auflistung der Kurse, die morgen beginnen, finde ich einen Link zu „Liste aller Anbieter anzeigen“. Hier prima Kurzinfo in Horizontallage: Name, Link zur Homepage, Link zur E-Mail und eine Telefonnummer. Es folgt das Logo der Institution, dann Straße, Postleitzahl und Ort.
In einer weiteren Freitextsuche kann recherchert werden nach Ort oder Postleitzahl. Ein Link darunter böte auch die Möglichkeit, sich wahlweise eine Karte zeigen zu lassen, auf der die Kurse angezeigt werden. Hat jedoch nicht so gut funktioniert, obgleich ich versuchsweise ganz einfach Kiel eingegeben habe.
Die erweiterten Suchmöglichkeiten sind so weit unten im Frame angezeigt, dass auf Laptops gescrollt werden muss und von daher schnell übersehen werden. Schade eigentlich, wo sie doch so geniale Möglichkeiten offerieren. Hier kann differenziert nach Art (z. B. Ganztägig, nur Fernkurse etc.), Beginn (z. B. übermorgen, diesen Monat etc.), Dauer (z. B. max. 3 Tage), Preis (z. B. „muss kostenlos sein“), Förderung, Zielgruppe und Qualitätszertifikat gesucht werden. Interessante Option: sich die abgelaufenen Kurse mit anzeigen zu lassen. Warum auch nicht. Kann man ja eben mal entsprechend nachhaken, ob der Anbieter eventuell eine Neuauflage des bereits gelaufenen Kurses vorsieht.
Die Suchvorgänge haben ihre Tücken. Manchmal hilft es, den Link „Neue Suche/Auswahl löschen“ zu bedienen, wenn partout immer das selbe angezeigt wird. „Längere Ladezeiten wegen Umbauzeiten“ ist die übliche Anzeige, die rechts oben rhythmisch pulsiert, aber bei über 10.000 Kursen, die durchsucht werden, ist das durchaus verständlich. Was das mit Umbau zu tun hat? Egal, Peanuts …
Fazit:
Insgesamt viele interessante und – wie gesagt – ungewöhnliche bzw. unübliche Suchmöglichkeiten. Eine Schnittstelle zur Metadatenbank InfoWeb Weiterbildung, IWWB besteht ebenfalls, prima. Wenn jetzt auch noch Bibliotheken und den Bibliotheken dienliche Institutionen darin erscheinen würden, wäre das perfekt.
Twittern für Dummies und alle anderen
September 14, 2009Wir wollen mit unserem Weblog keinen langweilen. Aber auch niemanden im Regen stehen lassen. Also – Twitter-Insider hier aprupt das Lesen aufhören. Den anderen (Dummies und Neugierigen) sei heute mit einem Tipp geholfen, den letzten Blogbeitrag (Dokumentation von Konferenzen nach aussen) besser nachvollziehen zu können. Mein BIB- und Weblog-Kollege Jürgen Plieninger zeichnet verantwortlich sowohl für diesen (also den letzten) Beitrag als auch für die Checkliste Nr. 28 (PDF, 518,5 KB) der BIB-Kommission für One-Person-Librarians (OPL). Die Checkliste befasst sich eingehend mit dem Erstellen und Nutzen von Twitterbeiträgen. Mitautor dieser erbaulichen Handreichung ist Edlef Stabenau. Wer sich also immer noch frägt, was Hashtags sind oder wie man sie erstellt …
P.S.: Der (zugegeben etwas despektierliche) Begriff „Dummies“ ist eventuell urheberrechtlich in Hinblick auf die „Dummies Bücher“ geschützt. Ein Ratgeber aus dieser Reihe macht jedoch klar, dass sich Alltagsstress nicht lohnt. Ich habe beschlossen, mich dem Druck zu entziehen, der auf Veröffentlichungen und seinen Untiefen ruht. Ich sehe der Gefahr folglich gelassen ins Auge.
Weibliche Lerntechnik und E-Learning als Präventivmaßnahme
September 11, 2009Die Fachhochschule Bremen mit ihrem Informatikstudiengang nur für Frauen hat einen interessanten Lehransatz: Mehr E-Learning, weniger Präsenzveranstaltungen. Damit Frauen für die spätere Realität vorbereitet sind: Kinder kriegen und von zu Hause aus arbeiten.
In technischen Studiengängen scheinen Frauen eine andere Herangehensweise als Männer zu haben, so ist heute im Fränkischen Tag zu lesen. Kerstin Abel, Sprecherin des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen zufolge tendieren Frauen dazu, „Dinge zu hinterfragen“. Und ohne blöde Sprüche auszukommen, etwa, wenn Kommiliton(inn)en eine Frage stellen.
Übrigens gibt es Studiengänge nur für Frauen auch an wenigen weiteren Hochschulen, zum Beispiel der FH Furtwangen, Stralsund, HTW Berlin und der FH Wilhelmshaven.
Wer sich mit dem Thema Frauen in Wissenschaft und Forschung auseinander setzen möchte, der oder dem sei die Website von CEWS Center of Excellence – Women an Science auch auf Grund ihres umfangreichen Informationspools und Meldungen zu EU-Aktivitäten warm empfohlen.
Bildungsportal der Landesfilmdienste / Landesmediendienste
September 5, 2009Kostenlose Web 2.0 Features zur Gestaltung der schulischen und außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung stellt die mulimediale Bildungsportal der Landesfilmdienste/Landesmediendienste zur Verfügung. Beispielsweie Bildungsfilme als Stream und per Download, Podcasts, WebTV mit thematisch vorkonfigurierten Themen, Arbeitshilfen und didaktischen Materialien etc.
Interessant auch die Initiative der Landesmediendienste Bayern e.V. und der Hochschule München Film und Studium.
In Kooperation mit verschiedenen Bildungsinstitutionen in Bayern sollen angehende Berufstätige im pädagogischen Bereich, beispielsweise Junglehrer/-innen, (Sozial)Pädagog/-innen und Erzieher/-innen für die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sensibilisiert werden. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Darstellung, wie Filme didaktisch und konstruktiv in schulischen wie außerschulischen Bereichen eingesetzt werden können.
Die multimedialen Veranstaltungen werden als Vorträge und Seminare angeboten. Anhand von Filmbeispielen zu den Themenkreisen Computerspiele, Talkshows, Drogen, Ernährung, Mode, Ausländerfeindlichkeit und so fort, lernen die Teilnehmer, Inhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Dieses Wissen trägt unter anderem zu einem sicheren Auftreten bei und erleichtert die Kommunikation mit der betreffenden Zielgruppe.
Verfasst von jplie
Verfasst von ilonamunique
Verfasst von ilonamunique