Mega-Informationsarchitektur und Usability

November 28, 2009

Streams, Walls, Feeds: Inhalte verbreiten über soziale Netzwerke und RSS lautet die kürzlich in Deutsch erschienene neueste Benutzerstudie aus der Jakob Nielsen Alertbox via usability.ch.

„Mega-Informationsarchitektur“ bedeutet mehr, als nur die Informationen als Firmenpostings aus den eigenen  Webseiten über Internetdienste zu verbreiten, also beispielsweise via Newsfeeds (RSS-Feeds) und Newsletter und über soziale Netzwerke (hier: Facebook, Twitter, MySpace und LinkdIn). Es bedeutet auch, diese Informationen so aufzubereiten, dass sie ein gutes Benutzererlebnis darstellen.

Die Ergebnisse der Studie (die manche älteren Studien wiederholt) sind nicht wirklich überraschend, aber immer wieder aufschlussreich. (Ob die Studienergebnisse mittels Probanden aus den USA, Australien und Großbritannien sowie den untersuchten Unternehmerabonnements wie „JetBlue Airways“, „Weisses Haus“ oder die „Königliche Tierschutzgesellschaft“ auch auf deutsche Usergepflogenheiten direkt übertragbar sind, sei dahingestellt.) Den Rest des Beitrags lesen »


Netzwerkkonferenz 2009 (1): Zeit und Qualität

November 26, 2009

Die diesjährige Netzwerkkonferenz der Lerner- und Kundenorientierten Qualitätsentwicklung fand unter dem Motto „Zeit für Qualitätsentwicklung“ am 23.11.2009 in Köln statt. Sie beinhaltete drei Teile: Zeit und Qualität – Zeit und Organisation – Zeit und Lernen, jeweils mit einem Gastvortrag und anschließendem World-Cafè zur teilnehmergesteuerten Vertiefung des Erfahrenen.

Prof. Dr. Karlheinz Geißler (Universität der Bundeswehr München), renommierter Zeitforscher, Autor zahlreicher amüsant zu lesender Bücher und Aufsätze zu Zeitphänomenen und zur Erwachsenenbildung, begann den Reigen der Gastredner mit einem begrifflichen und geschichtlichen Überblick über die Zeit und ihre jeweiligen Qualitäten in ihrer Zeit.

Zeit-Begriff

Dass „Zeitsparen“ weniger Zeit bedeutet und somit eine immer wertvoller werdende Zeit, die es um so mehr zu nutzen gilt, wurde nach seiner dividierenden Rechenformel einsichtig. Dass der Begriff „Zeitmanagement“ ein Widerspruch in sich ist, da man Zeit nicht managen kann, ist zunächst schwerer zu verstehen. Klar wird es erst, wenn wir begreifen, „dass sich der Mensch zur Zeit [nicht] verhält wie zu einem Gegenstand, den er verändern kann“. Den Rest des Beitrags lesen »


The World’s 50 Best Open Courseware Collections

November 24, 2009

Schon der Name ist gut: „Sir Learnalot’s Knowledge Blog“ und der Eintrag „The World’s 50 Best Open Courseware Collections“ ist erschöpfend, etwas zum Stöbern an grauen Wintertagen … Allerdings sieht man auf den ersten Blick, dass die Sammlung ganz anglosächsisch ausgerichtet ist. Ob das auch der realen Verteilung entspricht? Im Großen und Ganzen ja, ich vermute aber, dass man auch in anderen Ländern fündig werden könnte!


Qualitätstestierung für Beratungsorganisationen

November 23, 2009

Aus aktuellem Anlass der heutigen Netzwerkkonferenz (wir kündigten an) stelle ich anhand eines „Leitfadens für die Praxis“ die Kundenorientierte Qualitätstestierung für Beratungsorganisationen (KQB®) einer bekannten Testierungsgesellschaft vor. (Eilige lesen das Fazit am Ende dieses Beitrages.)

Zech, Rainer: Kundenorientierte Qualitätstestierung für Beratungsorganisationen : Leitfaden für die Praxis / Rainer Zech. ArtSet, Forschung, Bildung, Beratung, Qualitätstestierung. – Hannover : Expressum-Verl., 2009. – 81 S. : Ill., graph. Darst. ISBN 978-3-89069-021-6
Kurzinfo | Mehr Info

Hintergrund

Mit ihrem Angebot zur Kundenorientierten Qualitätstestierung für Beratungsorganisationen nimmt sich die ArtSet® Forschung, Bildung, Beratung GmbH seit dem Frühjahr 2009 den Anbieterkreis der Beratungsorganisationen an, die Beratung als Kerngeschäft verstehen. Personen- oder organisationsbezogene Beratung wird oftmals von Einzel- und Kleinstunternehmen und Selbständigen angeboten, beispielsweise in den Bereichen Coaching, Konfliktberatung, Personal- und Teamentwicklung, Prozessbegleitung, Organisationsentwicklung, usw.

Bisher war es gerade für Einzelpersonen schwierig, ein geeignetes Zertifizierungsverfahren zu finden. Gar manche landeten mit ihrem Wunsch nach einer formalen Prüfung ihrer Qualitätsbemühungen beim TÜV. Ganz unlogisch ist das nicht, denn es geht immerhin (auch) um (technisch) reibungslose Abläufe in einem Managementsystem, die in einer normativen Qualität münden sollen.

Was macht Qualität in der Beratung tatsächlich aus? Den Rest des Beitrags lesen »


Information Overload

November 20, 2009

Möchten Sie wissen, wie Informationsflut aussieht? Dann nehmen Sie doch diese Liste „100 Excellent Open Access Journals for Educators“, welche bei onlinecollege.org aufgeführt ist. Wenn Sie kein spezifisches Interesse haben, dann überfordert einen die Zahl und die Fülle der Themen …
Jetzt müßte noch jemand eine Google Custom Search (CSE) Engine aufsetzen, dann könnte man zielgerichtet im Inhalt dieser Zeitschriften recherchieren …


Basisdaten aus der Medienwelt

November 19, 2009

Gestern wies ich auf das Forum Kommunikationskultur hin, ausgerichtet von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur. Beim Stöbern auf deren Surftipps stieß ich auf den Link zu Mediendaten aus der gesamten Bundesrepublik.

Uns begegnen auf dieser Übersichtsseite beispielsweise die Delphi-Studie zur Zukunft von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien) und Medien. Erst kürzlich erschien eine Pressemitteilung zur Studie, die u. a. aussagt, dass „ab dem Jahr 2015 […] mehr Menschen das Internet regelmäßig über mobile Endgeräte als über stationäre Computer nutzen“ (werden). „Spätestens 2024 wird das Internet das Unterhaltungsmedium Nummer 1 in Deutschland sein.“

Radiohören – ist das denn noch in? Von der ma 2009 Radio II (PDF, 142,8 KB) erfahren wir: „an einem durchschnittlichen Tag nutzen 65,8 Prozent der Kinder (10-13 Jahre) das Radio.“ Das sind 5% mehr als im Vorjahr. Und die durchschnittliche Hördauer stieg von 54 auf 58 Minuten. Da sage noch einer „video killed the radio star“ …

Und dennoch, auch für das Fernsehen scheint immer noch mehr Zeit vorhanden zu sein. Die Television – International Key Facts 2009 besagt, dass die Sehdauer pro Person und Tag 2008 europaweit von 224 auf 227 Minuten und seit 2000 sogar um 19 Minuten gestiegen ist. [Kurzinfo zur Studie]

Den Computerspielen widmet sich die JIM-Studie. Mehr männliche als weibliche Jugendliche besitzen eine Spielkonsole für Computer oder Fernsehgerät – 60% zu 29%. Für Bibliotheken könnte das der Umkehrschluss sein, demzufolge mehr Mädchen Bücher lesen als Jungen.

Wer sich intensiver mit Kommunikations- und Medienforschung beschäftigen möchte, besonders mit der „rezipientenbezogenen Forschung, z. B. zur Mediennutzung, -verarbeitung und -wirkung“, dem sei die Literaturdatenbank zur Medienwissenschaft empfohlen. Sie ist ein Angebot des Südwestrundfunks, Abteilung Medienforschung/Programmstrategie.

Und wo bleibt der Printbereich? Schauen Sie selbst, ob ich Wesentliches übersehen habe.


Zum Wochenende: Biblionetz revisited

November 14, 2009

Ich hatte vor geraumer Zeit schon einmal auf das Biblionetz hingewiesen und möchte mich auch nicht wiederholen in Elogen, wie schön es da zu stöbern ist!
Ich möchte nur auf das Registerblatt „Hitliste“ hinweisen, auf welcher die verknüpftesten, die zitieresten und die nachgefragtesten Begriffe stehen. Interessante Lektüre!


1. Schulbibliothekstag Schleswig-Holstein (1)

November 6, 2009

Über 70 Interessierte trotzten dem Wintereinbruch und folgten dem Aufruf zum 1. Schulbibliothekstag in Schleswig-Holstein am 14.10.2009 im Gymnasium Altenholz bei Kiel. Eine gespannte Erwartung lag über der Schule, die sich nicht nur räumlich, sondern auch über den aktiven Einsatz ihrer Schüler/innen in einen historischen Moment einbrachte. Das Organisatorenteam – allen voran Susanne Drauz („Frau Fleischmann“), Gerhard Günter Schlamp (Hessische Schulbibliothekslegende) und Andreas Borrmann (künftige Legende? Lehrer am Gymnasium) und ein großer Stab an Ordonanzen der 13. Klassen setzten alles daran, dass sich die Teilnehmenden und Referent(inn)en gut betreut fühlten. Über die Eindrücke dieses Tages will ich hier und folgend als geladene Referentin berichten, was auf Grund des eigenen Einsatzes nur sequentiell sein kann.

Stichwort: Einsatz. Ein hoher, persönlicher Einsatz war kennzeichnend für das gesamte Geschehen. Bereits beim gemeinsamen Mittagessen der Protagonisten in der schuleigenen, atmosphärischen Kantine (auf der Homepage noch alte Fotos) erstaunte uns die Tatsache, dass sowohl der berühmte Koch (seines Zeichens Schleswig-Holsteinischer Spargelschnellschälerkönig, wie man mir erzählte) als auch ca. 100 Mütter abwechselnd unentgeltlich bis zu 150 Mittagessen pro Tag kochten und den täglichen Küchendienst verrichteten. In drei Etappen wird hier gegessen und trotz Andrang findert der Koch immer noch die Zeit dafür, die Hallo-Grüße der Hungrigen lachend und winkend zu erwidern. Selten habe ich eine derart harmonische Stimmung in einer Schule erlebt wie in Altenholz, einem – zugegeben– wohlsituierten Ort an der Kieler Schleuse. Diese Stimmung sollte den ganzen Tag auch bleiben.

Zu den fünf Workshops, die zum größten Teil in zwei Durchgängen offeriert wurden, fanden sich höchst engagierte und trotz aller präkeren Schulbibliothekssituationen optimistisch vorwärtsblickende Lehrer(innen) sowie einige wenige Bibliothekarinnen und Bibliothekare ein. Bemerkenswert: Teilnehmende, die sich eher destruktiv äußerten, mussten es sich gefallen lassen, vom Gros der Teilnehmenden belehrt zu werden, man wäre ja schließlich nicht da, um zu jammern, sondern sich Anregungen zur Verbesserung zu holen.

Wie ist die Schulbibliothek nun zu verbessern bzw. welche Instrumente könnten hilfreich sein? Aus dem Programm:

Monika Gumz (OStRin und Bibl.Assessorin, Fachberatung Schulbibliothek, Hessische Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken, Außenstelle Kassel) bot Erkenntnisse unter dem Titel „Gelingensbedingungen empathischen Lesens“ an. Sie wurde tatkräftig von den ihr zugeteilten Schülerinnen und Schüler unterstützt, die bereitwillig etliche Kisten mit Anschauungsmaterial und Büchern schleppten und somit die knappe Aufbauzeit in den (unterrichtsbedingt erst kurzfristig freiwerdenden) Klassenzimmern wieder wettmachten.

Günter Schlamp (Schuldirektor a. D. und Weblogbetreiber Basedow1764) referierte zu „Arbeitstechniken lernen in der Bibliothek“. Er berichtete in unserer gestrigen abendlichen Ausklangrunde ebenfalls von einem sehr aufmerksamen Publikum, das auf uns alle wie der buchstäbliche „Schwamm“ wirkte, der alles begierig aufsog.

Was tun, wenn der Etat der Schule zu allem, nur nicht zur (faktisch nicht vorhandenen) Schulbibliothek reicht? „Farbe kostet nix“, so die Lösung von Jaqueline von Laak (Dipl. Designerin, Innenarchitektin BDIA, Fachbereich Bibliothekseinrichtung, Büchereizentrale Schleswig-Holstein), zumindest, was die „Gestaltungsebenen für die Schulbibliothek“ betrifft, so der Untertitel.

Zum gleichen Dilemma, was tun, wenn die monetären Mittel fehlen, referierte Ilona Munique (also die Berichterstatterin, zertif. Erwachsenenbildnerin u. a., WEGA-Team) unter dem Thema „Sponsoring? Sponsoring! – Drittmittelbeschaffung für Schulprojekte“ und räumte mit der Fehlinterpretation auf, dass Spende mit Sponsoring gleichzusetzen wäre. Sowohl das Fragezeichen als auch das Ausrufungszeichen im Titel sind mit Kalkül gesetzt. Sponsoring darf Bildungsträger, Staat und Gesellschaft auf keinen Fall aus ihrer Verantwortung entlassen (das ist das Fragezeichen). Sponsoring kann immer nur eine zusätzliche Möglichkeit sein, ein erweiterter Spielraum sowie Hintergrund für Öffentlichkeitsarbeit (das Ausrufezeichen). Ich berichte darüber ausnahmsweise im hauseigenen Weblog.)

Ebenfalls ein kostenschonendes Instrument sind die „Medienboxen der Büchereizentrale Schleswig-Holstein“, vorgestellt von Margit Wachtel (Dipl. Bibl., Schulbibliotheksstelle, BüZ SH). Die Medienauswahl der verschiedenen Themen orientiert sich am Bedarf der Kindergärten, Grundschulen und Orientierungsstufen.

Der „Markt der Möglichkeiten“ in der Aula hielt eine Vielfalt an Informationsmaterialien mit non-kommerziellen Charakter bereit, war folglich keine Firmenausstellung. Beispielsweise war das „Forum Schulbibliothek“ mit einigen Arbeitshilfen vertreten, unter anderem die Publikation zur erste Umfrage zum Stand der Schülerbüchereien (PDF, 732 KB).

Außerdem zu finden: der reichlich bestückte Stand der „Bundeszentrale für politische Bildung“. Mitgenommen habe ich ein Exemplar zur Demokratie in Deutschland, die mir allzu oft verzerrt wahrgenommen oder mit Füßen getreten wird. In Anbetracht der vergangenen Wahlen liegt das Thema ja durchaus noch im Raum.

Zu Anfang und Ende, also den „meets and greets“, dem Impulsvortrag von Gerhard Günter Schlamp „Die Schulbibliothek als Lernort“ sowie zur Podiumsdiskussion mit Vertreter(inn)en unterschiedlichsten Couleurs in Sachen Schulbibliothek, komme ich in den nächsten beiden Blogbeiträgen. Vielleicht auch schon mit Linkergänzung der Veranstalter/innen, die sicherlich in Kürze eigene Beiträge veröffentlichen werden. Ich persönlich schreibe diesen Text gerade auf dem Weg von Kiel nach Flensburg, Treffpunkt unserer dieshalbjährlichen Vereinsausschusssitzung des BIB. Bericht in Kürze – geschrieben wohl auf dem Weg nach Dresden, meinem darauf folgenden Einsatzort.

So ende ich, wie ich begann: mit einem Hoch auf jedwede Einsatzbereitschaft im Ehrenamt, die geprägt ist von erstrebenswerten Verbesserungen unserer Welt, in der wir leben. Und die nicht dadurch geschieht, dass wir jammernd, klagend und schimpfend auf dem Fleck stehen bleiben, sondern uns in einem Netzwerk wiederfinden, welches die Zukunft reissfest zu tragen vermag. Das wünsche ich jedenfalls diesem neuen bzw. erweiterten „Netzwerk Schulbibliotheken“ von Herzen.


„Lebens-hmhm“ Lernen: eine Antwort

Oktober 23, 2009

Da war es noch Sommer, am 11. August. Gut zwei Monate ist es nun schon her, dass wir im Blogbeitrag „Ist Internetnutzung bereits als lernen anzusehen oder …“ in eine kurze Diskussion zum Begriff Lebenslanges Lernen abgedriftet sind. Ich konnte mich nicht so recht mit ihm anfreunden. Rein sprachlich, versteht sich! Die Idee hinter dem Begriff kann ich nur gut heißen.

Auf diesen Beitrag folgte ein Kommentar von wedernoch. Ich zitiere:

Mir gefällt der Begriff „lebenslanges Lernen“. Allerdings bin ich auch älter. Bis zum Ende des Lebens zu lernen und nicht mit 65 auf hören zu müssen, das ist genau das, was ich will. Gut, man kann es auch „lebensbegleitendes Lernen“ nennen.

Ja, „lebensbegleitend“ klingt mir schon wesentlich symphatischer.

Nun werfe ich posthum als Antwort erneut einen Zwei-Wort-Begriff in die Runde:

„Lebensumspannendes“ Lernen

Gefunden habe ich ihn im Arbeitsdokument „Memorandum über Lebenslanges Lernen“ (PDF | 297,4 KB) der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Brüssel 2000 (!):

Der Begriff „lebenslanges Lernen“ stellt auf die zeitliche Dimension ab: es geht um Lernen während des ganzen Lebens; dieses Lernen kann kontinuierlich stattfinden oder in regelmäßigen Abständen. Der neue Begriff eines „lebensumspannenden Lernens“ bringt eine neue Dimension in das Bild ein, indem er auf die „räumliche“ Ausdehnung des Lernens abstellt, das in allen Lebensbereichen und -phasen stattfinden kann.13 Die „lebensumspan-
nende“ Dimension verdeutlicht die Komplementarität von formalem, nicht-formalem und informellem Lernen. Sie macht uns bewusst, das sinnvolles und vergnügliches Lernen auch in der Familie, in der Freizeit, im Gemeinwesen und bei der täglichen Arbeit stattfindet. Das Konzept des „lebensumspannende Lernen“ führt uns vor Augen, dass Lehren und Lernen Rollen und Tätigkeiten sind, die zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten un-
terschiedliche Gestalt annehmen können, wobei es auch zu einem Rollentausch kommen kann.

Ob lebenslang, lebensbegleitend oder lebensumspannend – Hauptsache, adäquate Bildung für alle!


Weiterbildung im FaMI-Beruf

Oktober 9, 2009

Die Festschrift „10 Jahre FaMi – ein Beruf emanzipiert sich!?“ liegt mir zwar noch nicht vor, jedoch das neueste BuB, Forum Bibliothek und Information, H. 10, und darin die Rezension (Ursula Görlitz und Sabine Thurnburg) dazu. Insbesondere ein Ausschnitt macht neugierig auf mehr Informationen:

Insbesondere in den Beiträgen von Wiltraut Zick, Cordula Sperlich und Hans-Christoph Hobohm in Zusammenarbeit mit Heike Stadler erhält man im dritten Themenkomplex einen Überblick über die Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im FaMI-Beruf.
… wird der theoretische Überbau ergänzt durch Schilderungen von TeilnehmerInnen an berufsbegleitenden Fernweiterbildungen beziehungsweise Nachqualifizierungen zum FaMI. Wer wirklich an diesem Beruf interessiert ist und nicht in einer Einbahnstraße enden möchte, kann durch diese Beiträge ernsthaft motiviert weren, sich selbst für entsprechende Maßnahmen zu entscheiden.

An dieser Stelle sei hinter vorgehaltener, inoffizieller Hand vermerkt, dass sich auch unsere Kommission für Fortbildung (FobiKom) mit diesem Thema schwer beschäftigt. Zunächst anlässlich des 99. Deutschen Bibliothekartags bzw. 4. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek 2010, zu dem wir eine Blockveranstaltung angemeldet haben. Die Vorträge unter dem Titel „Diagnose: Lebenslänglich. Aus- und Weiterbildung im bibliothekarischen Kontext“ sind als Appetithappen für den 13. BIB-Sommerkurs 2010 in Meißen gedacht, der sich dann ausschließlich mit dem Thema „Ausbilden“ befassen wird. Während beider Aktivitäten spielen Informationen gerade zum FaMI eine gewichtige Rolle. Zu einem späteren Zeitpunkt mehr. Sie wissen ja: mit diesem Weblog sind Sie immer gut – und hin und wieder sogar sehr viel früher! – informiert.

P.S.: FaMI = Fachangestellte(r) für Medien- und Informationsdienste


Kommunalforum für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst

Oktober 7, 2009

Unter anderem mit den Themen Ausbildung, Fortbildung und Weiterbildung setzt sich Kommunalforum.de, ein offenes Forum für den Öffentlichen Dienst, auseinander. Im Portal lesen darf jede/r und das Schreiben ist auch als Gast möglich.

Kommunalforum.de ist eine private Initiative von Bediensteten in der Kommunalverwaltung. Die Webseite soll eine kostenlose Kommunikation über alle kommunale Aufgaben im Internet ermöglichen. In erster Linie dient das Kommunalforum dem Informationsaustausch unter kommunalen Bediensteten. Aber auch weitere Interessierte wie z.B. Politiker, Landes- und Bundesbedienstete oder Bürger können gerne teilnehmen.

Beispielhafte Themen (Auswahl):

  • Eignungstest, Einstellungstest
  • Verdienst / Gehalt / Anwärterbezüge, Tarifverträge …
  • Berurteilungen
  • Fortbildung/Weiterbildung
  • Zulassung zum Aufstieg
  • Umschulung
  • Praktikum
  • u.v.m.

Bezeichnend für die Situation im öffentlichen Dienst erscheint mir, dass die häufigsten Beiträge im Forum zum Thema „Fortbildung / Weiterbildung“ zum AL II (= Auswahlverfahren II)  geschrieben wurden. Ansonsten ziemlich mager, die Seite. Was habe ich erwartet? Etwa: „Wo erhalte ich Zuschüsse zu Fortbildungen?“ oder „Wer kennt qualitativ hochwertige Fortbildungsveranstalter für Bibliotheksangestellte?“


Neue Studie zur Arbeitswelt

Oktober 2, 2009

Wer es sich aussuchen kann, sollte tunlichst ein Mann werden. Noch immer trennen die beiden Geschlechter ein Lohngefälle von bis zu über 20%. Wer wissen will, welche Branchen die Weiblichkeit am Schlechtesten dastehen lässt, sollte einen Blick in die neueste Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung werfen.

Wir fragen uns: was steckt dahinter? Mangelnde Bildung kann’s kaum sein. Immerhin beenden mehr junge Frauen mit einem besseren Notendurchschnitt die gymnasiale Laufbahn als Jungen. Und so lesen wir denn auch …

Die Benachteiligung von Frauen basiert der Studie zufolge nur zum Teil auf objektiv messbaren Fakten. „Der geschlechtsspezifische Einkommensrückstand lässt sich weder durch unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen noch durch eine spezifische Berufswahl vollständig erklären“, sagte Projektleiter Reinhard Bispinck am Donnerstag bei der Vorstellung der Studie auf einer WSI-Fachtagung zur Gleichstellung. „Die Ergebnisse verweisen vielmehr auf das Fortbestehen geschlechtsspezifischer Lohndiskriminierung.“

[via spiegel.de]