Lernwanderungen – eine Universität des Lebens

Mai 31, 2012

Ein wirklich interessanter, inspirierender Lese-Ausflug:

Eine junge Frau bemüht sich um selbst bestimmte Wissenswege jenseits von konventionellen Bildungseinrichtungen. Sie schrieb ihr eigenes Curriculum und begab sich auf Reisen. Sie führt ein Lerntagebuch, erzählt, wie ihr Weg schließlich zu den Kaospiloten führte und beschreibt viele weitere Orte, an welchen kreatives, inspirierendes und sinnerfüllendes Lernen möglich ist.
Hier geht’s zum Online-Artikel: http://www.oya-online.de/article/read/675-lernwanderungen.html


OECD fordert Investitionen in Aus- und Weiterbildung

Mai 30, 2012

Die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) fordert mit der Skills Strategy sinnvolle Investitionen in Aus- und Weiterbildung. Die Skills Strategy stellt ein Strategiepapier zur Kompetenzentwicklung und Einsatz von Kompetenzen während des gesamten Lebens, von der frühkindlichen Bildung über die Pflichtschulzeit bis ins Berufsleben dar.

Darüber hinaus werden empfehlenswerte Vorgehensweisen identifiziert und entwickelt, die es ermöglichen sollen, die Investitionen in den Lernprozess kostengünstig zu gestalten, denn »Kompetenzen sind die Währung des 21. Jahrhunderts. Sie verändern Leben und sind der Motor der Wirtschaft«, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. »Regierungen müssen in die Fähigkeiten investieren, die Menschen brauchen, um die Arbeit von morgen zu verrichten – und sie müssen das effizienter tun als bisher.«

Weiterführende Informationen zur Skills Strategy finden Sie unter http://skills.oecd.org/

Artikel zur Skills Strategy der OECD finden Sie unter http://www.bildungsspiegel.de/182-oecd-fordert-investitionen-in-aus-und-weiterbildung.html sowie unter  http://skills.oecd.org/documents/Skills%20Highlights_GER_Web.pdf


SamsTagging – T

Mai 19, 2012

T wie Training

… into the job
… on the job
… near the job
… along the job
… off the job

Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entwickeln und zu fördern und zu Handlungskompetenz zu führen, bieten sich innerhalb der Personalentwicklung vielfältige Maßnahmen an. In Fachliteratur und Praxis existieren viele Sichtweisen und Inhalte, um diese Maßnahmen zu beschreiben. Folgende Aufzählung bietet einen lokationsorientierten Ansatz rund um das Schlagwort „Training“:

  • into the job als Hinführung zu einem neuen Aufgabenbereich oder einem neuen Beruf (z.B. Praktika, Einführungs- oder Hospitanzprogramme)
  • on the job als direkte Lernsituation am Arbeitsplatz; ermöglicht ein hohes Maß an Eigenaktivität (z.B. Job Rotation, Coaching, Mentoring, teilautonome Arbeitsgruppen)
  • near the job als arbeitsplatznahes Training in Lern- oder Projektgruppen, die sich komplexen, abteilungsübergreifenden Themen in Organisationen beschäftigen (z.B. Projektarbeit, Qualitätszirkel, Innovationszirkel, Lernwerkstatt)
  • along the job als karrierebezogene Entwicklung (z.B. Potentialanalyse, Laufbahnplanung)
  • off the job als außerhalb des Arbeitsplatzes stattfindende Maßnahmen (Fortbildungen, Kongresse, Vorträge, Workshops)

Quelle und weiterführende Literatur für Führungskräfte:

Hausherr Fischer, A. (2008): Personalentwicklung als Führungsaufgabe. In: Steiger, T./Lippmann, E. (Hrsg.) (2008): Handbuch Angewandte Psychologie für Führungskräfte. Führungskompetenz und Führungswissen. Heidelberg: Springer, S. 85-96


Schulbücher mit Augmented Reality – Übertragbarkeit auf die bibliothekarische Praxis?

April 27, 2012

Im Weblog “ASAJIN : The Next Generation Internet Trends in Japan and Asia” wurden letzt Schulbücher behandelt, die die Möglichkeit bieten, Zusatzinformationen, Bilder, Filme etc. auf dem Smartphone abzuspielen. So kann ein Medium durch weitere ergänzt werden. Mit welcher Technik das gemacht wird, wird nicht erläutert, es würde aber bereits ein QR-Code bei den Illustrationen würden ja genügen, das zu verlinken.
Das könnte man auch im Bibliotheksbereich einsetzen, um Flyer, Anleitungen, Leitbilder und ähnliches zu ergänzen.


Abstract BIB-Sommerkurs 2012: Yilmaz Holtz-Ersahin

April 2, 2012

Durch den demographischen Wandel wird die Zahl der Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte zunehmen. Dadurch wird unsere Gesellschaft bunter und internationaler. Aufgrund dieser Realität brauchen die Kultur- und Bildungsintitutionen einen gedanklich-konzeptionellen Perspektivenwechsel und das damit verbundene Handeln.

Interkulturelle Kompetenzen und der konstruktive Umgang mit kultureller Differenz sind wichtigste Schlüsselfaktoren für die öffentlichen Bibliotheken des 21. Jahrhunderts.

Im 15. BIB-Sommerkurs in Bamberg [Anmeldung bis 10.05.12 Neu: 01.06.12] lernen wir durch den Leiter der Türkischen Bibliothek der Stadtbibliothek Duisburg, Yilmaz Holtz-Ersahin, eine Good Practice-Bibliothek kennen, die die Zeichen der Zeit bereits vor 40 Jahren erkannt und danach gehandelt hat: die Stadtbibliothek Duisburg.

Duisburg ist eine der bedeutendsten Einwanderungsstädte Europas, und dies seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, Schlagwort: Bergbau. Der Anteil der Migranten an der Gesamtbevölkerung in Duisburg beträgt heute 33 Prozent, in der Mehrzahl türkischer Abstammung.

Das UNESCO Public Library Manifest von 1994 fordert, dass Dienstleistungen der Allgemeinen Öffentlichen Bibliotheken auf der Gleichheit des Zugangs für alle basieren, unabhängig von Alter, Rasse, Geschlecht, Religion, Nationalität, Sprache oder sozialem Status. Weltweit versuchen Öffentliche Bibliotheken diese Vorgaben umzusetzen. Auch die IFLA, International Federation of Library Association and Institutions hat 1998 Richtlinien für Bibliotheksdienstleistungen in multikulturellen Kommunen herausgegeben.

„40 Jahre Türkische Bibliothek in der Stadtbibliothek Duisburg“ machen es uns vor.

Nachfolgend die Vita des Kollegen Yilmaz Holtz-Ersahin, die bewusst umfassender dargestellt wird, da stellvertretend für manch andere Migrationsrealitäten.

o Lektor für fremdsprachige Literatur und Türkische Bibliothek bei der Stadtbibliothek Duisburg.

o Geboren am 01.01.1972 in Hinis bei Erzurum (Türkei).

o 1990 Studium der Geschichte und Literaturwissenschaften in Erzurum.

o 1991 Übersiedlung nach Deutschland und Studium der Geschichte und Kommunikations-und Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit dem Abschluss Magister Artium.

o Seit WS 2004 / 2005 Lehrbeauftragter im Bachelor-Integrationsstudiengang Medien- und Kulturwissenschaft.

o Aktuelle Lehraufträge am Institut Kultur- und Medienwissenschaften sowie Universitätssprachenzentrum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

o Seit April 2007 Mitglied im Mentee-Programm „U 40 – Kulturelle Vielfalt 2030“ Nachwuchsförderung im Rahmen „UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“.

o Assoziiertes Mitglied in Forschungsprojekten „Mündliche Überlieferungen“ , „Fra diaspora e emigrazione“, „Musica Occidentale Orientale“ bei Università degli Studi di Napoli l’Orientale und Universität Salerno, Italien.

o Doktorand am Institut für Journalistik an der TU Dortmund mit dem Forschungsschwerpunkt: „Medien und Integration in Deutschland“

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Zu den Abstracts von Thomas MertinDaniela Meidlinger | Frauke Schade


Netzwerkkonferenz 2012 im Zeichen der Kunst

März 28, 2012

Um die Zukunft von Bildungsorganisationen und wie man von der Kunst profitieren und mit der Kunst handeln kann – das ist Thema der Netzwerkkonferenz der Lerner- und Kundenorientierten Qualitätsentwicklung am 19.11.2012 in Hannover.

Das Umgehen mit Unsicherheiten im Prozess liegt dem künstlerischen Handeln inne. Wenn Künstler Kunst machen, wissen sie am Anfang und auch während des künstlerischen Prozesses nicht, welches Ergebnis sie am Schluss haben werden. […] Von diesem bewussten und gewollten Handeln unter Unsicherheit wollen wir lernen.

Genau. Dieses Empfinden, am Anfang eines Prozesses zu stehen und seinen Ausgang nicht zu kennen, das muss man tatsächlich aushalten können. Ein Coach, der dennoch Sicherheit vermittelt, ist sein/ihr Geld wert. Es ist eine/r, die oder der das Ziel nicht aus den Augen verliert, obwohl es kurvig und steinig zugeht im Gelände. Die oder der die Gruppe an die Hand nimmt, ohne sie zu zerquetschen. An einer Hand, die nicht schwitzt, sondern trocken bleibt in der Gewissheit, dass der Prozess als Weg selbst schon ein lohnendes Ziel ist. Das ist Kunst, fürwahr!


SamsTagging – L

März 24, 2012

L wie Lehrbuch

“L3T” – Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien hieß das Projekt, bei dem kollektiv ein Lehrbuch erstellt wurde, welches man kostenlos herunterladen oder in s/w oder Farbe als Buch bestellen kann.
Jetzt ist ein Buch zum Buch erschienen – auch wieder frei oder per book on demand (BOD) – worauf Jochen Robes im Weiterbildungsblog aufmerksam macht. Freilich mit einem bedrückenden Hinweis:

“So erfolgreich die Community motiviert werden konnte, an der inhaltlichen Entwicklung des Lehrbuchs mitzuwirken, so bescheiden ist bis zum heutigen Tag der Erfolg der Versuche, mit Hilfe verschiedener Crowdfunding- und Social Payment-Ansätze eine solide Finanzierung auf die Beine zu stellen. Was bei dem Engagement der Initiatoren wirklich schade ist.”


Zukunftsdialog Deutschland – Themen vorschlagen, bewerten

Februar 6, 2012

Unter dem Titel “Dialog über Deutschlands Zukunft” steht seit kurzem ein Portal zur Verfügung, das politische Partizipation anbietet. Man kann Themen vorschlagen und Themen bewerten. Die Themen sind grob vorsortiert, neben dem sozialen Miteinander und der Wirtschaft findet man ein drittes Thema, das Leser/innen dieses Blogs interessieren könnte:

Bildung also! Wenn man draufklickt, sieht man, dass bereits 371 Vorschläge gemacht wurden. Man kann browsen, aber auch nach Stichwörtern suchen. Geben wir doch einmal “Bibliothek” ein, das gibt derzeit acht Ergebnisse, hier zwei Beispiele:

In einem weiteren Eintrag steht auch eine Forderung zu “kostenlose Bibliotheksbenutzung für alle”. Schauen Sie einmal hinein, spielen Sie mit weiteren Suchwörtern, wie z.B. “Schulbibliothek”, “Lernen”, “informationskompetenz” …


SamsTagging

Januar 7, 2012

A wie Andragogik

Die Wissenschaft von der Bildung Erwachsener.

Der Lehrstuhl (für) Andragogik der Universität Bamberg, vormals Erwachsenenbildung, trägt als erster in der Bundesrepublik Deutschland diesen Namen. […] Die erste Nennung des Begriffs „Andragogik“: Kapp, Alexander (1833): Platon’s Erziehungslehre, als Pädagogik für die Einzelnen und als Staatspädagogik. Minden und Leipzig.

[uni-bamberg.de]


ZwischenZeitGedanken V

Dezember 31, 2011

Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht,
das Negative zur Kenntnis zu nehmen.
Er weigert sich lediglich,
sich ihm zu unterwerfen.

(Norman Vincent Peale)


ZwischenZeitGedanken IV

Dezember 30, 2011

Man muss sich durch die kleinen Gedanken,

die einen ärgern,

immer wieder hindurchfinden

zu den großen Gedanken,

die einen stärken.

(Dietrich Bonhoeffer)


ZwischenZeitGedanken III

Dezember 29, 2011

Der Mensch bringt täglich sein Haar in Ordnung,
warum nicht auch
seine Gedanken?

(Indische Weisheit)


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