#bibtag12 Nachlese (1) | VA-Sitzung

Juni 4, 2012

Heute beginnt unsere Nachlesereihe zum vergangenen Bibliothekartag in Hamburg. Petra Häuslbauer und ich werden sie bestücken. Zunächst also ein paar TOPs aus der Vereinsausschusssitzung (VA), mit der die ereignisreiche Woche traditionell für uns BIB-Aktive beginnt. Neben den üblichen Regularien und den Vorbereitungen zur kommenden Mitgliederversammlung (Stichwort “Zukunftsforen”) erfolgten im TOP 3 die Sachstandsberichte des Bundesvorstandes.

a) Kooperation mit Buchmesse und formeller Beschluss über weitere Zusammenarbeit.
Nach Diskussion wurde von der FobiKom der Antrag gestellt, der Kooperationsvereinbarung zwischen BIB und der Ausstellungs- und Messe GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zuzustimmen. In der folgenden Probephase (2012 und vorbereitend 2013) wird die Zusammenarbeit erprobt und dann weiter festgeschrieben. Dabei noch offene Fragen wie die der Kriterien einer BIB-Zertifizierung der Fachbesuche als Fortbildung lassen sich dabei sicherlich noch weiterreichend beantworten. Wer an der “Blauen Stunde” am BIB-Stand dabei war, hat die Unterzeichnung der Vereinbarung, mithin die Inhalte, mitbekommen.

Um den Dialog auch ganzjährig weiter zu führen, werden beide Vertragspartner sich unabhängig von den Veranstaltungen zu Besprechungen treffen, die über grundsätzliche Fragen der Zusammenarbeit geführt werden. Die FobiKom ist mit einer Ansprechpartnerin, unserem derzeitigen Arbeitsgast Karin Klingbeil, mit eingebunden.

Die Ansprechpartnerin der Frankfurter Buchmesse, Sandra Song, hat dem Vereinsausschuss mittlerweile darüber informiert, dass das Börsenblatt den Bibliothekartag aufgenommen hat. Dies also bereits ein konkretes Zeichen verstärkter Zusammenarbeit.

b) Kooperation mit dem VDB

Keine Fusion, jedoch ebenfalls eine verstärkte Zusammenarbeit können sich beide Vorsitzende, Kirsten Marschall vom BIB und Klaus-Rainer Brintzinger vom vdb, aktuell vorstellen. Bereits seit 1973, so Brintzinger, wären erste Gespräche dazu erfolgt, wie er nach einem Blick in die Geschichte der Verbände herausgefunden hat. Zum 100. Bibliothekartag in Berlin wurde ein erstes Kooperationspapier unterzeichnet. Mitglieder beider Verbände profitieren konkret von der Preisbegünstigungsklausel. Fürderhin sollen Felder ausgesucht werden, auf denen stärker zusammengearbeitet werden kann. Augenblicklich gibt es deren drei:

1. Die gemeinsame Mitgliederverwaltung durch die BIB-Geschäftsstelle. Moderne Programme machen möglich, was vor längerer Zeit gut gedacht, technisch jedoch kläglich gescheitert ist. Die Älteren erinnern sich vielleicht noch daran.

2. Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung. Tun sich schon wir “Bibliothekswesen” schwer mit der Unterscheidung mehrerer Verbände, wie muss das erst in der politischen Welt daher kommen. Die Außendarstellung von Bibliotheks(personal)interessen muss klarer und verständlicher werden. Wie, darüber wird zu beraten sein. Nicht im Alleingang, sondern nur gemeinsam sind und wirken wir stark!

3. Gemeinsame Zeitschrift. Dazu kann ich derzeit nichts weiter sagen, es stand als Schlagwort im Raum. Die FobiKom-Mitglieder haben sich natürlich am folgenden Tag in der Arbeitssitzung dazu Gedanken gemacht. Ich hoffe, Monika hat gründlich Protokoll geführt, und sobald uns unsere Gedanken ordentlich schwarz auf weiß und somit wieder vor unserem inneren Auge stehen, werden wir diese Gedanken zurück in die VA spiegeln. Denn wenn ich hier von den Vorsitzenden schreibe, heißt das noch lange nicht, dass das alles in Stein gemeißelt ist. WIR – Vereinsausschuss und die Mitglieder(versammlung) gestalten den Verband, nicht alleine unsere Vorsitzenden. Und das ist gewollt so.

Wichtig ist – und ich lasse noch einmal den zur VA geladenen Gast zu Wort kommen – eine Win-Win-Situation für beide Verbände, die Herr Brintziger “step-by-step” nahen sieht, und zu einer Zeit, die dafür reif sein will. Welche Aufgaben auf welcher finanziellen Basis teilen wir uns oder erfüllen wir gemeinsam? Wie kommen wir praktisch weiter? – so seine Fragen. Außerdem muss der Blick auf Bibliothek und Information gerichtet sein und nicht auf Sparten. So ist der Bibliothekartag der Tag der Personalverbände – und dieser ist in der Folge noch zu gendern. Auch sollen gemeinsame Sitzungen der beiden Verbände, wie auch früher schon geschehen, wiederbelebt werden.

c) Neue Zielgruppe “Young Professionals”. Hier fordert Kirsten Marschall ein konzertiertes Vorgehen des Bundesvorstandes und der Fachkommissionen. Es könne nicht angehen, dass wir dem Nachwuchs sagen, wie er seine Zukunft in die Hände zu nehmen hat. Die Jungen mit einzubeziehen, das ist ja auch der Anspruch, den die FobiKom hat und durch gezielte Ansprache erreicht hat. Denn Fortbildungsinhalte und -formate können nicht wir Älteren maßgeblich bestimmen, da würden wir an den tatsächlichen Bedarfen vorbei gehen.

TOP 6. Auflösung der Kommission für Bibliothekspolitik

Bibliothekspolitik ist Ländersache. So könnte man es auf einen kurzen Nenner bringen. So die Länder eine Hilfestellung in eigener Sache benötigen, ist der Bundesvorstand gefordert. Er wird sich die entsprechenden Experten heranziehen, um den anfragenden Ländern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, falls er es nicht alleine leisten kann. Denkbar etwa, wenn ein Positionspapier zu einer bestimmten Frage (Sonntagsöffnung, Bibliotheksgesetz, Ausbildung, etc.) gewünscht wird. Das kann man schwerlich einer einzigen Kommission antragen, deren Mitglieder jeweils neu in die Gepflogenheiten und Problematiken des jeweiligen Landes und seiner entsprechenden Bibliothekspolitik eintauchen müsste. Insofern war die Auflösung einer Kommission eine dem Föderalismus geschuldete Sache. Ich kann das gut nachvollziehen. Denn auch unsere Fortbildungskommission stößt zuweilen an diese Grenze. So können wir nicht jedem Bundesland einzeln einen Nachweis erbringen, wenn es um einen etwaigen Bildungsurlaubsanspruch für den BIB-Sommerkurs geht. Zu verschieden ist die Verfahrensweise, und zu begrenzt ist hier der ehrenamtliche Einsatz.

TOP 7. Sachstandsbericht der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder zum Fachwirt

Karin Holste-Flinspach, die Vorsitzende der BIB-Kommission für Ausbildung und Berufsbilder, hat den VA aufgeschlaut in Sachen Weiterbildung für FaMIs, derer es derzeit vier Möglichkeiten gibt. Doch das hebe ich mir für einen späteren Artikel auf. Also, dran bleiben!

Wichtig war dieser TOP auch im Hinblick darauf, dass ein neues Positionspapier notwendig wird. Bekanntermaßen hat der BIB den Fachwirt vormals abgelehnt. So versprach unsere Bundesvorsitzende, dass noch in diesem Jahr eine Neubewertung vorgenommen wird und dies keinerlei Aufschub mehr dulden würde. Sie sieht sich als Personalverbandsvorsitzende in der Verantwortung, die Diskussion wieder zu beleben und für Klarheit zu sorgen. Nun, hier steht’s. Also nicht mehr zu vergessen. Wir bleiben dran.

Dran bleiben … das soll mein Schlusswort sein. Einmal mehr bewundere ich all diese Ehrenamtlichen, die versuchen, an allem, was den Mitgliedern wichtig ist oder sein sollte, dran zu bleiben. Wenn mal etwas nicht so klappt oder ankommt, wie es sollte: vergessen wir dabei nicht das hohe und freiwillige Engagement all dieser wunderbaren Bibliothekswesen, die sich hier in dieser VA ihrer Verantwortung stellen. 

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Abstract BIB-Sommerkurs 2012: Ilona Munique

Mai 28, 2012

Wie bringen wir ein Projekt, das erst in der Zukunft greift, heute schon optimal voran? Schafft die Bibliothek das reibungslose Aufgleisen in sich wandelnde Zeiten problemlos? Werden die Veränderungen, die mit neuen Projekten einhergehen, denn auch von allen Mitarbeiter(inne)n akzeptiert? Diesen Fragen stellt sich Ilona Munique, Dipl.-Erwachsenenbildnerin (wba), im 15. BIB-Sommerkurs in Bamberg  [Anmeldung nur noch bis 01.06.12]

Wir schreiben den Tag 5 des Sommerkurses, also den 03.08.2012. In den vier vorangegangenen Tagen wurden zukunftweisende, demografieorientierte Projekte beispielhaft entwickelt und von den Teilnehmenden nun im Plenum vorgestellt.

Zugegeben: die Einzelmaßnahmen ersetzen noch kein umfassendes, vorausschauendes Bibliothekskonzept. Dennoch sind sie als “kleinster gemeinsamer Fortbildungsnenner” geeignet, um zu vermitteln, wie sich Bibliotheken den nicht ausbleibenden Veränderungen, die die demografische Entwicklung mit sich bringt, ganz praktisch stellen können. Dabei hilft das Modul 7:

Ilona Munique„Innovationsmanagement needs Change Management“

Sicher werden die Teilnehmenden des Sommerkurses jede Menge Ideen nach Hause mitnehmen. Doch – viele innovative Projektideen zu besitzen macht die Umsetzung in die Realität nicht unbedingt einfacher. Daher braucht es geeignete Entscheidungstechniken, um die „richtigen“ Projekte für die Bibliothek herauszufischen. Eine Technik wollen wir miteinander üben.

Und auch dann, wenn alle mit der Wahl des Projekts übereinstimmen, so sollten etwaige Widerstände einkalkuliert werden. Welche könnten dies sein? Und wie begegnet man ihnen? Wir lernen die häufigsten Widerstände und die Antwort darauf kennen. Mit dem Einsatz von Change Management-Elementen lässt ich der Innovationsprozess geschmeidig voran bringen.

Ilona Munique, ihres Zeichens die Blogredakteurin hier, außerdem Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung und (neben Karin L. Kuhn) die BIB-Sommerkursleiterin, wird die knappe Stunde des Moduls gerne bestreiten. Denn sie ist in ihrem nicht-ehrenamtlichen Leben Personaltrainerin und Begleiterin für Organisationslernen, ihr anhaftend der  “Stallgeruch” Bibliothek, und von daher bestens präpariert.

So ist es eine Ehre und Verpflichtung für mich (ich wechsle mal eben in den persönlichen Modus), einen weiteren Beitrag zum Gelingen des (von langer Hand und mit viel Herzblut geplanten!) BIB-Sommerkurses zu leisten.

Innovation und Wechsel – ein Themenpaar, welches mich persönlich ein Berufsleben lang begleitet. Mich immer wieder auf etwas Neues einzustellen war in meinen Bibliotheksleiterjahren (1985-1994, man denke z. B. an die IT-Revolution!) wie auch als selbständige Dienstleisterin in der Fort- und Weiterbildung (1996-heute) mit immer wieder neuen Themen stets notwendig und auch gerne geleistet. Viele interessante und spannende Themengebiete und drei wunderbare Berufe hat meine positive Einstellung zu Veränderungen mit sich gebracht. Klar, ein Spaziergang war’s und ist’s nicht immer, aber doch ein kurzweiliger und erfüllender Weg. Bringen Sie deshalb zum BIB-Sommerkurs das selbe mit wie ich – Neugierde und viele Fragen, dann passen wir gut zusammen. Ich freue mich sehr auf die Zeit mit Ihnen! Den Rest des Beitrags lesen »


#bibtag12 akut (4) | BIBbarCamp

Mai 24, 2012

Mittlerweile auf verschiedenen Kanälen diskutiert – das erweiterte Bibliothekartagsangebot eines BIBbarCamps unter dem Motto “Unkonferenz goes Bibliothekartag”. Vorschlag: mitmachen, dann mitreden. Saal F,  Freitag, 25.5., 9.00 – 12.00 Uhr unter Moderation von Prof. Tom Becker, Bundesvorstand.

Für mich heißt es am Freitag, Abschied nehmen von Hamburg. Ich sitze so eben vor dem Hotel, um diesen Beitrag vorzubereiten und es ist noch lang hin. Denke ich. Doch wie immer wird die Zeit wie im Fluge vergehen und ich mitten in der “Nachlese” sein, zu der ich Sie (gemeinsam mit Petra Häuslbauer) ab übernächster Woche hier beglücken darf.

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#bibtag12 akut (3) | DO Mitgliederversammlung, Standdienst, Kongressparty

Mai 23, 2012

Das Wichtigste wieder zuerst: Herzliche Einladung unseres Berufsverbandes (BIB) zur Mitgliederversammlung am Do., 23.05.12 von 9-12 Uhr im Saal 3 im CC Hamburg anlässlich des 101. Deutschen Bibliothekartags! Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen, damit unser neuer Bundesvorstand (BuVo) seine Mitglieder kennen lernen kann. Er hat sich dazu auch eine Neuordnung ausgedacht. So soll es einige Zukunftsforen geben, an denen die Beteiligung aller erwünscht ist. Und zwar zu den Themen:

  • Verbandskommunikation (Moderation: Michael Reisser und Kirsten Marschall)
  • Fortbildung und Mitgliederwergung (Tom Becker)
  • Kooperationen der bibliothekarischen Verbände (Petra Kille)
  • BIB-Jahresthema (Petra Klotz)

Wir dürfen gespannt sein.

Zum Standdienst am “Stand der Verbände” an zentraler Congressstelle kaum zu übersehen, treffen Sie unser neues FobiKom-Mitglied, Petra Häuslbauer, an. Sie wird Ihnen, ob BIB-Mitglied oder (noch) nicht, gerne Fragen beantworten, Sie weiterleiten an die richtigen Ansprechpartner/innen oder Ihnen auch das eine oder andere Produkt unseres Vereins (Tassen, Postkarten, Brillenputztücher …) verkaufen. Natürlich treffen Sie, je nach Zeitpunkt, auch viele andere unserer Gremienaktiven an. Sabine Stummeyer vom BuVo hat im Vorfeld wie immer für eine gute Auslastung der Zeiten gesorgt, damit Sie, zusammen mit den “guten Geistern” der Geschäftsstelle des BIB, lückenlos mit Informationen versorgt sind.

Die Kongressparty (früher u. d. T.: Festabend) findet in der Fischauktionshalle am Hamburger Hafen statt. Sie beginnt um 19.30 Uhr unter dem Motto: “Mehr Hamburg geht nicht”. Also, ich gehe als Meerjungfrau … oder so ähnlich. ;-) So oder so, wir sehen uns!


#bibtag12 akut (2) | MI Arbeitssitzung, BIB-Jahresthema, Blockveranstaltung

Mai 22, 2012

Das Wichtigste zuerst: Einladung zur offenen Arbeitssitzung der FobiKom am Mi., 23.05.12, 9 – 11 Uhr im Foyer des Radisson Blu-Hotels auf dem Concress-Gelände. Natürlich werden wir ein paar Tagesordnungspunkte abarbeiten, doch vordergründig steht der Austausch an – unter uns FobiKom-Mädels (Michaela, Petra, Ulrike, Monika, (2x) Karin und Ilona) sowie Ihnen, unseren werten Gästen, die einfach nur mal hinter die Kulissen der Verbandsarbeit reinsehen möchten. Oder uns etwas fragen, eine Anregung geben oder uns kennenlernen wollen. Nur auf Karoline müssen Sie verzichten, sie genießt noch die Freuden einer jungen Mutter.

Dann die BIB-Jahresthema-Session “Wer? Wo? Wie viele? Auswirkungen des Demographischen Wanndels” von 13.30 – 15.30 Uhr im Raum “Planten und Blomen”. Kann ich, ehrlich gesagt, noch nicht viel dazu sagen, denn dass ist was Neues im Programm. Ausgeheckt hat das unser Bundesvorstand. Einer daraus, Tom Becker, wird’s moderieren. Zusammen mit unserem FobiKom-Mitglied Petra Häuslbauer. Ein paar Worte kommen dann auch von mir (also Ilona Muique), die das Konzept des BIB-Sommerkurses unter jenem Jahresmotto vorstellt. Wer sich noch zum 01.06. für Bamberg (29.7.-3.8.12) anmelden möchte, bitte beeilen! Denn wir werden gro Werbung auf dem Bibliothekartag in Hamburg machen, und dann könnten die letzten Plätze schnell weg sein. Da ich jetzt nicht mehr im Büro sitze, und auch unterwegs prinzipiell nicht ständig meine E-Mails abrufen werde, ist Ihre Anmeldung am sichersten direkt via dem Fortbildungskalender zu tätigen.

Außerdem wird zur Session am Mi., 23.05.12 erscheinen: Petra Klug von der Bertelsmann-Stiftung, Petra Meier-Ehlers von den Hamburger Bücherhallen und Daniela Meidlinger aus der Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg (meiner geliebten Heimatstadt).

Weiter geht’s am Nachmittag mit der Blockveranstaltung “Neue Wege in der Aus- und Fortbildung”, 16-18 Uhr im Raum C, unter meiner Moderation.

16:00 Fortbildung für FaMIs: Studieren an der Fachhochschule Hannover mit Anke Wittich, Hannover)

16:30 FaMI in der Krise – Ausbildungsreform überfällig! mit Karin Holste-Flinspach (Frankfurt, Main)

17:00 Immer wieder mittwochs? Ein Beispiel für gelungenes „Lernen am Arbeitsplatz in Bibliotheken” mit unserer FobiKom-Kollegin Ulrike Kraß (Freiburg, Br.)

17:30 Bilanz nach 20 Jahren Ausbildung von Gehörlosen in der ZBW mit Elke Schnee (Kiel)

Und was alles einen Tag später, also am Donnerstag, bei uns los ist, erfahren Sie morgen. Selbe Stelle, gleiche Zeit.

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#bibtag12 akut (1) | Morgen BIB-Vereinsausschusssitzung

Mai 21, 2012

Wie jedes Jahr … oder beinahe. Denn statt “BT12 akut” jetzt mit Hashtag. Tja, die Zeiten ändern sich. Und nicht nur in dieser Hinsicht. Heuer findet die Frühjahrssitzung mit den sechs e“s”sen unter neuer Flagge, gehisst von Kirsten Marschall, statt. Unsere Bundesvorsitzende lädt uns ein für den Dienstag, 22.05.2012 von 15 bis 18 Uhr in den Saal 7 im Congress Centrum Hamburg (CCH).

Die Tagesordnung für die rund 30 Verbandsaktiven im BIB sieht – neben den üblichen Regularien – organisatorische Angelegenheiten sowie Sachstandsberichte vor. Beispielsweise ist das die Organisation der Mitgliederversammlung für den 24.05. von 9 bis 12 Uhr im Saal 3 (BIB-Mitglieder, bitte zahlreich kommen, es wird spannend werden!).

Sachstandsberichte gibt es …

  • … vom Bundesvorstand zu Kooperationen und neuen Zielgruppen
  • … von der Web-Redaktion und Kommission für Ausbildung und Berufsbilder zum Relaunch von DAPS
  • … der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder zum Fachwirt

In zwei weiteren Punkten besprechen wir den künftigen Status unserer Web-Redaktion sowie der Kommission für Bibliothekspolitik.

Außerdem beschäftigen wir uns mit der Finanzrichtlinie bzw. seinem Arbeitsauftrag und mit den vorab eingesandten Halbjahresberichten von Vorstand und Geschäftsstelle, von den Kommissionen und den Landesgruppen. Der Ersteinsender erhält heuer eine Siegertrophäe. (Ähm, diesen Insiderwitz müssen Sie jetzt nicht unbedingt verstehen.)

Drei Stunden, die wie immer im Flug vergehen werden, und doch die Weichen stellen für die nächsten Monate und Jahre.

Und wie immer berichten die Schreiberlinge des FobiKom-Weblogs in absehbarer Zeit unter “#Bibtag12 Nachlese” (vormals BT[JJ] Nachlese”) von den wichtigsten Ergebnissen. Also, dran bleiben!

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Abstract BIB-Sommerkurs 2012: Frauke Schade

Mai 14, 2012

Die Zukunftsfähigkeit Öffentlicher Bibliotheken hängt heute entscheidend davon ab, wie es ihnen gelingt, die schnellen gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen und technologischen Entwicklungen anzunehmen. Den am 15. BIB-Sommerkurs in Bamberg  [Anmeldung bis 01.06.12] eröffnen wir somit mit dem Modul 1: „Wohin führt uns der demografische Wandel?“ Prof. Frauke Schade wirft hier einen Blick auf die Bibliothek der Zukunft. Sie zeigt uns aber auch die Chancen und Grenzen von Milieustudien zur Zielgruppensegmentierung in Bibliotheken.

Frauke Schade

© Foto: Paula Markert

Die Details:

„Gesellschaftliche und technologische Herausforderungen für die Bibliothek der Zukunft“

Die Profilbildung von Öffentlichen Bibliotheken ist mit hohen Anforderungen verbunden. Zu nennen sind:

  • die Vielseitigkeit des Angebots
  • die schnelle Entwicklung immer neuer Medienformen
  • Informationen vervielfältigen und verbreiten sich immer rascher und schneller
  • die Heterogenität der Zielgruppen
  • der differenzierte öffentliche Auftrag
  • die Finanzierungskonkurrenz mit anderen öffentlichen Einrichtungen in der Kommune

Es gilt, sich im Kontext der kommunalen Kultur- und Bildungslandschaft mit einem innovativen Dienstleistungskonzept zu positionieren.

Frauke Schade stellt daher in ihrem Eingangsvortrag „Gesellschaftliche und technologische Herausforderungen für die Bibliothek der Zukunft“ vor. Sie präsentiert dazu aktuelle Ergebnisse aus der Trendforschung. Wir lernen außerdem Methoden kennen, wie neue Trends geortet und bewertet werden. Und Ideen, wie Bibliotheken ihnen begegnen können.

„Chancen und Grenzen von Milieustudien zur Zielgruppensegmentierung“

Hier erfahren wir, welchen Wert differenzierte Milieukenntnisse für die Profilierung von Bibliotheksangeboten haben. Auf welchen Wegen lassen sich aussagekräftige, verlässliche Milieudaten von Bibliotheken kostenfrei oder kostengünstig beziehen? Auf mitunter sehr einfachen, bisher aber wenig bekannten Wegen! – so der Tipp unserer Referentin. Die so gesammelten Daten gilt es, im Zusammenhang mit Bibliotheksdaten wegweisend zu nutzen.

Frauke Schade ist seit 2006 Professorin für Informationsmarketing, PR und Bestandsmanagement am Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Davor war sie Beraterin für interne und externe Kommunikation beim bundesweiten “Kompetenznetz Schlaganfall”, angehängt an der Charité Berlin, Referentin für Medienkultur bei der Stadt Reutlingen sowie Leiterin der Abteilung Veranstaltungen und Ausstellungen, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung bei der Stadtbibliothek Reutlingen. Frauke Schade lebt mit ihrer Familie in Berlin und hat zwei Töchter.

<< FobiKom-Spezial: Details zum BIB-Sommerkurs 2012 >>

Zu den Abstracts von Thomas MertinYilmaz Holtz-ErsahinDaniela Meidlinger


Bericht Exkursionstag Landesgruppe Sachsen-Anhalt

Mai 11, 2012

Ein straffes Exkursionsprogramm hatte die BIB-Landesgruppe Sachsen-Anhalt unter der Vorsitzenden, Kathrin Todt-Wolff und ihrem Team, Katrin Dinebier und Andrea Kiefer, vergangenes Wochenende (28.-30.04.12) in Bamberg bewältigt. Im BuB-Heft wird sicherlich noch ein ausführlicher Bericht sowie ein Gruppenfoto erscheinen. Ich hatte, da in Bamberg zuhause, das große Vergnügen, die 25-köpfige Gruppe in meinem Amt als Vorsitzende der BIB-Kommission für Fortbildung zeitweise in ihrem Freizeitprogramm zu begleiten.

    Frank Merken und Kathrin Todt-Wolff auf dem Anstieg zum Bierkeller auf dem Stephansberg in Bamberg

Frank Merken und Kathrin Todt-Wolff auf dem Anstieg zum Bierkeller auf dem Stephansberg in Bamberg

Bei herrlichem Wetter ging kein Weg vorbei an einem unserer Bierkeller auf dem Stephansberg. Auch wurden der Dom (der heuer 1.000 Jahre alt wird!), die Alte Hofhaltung und die Neue Residenz mit ihren Prunkräumen besichtigt. Mit dabei war der BIB-Landesgruppenvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Frank Merken, der zeitgleich eine Exkursion für den Oktober vorbereitete. Eine ideale Gelegenheit für den BIB-Austausch unter Gremienmitarbeitenden, der ansonsten in Anbetracht von bis zu 30 Delegierten auf den Vereinsausschusssitzungen immer ein wenig zu kurz gerät.

In Kaisersaal der Neuen Residenz in Bamberg

Bambergs vielfältige Bibliotheks- und Archivlandschaft ist ein ideales Exkursionsziel.

Um nur zwei zu nennen: die Stadtbücherei, die von der rührigen Leiterin Christiane Weiß sehr engagiert vertreten wird, sowie die überaus sehenswerte Staatsbibliothek in der Neuen Residenz, die mehrere historische Bibliotheken in absoluter Spitzenlage gegenüber des Doms beherbergt. Dr. Stefan Knoch, der Stellverteter des Bibliotheksdirektors, ist es nicht müde, die Besuchergruppen von nah und fern sachkundig und humorvoll zu begleiten. Der Kollegin und dem Kollegen einen ganz speziellen Dank dafür! Vor allem für die nicht selbstverständliche Bereitschaft, uns auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit zu führen.

BIB-Bibliotheksexkursion – alle Lebensalter und -phasen fröhlich vereint

Und immer wieder lassen sich auf den BIB-Exkursionen neue Einblicke in bibliothekarische Gegebenheiten gewinnen und engagierte und fachlich kompetente Kolleginnen und Kollegen kennen lernen. Das Netzwerk erhält ein paar geknüpfte Knoten mehr und die Motivation ist an und nach solchen Tagen sehr hoch.

Auch ältere, sich bereits in Rente oder Pension befindliche BIB-Mitglieder bestätigten, dass, gäbe es diese aktivierenden Exkursionen nicht, sie wohl nicht mehr unbedingt im Verein wären. Man spürte, dass sich auch die ältere Generation innerhalb der Reisegruppe pudelwohl fühlten und sich freuten, einmal wieder über (immer noch vertraute) Bibliotheksthemen sprechen zu können. Ohne Zweifel: viele Probleme, die bereits früher bewältigt wurden, gibt es auch heute noch. Und so lässt sich in geselliger Runde manch guter Rat zwischen Jung und Alt austauschen.

Wir haben diese verbindenden Stunden genossen. Ich freue mich bereits auf den nächsten BIB-Exkursionsbesuch nach dem schönen Bamberg. Und wer jetzt Lust bekommen hat, ebenfalls in die UNESCO-Weltkulturerbestadt zu reisen: nächste Gelegenheit bietet der 15. BIB-Sommerkurs vom 29.07. – 03.08.2012 zum Thema “Heute schon an morgen denken: demografieorientierte Projekte für Bibliotheken”. Anmeldung bis 01.06.2012.


Abstract BT12: Bilanz nach 20 Jahren Ausbildung von Gehörlosen in der ZBW

Mai 10, 2012

Elke SchneeElke Schnee zieht eine “Bilanz nach 20 Jahren Ausbildung von Gehörlosen in der ZBW” (Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften in Kiel). Und zwar innerhalb der Blockveranstaltung “Neue Wege in der Aus- und Fortbildung” am 23.05.2012 ab 17.30 Uhr in Saal(101. Deutscher Bibliothekartag in Hamburg).

Frau Schnee leitet die Buchbinderei seit 1989 und ist  Mitglied im Prüfungsausschuss im Buchbinderhandwerk. Während dieser Jahre der Ausbildung von gehörlosen Buchbindergesellinnen und -gesellen hat die ZBW Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geschaffen, die das Zusammenarbeiten der hörgeschädigten und der hörenden Kolleginnen und Kollegen enorm vereinfachen.

Optische Meldeanlagen und der Einsatz von Gebärdendolmetscher(inne)n spielt dabei genau so eine Rolle, wie die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen, sich auf ihre Kolleginnen und Kollegen mit Hörbehinderung einzustellen.

Da auch hörgeschädigte Teilnehmende dabei sein werden, bitte ich an dieser Stelle, etwaige Fragen oder Anmerkungen aus dem Publikum laut und deutlich zu artikulieren, damit sich die geschätzten Beiträge leichter von den Lippen ablesen lassen. Vielen Dank.


Abstract BT12: FaMI in der Krise – Ausbildungsreform überfällig!

Mai 9, 2012

Der FaMI, ein Ausbildungsberufes mit Alleinstellungsmerkmal im Bibliotheksbereich? Oder längst schon in der Krise?

Karin Holste-Flinspach aus der BIB-Kommission für Ausbildung und Berufsbilder, mithin eine Kommission in enger Verzahnung zu unserer Kommission für Fortbildung, mahnt offensichtlich eine Ausbildungsreform an. Und sie weiß genau, wovon sie in ihrem Vortrag innerhalb der Blockveranstaltung “Neue Wege in der Aus- und Fortbildung” redet. Denn Karin Holste-Flinspach ist seit 2001 Berufsschullehrerin für die FaMIs, war zuvor langjährig in der praktischen Ausbildung der FaMIs und Assistenten bei der Stadt Frankfurt tätig, ist Mitglied in den Prüfungsausschüssen FaMI und AEVO sowie in den Berufsbildungsausschüssen des Landes Hessen, nachdem sie ihre Abschlüsse als Diplom- bzw. wissenschaftliche Bbibliothekarin in Köln bzw. Wiss. Berlin erlangt hatte.

“FaMI in der Krise – Ausbildungsreform überfällig!” also am Mi., 23.05.2012 ab 16.30 Uhr in Saal C (101. Deutscher Bibliothekartag in Hamburg) mit folgendem Inhalt:

Den FaMIs brechen inmitten einer sich verändernden Bibliothekslandschaft große Aufgabenbereiche weg, werden an die Endnutzer verlagert oder vollständig automatisiert. Der demografische Wandel lässt zudem in Konkurrenz zu anderen Ausbildungsanbietern die Rekrutierung von qualifizierten Nachwuchskräften zunehmend schwieriger werden – notwendige Weiterbildungsangebote (Fernstudium, Fachwirt) fassen nur langsam Fuß.

Auf der anderen Seite sind die Ausbildungsanforderungen für etliche Nachwuchskräfte zu hoch angesetzt, hier mangelt es an einem anerkannten Anlernabschluss. Ist also eine Ausbildungsreform notwendig, ggf. sogar überfällig, und kann hier die neu gestaltete Ausbildung der Schweiz Anregungen geben?


Abstract BT12: Immer wieder mittwochs? Lernen am Arbeitsplatz

Mai 8, 2012

Ulrike KraßKleine Häppchen, keine Reisen, praxisbetont und kurzweilig – so könnte Lernen Spaß machen, oder?! Ulrike Kraß (M. A.), unsere Kollegin aus der BIB-Kommission für Fortbildung und stellvertretende Leiterin der Stadtbibliothek Freiburg im Breisgau, wird uns genau diese Lernform innerhalb der Blockveranstaltung “Neue Wege in der Aus- und Fortbildung” vorstellen. Und zwar am Mi., 23.05.2012 ab 17.00 Uhr in Saal C (101. Deutscher Bibliothekartag in Hamburg) unter dem Titel “Immer wieder mittwochs? Lernen am Arbeitsplatz”.

Im Rahmen des Selbstverständnisses als einer Lernenden Organisation arbeiten einzelne Bibliotheken bereits mit dieser Lernform. Denn sie hat den Vorteil, möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubeziehen. Lernen und Arbeiten sind somit ideal miteinander verzahnt.

Und wie geht das? Inhouse organisiert werden regelmäßige, ein- bis zweistündige Veranstaltungen mit verschiedenen bibliotheksrelevanten Themen, die sich aus der eigenen Bibliothek heraus generieren. Sie liegen praktisch auf dem Flur und müssen nur noch aufgegriffen werden. Die Fortbildungsform ist ein gutes Beispiel für die wachsende Tendenz zu Kurzformaten und für das Lernen am Arbeitsplatz.

Im Vortrag stellt Ulrike Kraß Good-Practice-Beispiele vor, anhand der sie die individuellen Ausprägungen der Lernform beschreibt. Sie benennt mögliche Inhalte und formale Rahmenbedingungen und geht auf Chancen und Grenzen ein.


Abstract BT12: Fortbildung für FaMIs: Studieren an der FH Hannover

Mai 7, 2012

Fürwahr “Neue Wege in der Aus- und Fortbildung” geht die Lehrbeauftragte Anke Wittich (M. A.) aus der Fachhochschule Hannover und unsere Auftaktreferentin zur Blockveranstaltung am 101. Deutschen Bibliothekartag in Hamburg.

Ihr Beitrag am Mi., 23.05.12,  16.00 – 16.30 Uhr (Saal C) steht unter dem Titel “Fortbildung für FaMIs: Studieren an der Fachhochschule Hannover.

Im Rahmen der Offenen Hochschule plant die Fachhochschule Hannover ein Studienangebot für Fachangestellte Medien und Information (FAMI) ohne Abitur. Zum Wintersemester 2012/13 werden bis zu 20 Studierende zugelassen, die eine dreijährige FAMI-Ausbildung und eine dreijährige Berufstätigkeit nachweisen können. Die Teilnehmer können weiterhin in ihrem erlernten Beruf tätig sein und neben ihrer Berufstätigkeit sieben Semester studieren. Ergänzend zu den detaillierten Zulassungsvoraussetzungen und entstehenden Kosten stellt der Vortrag den geplanten Studienablauf vor.

Anke Wittich, M.A. ist Lehrbeauftrage an der Fachhochschule Hannover, Fakultät III im Studiengang Informationsmanagement für Informationskompetenz, Lern- und Arbeitstechniken, DV-Systeme für kleine Informationseinrichtungen und Informationsinfrastrukturen. Sie absolvierte 2006 bis 2009 den Master „Informations- und Wissensmanagement“ an der FH Hannover und promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin zu Persönlichem Wissensmanagement. Außerdem entwickelt sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Frau Monika Maßmeyer den berufsintegrierenden Studiengang Informationsmanagement.


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