Selbstorganisiertes, -reguliertes oder -bewusstes Lernen?

Selbstorganisiertes Lernen kennen wir. Doch was ist selbstreguliertes Lernen? Regulieren, hm … Rauf- und Runterschalten? Beim Lernen leider häufiger herunter als herauf. Dann gilt es, das Motivationstief zu überwinden. Auch, den eigenen Lernprozess zu planen. Zum Beispiel mit bewusstem Ziele setzen nebst Überlegungen, mit welchen Strategien sie zu erreichen sein könnten. Die Studienkonferenz Selbstreguliertes Lernen … in Bensberg (bei Köln) am 24.-25.03.2012 setzt sich damit auseinander, ob es sich bei selbstreguliertem Lernen um eine kaum erreichbare “pädagogische Idealvorstellung” oder um ein tatsächlich “realistisches Modell” handelt. Sie geht dabei der Frage nach, ob man Schülerinnen und Schülern das Lernen beibringen kann, welche Rahmenbedingungen zur Umsetzung des Konzepts notwendig sind und stellt außerdem neurobiologische Erkenntnisse vor.

So von der Seite betrachtet könnte das Studienseminar genau so gut für erwachsene Lernende und Lehrende interessant sein. Ach ja, noch etwas, was mir bei diesem Programm aufgefallen ist: das Wort “selbstbewusstes Lernen”. Ich erinnere daran, dass das selbst bei Erwachsenen nicht selbstverständlich ist. Oder gehen SIE ganz selbstbewusst zu ihren Arbeitgebern und sagen: “Ich will lernen, und zwar so, wie ich es für mich als förderlich sehe.” Was bedeuten würde, zum Beispiel im Selbststudium, via Fernlehrgang oder im Chatroom – Freistellung und finanzielle Förderung vorausgesetzt. Na?!

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2 Antworten zu Selbstorganisiertes, -reguliertes oder -bewusstes Lernen?

  1. Ich weiss nicht, ob das wirklich die Frage war, aber eigentlich ist der Unterschied zwischen “selbstorganisierten” und “selbstregulierten” Lernen folgender: Beim selbstregulierten Lernen geht es um die didaktische Tätigkeit beim Lernprozess. Die oder der Lernende entscheidet zielbestimmt, wann er genau was lernt und wie. (Oder, um im oben genannten Bild zu bleiben, wann er welche Hebel [== Lernmethode] wie lange und in welcher Intensität drückt].) Die bezieht sich aber nur auf die Frage, was sie oder er direkt beim Lernvorgang tut. Selbstorganisiert hingegen schliesst die gesamte Organisation des Lernprozesses (also z.B. welche Lernmedien besorgt werden, wie und wo der Lernraum gestaltet werden so, wie die Zeit eingeteilt wird, wer solange auf die Kinder aufpasst etc.) mit ein. Da sind die potentiellen Fragestellungen einfach grösser (aber auch, z.B. die Einflussmöglichkeiten von Einrichtungen wie Bibliotheken).
    Genau genommen ist dann das selbstregulierte Lernen Teilmenge des selbstorganisierten Lernens; nämlich genau in dem Moment, wo sich die oder der Lernende irgendwo hinsetzt, ein Lernziel für die Lernaktivität bestimmt (also: das “selbstorganisierte” Lernziel wäre z.B. “Italienisch lernen” und das selbstregulierte, auf die eine Lernaktivität bezogen, daraus abgeleitet: “heute die Vokabel von Kapitel 7 lernen”) und zu Lernen anfängt. (Je nach Lernaktivität unterschiedlich.)
    Keine Ahnung, ob diese Ausführung zur Klärung beiträgt. Ich hoffe.

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