ProfilPASS auf der Didacta (2): Modellprojekte und Fußball

“Zwei, die sich ergänzen” stellte Mona Pielorz den rund 50 Teilnehmenden am ProfilPASS-Beraterempfang anlässlich der Didacta vor. Es sind dies der ProfilPASS für junge Menschen und der Berufswahlpass. Sprich: Berufsorientierung und Berufswahl innerhalb eines abgestimmten Konzeptes.

Der Kurzbericht aus dem ProfilPASS-Konsortium des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibnitz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) war denn auch tatsächlich knackig dem Modellprojekt des verzahnten Einsatzes der beiden Pässe gewidmet. Der Hintergrund zu diesem Pilotprojekt, das von Kultusministerien verschiedener Bundesländer mittels zehn Modellschulen durchgeführt wird:

  • zum einen die Unkenntnis junger Menschen über ihre persönlichen Stärken und Neigungen, ihre fehlende Motivation und fehlendes Selbstvertrauen, aber auch unvollständige oder falsche Vorstellungen über die Arbeitswelt,
  • zum anderen bereits bestehende Maßnahmen zur Berufsorientierung der Arbeitsagentur zusammen mit den Schulen.

Die Kompetenzermittlung in den Schulen kommt dabei häufig zu kurz. Oft fehlen geeignete Verfahren oder werden nicht evaluiert, um sie einer Weiterentwicklung zuzuführen. Das Projektkonzept sieht derzeit so aus, dass in den siebten Klassen wie gewohnt mit den Stufen des Berufswahlpasses begonnen wird und sich dann – im prozessgeeignetem Moment – der ProfilPASS zur Bewusstwerdung der Stärken einklinkt. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in den Berufswahlpass-Prozess ein, die Arbeitsagenturen informieren und helfen weiterhin wie gewohnt, doch noch besser vorbereitet, bei der Planung des möglichen Berufsweges.

Natürlich ist der ProfilPASS nicht nur für Schüler/innen da. Er kommt außerdem zum Einsatz für …

  • Führungskräfte
  • Karrieretraining
  • Leitende Angestellte
  • Motivationstraining
  • Auszubildende
  • Praktikant(inn)en

Außerdem berichtete Mona Pielorz über einen spannenden Ansatz eines Instrumentes zur Zertifizierung junger Menschen, dem Certicat Européen de Compétences: Foot & Enterprises.

Fähigkeiten und Kenntnisse, im Kontext von Fußball erlernt, können auf Unternehmen übertragen werden. Deutschland, Spanien und Portugal haben es vorgemacht, Frankreich startet mit 120 Fußballspielern, die ebenfalls von diesem Europäischen Zertifikat für eine nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit profitieren möchten.

Wir dürfen gespannt sein!

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