Sie kamen entweder beinahe schon zu Fuß nach Meißen angereist (aus Dresden) oder mit dem Flugzeug (aus Konstanz) – die 18 Teilnehmenden zum 13. BIB-Sommerkurs 2010.
Unter dem Titel Investition in die Zukunft: Ausbildung individuell gestalten trafen sich 18 Interessierte – neun aus wissenschaftlichen, sechs aus öffentlichen, zwei aus Fachbibliotheken und eine aus einer Schulbibliothek. Fünf Nichtmitglieder sorgten dafür, dass die Sommerkurs-Schatulle etwas besser gefüllt war – vielen Dank noch mal! (Und hier geht es zu den Anmeldemodalitäten einer BIB-Mitgliedschaft *grins)
Der Seminarort
Die Evangelischen Akademie Meißen, die in direkter Nachbarschaft zum Dom und zur Albrechtsburg liegt, beschreibe ich im Text weiter unten. Dachte ich noch 2008, der Sommerkurs in Freiburg wäre in keiner Beziehung zu toppen, habe ich mich hier erfreulich geirrt. Die Innenstadtlage war so zentral, besser ging’s gar nicht. (Nun gut, Meißen ist schließlich auch mit rund 27.000 Einwohnern um einiges kleiner als Freiburg mit seinen rund 220.000 Einwohnern. Da ist ja fast alles Innenstadtlage.)
Die Ländervertretungen
Vertreten waren also 16 Bibliothekarinnen und zwei Bibliothekare aus neun Bundesländern, die meisten aus dem entfernten Baden-Württemberg, gefolgt von Hamburg und Sachsen. Eine Anmeldung kam aus dem Ausland, doch verhinderten leider terminliche Gründe die letztendliche Teilnahme. Mich würde interessieren, warum niemand aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, aus Schleswig-Holstein und aus Thüringen kam. Aus Bayern kamen zumindest zwei Anmeldungen – eine wurde zurückgezogen, die andere verblieb auf der Nachrückliste. Zweierlei wäre denkbar: kein Etat für Fortbildungen (und seien sie auch noch so preiswert wie die des BIB!) oder keine Auszubildenden bzw. Praktikant(inn)en. Mangelndes Interesse mag ich nicht glauben, so, wie ich unsere Berufsgruppe kenne.
Die Nachrückliste
Von den ursprünglich angemeldeten Interessierten mussten insgesamt zehn wieder abspringen. Gründe waren unter anderem die fehlende Kostenübernahme des Arbeitgebers, aber auch terminliche Engpässe geschäftlich wie privat. Des einen Freud, des anderen Leid – bis auf eine Kollegin konnten nun alle aus der Nachrückliste eingeladen werden. Der Schriftverkehr schwoll zusehends an, doch damit auch der Eindruck, dass das Thema gut eingeschlagen hat und vielen doch immens wichtig ist. WIE wichtig, das vermittelten uns die Teilnehmenden in den nächsten Tagen. Wir, die Organisatorinnen wie Referent(inn)en, waren sehr beeindruckt vom Ideenreichtum und dem hohen, persönlichen Interesse an einer guten und wohl überlegten Ausbildung, sei es für FaMIs oder Studierende im Praktikum. Doch schön der Reihe nach:
Der Anreisetag
Am Anreisetag, den 1. August, verabredeten wir uns im Domkeller. Wenn Sie genau hin sehen, dann erkennen Sie auf dem Foto in der Bildmitte einen Teil der Terrasse mit Sonnenschirm, von der aus ein wunderschöner Blick auf die Stadt und die Elbe möglich war. Der Kellner war witzig und nicht aus der Ruhe zu bringen, die Weine wie erwartet von hoher Qualität, und so fiel so langsam bei allen der Reisestress endgültig ab. Auch die, die ihren Trolley in Unkenntnis des sie erwartenden Kopfsteinpflasters zur Akademie hochzogen, schöpften neue Kraft aus der mit sächsischen Spezialitäten bestückten Karte.
Der Geheimtipp
Die Akademie, in der wir untergebracht waren, ist ein echter Geheimtipp. Die neu renovierte klösterliche Anlage mit mehreren Gebäudeteilen steht im Juli und August auch für privat Reisende offen. Und Sie sollten sich das nicht entgehen lassen. Vier Tage im Doppezimmer für 140 Euro mit Frühstück, so der Prospekt. Wir hatten natürlich nur “Einzelzellen”, deren Fenster sich zum Teil in einen stillen Innenhof öffneten. Traumhaft ruhig, herrlich durchgeschlafen … und somit blieben alle fit für das anspruchsvolle Programm der kommenden Tage, von denen ich Ihnen so nach und nach berichten werde.
Bei zehn Referent(inn)en und einem Exkursionsbericht könnten es also ein dutzend Blogbeiträge werden. Ob diese direkt hintereinander geschaltet werden, kann ich derzeit noch nicht sagen. Sollte ich das denn überhaupt? Lieber Jürgen, was meinst Du? Langweile ich womöglich unsere treuen Blogleser(inn)en, die nicht alle aus der bibliothekarischen Ecke kommen?
Zur Sicherheit werde ich neben den Inhalten zum Thema “Ausbilden” das eine oder andere einflechten, was die Organisation von derartigen Wochenseminaren anbelangt. So sollten auch Fachfremde etwas von dieser “BIB-FobiKom-Tagebuch-Spezialreihe” haben.
Also dann, bleiben Sie dran!

[...] berichtete in mehreren Teilen (1, 2, 3, 4) über den BIB-Sommerkurs 2010, bei den sich alles um die Gestaltung der Ausbildung [...]