Präsentieren über das Netz und im Netz

September 30, 2008

Vor zehn Tagen behandelten wir Slideshare als Quelle für die Suche nach Beispielpräsentationen und -inhalten. Man sollte in diesem Zusammenhang betonen, dass die Suche im Datenfundus noch nicht einmal der vordringliche Sinn dieses Dienstes ist, sondern eher die Möglichkeit, die abgelegten Dinge über das Netz und im Netz zu nutzen. Was will das heißen? Schauen wir uns doch eine in Slideshare eingefügte Präsentation näher an:

Wenn ich auf das Leinwand-Symbol drücke, dann springt die Präsentation in den Vollbildmodus und kann dann auf dem ganzen Bildschirm abgespielt werden. Wenn ich also anderswo einen Vortrag habe oder einen Kurs in einem anderen Raum als sonst, ist das Gefrickele mit USB-Sticks (kennen Sie das: Sie stecken den Stick ein und suchen dann unter x Laufwerken, wo der Stick dranhängt. Wenn er dann noch down ist, kriegen Sie die Krise und die Kursteilnehmer/innen ein Schauspiel erster Klasse!) nicht mehr notwendig, wenn der Computer am Netz hängt. Man legt die Präsentation auf Slideshare oder einen vergleichbaren Dienst (Zoho Show oder Thinkfree beispielsweise), dann können sie sie von dort aus zeigen. Natürlich müssen Sie vorher ausprobieren, ob die Spezialeffekte gehen oder nicht und ob dies notwendig ist oder nicht. Und: Sicherungen anlegen in Form von Dateiablage bei 1-2 anderen Diensten (beispielsweise GoogleDocs).

Die andere Option, das Einbetten eines Codes in eine Webseite, ein CMS, ein Weblog oder ein Wiki ist auch sehr schön: So können Sie Ihre Präsentationen von der Schulung beispielsweise weiternutzen, indem Sie sie ins Skript, ins Protokoll, in die Anleitung einbinden und Nutzer sie dort selbst ansehen können, ganz analog zu den Videos, die mittlerweile auch fast überall einzubinden sind. Wenn das Modewort Win-Win-Situation nicht zu abgedroschen ist: Sie haben dadurch die Möglichkeit, Ihre Arbeit noch einmal einzusetzen und anzubieten (in der wirtschaftswissenschaftlichen Terminologie wird das übrigens als „Grenznutzen“ bezeichnet), ohne dass Sie mehr investieren müssen als ein wenig Copy & Paste, die Nutzer/innen können losgelöst von Zeit und Ort (eben außerhalb Ihres Kurses) die Inhalte zur Kenntnis nehmen. Natürlich fehlt da etwas: Die Situation, die Person, die Stimme. Aber wenn Sie unbedingt wollen, können Sie noch eine Tondatei (neudeutsch „Podcast“ genannt) daneben integrieren. Oder einen Video drehen … Aber das ist dann eine andere Geschichte.

Ich hoffe, Sie haben behalten:

  1. man kann Präsentationen auch über das Netz präsentieren und
  2. man kann Präsentationen in Webseiten integrieren und sie so noch einmal ganz anders nutzen (lassen)!

„Lehren und Lernen 2.0″ – Educamp in Berlin

September 29, 2008

Scope weist darauf hin, dass vom 10. bis 12. Oktober in Berlin an der HU das zweite EduCamp stattfindet. Das erste war im Frühjahr an der TU Ilmenau. Unter dem Motto “Lehren und Lernen 2.0″ sollen erneut Diskussion und Austausch zu aktuellen Entwicklungen im Bildungsbereich ermöglicht werden. Der Begriff „Educamp“ deutet bereits auf den selbstverwalteten Charakter der Tagung hin, sie ist ein BarCamp.


Tagungsband zur GMW-Tagung

September 28, 2008

e-Denkarium meldet, dass der Tagungsband zur Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW08) mit dem Titel „Offener Bildungsraum Hochschule: Freiheiten und Notwendigkeiten“ online kostenlos verfügbar ist und auch Videos zur Tagung angesehen werden können.

Übrigens ein lobenswertes Geschäftsmodell: Das Buch ist als PDF kostenlos zu lesen, es gibt aber auch eine Variante als Buch: 356 S. 22,50 € ISBN 978-3-8309-2058-8


Der 2. Deutsche Weiterbildungstag 2008 (II)

September 27, 2008

Gestern, am 26.09.2008, fand bundesweit unter dem Motto „Bildung ist Zukunft“ der 2. Deutsche Weiterbildungstag 2008 statt. [Pressebericht]

Dieser wichtige Tag für die Weiterbildung dient sicherlich auch der Vorbereitung auf den kommenden Bildungsgipfel in Dresden am 22. Oktober 2008.

Interessant, dass das kommende Ereignis seinen Niederschlag fand in einer Meldung in der Online-Zeitung „finanzen.net“ vom 12.06.08:

Ziel [des Bildungsgipfels] sei es, die verschiedenen Ansätze für bessere Bildung und Ausbildung zusammenzuführen. Merkel unterstrich, der Wohlstand in Deutschland könne nur gesichert werden, wenn Bildung eine „zentrale Rolle“ einnehme.

Und Sie könnten mit Ihrer Stimme ein gewichtiges Wörtchen dabei mitreden – auch ohne nach Dresden zu reisen (was jedoch schade wäre). Machen Sie noch schnell mit bei der Umfrage des Deutschen Weiterbildungstages. Fünf Fragen sind nur zu beantworten im Umfragebogen (PDF, 64 KB).

Die ersten drei Personen, die bei der Umfrage mitmachen, erhalten von der Kommission für Fortbildung, (FobiKom) ein kostenloses Plakat aus der Imageserie des WBT zugesandt.

Da Sie den Umfragebogen ausgefüllt nach Essen senden werden (Adr. steht auf Umfragebogen), beweisen Sie uns Ihr Mitmachen einfach so:

Den adressierten und frankierten Briefumschlag mit Ihrem Absender* versehen, kopieren und an die Geschäftsstelle des BIB faxen. Oder den Briefumschlag einscannen und uns mailen.

Barauszahlung erfolgt nicht. Mitglieder der FobiKom und deren Weblog-Autoren können leider nicht mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
* Falls Ihnen die Anonymität wichtig ist, dann notieren Sie den Absender einfach auf ein Notizzettelchen und legen es auf den Briefumschlag mit drauf, kopieren alles, und entfernen danach den Absender wieder.

Der 2. Deutsche Weiterbildungstag 2008 (I)

September 26, 2008

Lange angekündigt – endlich da!

Heute, am 26.09.2008, starten in ganz Deutschland nach dem Motto „Bildung ist Zukunft“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler über 500 Veranstaltungen in ca. 350 Orten, um auf die Wichtigkeit von Weiterbildung und Lebenslangem Lernen aufmerksam zu machen. (Pressemitteilung: Ein Stück Weiterbildungskuchen)

Natürlich unterstützt auch der Berufsverband Information Bibliothek, BIB über die Kommission für Fortbildung (FobiKom) diese Kampagne. Nämlich mit einem Blogbeitrag. Dem heutigen. Und dem kommenden. Wir hatten dies bereits seit einiger Zeit öffentlich angekündigt unter „S“ wie „Stuttgart“ und mit dem Slogan: Bildung – WeltWeitWichtig.

Als Beitragsthema wähle ich eine Fortsetzungsgeschichte von  „Nah dran … Bildung in Bamberg“ (I) und (II), denn anlässlich des Weiterbildungstages baute sich ein interessanter Kontakt in der „Stadt auf sieben Hügeln“ auf. Die Geschichte ereignete sich so:

In voller Malermontur von einem Bamberger Farbengeschäft in Richtung unseres neuen und neu zu streichenden Domizils (siehe Teil I) fahrend, erspähte ich justament die Hartmannstraße.
Scharf gebremst und eingeparkt.
Hatte nämlich vor einigen Wochen mit der Kolping-Akademie vereinbart, dort ein paar Plakate zum Deutschen Weiterbildungstag abzuholen, die man mir netterweise für meine geplante Aktion in Bamberg zur Verfügung stellen wollte.

Da stand ich also in der Kolping-Akademie. Bunt bekleckst und geistig pinselschwingend. Vor einem adretten, anzuggewandeten, namensschildbesteckten, visitenkartenverteilenden Businessmen, der mir geschwind und auf mich vorbereitet (im Gegensatz zu meiner Spontanität) die ganze Bandbreite der Werbematerialien zum WBT anbot.

„Und was können Sie für UNS tun?“, frug er mich freundlich-erwartungsvoll. ‘Decke streichen?’, fiel mir sofort ein, und hielt ausnahmsweise mal den Mund, scharf nachdenkend, was ich rasch außer Hemdsärmeligkeit noch in petto hätte.

Hurtig jedoch kam mir der Mensch (dem Namensschild nach zu schließen: Produktmanager / stellv. Einrichtungsleiter) auch schon mit einem Vorschlag entgegen.
„Könnten Sie einen Aufsteller mit Werbung für die Kolping-Akademie vor Ihr neues Zuhause aufstellen?“.
Klar. Konnte ich.
Noch dazu war die Gelegenheit günstig, fand doch am Samstag das Straßenfest „Lange-Straße-Obstmarkt (!)-Am Kranen-Kapuzinerstraße“ statt. Tausende zusätzliche Leute, vielleicht neben den üblichen Touristen sogar ein paar Einheimische, würden unseren Eingang passieren und den Aufsteller bewundern.

Und Broschüren mitnehmen. Genauer gesagt, das Kolping-Bildungsprogramm Herbst/Winter 2008, frisch erschienen, bestückt mit Angeboten zur beruflichen und persönlichen Weiterbildung in Wochenend- und Abendkursen und als berufsbegleitende Lehr- und Studiengänge. Klassisch und aktuell. Und professionell.

Professionalität stellt sich meist in wenigen Augenblicken heraus. Nicht der Anzug war entscheidend (und hoffentlich demgemäß auch nicht mein Malerkittel!). Eher schon das Namensschild. (Na ja, kann sich eigentlich auch jeder eben mal schnell anstecken.)
Nein, viel eher war es die Frage: „Welches der (er zeigte mir ein halbes Dutzend) Plakatmotive der Akademie würde sich für den Aufsteller am besten für die Zielgruppe des Straßenfestes bzw. der Örtlichkeit eignen?“. Aah, da denkt jemand mit! Zielgrupenorientiert! Das kennen wir BibliothekarInnen, nicht wahr?!

Professionell auch die Organisation der Vorzimmerdamen, die WUSSTEN, ich würde kommen und eigentlich schon am Dienstag statt am Donnerstag mit mir rechneten (doch da waren bei uns gerade die Handwerker). Erwartet hatte ich, dass ich nach den Plakaten fragen würde, niemand recht Bescheid wissen würde, ich von Pontius zu Pilatus geschickt werde, und sich letztlich irgend jemand erbarmen und aus dem hintersten Winkel ein abgeknicktes Exemplar hervorziehen würde. Warum eigentlich dieses Bild? Tja, kann ich genau so wenig sagen, wie ich beantworten kann, warum Bibliothekar/innen das Dutt-Brille-Twinset-Klischee zu bedienen haben.

Eines steht für mich fest. Wir werden uns wiedersehen, Herr Drescher. Sie haben Bilder zu korrigieren. Zumindest jedoch, den Aufsteller wieder abzuholen. Und mir ein paar Broschüren mehr da zu lassen. Und ich bin gespannt, ob wir im nächsten Jahr immer noch die einzigen in Bamberg sind, die sich etwas einfallen lassen für den WBT. Schätze, da werden noch ein paar aufwachen … („Aber mia woarn do zerscht do!“, um mit Orff’s Weihnachtsgeschichte“ zu sprechen – herrje, seit dieser Woche gibt’s auch schon wieder Lebkuchen in den Geschäften!)

Der Deutsche Weiterbildungstag als Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Sicher auch für Sie! Halten Sie Augen und Ohren offen und nutzen Sie die (Bildungs-)Chancen, die sich Ihnen praktisch vor die Füße werfen!

In diesem Sinne – bis morgen! Zweiter Teil.

Foto 1: eigener Fundus – 2006 – andere Baustelle
Foto 2: S. Hofschläger / pixelio.de
Foto 3: Kolping-Akademie

Seminar-Datenbank

September 25, 2008

Die Datenbank verzeichnet mehrere tausend Seminarangebote aus unterschiedlichsten Bereichen, wie Konfliktbewältigung, Zeitmanagement, Mitarbeiterführung, den kompletten Bereich der IT uvm. Zu allen Angeboten gibt es eine ausführliche Beschreibung (Zielgruppe, Anbieter, Kontaktadresse und – natürlich – den Preis).

Trotz einer nicht gerade übersichtlichen Gestaltung ein empfehlenswertes Portal mit Weiterbildungsangeboten quer durch die Republik.


GMW 2008 fand in Krems statt

September 24, 2008

Die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft tagte unter dem Motto „Offener Bildungsraum Hochschule“ in Krems. Auf der Homepage der Tagung ist das Programm und ein Video Live Stream der Key Notes zu finden, in der eLearning-Blogosphäre sind etliche Zusammenfassungen und Einschätzungen zu finden, beim e-Denkarium, beim Konzeptblog, bei Big birds big blog und bei Wolf Hilzensauer.


Aller guten Dinge sind …

September 23, 2008

… jawohl! Drei. Tibor Maxam wird künftig den FobiKom-Weblog mit Beiträgen bereichern. Tibor ist ebenfalls mit dem langjährigen „BIB-Leidenschafts-Virus“ infiziert und außerdem fortbildungserfahren.

Zum Beispiel als Ausrichter von Fortbildungen innerhalb der Kommission für Neue Technologien oder im Vorstand der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen, seinen „alten“ Wirkungsstätten – neben seiner Tätigkeit in der Stadtbibliothek Springe.

Zum Beispiel als Referent für EDV-Themen.

Und zum Beispiel als Weiterbildungswilliger mit zweiten Bildungsweg und Fernstudium.

Herzlich Willkommen dem Dritten im Bunde :-)


Medida-Prix 2008

September 22, 2008

Insgesamt drei eLearning-Projekte wurden mit dem Medida-Prix 2008 ausgezeichnet. Die GewinnerInnen erhielten das Preisgeld in der Gesamthöhe von 100.000 Euro aus den Händen von Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn, der den Preis in diesem Jahr stiftete. Die drei Gewinnerprojekte kommen aus Deutschland und der Schweiz.

Mathe Vital, GITTA und eteaching.org sind die Preisträger. Die Webseite des Preises erläutert warum.


Quellen für Inhalte II: Texte bei Scribd

September 21, 2008

Gestern haben wir am Beispiel von Slideshare gesehen, wie man ein Repositorium für Präsentationen wunderbar als durchsuchen kann. Bitte nehmen Sie dies als eine neue Funktionalität wahr: Gesucht wird hier nicht in einem möglichst großen Datenbestand mit möglichst ausgefuchstem Ranking, sondern in einem spezifischen Dienst, in dem erwartbar qualitätvolle Dokumente abgelegt sind. Ich habe Ihnen hier einen in meinen Augen neuen Typ von Suche vorgestellt, in dem man nicht möglichst breit sucht (natürlich wäre es auch möglich, Ähnliches mit Hilfe von Suchmaschinen zu suchen, indem man den Suchbegriff nimmt und dann noch „filetype:ppt“ hinzufügt, so dass die Suchmaschine Ihnen Powerpoint-Folien anzeigt. Auch das ist manchmal sehr zu empfehlen). Nein, hier nehmen Sie ein Repositorium und durchsuchen dieses. Natürlich kommt es sehr darauf an, dass relevante Leute Folien zu Ihren Themen hier abgelegt haben und es kommt darauf an, mit den richtigen Begriffen zu suchen. Ein bisschen aufwändig, dennoch aber sehr interessant, da man so mit einer Einschränkung auf eine qualitätvolle Quelle sucht!

Gut, was aber, wenn man nicht nur Präsentationen, sondern auch Papers, Texte, Vorlagen etc. sucht. Auch hier gibt es einen entsprechenden Dienst (wieder unter vielen vergleichbaren anderen Diensten): Scribd.

Auch hier hat man wieder Schwierigkeiten, auf die richtigen Suchbegriffe zu kommen (meist englisch), hat dann aber, wenn man die ersten Ergebnisse bekommt, gute Chancen, auf weiteres zu kommen, da einem entsprechende Tags (Schlagworte) angezeigt werden, ähnliche Dokumente und – Suchbegriffe, mit welchen Nutzer des Dienstes dieses Dokument aufgerufen haben.

Auch so ein Ding zum Stöbern, zum Entdecken, zum Anregen-Lassen. Die Dokumente sind jeweils eingebettet, können aber heruntergeladen, in Homepages eingebettet etc. werden. Probieren Sie’s aus!


Quellen für Inhalte I: Präsentationen bei Slideshare

September 20, 2008

Visualisieren ist in der Pädagogik und in der Schulung angesagt. Grafiken, Schaubilder, Bilder – damit kann man Sachverhalte visualisieren, d.h. ganz anders verdeutlichen als durch Text und Wort, besser hinüberbringen und nachhaltiger bei den Zuhörern/-schauern verankern. Sehr schön! Nur: eine richtige Grafik erstellen, ein Schaubild so zu gestalten, dass es die Struktur der Sache zeigt, ohne mit sie mit Inhalt zu überladen und ohne substantielle Lücken zu lassen – das ist eine Kunst, die nicht nur gelernt werden will, sondern auch Zeit benötigt, die man oft nicht hat. Ich selbst muss da bei mir ziemliche Defizite feststellen: Immer, wenn ich gerne eine richtig gute Präsentation erstellen möchte, ist die Zeit zu gering, um das einmal sorgfältig von Grund auf zu planen, umzusetzen und dann noch zu überprüfen. Meist reicht es nur für ein paar Screenshots und ein paar bunte Pfeile. Das ist auch schon gut, gewiss, aber …

Nun, ehe ich hier ins fortgesetzte Klagen über (mangelhaftes) Zeitmanagement komme, nehme ich die Kurve, die dorthin führt, was ich eigentlich behandeln wollte: Man kann den Prozess, was man denn gerne darstellen und wie man es darstellen möchte, abkürzen, indem amn sich im Netz Beispiele sucht von Kolleginenn und Kollegen, die das bereits umgesetzt haben. Man kann wunderschöne Inhalte suchen und finden, durch die man sich inspirieren lassen, von denen man lernen und deren Konzept/Struktur man für die eigenen Gegebenheiten anpassen und einsetzen kann. Ich möchte das am Beispiel slideshare tun, einem Dienst, auf dem man seine Präsentationen ablegen kann. Natürlich ist er – wie immer – nicht der einzige solcher Dienste, wohl aber einer der bekannteren und einer, auf dem insbesondere Bibliothekare ihre Präsentationen ablegen. Eine gute Quelle also für unsere Profession.

Nehmen wir einmal an, Sie haben demnächst einen Vortrag vor Kolleginnen und Kollegen zum Thema „Bibliothek 2.0″ und möchten zu diesem Thema Präsentationen ansehen. Dann geben Sie in das Suchfenster von Slideshare (gar nicht so einfach zu finden …) den Begriff „Bibliothek 2.0″ ein. Kein Ergebnis. Tja, so ist das mit diesen neumodischen Tags! ;-) Also variieren Sie mit „Bibliothek2.0″ (wieder nichts) und dann mit „Bibliothek20″. Ah, das funktioniert. Dasselbe wiederholen Sie mit „library 2.0″, da kommt dann schon einiges. Ähnlich verfahren Sie mit anderen Themen – oft findet man etwas nach ein bißchen Herumprobieren nach den relevanten Suchbegriffen.

Slideshare – oder andere solcher Dienste sind wunderbar für das Finden bereits aufbereiteter Inhalte. Soll denn jetzt alles abgeschrieben werden? werden einige sich fragen. Nein: Wer so etwas schon einmal ausprobiert hat, weiß, dass immer noch genügend Arbeit wartet, gute Dinge an die eigenen Gegebenheiten anzupassen. Es bleibt genügend Arbeit übrig – nicht zuletzt jene zu beurteilen, ob die gefundenen Quellen gut sind oder nicht. Denn schlechte Präsentationen gibt es im Dutzend billiger, das wird jede/r Teilnehmer/in von Großveranstaltungen wie beispielsweise dem Bibliothekartag aus eigener Erfahrung bestätigen.

Vielleicht noch ein allerletzter Schlenker zum Schluss: Auch wenn es zurzeit Mode ist, alles in Präsentationen zu packen, so ist doch nicht für jede Schulung, nicht für jeden Vortrag eine solche didaktisch zu bevorzugen. Bei Schulungen, in denen es um Suchprozesse geht, beispielsweise, ist eine Präsentation für die Einleitung, für das Grundsätzliche, Typische gut, weil man hier zu strukturieren gezwungen ist, und das kommt der Stoffvermittlung zugute. Wenn es aber um Suchprozesse geht, dann ist es besser, dies online am lebenden Beispiel zu demonstrieren, da

  • hier die aktuelle Suchoberfläche gezeigt wird (und man gegebenenfalls gleich über Neuerungen stolpert!)
  • so schnell auf Fragen aus der Teilnehmerschaft eingegangen werden und die Lösung gezeigt werden kann
  • die Teilnehmer(innen) sehen, wie Sie sich aus Sackgassen herauswinden und Fehler lösen (eine Teilnehmerin sagte mir einmal, das habe ihr mindestens ein Drittel des Lernerfolges des Kurses gebracht zu sehen, mit welchen Mitteln ich aus einem Dilemma herauswinde …)

Es geht noch ‘was …

September 19, 2008

Das Büro des Deutschen Weiterbildungstages vermeldet am 18.09.08:

Seit gestern ist die 500er-Marke geknackt: 504 Aktionen zum Deutschen Weiterbildungstag vermeldet unsere Datenbank ­ schon 180 mehr als im letzten Jahr!

Bitte tragen Sie Ihre Veranstaltung im Netz ein http://deutscherweiterbildungstag.de/dwtaktion/ Oder schicken Sie Ihre Infos an uns und wir erledigen den Job für Sie.

Das ist doch schön, wenn mal jemand einem etwas abnimmt. Also – wer noch eine Aktion für den 26.09.2008, dem 2. Deutschen Weiterbildungstag, anmelden möchte – es geht noch ‘was!