Der 11. BIB-Sommerkurs 2008 (III)

August 15, 2008

Im dritten und letzten Teil unseres Berichts zum BIB-Sommerkurs 2008 gehen wir auf die Rahmenbedingungen und die besondere(n) Lernform(en) ein, die ein einwöchiger Sommerkurs mit sich bringt. Der Fokus liegt heute auf den Teilnehmenden. Ja, und Referent/innen/en gab’s schließlich auch noch.

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Rahmenbedingungen der Teilnehmenden

Urlaub oder Dienst?

Von 17 Teilnehmenden nahmen zwei Teilnehmende extra Urlaub (eine nach eigenen Worten „freiwillig“), eine Teilnehmende erhielt Freistellung vom Dienst, und eine setzte Überstunden dafür ein.

13 Teilnehmende (= 76%) konnten sich also den Sommerkurs als normale Dienstzeit anrechnen lassen.

Was wurde bezahlt?

14 Teilnehmende bekamen alles bezahlt. Eine Teilnehmerin erhielt keine Kostenerstattung (lediglich Freistellung vom Dienst). Zwei Teilnehmerinnen mussten komplett für alles aufkommen. Eine Teilnehmerin erhielt zwar alles, jedoch wurde das Tagegeld anteilig gekürzt.

Was sagt der Arbeitgeber zu einer Woche Fortbildung?

Recht unterschiedliches. Während schon auch einmal nachgefragt wurde, ob eine Anreise am Sonntag notwendig sei, gab es auch Arbeitgeber, die ihren Mitarbeiter(n)innen nahelegten, doch statt Urlaub eine Dienstreise (!) zu beantragen.

Einige erzählten uns, dass die Vorgesetzten in der längeren Dauer des Seminars eine Qualitätsgarantie dafür sahen, dass die Inhalte vertiefend, umfassend und mit einer Chance zur Nachhaltigkeit vermittelt werden würden und begrüßten von daher den Fortbildungsantrag ausdrücklich.

Ein weiterer Pluspunkt für eine Genehmigung war, dass zu diesem (noch jungem) Thema „Fordern und Fördern: Mitarbeiterführung in Bibliotheken vor dem Hintergrund leistungsbezogener Bezahlung“ kein ausreichendes Fortbildungsangebot, zumal speziell für Bibliothekar/innen/e, auszumachen war.

Was denken die Teilnehmenden darüber?

Ganz klar ging allerdings auch hervor, dass die Teilnehmenden ein paar Jahre werden verstreichen lassen müssen, bevor sie wieder einen Antrag auf Sommerkursteilnahme stellen werden. Eine Teilnehmerin meinte denn auch, sie müsse es sich schon sehr genau überlegen, ob sie nicht lieber stattdessen drei ihrer Fachangestellten für dieselbe Kostenhöhe zu einer Schulung schicken würde. Das Thema müsse also wirklich sehr auf den Nägeln brennen und zudem anspruchsvoll aufbereitet sein, um eine Teilnahme zu rechtfertigen.

Die Teilnehmenden waren sich jedoch so gut wie einig, dass die Form des Sommerkurses eine besondere Chance zur besseren Gestaltung des Arbeitsplatzes bietet, die der BIB doch bitte schön beibehalten solle. Es wäre jedoch für einige ebenfalls denkbar, dass man alle zwei Jahre eine dreitägige statt einer einwöchigen Veranstaltung anbieten solle, um öfter eine Möglichkeit zur Teilnahme zu erhalten. Wir werden darüber nachdenken …

Zur Lernform des BIB-Sommerkurses

Sich vorstellen.
Lernziel festlegen.
Miteinander warm werden.
Thema einkreisen.
Anreissen.

Abreisen.

So der normale Verlauf eines eintägigen Seminars, oft auch noch mit viel zu vielen Teilnehmenden. Nicht so im BIB-Sommerkurs … (Die Fotos gibt’s am Schluss, und dann ganz viele! Bitte klicken …) Den Rest des Beitrags lesen »