Hier der versprochene zweite Teil von “Best Practice in der Veranstaltungsarbeit” innerhalb des Fortbildungsforums am Bibliothekartag in Mannheim. Alle vier Vorträge sind über die Publikationsseite der Kommission für Fortbildung (bzw. den Opus-Server) zu “erstehen”.
Michaela Babion, Fortbildungsbeauftrage der TIB/UB Hannover, berichtete eingängig über die Führungskräfteentwicklung ihrer Organisation, die ihre erste Erprobungsphase so gut wie abgeschlossen hat. Rund 400 Personen in der TIB/UB sind – direkt wie indirekt – von Führung betroffen und profitieren davon, wenn es heißt: “Andere und sich selbst führen” – so der Titel des Programms.
Ein Vortrag, der es in sich hatte. Oder können Sie ruhig sitzen bleiben bei solch’ einem Satz:
“Externe Fortbildungen werden nicht anerkannt.” Ups.
Und: “Teilnahmepflicht.” Punkt. Immerhin kein Ausrufungszeichen. Aber es wird durchaus kontrolliert, und zwar vom Leiter der allgemeinen Verwaltung.
Woran ist hier, quasi ohne Ausweichmöglichkeiten, teilzunehmen, bitteschön?
Teilzunehmen ist an sechs Veranstaltungen in zwei Jahren zu Themen, die “auf Basis eines ganzheitlichen Kompetenzmodells” speziell den Führungskräften einen “einheitlichen Kenntnisstand” und die “Förderung der Interaktion” bringen sollen. Unter anderem.
Natürlich ist das alles miteinander einvernehmlich (wie wir hoffen) abgesprochen – mit dem Führungskräftezirkel (Zirkel – dieses Wort ist ja fast schon ausgestorben gewesen!), dem Bibliotheksmanagement und dem Personalrat sowieso. Dass dabei so einige Kompromisse nötig waren (Themenvielfalt, Terminprobleme), lässt sich unschwer erahnen.
Personalentwickler/in – ein (Albtraum)Traumberuf? Keine unberechtigte Frage, die sich manch einer der Gäste insgeheim stellen mochte. Denn:
Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich aus Veranstaltersicht positiv auf den Grad der Akzeptanz in der Zielgruppe einwirken lässt.
Entnehmen wir den Vortragsnotizen Frau Babions bereits gleich zu Anfang. Und auch zum Ende des Vortrags kommt sie noch einmal darauf zu sprechen, wenn sie frägt: “Was steigert die Akzeptanz?” Antworten entnehmen Sie bitte dem Vortrag selbst.
Noch ein bisschen etwas zu den Inhalten des
“Führungskräfteentwicklungsprogramms”? (Soll ich tatsächlich Mark Twains Erkenntnisse über die perspektivische, prozessionshafte Wirkung deutscher Komposita bemühen? Lieber nicht. Sonst müsste ich Quellenforschung betreiben und am Ende bezahlen für das Zitat. Und dann noch die laufenden Urheberrechtsschutzdebatten auf gewissen Blogs … brrr.)
Programmstichworte:
- Fach- und Sachkompetenz
- Methodenkompetenz
- Sozialkompetenz
- Selbstkompetenz
- und in der Mitte von allem: die Handlungskompetenz
So, den spannenden Rest aber nun bitte selber nachlesen. Sie wissen ja jetzt, wo. (s.o.)
Kommen wir zur letzten Vortragenden, Ilona Munique, Trainerin im WEGA-Team Stuttgart.
Die hat jetzt so viel hier geschrieben, dass sie entschieden der Meinung ist, es reicht für einen Blogeintrag. Sie stimmen ihr sicher zu. Vielleicht nur noch den Titel ihres Vortrags, damit wenigstens ein bisschen Licht auf das Schlusslicht in diesem Reigen wirklich bemerkenswerter Vortragender fällt: “Als Trainer/in im Fadenkreuz der (Ohn-)Mächte”. Passt irgendwie zur Uhrzeit …
Wer schlau ist, kuckt sich die PowerPoint auch ohne meine einführenden Worte an. Denn es gibt dort ein paar Gutzele (so heißt ein Bonbon auf Schwäbisch, habe ich gelernt) zu entdecken und zu downloaden. Es ist das im Abstract versprochene Best-Practice-Instrumentarium, exklusiv (eigentlich) nur für die Zuhörer/innen des Fortbildungsforums, und nur bis zum 30.6.08.
Jetzt aber endlich Schluss!
Und das war’s mit der << “BT08 Nachlese”", unserer Abgesangsreihe rund um den 97. Deutschen Bibliothekartag in Mannheim, 2008, mit Blitzlicht auf Fort- und Weiterbildung >>
Hoffentlich sind Sie auch nächstes Jahr wieder dabei, wenn es heißt: “BT08 akut” und “BT Nachlese” anlässlich des 98. Deutschen Bibliothekartag in Erfurt vom 2. bis 5.6.2009. Und wer jetzt bis hierher durchgehalten hat, der schafft eventuell auch noch einen kleinen, feedbackähnlichen Kommentar zur ganzen Geschichte – bitteschön, Danke sehr …