Gute Qualität in Stuttgart

Juni 30, 2008

Gutes muss nicht teuer sein. Für moderate € 30,- (bzw. € 15,-) erfährt man mehr zum Thema Qualitätsmanagement in Bibliotheken vom Verein Deutscher Bibliothekare (VDB), Regionalverband Südwest

„Auch Gutes kann besser werden!“, 7.7.08, Hochschule der Medien, Stuttgart, 10.30 – ca. 16.00 Uhr

(Themen s.a. die Tags zum Blogeintrag)


FaMI und Studium einträchtig nebeneinander

Juni 28, 2008

FaMI und Studium stehen einträchtig nebeneinander – zumindest auf den Reitern bzw. Seiten des noch ziemlich neuen FAMI-Weglobs, Verzeihung: Weblogs „Zukunftsrecherche – Weiterbildungsmöglichkeiten für FaMIs“ entstand im Rahmen eines Berufsschulprojekts der OSZ Bürowirtschaft und Verwaltung.

Gratulation, macht weiter so! Dann bleibt ihr nicht mehr lange FaMIs (Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste). Was ja an sich nicht weiter schlimm wäre … wäre der Beruf etwas besser anerkannt, auch und besonders innerhalb der eigenen Kreise.

Während wir Altgedienten uns mühselig die neuen Wege im Web 2.0 nebenbei per „Fernstudium“ beibringen, dürft ihr das alles gleich zu Anfang euere „Karriere“ erlernen. Schade nur, dass die Anerkennung nicht immer dem frischen Kenntnisstand auf dem Fuße folgt.

Warum so zynisch? Hier ein Erfahrungsbericht:

Vor ein paar Jahren in einer Bibliothek, sehr, sehr weit nordöstlich des Weißwurstäquators: auf meine Frage, wieviel Fachpersonal es hier gäbe, antwortete man mir mit einer recht niedrigen Anzahl, die ich nicht so recht glauben konnte. Auf meine weitere Nachfrage hin kam sichtbar zögerlich:

„Naja, wenn Sie die Assistenten dazu rechnen wollen …“

Peng. Das saß.

Wie war das noch ‘mal bei den Bremer Stadtmusikanten?

Weil aber das Quartier hart war und sie kein Abendbrot bekamen, meinten sie, dass sie besseres verdient hatten …

In diesem Sinne: viel Erfolg mit Fort- und Weiterbildung oder Studium, „… denn etwas Besseres finden wir überall.“


Besser getan als gesehen oder gehört

Juni 27, 2008

In der bibliothekarischen Auskunfts-Mailingliste RABE-L war vorgestern die Frage nach der Herkunft eines Sprichwortes, welches mir sehr schön auf die Didaktik von Fortbildungsveranstaltungen zu passen scheint. Es wird Konfuzius zugeschrieben, es gibt auch verschiedene Varianten, chinesische und vietnamesische. Hier nun das Sprichwort (weitere Versionen in Wikiquote):

Erzähle/erkläre mir etwas, und ich vergesse es.
Zeige mir etwas, und ich merke es mir.
Laß es mich tun, und ich verstehe es.

Der Kollege Detlev Dannenberg (einschlägig: Sein Angebot lik-online) bezieht sich hier stets auf die Ergebnisse aus der soziologischen Forschung (Heidack/Werneck):

Behalten werden maximal, wenn:
gehört: 20%
gelesen: 30%
gehört und gelesen: 50%
und diskutiert: 70%
und getan: 90%

Und er ergänzt: und anderen erklärt: 100%

Das ist auch der Grund, warum Vorträge nett sind, aber weniger Wirkung zeigen als intendiert. Vorträge mit unterstützender Präsentation sind schon besser (nun gut, wenn bei einer Veranstaltung lauter Präsentationen gezeigt werden, dann mindert sich dieser Effekt auch wieder). Am besten aber sind Workshops, wo die Betreffenden informiert werden und dann selbst umsetzen und darüber diskutieren können. Freilich sind Workshops auch die vorbereitungsintensivsten Veranstaltungsarten, was Rahmenbedingungen und die inhaltlichen Vorbereitungen anbelangt …

(Herzlichen Dank an die Kolleginnen in RABE-L, die dieses Wissen zusammengetragen haben! Und herzlichen Dank an Detlev Dannenberg zur Konkretisierung der Quelle und der dort getroffenen Aussagen)


Ganz Deutschland feiert!

Juni 26, 2008

Wer jetzt auf den Halbfinale-Sieg der deutschen Fussball-11 tippt, liegt durchaus richtig. Und wir feiern mit, weil sich das so gehört, und weil auch wir, die FobiKom, eine Schnapszahl vorzuweisen haben. HA, zwei sogar!

Die Kommission für Fortbildung wird haargenau zum Zeitpunkt dieser Weblogschaltung 1 Jahr + 1 Monat alt. Und 77 Tage jung ist der FobiKom-Weblog. Doppel-TUSCH.mpeg

Vom 25.-26.05.2007 bereitete die FobiKom ihren offiziellen „Stapellauf“ zum 1. Juli 2008 vor. Die Gründungssitzungen fanden in Frankfurt a.M. und Berlin statt.

Kommission für Fortbildung, 2007Gründungsmitglieder waren Ulrike Kraß, Ilona Munique, Ursula Stolarski und Nicole Weigand sowie (bis Nov. 07) unser Arbeitsgast Andrea Osterode. Kurze Zeit später konnte Sonja Lebert zur Mitarbeit gewonnen werden. Für Frau Weigand, die seit Ende Juni nicht mehr dabei ist, kam im fliegenden Wechsel Karoline Weise hinzu.

[Mehr über die Mitglieder]

Und vor 77 Tagen ging’s beherzt ans Werk, die wöchentlichen Lektionen von Lernen 2.0 in die Praxis umzusetzen. Nicht gleich alles, aber doch … immerhin … der FobiKom-Weblog steht, er füllt sich und wird wahrgenommen. (Wenn wir einmal groß sind, wollen wir auch so viele Views haben wie unser toller Onkel, das netbib weblog (muss ich nicht mehr verlinken, den haben eh’ schon alle gebookmarkt).

Glückwünsche nehmen wir gerne entgegen, ob kommentierend-anonymisch oder telefonisch-zwischenmenschlich … wir sind ja ein offenes Weblog und nehmen (fast) alles an.

Jetzt zur Laudatio. (Danke, Rückblick, Vorschau – Susanne gewidmet, der ein „richtiger“ Jahresbericht geschuldet ist – aber jetzt auch schön lesen, gelle?! )

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BT08 Nachlese (4.2) | Zum Fortbildungsforum am 5.6.

Juni 25, 2008

Hier der versprochene zweite Teil von “Best Practice in der Veranstaltungsarbeit” innerhalb des Fortbildungsforums am Bibliothekartag in Mannheim. Alle vier Vorträge sind über die Publikationsseite der Kommission für Fortbildung (bzw. den Opus-Server) zu „erstehen“.

Michaela Babion, Fortbildungsbeauftrage der TIB/UB Hannover, berichtete eingängig über die Führungskräfteentwicklung ihrer Organisation, die ihre erste Erprobungsphase so gut wie abgeschlossen hat. Rund 400 Personen in der TIB/UB sind – direkt wie indirekt – von Führung betroffen und profitieren davon, wenn es heißt: „Andere und sich selbst führen“ – so der Titel des Programms.

Ein Vortrag, der es in sich hatte. Oder können Sie ruhig sitzen bleiben bei solch’ einem Satz:

„Externe Fortbildungen werden nicht anerkannt.“ Ups.
Und: „Teilnahmepflicht.“ Punkt. Immerhin kein Ausrufungszeichen. Aber es wird durchaus kontrolliert, und zwar vom Leiter der allgemeinen Verwaltung.

Woran ist hier, quasi ohne Ausweichmöglichkeiten, teilzunehmen, bitteschön?

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BT08 Nachlese (4.1) | Zum Fortbildungsforum am 5.6.

Juni 24, 2008

“Best Practice in der Veranstaltungsarbeit” lautete die Klammer, die die vier Vorträge innerhalb des Fortbildungsforums zusammen hielt. Links zu allen Vorträgen über die Publikationsseite der Kommission für Fortbildung. Hier aber nun ein kleines „Versucherle“, wie in Franken das Entrée genannt wird …

Ursula Stolarski, Fortbildungsbeauftrage der SUB Göttingen, stellte die Ziele und Dienstleistungen der Kommission für Fortbildung vor. Da wir zum nahenden ersten Geburtstag der FobiKom eine kleine Sonder-Weblog-Reihe planen, vertrösten wir mit weiteren Details auf die nächste Woche. Nur so viel sei verraten: der Vortrag aus dem „FobiKom-Nähkästchen“ brachte Frau Stolarski eine postwendende Einladung zu einer im Herbst stattfindenen Spezialbibliothekstagung. Darüber freuen wir uns natürlich. Eine noch junge Kommission ist durchaus anfällig für Sympathiebekundungen dieser Art.

Wenden wir uns intensiver der zweiten Referentin zu.

Agnes Südkamp-Kriete bediente in ihrem Vortrag die Zielgruppe der öffentlichen Bibliotheken. Die stellvertretende Leiterin gab einen umfassenden Einblick in das Fortbildungsangebot der Büchereizentrale Lüneburg (Niedersachsen) (BüZ Niedersachsen)

Interessante Details aus dem Vortrag:

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BT08 Nachlese (3) | Zur FobiKom-Sprechstunde am 4.6.

Juni 23, 2008

Nicht nur Ärzte scheinen immer im Dienst zu sein. An sich gab es nur eine (1 = 60 min.) Sprechstunde der Kommission für Fortbildung während des Bibliothekartags in Mannheim am 4.6.08.

Doch waren offensichtlich unsere „offiziell“ wirkenden blauen Kladden mit dem großen BIB-Logo daran schuld, dass wir auch außerhalb dieser einen Stunde laufend zu allen möglichen Themen kontaktiert wurden, weit über Fort- und Weiterbildung hinaus.

Vor dem stark frequentierten Stand der Verbände waren am runden Tisch anzutreffen: Karoline Weise, Sonja Lebert, Ursula Stolarski und Ilona Munique.

Die FobiKom-Sprechstunde – sicher kein „Warten auf Godot“ …!

  • Ähnlich wie bei der Vorstellung der Kommissionen – wir berichteten in BT08 Nachlese (2) – suchte uns auf, wer Fragen zur Fort- und Weiterbildung im BIB hatte oder uns persönlich kennen lernen wollte. Diese offizielle Sprechstunde hatte den Vorteil, dass wir allen Bibliothekartags-Teilnehmenden, also nicht nur den BIB-Mitgliedern, zu Diensten sein konnten.
  • Referentinnen und Referenten, die beispielsweise in unserer Web 2.0-“Kartei“ geführt sind, bestätigten den guten Verlauf der Rent-a-Fobi-Buchungen (einer Dienstleistung der FobiKom für BIB-Gremien) und berichteten von ihren Erfahrungen.
  • Vorstandsmitglieder der BIB-Gremien ergriffen die Gelegenheit, in unserem Musterordner zu blättern, der die wesentlichen Arbeitshilfen aus der Toolbox sowie Konzeptbeschreibungen zu unseren Dienstleistungen enthält. (Betrifft jetzt (leider) nur die BIB-Gremien: der Musterordner kann gerne bei uns angefordert werden.)
  • Der Austausch mit befreundeten Organisationen wie z.B. dem Kompetenznetzwerk und dem VdB konnte hier persönlich fortgesetzt und gefestigt, Vereinbarungen und Termine abgesprochen werden.
  • Die augenfällige Präsenz der Kommission für Fortbildung (direkt gegenüber der Treppe, und mit offenem Augenkontakt gegenüber allen, die sie erklommen hatten) führte zu verstärkter Nachfrage auch zu anderen Leistungen des BIB.
  • In den wenigen freien Minuten ohne Gäste an unserem Tisch nutzen wir die Gelegenheit, uns untereinander auszutauschen, so zusagen in Fortsetzung unserer gestrigen Arbeitssitzung.

Fehlt nur noch die Nachlese zum Fortbildungsforum. Morgen – hier auf diesem Blog.

(Ein Beitrag ohne Verlinkung. Tat das gut? Wer mehr davon will … hier.)

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Sonderausgabe zu Bibliothek 2.0

Juni 22, 2008

Sind Folksonomies und Bibliothekskataloge Opponenten oder bilden sie ein Dreamteam?

Das Informationsportal e-teaching.org, redaktionell betreut vom Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen, widmet der Bibliothek 2.0 sein derzeitiges Special: „Bibliothek 2.0 – neue Formen der Wissensorganisation“.

Das geht zwar ein wenig über unser Weblog-Thema hinaus, aber der interdisziplinäre Blick in die Hochschullehre schadet sicherlich nicht. Immerhin lassen die Portal-Kategorien „Lehrszenarien“, „Medientechnik“ und „Didaktisches Design“ eine gewisse Artverwandtschaft zur Fort- und Weiterbildung in/für Bibliotheken erkennen.

Und – wir treffen in diesem Portal auf Meldungen, die wir hier nicht vermutete hätten, jedoch bestätigen, dass im Netz beinahe nichts (Wichtiges) unbemerkt bleibt. Reinkucken, runterscrollen, nach grünem Bobbel suchen, und – ahaaa!


BT08 Nachlese (2) | Zur Mitgliederversammlung vom 5.6.

Juni 21, 2008

Superpünktlich endete die Mitgliederversammlung (MV) des Berufsverbandes Information Bibliothek, BIB, auf dem 97. Deutschen Bibliothekartag in Mannheim. Klar, das ist sicher nicht das Bemerkenswerteste an einer MV, durchaus jedoch anmerkens- und bewundernswert.

Von den Vereinsregularien abgesehen, die nun einmal sein müssen, gab es, wie im BT08 (2) akut angedeutet, eine kleine Überraschung. Der Finanzbericht von Schatzmeister Jens Renner wartete mit einem satten Plus auf! Doch trotz des warmen Geldregens kann es keine Entwarnung geben. Es ist ein kurzes Aufatmen, mehr nicht – aber auch nicht weniger. So einleuchtend war die Darstellung über die jetzige und künftige Finanzsituation, dass die anschließende Beitragsanpassung anstandslos von den Mitgliedern mitgetragen wurde.

Die Bundesvorstandswahl ergab ein altes Bild – alles wie gehabt. Dennoch ist alles andere als „Altlast“ zu vermelden. Denn unsere Bundesvorsitzenden (BuVo) im BIB leisteten in den vergangenen drei Jahren gründliche Besenarbeit und schrecken auch vor weiteren neuen Projekten nicht zurück, wie uns die Kandidatinnen und der Kandidaten des mittlerweile eingeschworenen BuVo-Teams aufzeigte. Der einzige Kandidat, der nicht gewählt wurde, hatte das Pech, aus dienstlichen Gründen nicht anwesend sein zu können. In Anbetracht dessen konnte er jedoch eine gute Punktzahl erreichen. Da Tibor Maxam unserer Kommission persönlich als immer einsatzbereiter Kollege bestens bekannt ist, freuen wir uns über seinen Achtungserfolg. Ihn jedoch nun weiterhin in der WebAG zu wissen, finden wir ganz und gar nicht übel!

Die neuen Kommissionen des BIB zu bestätigen war die Aufgabe der BIB-Mitglieder. Die alten wie neuen Kommissionen stellten sich anhand einer Posterpräsentation den Mitgliedern vor. So konnten sich während der Wahlauszählung alle ein wenig die Füße vertreten.

Von der Möglichkeit der persönlichen Kontaktaufnahme wurde reichlich Gebrauch gemacht.
Wir, die Mitglieder der Kommisson für Fortbildung, waren gespannt:

Wer würde denn alles zu uns kommen, und mit welchen Anliegen?

  • Interessentinnen, die bei uns in der Kommission mitarbeiten möchten
  • Eine Referentin unserer morgigen Blockveranstaltung, um rasch „Guten-Tag, ich bin schon da!“ zu sagen
  • Landesgruppenvorstände, die sich für die erhaltenen Hilfestellungen der vergangenen Monate persönlich bei der FobiKom bedanken wollten
  • Fortbildungsbeauftragte, die Details aus unserem Arbeitskatalog wissen wollten
  • Der Vorsitzende einer Kommission wegen eines kommissionsübergreifenden Themas
  • Eine ehemalige Fortbildungsteilnehmerin, die sich über ein Wiedersehen freute
  • Ein ehemaliges Landesgruppenmitglied, das bedauerte, dass es die FobiKom nicht schon früher gab

Viel zu schnell war die Zeit der Vorstellung zu Ende. Doch gab es ja einen weiteren Termin, die FobiKom-Sprechstunde. Doch dazu mehr – übermorgen auf diesem Blog.

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BT08 Nachlese (1) | Zur BIB-Vereinsausschusssitzung am 3.6.

Juni 20, 2008

Wie versprochen starten wir heute unsere 4-teilige „Abgesangreihe“ zum 97. Deutschen Bibliothekartag in Mannheim. Beginnen wir – analog BT08 akut – mit der Vereinsausschusssitzung (VA) des Berufsverbandes Information Bibliothek, BIB.

Langweilig war diese Sitzung nicht, nur leider, wie so oft, viel zu kurz, um alles „durchzukriegen“, was jeder/jedem Einzelnen auf dem Herzen lag.

Unsere Kommission für Fortbildung hatte beispielsweise das Anliegen einer Referentendatenbank vorgebracht (s.a. BT08 akut vom 2.6.). Wie erwartet konnte das Anliegen lediglich kundgetan sowie eine Tischvorlage mit dem Planungsstand ausgeteilt werden. Doch während des Bibliothekartages/Bibliothekstages/Bibliothekarinnentages etc. (Nichtzutreffendes von mir aus streichen) war es möglich, sich mit den beteiligten Gruppen und Personen (WebAG, Bundesvorstand, Web-Entwickler) persönlich und teilweise ausgiebig zu beraten.

Unser derzeitiger Projektstand ist als Dokumentation im BIB-Intranet allen Funktionären zugänglich und wird laufend ergänzt, sobald wir etwas Neues dazu in Erfahrung bringen konnten. Allen, die keinen direkten Zugriff auf das Intranet haben, sei verraten, dass durchaus die Hoffnung auf Verwirklichung der Referentendatenbank besteht. Bis ein entsprechendes adäquates Arbeits- und Auskunftsmittel eingerichtet ist, werden wir wohl weiterhin mit Excel-Tabellen laborieren müssen. Welch ein Glück, dass unsere Kommission justament in Mannheim ein neues Mitglied hinzu bekam, die uns hierin unterstützen wird! Und auch das geschieht auf einer VA – die Bestätigung neuer Kommissionsmitglieder.

Ein weiteres Thema in der VA, welches zu Recht breiteren Raum einnahm, waren die Statements der einzelnen Landesgruppenvertreter/innen zu der Frage einer möglichen Fusionierung bzw. Zusammenlegung der Zuständigkeiten über die derzeitigen Bundesländergrenzen hinaus. Die Vorsitzenden hatten im vergangenen Jahr in ihren jeweiligen Landesgruppenvorständen unter Einbeziehung der BIB-Mitglieder darüber abgestimmt, ob eine Zusammenlegung erwünscht ist. Bis auf eine Ausnahme wird dies jedoch abgelehnt. Einer der Knock-out-Argumente war, dass die Mitglieder zu den Fortbildungsveranstaltungen (einer der wesentlichen Kernaufgaben einer Landesgruppe, neben der Lobbyarbeit) eine zu weite Anreise hätten. Worin wir eine Übereinstimmung mit unseren Weblog-Eintrag über Raum und Bildung sehen.

Eine Vereinsausschusssitzung also, die trotz des Dauermankos „Zeit“ lebendig, informativ und richtungsweisend war.

Und die Mitgliederversammlung? Auch diese war keineswegs langweilig! Doch dazu mehr – morgen auf diesem Blog.

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Innsbruck von Kopf bis Fuß

Juni 19, 2008

Zu Innsbruck sollte einem in diesem Jahr nicht nur Fußball einfallen. Das Städtchen wartet mit einem weiteren, allerdings eher kopflastigen Event auf:

International Microlearning Conference 2008, 25.-27. Juni, in der Universität Innsbruck.

Mit gerade einmal drei vergangenen Kongressen und 122.000 Google-Einträgen unter dem Stichwort Microlearning muss niemanden peinlich sein, wer nur eine vage Vermutung über die Inhalte hat.

Microlearning, zu deutsch (und daher weniger gebräuchlich – die Google-Trefferquote liegt bei 1.670 Einträgen), Mikrolernen bezeichnet kleinere Lerneinheiten, im engeren Sinne mit Hilfe von E-Learning und Web 2.0.

Das Besondere an Microlearning ist die spielerische, kurzweiligere Form der Aufnahme von Informationen, was nicht nur Kiddies dienlich sein dürfte, sondern auch Erwachsenen, die – beruflich bedingt – mit eingeschränkten Lernzeiten zu kämpfen haben. Lernen 2.0 scheint mir ein gutes Beispiel für Microlearning. Doch geht es bei diesem Thema auch um „Mobiles Lernen“ mit Hilfe der allgegenwärtigen Handys/Handies (?), blitzschnell abfragbaren und auswertbaren Multiple-Choice-Tests per Mausklick und vieler weiterer elektronisch unterstützten Lerntechniken und -erfahrungen.

Wer nun allerding „Englisch-Lernen“ in Mikroeinheiten bevorzugt, dürfte bis nächste Woche ein kleines Problem haben, denn die Konferenzsprache ist überwiegend auf Englisch, da ausgerichtet von The Research Studios Austria Forschungsgesellschaft mbH.

Gehen Sie trotzdem hin. Einer der Workshops zumindest befasst sich mit „Erfolgreiches Mikrolernen. Anwendungen in der beruflichen Fortbildung“ (Programm, PDF, 404 KB). Treffen werden Sie außerdem Mag. Franz Jenewein, Tiwag-IT-Abteilungsleiter und manch einem besser bekannt durch das Tiroler Bildungsinstitut Grillhof (A), Prof. lic. phil. Martin Hofmann von der Pädagogischen Universität Rohrschach (CH) und Dr. phil. Ulf Ehlers, Universität Duisburg-Essen und Koordinator bei der European Foundation for Quality in eLearning, um nur ein paar zu nennen. Zumindest also die Pausengespräche wären entspannt auf Deutsch zu führen, um danach wieder aufnahmebereit für die Vorträge zur „Evaluation for Digital Learning“ zu sein.


Präsentationen und Texte von Mannheim

Juni 17, 2008

So, jetzt habe ich mich im Titel elegant um die Geschlechterfrage und die Bennenung der größten Fortbildungsveranstaltung im Bibliotheksbereich gedrückt, worüber in netbib ja eine umfangreiche Diskussion geführt wurde. Jedenfalls: Männer sollen sich doch bitte mitgemeint fühlen, wenn ich in der Folge einfach „Bibliothekarinnentag“ sage.
[Und jetzt kommt nach dem Vorspann der eigentliche Text:] Wenn Sie auf dem Bibliothekarinnentag nicht alle Vorträge besuchen konnten, die Sie eigentlich hätten besuchen wollen, wenn Sie einmal hineinschauen wollen in Themen, die Sie nicht so interessiert haben, als dass Sie die Veranstaltung besucht hätten, so können Sie dies im Nachhinein auf dem BIB-Repository tun, auf welchem zurzeit 160 Präsentationen und Texte des Bibliothekarinnentages auf die Lektüre warten. Eine wunderbare Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen, relevante Themen, Stichworte, Personen nachzuschauen, sich einfach kundig zu machen, was in der Profession gerade umgetrieben wird (ich verrate wohl nicht zuviel, wenn ich sage, dass das Suffix „2.0″ eine gewisse Rolle spielt).