Nachdem Ilona mich so prominent eingeführt hat, kann ich nicht damit beginnen, erst einmal 2 Wochen nichts zu diesem Blog beizutragen … Der Bibliothekartag steht vor der Tür und damit eine Menge an Vorbereitungen, Absprachen, Organisation etc. Deshalb ist es jetzt ein wenig schwierig, anderes zu bieten, das kommt also nachher.
Also erzähle ich Ihnen von den Angeboten der Kommission für One-Person Librarians auf dem Bibliothekartag, die fast ganz von dem Suffix „2.0″ geprägt ist. Zeitgeist? Vielleicht. Aber ich denke dann doch nicht, denn die Vorteile der Web 2.0-Anwendungen liegen eigentlich auf der Hand: Von Anbieterseite sind sie meist ohne viel Aufwand zu implementieren und Nutzer haben einen Mehrwert in Form von besser aufbereitetem Inhalt (Aktualität, „Tags“), Mitmach-Möglichkeit (Kommentare etc.) und Informationsmöglichkeit (RSS). Jedenfalls: Unsere Veranstaltungen in Mannheim sind auf der BIB-Homepage dokumentiert. – Hier vielleicht ein paar Erläuterungen zu den Veranstaltungen:
- Lambert Heller wird den Hauptvortrag am Donnerstag nachmittag zu „OPL 2.0″ halten. Lambert schreibt seit Jahren im bibliothekarischen Weblog netbib mit und ist über dieses Blog zu unserem Beruf gestossen. Er interessiert sich nämlich sehr für die theoretische Seite sozialer Software und fand in netbib sowohl kongeniale Geister als auch eine Plattform für seine Überlegungen. Damals war er in einem sozialwissenschaftlichen Projekt in Münster beschäftigt, entschied sich für den Beruf des Bibliothekars und ist jetzt nach seiner Ausbildung an der FU und HU Berlin an der TIB Hannover beschäftigt. Man kann gespannt sein, wie er die Ansätze des Miteinander Arbeitens via Web 2.0 auf die Ebene der Kleinstbibliotheken und Einzelkämpfer/innen heruntertransponiert!
- Mittwoch morgen wollen Julia Bergmann und ich in einem Workshop versuchen, die Soziale Software als Helfer für die alltäglichen Probleme vorzustellen und einzuüben. Also die Frage „Öffentlichkeitsarbeit und anderes schön und gut, ich brauche Unterstützung in meinem vollgepfropften Arbeitsalltag. Kann da Web 2.0 eine Hilfe sein?“ Wir denken: Ja! Es ist spannend, ob die Kategorie der „tools“, der kleinen Helferlein, hier eine Ergänzung erfahren haben.
- Am Donnerstag morgen findet ein weiterer Workshop zu einem klassischen Thema statt, das jetzt nichts mit Web 2.0 zu tun hat: Marketing. Die Referentin aus Karlsruhe, Frau Köhrer-Weisser, leitet selbst eine OPL und hat ihre Masterarbeit über den Marketingzyklus verfaßt. Sie wird daher theorie- und praxisgesättigt diesen zentralen Ansatz vermitteln. Wer möchte, kann in einen kleinen Teilbereich schon einmal hineinschauen: Sie hat zu einem Teilausschnitt, der Marktanalyse, bereits eine Checkliste verfaßt (es ist die Nr. 17 dieser Reihe).
- Bei der Hauptveranstaltung am Donnerstag gibt es auch immer einen Praxisvortrag. Den wird dieses Jahr der Vorsitzende der Kommission, Frank Merken, halten. Die Besonderheit besteht darin, dass der Bericht diesmal aus einer öffentlichen Bibliothek kommt; noch vor ein paar Jahren erachtete man den OPL-Ansatz als nicht relevant für ÖBs. Nun, das hat sich gottseidank geändert und ich bin gespannt auf diesen Blick über die Schulter, den der Bericht bieten wird.
- Last but not least gibt es seit etlichen Jahren unter dem Titel „OPL on tour“ Besuche in 2-3 örtlichen One-Person Libraries. Diese werden immer gern wahrgenommen, hat man doch sonst wenig Zei und Gelegenheit, einmal bei anderen hineinzuspicken, wie die Dinge dort gehandhabt werden.
Vielleicht einmal soviel. Ende nächster Woche könnte ich noch einen Bericht abliefern, wie es war. Was meinen Sie?
Verfasst von jplie
Verfasst von fobikom